TV SWR >> BW an 22:20h 17.1.07

gisipb

Neues Mitglied
Hallo Leute,
ich habe gerade was intressante im TV gesehen.

Fleißige Chirurgen?
Unnötige Operationen
Jedes Jahr werden in Deutschland bis zu 40.000 Amputationen bei Diabetikern durchgeführt. Mehr als die Hälfte dieser Operationen wäre vermeidbar, wenn die Füße der Diabetiker regelmäßig untersucht und die Patienten rechtzeitig einem Gefäßspezialisten vorgestellt würden.

Folgen von Diabetes
Unnötige Fußamputationen
Es beginnt häufig mit einem Kribbeln in den Füßen, so als wäre ein Heer von Ameisen dort unterwegs. Wer an Diabetes leidet sollte dieses Warnsignalernst nehmen, denn dann ist der Fuß in Gefahr. Wer nicht schnell reagiert und eine Gefäßbehandlung vornehmen lässt, dem bleibt irgendwann nur noch die Amputation. [mehr zu: Unnötige Fußamputationen]


Schlüssellochchirurgie verändert Operationsverhalten
Prophylaktische Gallenblasen-OP
In Deutschland darf jeder Arzt die Operationen durchführen, die er sich zutraut. Eine sogenannte Mindestfallzahl, die nur geübte Ärzte an schwierige Fälle lässt, wurde bei der Gesundheitsreform gekippt. Gesundheitsexperten sagen, dies würde Tausenden von Menschen jedes Jahr das Leben kosten, und es sorgt dafür, dass viele Menschen unnötig unter dem Skalpell landen wie für eine Gallenblasen-OP. [mehr zu: Prophylaktische Gallenblasen-OP]

Ein Mediziner klagt anKasse machen statt Heilen
Im Vergleich zu anderen Ländern steht Deutschland bei keiner einzigen Volkskrankheit besonders gut da. Die Überlebensraten liegen meist nur im Mittelfeld. Und das obwohl wir uns das dritt-teuerste Gesundheitssystem der Welt leisten. Nur die USA und die Schweiz geben noch mehr aus. Die Politik hat deswegen den Krankenhäusern einen Sparkurs verordnet. Mit Rationalisierungen und mehr Wettbewerb sollen sie fit gemacht werden. Das wird dazu führen, dass voraussichtlich ein knappes Drittel der rund 2.200 Kliniken in Deutschland schließen müssen. Die Hoffnung ist, dass dies die Qualität insgesamt steigert. Es wäre notwendig. Ein Insider hat über die wahren Verhältnisse in den Krankenhäusern ausgepackt.



Dr. Frank König klagt an


Bis vor kurzem war Doktor Frank König Chefarzt. Doch sein altes Leben in Deutschland hat er verloren. „Aus dem Versuch, den passenden Job zu finden, wurde ein Leben aus dem Koffer“, sagt der Nervenarzt. „Dieser Koffer ist so etwas mein Talisman geworden. Mit dem habe ich die letzten Jahren die deutsche Kliniklandschaft kennen lernen müssen, in der leider zunehmend nicht mehr das Patientenwohl, sondern das Kasse machen im Vordergrund steht.“

Profit statt Fürsorge?
Spricht hier ein gescheiterter Ex-Chefarzt? Oder klagt der Psychiater mit seinem Buch, das er über seine Erfahrungen geschrieben hat, zu Recht deutsche Kliniken an? Die traurige Anklageschrift des ehemaligen Chefarztes Frank König gegen die Betreiber von Kliniken liest sich in Kurzform so: Überlastete Ärzte, erschöpfte Schwestern und Pfleger. Die Ursache für diesen Notstand: Personalmangel - Gerätemangel – Zeitmangel. Der Grund: zunehmende Kosteneinsparung. Das Krankenhaus wird nach Frank Königs Beschreibung mehr und mehr zum knallharten Unternehmen, in dem beim Umgang mit dem Patienten der Profit die Pflege in den Hintergrund drängt.

Gewinner und Verlierer
Professor Gerd Glaeske sieht das anders. Er ist Mitglied im Sachverständigenrat für Gesundheitsfragen und studiert die deutsche Kliniklandschaft seit Jahren: „Mein Eindruck ist, dass die Krankenhäuser vernünftig arbeiten, das aber unter dem neuen Entgeltsystem - das sind ja ganz neue Entgelte, mit denen ganz bestimmte Prozeduren mit einer Pauschale bezahlt werden - es Krankenhäuser gibt, die verlieren und es Krankenhäuser gibt, die gewinnen. Das ist immer das Problem des Wettbewerbs, dass ich Häuser habe, die letzen Endes verlieren werden.“

Was meint er mit jener „Pauschale“, die unsere Krankenhäuser in Gewinner und Verlierer unterteilt? Früher verdiente die Klinik für jeden einzelnen Tag, den ein Patient im Krankenhaus verbrachte, gutes Geld. Heute wird nur noch eine feste Fallpauschale gezahlt. Das bedeutet: nur eine schnelle Behandlung mit möglichst wenig Aufwand an Zeit, Technik und Personal rechnet sich.

