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Übungsprogramm Rheuma

Dieses Thema im Forum "Physiotherapie, Ergotherapie, Sport usw." wurde erstellt von CJ99831, 24. Februar 2016.

  1. CJ99831

    CJ99831 Neues Mitglied

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    24. Februar 2016
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    Hey, :)

    und zwar soll ich im Fach Bewegungserziehung eine Gruppentherapie leiten.
    Meine "Patienten" (6 Personen) sind im Alter von 40-70 Jahren und die Diagnose ist Rheuma.
    Nun soll ich ein 20 min. Programm erstellen, wo ich die Differenzierungsfähigkeit, das Gleichgewicht und die allg. Ausdauer schule.

    Nun habe ich mir folgendes überlegt:

    Als einleitendes Spiel stellen sich alle in einen Kreis, fassen sich an den Händen und müssen einen Ball hin und her spielen (Schulung Gleichgewicht). Dauer ca. 3-4 min.

    Am Ende des Programms möchte ich auch wieder ein Spiel spielen, wo sie durch den Raum laufen sollen und auf mein Kommando auf einem Bein stehen bleiben sollen (Schulung Ausdauer und Gleichgewicht). Dauer ca. 3-4 min

    Nun brauche ich aber noch Übungen für der Hauptteil, wo ich das oben genannte Schule.
    Mir fallen aber partout keine ein.

    Hättet ihr vielleicht ein paar Anregungen für mich ? :)
     
  2. Tortola

    Tortola Aktives Mitglied

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    Also ich möchte mich nicht von fremden Menschen anfassen lassen. Ich würde einen Stuhlkreis
    empfehlen, da kann genau so gut ein Ball herumgereicht werden mit erhobenen Armen.
    Kenne ich von meiner "Rheumasitzgruppe" in Sahlenburg.

    Gruß von Tortola
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,
    Seit letztem Mai mache ich Rehasport und da gibt es einiges was man machen kann. Allerdings in 20 Minuten ein komplettes Programm zu bringen ist bisschen knapp.

    Wir machen 45 Minuten, Alter ab Mitte 40 bis Mitte 70. Alle mit Arthrosen, Rheumatiker, Leute nach Op und welche die einfach fit bleiben möchten.

    Jedes Mal machen wir unterschiedliche Übungen. z.B. kein Stuhl sondern Sitzball, fordert Rückentraining und Gleichgewicht. Kleiner Ball = Koordinierung Hände, rechts links. Steh-Wackelbrett = Gleichgewicht, Matte und großer (sitz-)Ball für Bodenübungen, mit Beinübungen kombinert. CircuitTraining alle paar Wochen inkl. Therabandübungen, kleine Gewichte, Hantel.
    Übungen immer ca. 1 Minuten dann Pause, dann neue Übung oder Übung wiederholen.
    Und jedes mal als Abschluß die letzen 5 Minuten Entspannnungsübungen, dehnen, strecken.

    Also wenn du 5 Minuten Aufwärmtraining machts und am Ende 5 Minten Entspannung, dann bleiben dir ja nur 10 Minuten überhaupt fürs Training? Bisschen wenig finde ich mal.

    LG Kukana
     
  4. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo CJ,

    Machst du eine Ausbildung als Physiotherapeut? Du musst einschätzen können, was du den Leuten zumutest. Wer jagt dich denn in so ein Experiment? Sicher dich ab.

    Liebe Grüße
    Clara
     
  5. CJ99831

    CJ99831 Neues Mitglied

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    Ja, ich mache eine Ausbildung zur Physiotherapeutin.

    Bin jedoch erst im 1. Lehrjahr (seit September 2015) und habe noch nie ein Praktikum geschweige denn alleine ein Übungsprogramm auf eine Diagnose bezogen auf die Beine gestellt und Rheuma haben wir eben auch noch nicht behandelt.

    Deswegen habe ich mein Wissen alleine aus Fachbüchern und dem Internet her und weiß eben nicht, wie so ein Programm abläuft. :/

    Und 20 min. fürs Programm sind vorgeschrieben. Und da sollen wir die Einleitung und Schluss mit ca. 3-4 min. haben.
    Probanden sind meine Mitschüler.
     
  6. kukana

    kukana Moderatorin

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    Da würde ich vorschlagen: frage mal bei einem Verein der auch Rehasport anbietet ob du dabei mal zugucken (mitmachen) darfst. Dann siehst du wie vielfältig das sein kann und auch wieviele unterschiedliche Probleme die Patienten haben. Rheuma ist nicht gleich Rheuma, sondern es gibt über 400 unterschiedliche Arten die zum Teil aber auch gleichzeitig auftreten können. Dazu kommen dann noch die Arthroseerkrankten, die ja auch in den Bereich Rheuma gehören.

    Das was der eine gut kann, kann der andere gar nicht. Sinn ist dann die Übungen so zu gestalten, dass kein Frust auftaucht weil man so vieles nicht kann, sondern dass du zeigst wie man es machen kann, und mit der Zeit klappt das dann auch besser.

    Wenn du in Köln wärst, dann könnte ich dich mal als Gast mitnehmen :)

    LG Kukana
     
  7. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo CJ,

    deine Mitschüler stolpern ja nicht so schnell über die eigenen Füße wie ich :).