„Wenn Sie das mit den Krankenhäusern tun“, meint Frank König, „dann kommen die natürlich an ein Limit, wo Verwaltungsleitungen entscheiden müssen: Wo können wir jetzt Ressourcen einsparen? Das ist ähnlich wie wenn Sie eine Zitrone auspressen, sie dann zurück ins Regal legen und anschließend die Zitrone dafür verantwortlich machen, dass sie nicht mehr verkauft werden kann.“

Die Klinik als Zitrone
Sind solche Klagen wirklich berechtigt? „Ich halte die Klagen für wichtig“, sagt Gesundheitsexperte Glaeske. „Die Klagen sind immer Signale. Wo Klagen auftreten ist irgendwas nicht in Ordnung. Und das ist auch etwas, was wir den Krankenhausträgern vorwerfen müssen: Sie müssen auf diese Klagen hören. Ein Arzt wird nicht ohne Grund bestimmte Missstände anprangern.“

Ist der Psychiater Frank König aber ein Einzelfall, oder beschreibt er die typische Situation vieler Krankenhäuser, die dem Wettbewerb nicht mehr gewachsen sind? Aus Sicht von Frank König jedenfalls wurden die Folgen der wettbewerbsbedingten Kosteneinsparung in seinen Häusern deutlich. „In einer Klinik, in der ich leitend tätig war, führte das dazu, dass trotz aller Warnungen der verantwortlichen Ärzte die internistische Fachkompetenz zeitweise nicht vorhanden war, aber der Krankenhausträger von uns verlangte, Chemotherapiepatienten aufzunehmen und zum Teil dann Praktikantinnen beziehungsweise Medizinstudenten am Ende der Ausbildung quasi Stationsarztfunktionen ausführen mussten. Und das halte ich für eine ganz tragische Entwicklung: nur um den Preis, Betten auszulasten, Menschenleben in Gefahr zu bringen.“

Seine Erfahrungen machte Frank König in einer Rehabilitations-Klinik. Also dort, wo normalerweise keine Akutfälle behandelt werden. Doch der Zwang zur Kostersparnis trieb behandlungswürdige Menschen wie jene Chemotherapie-Patientin nach seiner Meinung in den Rehabilitations-Bereich. Sind frühzeitige Verschiebungen Einzelfälle oder die Regel?

„Wir werden das immer haben“, glaubt Gerd Glaeske, „und wir werden das sicher auch behalten. Weil es sicherlich auch Situationen gibt, in denen Patientinnen und Patienten nicht in hochspezialisierten Stationen in einem Krankenhaus weiter liegen müssen, sondern dann der Hotelbetrieb dazukommt. Es soll jemand betreut werden, fachlich betreut werden, qualitativ hochwertig betreut werden. Aber er muss dann nicht in einem teuren Bett in einer Intensivstation liegen, sondern das kann auch irgendwo anders passieren."

Billigere Medikamente mit größeren Nebenwirkungen
Auch Dr. Gerhard Schell war Chefarzt. Inzwischen hat er sich selbständig gemacht. Auch er ist aus dem Krankenhaussystem ausgestiegen, wollte nicht mitmachen, was in seinen Kliniken unter dem Slogan ‚Einsparung’ passierte. Als Beispiel nennt der Kollege von Frank König den Umgang mit der Vergabe von Medikamenten. Gerade bei psychischen Leiden seien häufig teure Präparate notwendig, doch auf Kosten des Betroffenen werde hier nur allzu oft gespart: „Medikamentenbudgets sind so bemessen, dass Patienten nicht nebenwirkungsärmere Präparate bekommen und das, finde ich, ist ein Unding, das ist ein Skandal.“

Veränderung der Krankenhaus-Landschaft
Dr. Frank König und Dr. Gerhard Schell. Stellvertreter für alle, die das Streben nach Profit anklagen das Kliniken in Gewinner und Verlierer aufteilt aus Gründen der Kosteneinsparung. Wann endet das Wettbewerbs-Drama in unseren Krankenhäusern? „Wenn man jetzt ’mal perspektivisch denkt, dann denke ich schon, dass sich das Ganze innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre konsolidiert haben wird. Ich werde die Krankenhauslandschaft - ich sage das mal so ausdrücklich - bereinigt haben, auch um Häuser die nicht mehr mitkommen, die auch jetzt schon im Grunde genommen gegenüber den Patienten keine vernünftige Qualität abliefern können. Das haben wir heute, das müssen wir einfach konstatieren. Und insofern wird sich die Krankenhauslandschaft in Richtung Qualität und Effizienz verändern. Das wird sicher die nächsten fünf bis zehn Jahre dauern, aber mein Eindruck ist, dass das eine Veränderung ist, die für das System und für den Patienten gut ist.“

Doch das Qualitätskrankenhaus ist noch Zukunft. Für die Gegenwart gilt: Solange sein anklagendes Buch der einzige Erfahrungsbericht eines Arztes bleibt, ist Frank König ein wirkungsloser Außenseiter.

Medizinische WeiterbildungÄrzte-TÜV
Jeder Teekessel, jedes Moped und erst recht jedes medizinische Gerät wird bei uns wieder und wieder getestet und auf Risiken geprüft. Ein Arzt aber, der einmal die Lizenz zum Schneiden, Spritzen und Therapieren verliehen bekommen hat, der behält sie wie selbstverständlich ein Leben lang. Facharzt wird man in Deutschland mit Anfang 30, danach wird man nie wieder geprüft. Und Weiterbildungen sind keineswegs selbstverständlich. Viele Ärzte halten daher an den alten Methoden fest die sie kennen, anstatt neue zu lernen. Die Idee, die Götter in Weiß einem TÜV zu unterziehen, scheint nicht verkehrt.

Am Unfallkrankenhaus Berlin Marzahn forscht Professor Wolfgang Friesdorf an Verbesserungen medizinischer Arbeitsabläufe. Im Fokus steht dabei besonders die Bedienbarkeit medizinischer Hightech-Geräte. Rund 120 Geräte spielen heute im Klinikalltag eine Rolle. Und die Hersteller werfen regelmäßig neue Entwicklungen mit erweiterten Funktionen auf den Markt. Was dazu führt, dass Mediziner schnell überfordert werden.

Moderne Medizin überfordert manch Mediziner
„Das Institute of Medicine in den USA hat Anfang der 2000er Jahre ein Buch herausgegeben, „To err is human“ - Irren ist menschlich - und kam auf Grundlage mehrerer Studien zu dem Schluss, dass im Krankenhaus durch Fehler mehr Menschen sterben als im Straßenverkehr. Es hat dann eine ganze Reihe von Folgestudien in vielen anderen Ländern gegeben. Die Größenordnung wird von allen anderen Studien bestätigt“, erzählt Prof. Friesdorf. In der Bundesrepublik wären das gut 15.000 Todesfälle pro Jahr.



Moderne OP-Geräte sind nicht immer bedienungsfreundlich.


Je komplexer die Technik, desto mehr Fehlerquellen. Ähnlich wie bei der Unterhaltungselektronik gilt auch bei lebenserhaltenden Systemen: Es gibt zu viele Funktionen und unübersichtliche Bedienungsanleitungen. Hinzu kommt, dass der Klinikalltag keine Zeit für umfangreiche Schulungen lässt. Sind unsere Mediziner den Anforderungen einer sich immer schneller entwickelnden Medizin nicht mehr gewachsen?

TÜV-Plakette für Arztpraxis
Diese Frage stellt sich auch bei Deutschlands niedergelassenen Ärzten. Patienten können kaum einschätzen, ob Diagnose und Therapie ihres Arztes auf dem neuesten Stand sind. Deshalb soll nun ein so genannter Ärzte-TÜV eingerichtet werden.

Dr. Thomas Köhler von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung beschreibt das Vorhaben so: „Wir werden neutrale Einrichtungen schaffen die Praxen prüfen und das Prüfergebnis in der Form sichtbar machen, dass auf dem Praxisschild ein so genanntes deutsches Gesundheitssiegel angehängt wird, so dass der Patient weiß: Diese Praxis ist eine in ihrer Qualität geprüfte Praxis.“

Weiterbildung muss belohnt werden


Ärzte sollten hin und wieder die Unibank drücken.


Trotz Fortbildungsverpflichtung fällt das Qualitätsniveau der Ärzte sehr unterschiedlich aus. Ein Teil der Ärzte bildet sich auch über das verlangte Maß fort. Der neue Ärzte-TÜV soll zumindest das belohnen. Viele Mediziner stoßen allerdings heute schnell an Belastungsgrenzen. Denn im Gegensatz zu anderen Berufen müssen sie sich in ihrer Freizeit fortbilden.

„Das Wissen in der Medizin muss alle drei Jahre erneuert werden. Das hat was mit der Forschung zu tun und es ist sehr schwierig, sich auf dem aktuellen Stand zu halten. Aber ich gebe zu, dass wir eine strukturelle Fortbildung erst seit wenigen Jahren betreiben. In der Vergangenheit war das der individuellen Einstellung überlassen. Und dass es da Defizite gab, das will ich gar nicht leugnen“, bestätigt Thomas Köhler.