    Ich spule jetzt mal so eine Idee ab, die du mit deinen Kenntnissen spicken kannst. Einiges kommt aus der Sozialpädagogik, anderes sind meine Rheumatikererfahrungen aus Reha, Pilates und Fasziengruppen, an denen ich teilnehme.

    Etwas für Füße und Schulterbereich, gruppenbildend, Gleichgewicht, Körpergefühl und Bewegung fördernd.

    Im Raum stehen Stühle in einem grooooßen Kreis, sodass noch genug Platz dazwischen ist.

    Die Gruppe beginnt im kleinen Kreis. Aufrechte finden, Füße spüren, wer mag schließt die Augen.
    Jeder sucht summend "mhhhhhm" seinen eigenen Ton, was ein mhhhm-Gebrummsel gibt.
    Mit dem eigenen Ton Gewicht ohne abzuknicken leicht nach vorne verlagern, der ganze Fuß bleibt am Boden, die Vorderfüße sind belastet.
    Zur Mitte zurückfinden.
    Den eigenen Ton mit einem A oder O mit offenem Mund singen, dabei das Gewicht nach hinten verlagern.
    ... geht mehrmals oder auch seitlich oder mit drei Plätzen weiterwandern oder mit einem weiteren Lieblingston...

    Mit einer Drehung nach rechts aus dem Kreis schreiten. Jeder geht zügig, kreuz und quer durch den Raum, brabbelt irgendwas verständlich oder unverständlich vor sich hin, rempelt niemanden an, grüßt Entgegenkommende mit Kopfnicken oder lautem Hallo, Tag...
    Beim Gehen nach Ansage Geschwindigkeit und Szenarien wechseln, schwer gegen Regen und Wind, zäh barfuß durch die Brandung, ganz langsam, über Holperstraßen, glatte Straßen, in den Park, der erste warme Frühlingstag, der Mantel wird zu warm, die Vögel piepen, es stehen Stühle zum Ausruhen da, jeder sucht sich einen und setzt sich hin.

    Auf den Sitzhöckern, die Aufrechte suchen. Hände gegen den Himmel strecken, links und rechts locker nach den Sonnenstrahlen greifen, die Arme herabnehmen, Hände ausschütteln. Arme/Hände über die Seiten wieder hoch, schulterbreit, Fingerspitzen der flachen Hand, Handflächen sehen sich an, strecken sich so weit wie möglich, gespannt nach oben. Ins Schultergelenk/Armkugeln zack fallenlassen (hauen da richtig schnell rein, bleiben aber immer noch nach oben). Ein paar Mal auf und wieder ins Gelenk fallen lassen
    Die Arme vor der Brust verschränken, nicht wie Tratschtanten, sondern rechte Hand fasst den linken Ellenbogen von außen und linke Hand den rechten Ellenbogen. Ein bisschen Luft zwischen Brust und Unterarmen. Man stellt sich vor das Kätzchen oder Kaninchen kommt, rollt sich auf unseren Unterarmen zusammen. Das Kätzchen wird von links nach rechts gewogen, nur aus den Armkugeln heraus, das Rechteck der Arme wird zur Raute, also die Ellbogen wandern nach links und rechts, der Körper bleibt ruhig.Die Hände können dabei etwas an den Ellbogen ziehen, damit das Gelenk/die Armkugel nicht zu viel allein leisten muss.
    Das Kätzchen hopst von den Armen und trollt sich davon.

    Abschluss: Die Gruppe steht auf, geht kreuz und quer und findet sich wieder im kleinen Kreis.
    Alle brechen in Lachen aus, krümmen sich vor Lachen, schütteln sich vor Lachen aus.

    "Auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal."

    20 Minuten ist die Zeitspanne, die oftmals in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen angewandt wird.

    Liebe Grüße
    Clara
     
    #7 27. Februar 2016
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2016
  8. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Herne
    Clara,
    in diese Gruppe ginge ich auch gern.
     
  9. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Die 20 Minuten sind vollkommen in Ordnung, denn so läuft das normalerweise bei Physiotherapie in der Praxis - Einzeltherapie auf Rezept (für Kassenpatienten), möchte man länger muss man die Mehrzeit bezüglich einer Therapieeinheit selber bezahlen.

    Deshalb finde ich es gut das die Auszubildenden eben genau diese 20 Minuten lernen sollen einzuteilen.

    Auch bei Reha waren bei mir die Zeiten für solche und ähnliche Therapien jeweils nur 20 Minuten.

    Und bei der Deutschen Rheuma-Liga dauert das Funktionstraining das die Kasse zahlt auch nur in etwa 20 und höchstens 30 Minuten, was die Kasse übernimmt. Da wo ich das Funktionstraining machte-Rheuma-Lige verlangten die dann bei mehr Zeit das wir das selber zuzahlen und die machten generell länger. Mir hätten die 20 bis 30 Minuten gereicht.Ich hätte dann nach den Minuten rausgehen müssen, wenn ich den Rest nicht zuzahle, naja im Nachhinein finde ich das jetzt schon etwas schräg....Die machten nämlich 45 Minuten und wollten das alle den Rest drauf zahlen.

    Es ist ja auch so gedacht das man das erlernte dann zuhause täglich oder alle zwei Tage selbständig und alleine durchführt, ebenso die Wassergymnastik, kann man ja nach Erlernung auch selber im Schwimmbad oder der Therme weiter fortführen.
     
    #9 27. Februar 2016
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2016