Wissensüberflutung
Am Kölner Institut für Medizinische Soziologie hält man den Ärzte-TÜV für eine gute Idee, fordert als nächsten Schritt aber auch eine Reform des Fortbildungssystems: „Für die Ärzte ist es in der Tat ein Problem, mit der neuen Wissensflut fertig zu werden. Man muss noch mal unterscheiden zwischen Fachärzten und Hausärzten: den schwierigen Job haben die Hausärzte, weil die praktisch in sehr vielen Krankheiten zu Hause sein müssen, und in sehr vielen Krankheiten den Überblick haben müssen, was denn das Neueste auf diesem Gebiet ist. Der Facharzt hat es da einfacher. Er hat einen überschaubaren Bereich und kann daher auch eher Bescheid wissen was es Neues gibt. Das ist eine Herkulesaufgabe“, meint Prof. Holger Pfaff.

Die Kölner Wissenschaftler hatten rund 10.000 Ärzte nach den aktuellen Leitlinien zur Behandlung von Bluthochdruck befragt. Nur 23 Prozent der Befragten konnten korrekt Antwort geben. Ein Ergebnis das selbst die kritischsten Versorgungsforscher überraschte:

„Die Erfahrung bei unserem Test war, dass wir mit passiven Verfahren - wie zum Beispiel dass man die Leitlinien verschickt, auch als CD oder in lesbarer Form - dass das praktisch keinen Effekt hat. Die das bekommen wissen nachher nicht mehr Bescheid als die, die es nicht bekommen“, bilanziert Prof. Pfaff vom Institut für medizinische Soziologie.

Medizinisches Fremdwort "Versorgungsforschung"


Ständige praktische Weiterbildung ist wichtig


Liegt es nun an den Ärzten? Oder am Fortbildungssystem? Oder am immer schnelleren Fortschritt in Forschung und Technik? Für den Arbeitswissenschaftler Wolfgang Friesdorf gilt es, auf seinem Gebiet erst einmal die Fehlerquellen des Systems auszuschalten: „Die Arbeitswissenschaft hat hier eine ganz klare Vorgehensweise, nämlich ein Topmodell. Erstens technische Sicherheit. Wenn die nicht 100prozentig zu gewährleisten ist organisatorische Maßnahmen, und wenn die nicht die Sicherheit gewährleisten, persönliche Ansätze, das heißt Schulung.“

Versorgungsforschung und Arbeitswissenschaft in der Medizin haben in Deutschland noch keine lange Tradition - im Gegensatz zu anderen Ländern wie den USA oder in Skandinavien. Dort hat man schon frühzeitig organisatorische Instrumente zur Versorgungssicherheit entwickelt. In Deutschland herrscht dringender Nachholbedarf.

http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/nid=1046894/did=2938994/vez8u9/index.html

Wollen wir dadrüber diskutieren was haltet ihr davon?

LG Gisi
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Gisi, mir fällt immer wieder auf,
dass Du unheimlich viele Hiobsbotschaften hier ins Forum
bringst, sogar in Neujahrsglückwünschen.
Ich finde, das Fernsehn, die Presse usw. puschen heutzutage alles schon mehr als genug auf,
um ihre Lese- und Zuschauerzugriffe
zu erhöhen. Manches mag ja daran wahr sein, aber sollen wir wirklich hier in rheuma-online darüber diskutieren?
Sollen wir uns an der Ärztehetze ganz allgemein beteiligen?
Ich finde, dass dieses Forum nicht dazu da ist.
Warum wird hier so wenig über gute und gewissenhafte
und nicht geschäftstüchtige Ärzte geredet?
Die Hiobsbotschaften tun keinem gut, besonders uns nicht.
Es gibt soviel Elend in der Welt, aber einige von uns haben
soviel Leid mit ihrer Krankheit und den daraus resultierenden Folgen zu tragen, dass es einfach genügt.

Da es Deiner Tochter nach den vielen schlimmen Jahren
ja scheinbar jetzt gut geht, wäre es sehr interessant,
wenn Du hier allen Forumsmitgliedern, besonders den neuen
Usern, durch einen Bericht darüber Mut machen würdest.

Das würde vielen helfen!

Viele liebe Grüße
Neli
 

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Hallo Leute,
ich habe gerade was intressante im TV gesehen.
Wollen wir dadrüber diskutieren was haltet ihr davon?
LG Gisi

hallo gisipb,

du machst es dir ja verdammt einfach, stellst ganz simpel ein "copy" & "past" hier rein und alles was du dazu beiträgst ist eine Frage.

Ja , es gibt Kostendruck in der medizinischen Versorgung deren Folgen die Patienten tragen. Verursacher ist die neue Gesundheitsreform, darüber sollten wir diskutieren wenn einer Lösungsvorschläge dazu liefern kann. Ich bezweifle das.

Im übrigen halte ich das Sparen und Kosten senken für eine legitime Angelegenheit, nur, wie diese Angelegenheit umgesetzt wird, das überlassen wir anderen und regen uns dann tierisch darüber auf, wenn wir einen Obulus dazu tun sollen.

Ja, es gibt eine Pharmaindustrie, die gewinnorientiert arbeitet (das ist das Ziel eines jeden Wirtschaftsunternehmen) und neue Medikamente zu schnell und unzureichend getestet auf den Markt bringt um Umsätze zu steigern. Dem kann ich als Patient nur entgegentreten indem ich das Handeln und tun meines Arztes hinterfrage.

Und ja, es gibt auch Patienten, die unser Gesundheitssystem für eigene Zwecke mißbrauchen, indem sie gerichtlich einen höheren GDB einklagen als ihnen eigentlich zusteht*KoppeinziehundinDeckunggeh*

Als es losging mit den Zuzahlungen zum Zahnersatz ist jeder zweite deutsche Bundesbürger noch mal eben schnell zum Dentisten gerannt und hat sich einen Zahnersatz anfertigen lassen, der eventuell erst zwei bis drei Jahre später erforderlich gewesen wäre.

Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille, eine sparsame und eine "Bitte nicht bei mir sparen, spar bei dem anderen"

Jahrelang haben wir von unserem Gesundheitssystem profitiert ohne uns zu fragen wie lange das noch gut gehen kann wenn immer weniger Beschäftigte einzahlen.

Viele wechseln in eine preiswertere gesetzliche Krankenversicherung und wundern sich dann wenn ihre Kasse Theater bei den Zuzahlungen macht....

you get what you pay for it, was so viel bedeutet, du bekommst das, was du bereit bist, dafür zu zahlen

Daß Kliniken und Ärzte in einer Krise stecken, ist unbestreitbar, aber die Betroffenen an den Pranger stellen und mit ausgestreckten Zeigefinger auf sie zeigen, ist keine Lösung.

Wer von euch hier weiß denn wie man mit immer weniger in das Gesundheitssystem einzahlenden Beschäftigten eine immer größer werdende Patientenschaft und deren Bedürfnisse abdecken soll?

Na? Ich höre?

ein gespannt wartendes grummeln

grummel
 


Es lebe das Klischee!!! Wenn ich das richtig verstehe, soll man bei anerkannten Missständen diese nicht benennen, herausarbeiten und ggf. Rechtfertigung fordern??? Am Pranger stehen üblicherweise Verantwortliche. Kliniken und Ärzte sind für die Missstände in Kliniken und bei Ärzten nicht verantwortlich? Wer denn bitte dann? Würde man diese klischeehafte Forderung auf die Rechtsprechung übertragen, gäbe es keine Gerichtsverhandlungen mehr!

Nein, wir sollen alle zugucken, wie unser Geld verjuckelt wird, sich Pharma, Ärzte, Apotheken, Gerätehersteller, GmbHs und Gesundheitsfunktionäre daran bereichern und schön den Mund halten und im Härtefall auch noch das Leben, mindestens aber die eigene Gesundheit drangeben. So?

LG Dörte


Guten Morgen, liebe Dörte,

ich hab alles aufmerksam gelesen, was Du geschrieben hast.

Aber Du bist hier nicht in einem Forum, wo über Mißstände im Gesundheitswesen und über falsche oder überflüssige Behandlung von Ärzten diskutiert werden soll,

sondern in einem reinen rheuma-forum, wo wir dank Doktor Langer
und seiner Familie alles über unsere Krankheit erfahren und darüber diskutieren können, wo wir uns gegenseitig helfen und Mut machen sowie Tipps geben können. Und es ist auch wichtig, dass wir hier
Freude bekommen, um uns von unserer Krankheit ablenken zu können.

Natürlich ist es auch richtig, über Dinge, die uns als
rheuma-Kranke widerfahren sind, zu berichten und darüber
zu diskutieren, aber eine allgemeine Schelte der Ärzte, Pfleger und der Krankenhäuser ist doch sicher nicht im
Sinne der Bereitsteller dieses teuren, aber dennoch
kostenlosen Forums.

Vielleicht hast Du ja selbst die Möglichkeit, so ein Forum zu gründen,
in dem über die von Dir angesprochenen Probleme diskutiert werden
kann.

Viele liebe Grüße
Neli
 

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Stichworte seien allein die Unzahl unnötiger Untersuchungen und Operationen. Für jeden verdrehten Daumen wird heute gleich ein CT, MRT und mindestens noch ein Röntgen Thorax angefertigt.

hallo dörte,

bei einer ernsthaft gewollten disskussion über mißstände erwarte ich zumindest überprüfbare quellenangaben, die hingestellte äußerungen auch belegen. das vermisse ich hier in diesem thread. alles andere ist polemik und subjektiv empfundene Wut die einer versuchten objektiven neutralen auseinandersetzung im wege steht

du fragst wer für die mißstände verantwortlich ist. ja bitte lies, dann muss ich es nicht noch einmal wiederholen.

was vermutest du, warum ärzte für einen tarifvertrag auf die straße gehen?
was vermutest du, welche wöchentliche Arbeitszeit ein Klinikarzt leistet?
was vermutest du, wievile der tats. Arbeitszeit davon vergütet wird?
was vermutest du, wer diese budgetierung den kliniken verordnet hat?
und
was vermutest du warum viele fachkräfte, nicht nur aus dem gesundheitswesen, aus der brd auswandern?

totzdem schönes wochenende ich hau jetzt ab zu meiner familie

herzlichst grummel
 
Hallo, Neli!

Dein Post klingt so moderatorenmäßig? Hast Du Moderator-Funktion in diesem Forum?

Im Übrigen bitte ich doch, inhaltlich korrekt zu bleiben:



ICH habe die Probleme nicht angesprochen! Der Thread wurde von jemand anders eröffnet. Ich habe mir allerdings erlaubt, zu den angesprochenen Problemen Stellung zu beziehen. Also im Sinne von freier Meinungsäußerung...

Es wurde mir allerdings schon auf privatnachrichtlichem Wege in Aussicht gestellt, dass bei Annäherung an die Kernproblematik schnell Maulkörbe ausgegeben werden.

Das Thema und seine Erörterung lässt Hr. Dr. Langer und sein lobenswertes Engagement mit diesem Forum völlig außen vor.

LG Dörte


Hallo, liebe Dörte,

ich bin eine ganz normale Userin hier,
aber ich darf schon seit über fünf Jahren an diesem
Forum teilnehmen. Ich hab hier viel Hilfe erfahren
können, medizinisch und auch menschlich, und habe
hier viele Freunde gewonnen.

Meine Bedenken zu einer Diskussion hab ich ja schon
gleich auf Gisiphs Thread-Eröffnung mitgeteilt
und nicht erst jetzt.

Ich bin einfach eine Person, die sagt, was sie denkt,
aber trotzdem versucht, sachlich und freundlich zu bleiben.
Ich hab eben nur auf Dein Posting geantwortet.
Ich habe Dir keineswegs einen Maulkorb verpaßt,
sondern u.a. nur darauf hingewiesen, dass das hier
ein reines rheuma-forum ist.

Ich hoffe, es entstehen keine Mißverständnisse.

Viele liebe Grüße
Neli
 

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@Dörte,

zunächst sollte dir klar werden, dass persönliche Angriffe den Sinn an eine sachliche Diskussion ad absurdum führt.

Ein Rheumatologe hat mir bei gleich mal auf recht schwammige Parameter hin eine Leberbiopsie angeraten. Mein doch sehr vernünftiger Hausarzt bestätigte meine Meinung: völlig überzogen!!! Wenn von 8 Kriterien für eine Krankheit nur 3 recht subjektive erfüllt sind, gibt das keine seriöse Veranlassung, eine solche teure und recht risikobehaftete Untersuchung durchzuführen. Ich werde die Leberbiopsie nicht vornehmen lassen! [/COLOR][/SIZE][/FONT]
Wenn du diese Untersuchung nicht durchführen läßt, ist das für dich doch auch in Ordnung. Der Rheumatologe hat ja nicht gesagt, du musst, er hat angeraten. Wenn lediglich der Rat eines Arztes nun schon solche Reaktionen hervorruft, mag ich gar nicht daran denken, was passiert, wenn eine Untersuchung angeordnet wird. ;)

Wenn ich nach 16 Operationen in den doch recht unmündigen Jahren meines Lebens allen OP-Empfehlungen der Ärzte hiernach gefolgt wäre, wäre ich jetzt locker bei über 20. Und ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass es mir dabei eher schlechter als besser (im Vergleich zum Status quo) ginge.
Dörte, Empfehlungen sind keine Anordnungen. Als Linguistin solltest du doch auch zur Unterscheidung in der Lage sein. Und wenn du den Empfehlungen nicht gefolgt bist, da wiederhole ich mich gern, ist das für dich in Ordnung. Mein Arzt empfiehlt mir auch das ein oder andere. Wir besprechen dann, warum er das so tun würde, ich erhalte die Gelegenheit mich damit auseinander zu setzen, wiederzukommen, meine Fragen zu stellen, das ein oder andere Symptom noch mal zu erklären, Antworten zu erhalten und dann entscheiden wir zusammen, ob die empfohlene Maßnahme Sinn macht. Das geht natürlich nur, wenn BEIDE Seiten zur sachlichen Konversation in der Lage sind. ;)

Es lebe das Klischee!!! Wenn ich das richtig verstehe, soll man bei anerkannten Missständen diese nicht benennen, herausarbeiten und ggf. Rechtfertigung fordern??? Am Pranger stehen üblicherweise Verantwortliche. Kliniken und Ärzte sind für die Missstände in Kliniken und bei Ärzten nicht verantwortlich? Wer denn bitte dann? Würde man diese klischeehafte Forderung auf die Rechtsprechung übertragen, gäbe es keine Gerichtsverhandlungen mehr!
Eventuell hast du den Sinn der Rechtsprechung noch nicht erkannt (Stichwort subjektive und objektive Tatbestände), aber das macht nichts, es ist ja nicht dein Gebiet.

Nein, wir sollen alle zugucken, wie unser Geld verjuckelt wird, sich Pharma, Ärzte, Apotheken, Gerätehersteller, GmbHs und Gesundheitsfunktionäre daran bereichern und schön den Mund halten und im Härtefall auch noch das Leben, mindestens aber die eigene Gesundheit drangeben. So?
Das ist Polemik und einer sachbezogenen Diskussion eher ab- als zuträglich.

Dörte, selbstbestimmend zu denken und zu handeln heißt nicht, anderes Denkende herabzuwürdigen. So wie du hier die User persönlich angegreifst, die sich deiner Sichtweise über Ärzte nicht anschließen mögen, gibt auch mir Veranlassung zu überlegen, ob du an dem Erlebten nicht ein Stück hin eigene Schuld trägst.

Dass die Gesundheitspolitik immer härter wird, das System nicht immer fair ist, ist unbestritten, aber wir sollten bedenken, dass wir noch die Gelegenheit haben, uns darüber aufzuregen. Es gibt Länder, in denen sind die Menschen mit ihren Beschwerden auf sich gestellt, es sei denn, sie verfügen über erhebliches Vermögen und können sich Gesundheitsdienste erkaufen.

Bezeichnenderweise läßt die TE wieder einmal nichts weiter von sich hören, so dass ich mich diesbezüglich dem Posting von Gucki anschließen möchte.

Ansonten gehe ich mit Neli und grummelzack überein, sachliche Diskussion zum Thema ja, persönliche Anfeindungen, Stammtischparolen, Polemik nein und ganz wichtig....

Reflektieren des eigenen Verhaltens im Umgang mit anderen Menschen. :p

Ich wünsche allen ein schönes WE.
 
Pumpkin-typische Bemerkung

........seit ich mich ausschliesslich um mich, mein Leben, meine Belange, meine Probleme, meine Interessen kümmere und mich weitaus weniger um das Leben und die Existenz anderer und mich auch nicht mehr damit belaste, ob was wie wo warum wieso funktioniert, nicht funktioniert - Politik ist nicht in unseren Händen und deswegen ist hier die Antwort auf die Frage vieler von euch: wieso geht es dir immer so gut ????????

Deswegen !!

Pumpkin
 
Die in diesem Thread von den "Andersdenkenden" verfolgte Taktik ist absolut faszinierend!

Auf der einen Seite bescheidet man mich, dass die Diskussion hier völlig fehl am Platze sei. Dann kommt ein Meinungspartner und zerpflückt mein Posting gründlich, um jede Äußerung zu kommentieren - was vermutlich hier nicht fehl am Platze ist???

Sagenhaft!

Das treibt mich natürlich in die Auswegslosigkeit: Gehe ich auf die Kommentare ein, handle ich den Hinweisen auf Fehlplatzhaftigkeit zuwider. Tue ich es nicht, entsteht der Eindruck, ich hätte dazu nichts mehr zu sagen oder würde mich beleidigt zurückziehen.

Okay - mir geht es ja nicht um meine Meinung oder Rechthaben. Entscheidendes Kriterium für mich wäre immer der Hinweis, dass sich noch einige andere an der Diskussion beteiligen und ihre Positionen dazu markieren. Dann könnte man auch solche Verwaschungen wie die zwischen ärztlicher Empfehlung und "Anordnung" (???hä??? Es gibt keine ärztlichen Anordnungen! Was mit mir geschieht, bestimme immer noch ich!) klären.

Bedenklich ist die Diskussionskultur allemal. Denn der Usus, Leute mit nicht genehmer Meinung kraft souveräner Willkür des Forums zu verweisen (also im Sinne von: mach doch dein eigenes Forum auf) ist mir schon in diesem unsäglichen Ameisenpulver-Thread aufgefallen. Die Strategie ist immer die gleiche: ganz normale User handeln ohne Auftrag und geben Verschwinde-Empfehlungen raus, gern noch unter der heldenhaften Etikette, die Psyche anderer User schützen zu wollen.

Ich lasse das jetzt hier mal so stehen, da ich im Moment schlussfolgern muss, dass das von mir nicht eingeführte Thema doch nicht von so weitreichendem Interesse für andere User ist, wie ich das vielleicht gern sehen würde.

Mit freundlichen Grüßen

Dörte

Liebe Dörte, wenn Du mit dem rot von mir hervorgehobenen
Text mich meinst, dann tust Du mir wirklich unrecht.
Der Vorschlag war wirklich ernstgemeint und sollte Dich
keinesfalls verletzen.

Ich wiederhol hier nochmal, was ich geschrieben habe:

Natürlich ist es auch richtig, über Dinge, die uns als
rheuma-Kranke widerfahren sind, zu berichten und darüber
zu diskutieren, aber eine allgemeine Schelte der Ärzte, Pfleger und der Krankenhäuser ist doch sicher nicht im
Sinne der Bereitsteller dieses teuren, aber dennoch
kostenlosen Forums.

Vielleicht hast Du ja selbst die Möglichkeit, so ein Forum zu gründen, in dem über die von Dir angesprochenen Probleme diskutiert werden kann.

Ich wollte Dich nicht verletzen, sondern nur zum Ausdruck bringen,
dass solche Themen nicht in ein rheuma-Forum gehören.
Keiner legt es hier drauf an, Dich des Forums zu verweisen,
da bin ich mir ganz sicher.

Also sei nicht so verletztbar!

Im übrigen empfehle ich Dir die Diskussion
im heute eröffneten Thread "Thema der Woche",
da siehst Du die Angelegenheit vielleicht nicht
mehr so verärgert.

Einen schönen Sonntag wünsch ich Dir.

Viele liebe Grüße
Neli
 

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das Ausgangsposting ist drei Tage alt und vom Verfasser keine Spur....
Etwas "an die Tür klatschen" und sich schnell aus dem Staube machen ist ungefähr so wie mit Schulkreide an die Häuserwand schreiben "Gabi ist doof" und schnell weglaufen:D :D :D :D :D
 
Hallo ihr Alle,

ich lese Aufmerksam jede Zeile mit
und kenne es das meine Aussagen fast immer ins Leere führen,
auch wenn ich eine Quellenanzeige mit reinstelle,
so das ich mir das Thema nicht aus den Fingern gesaugt habe.

Oft wird nicht nüchtern und fair dadrüber leider diskutiert,
wie kann man es verhindern, was kann man selber tun,
wir alle müssen das Gesundheitssystem bezahlen.

Wie oft werden doppelte Untersuchunge gemacht,
die nicht nötig sind.

Ich fand es war ein sehr intressanter Bericht im TV
und sollte uns aufrütteln anders zu handeln
und die letzte Frage im TV war:

Würden sie sich hier in diesem Krankenhaus operieren lassen
würden sie die OP für nötig halten?


2006 war das Jahr des grauen bei uns,
auf dem OP Tisch wach werden den Bauch noch offen
2 OP in 5 Tagen beim SLE die so widersprechlich waren
das man zu letzt keinem KH Doc mehr glauben konnte.
Erste OP normaler Blinddarm (Bauchöffnung mit 12 Stichen genäht)
Zweite OP pervorierter Blinddarm mit Hämatome und Eiter (Bauchöffnung mit 12 Stichen anschl. geklammert.)

Biitteeee wasss?

SLE Thrombos 300hundert und nur eine Milz OP soll helfen
ich mußte Überzeugunsarbeit leisten das es vom SLE kommt.

Frage an mich als Mutter: Sagen sie mal, ihre Tochter ist volljährig sie sind ja nicht krank, oder?

Was bitte soll das????

Pflegepersonal sind fast nur Ausländer die fast kein Deutsch verstehen.

Medizin die am Abend zusammen gestellt wird (wie auch bei uns in der Altenpflege) doch bei Sandemunn aus der Folie gedrückt zum Gift dann wird.

Kortison das erst um 14.00h gegeben wird.

Ich könnte in den über 20 J. SLE Rheuma viel aufzählen,
es kostet mir viel Nerven
und ich denke keiner kann sich in diese Lage versetzten
jedesmal in Kampfstellung zu gehen weil selten ein Doc einen Angehörigen ernst nimmt, Er sieht den Kranken der nur schnell von den Schmerzen erlöst werden will egal um welchen Preis egal ob falsch oder richtig,
wenig wird da die Grunderkrankung berücksichtig, die oft der Auslöser ist.

Dann der Bericht im TV der mir Recht gibt,
schnelle OP, schnelle Entlassung, schnelles Geld.

Dann von Petra die Rolli Story und von Stehaufmännchen,
wo man nur noch mit dem Kopf schütteln kann
das sowas unter unserem Deutschen Dächern passiert.

Warum geht man mit Hilflosen mündigen Menschen so um?

Oder die Haarsträubene sache mit den Praktikanen der gemobbt wird
was sind Gesunde doch oft mehr krank im Kopf,
aber so ist die Gesellschaft, jedem mal einen kl. Spiegel auf dem Tisch stellen
dieser Mobbinggesellschaft: Schau rein hast du noch alle Tassen im Schrank!
Aber der Chef macht es ihnen ja vor,
wie ist es in Deutschland,
keine eigene Meinung zu haben sonst fällt man auf
und anders man passt in kein Klischee mehr.
Dieser Praktikant hat einen Betreuer ich würde ihn über die Lage informieren.

Sorry sollte eigendlich in Kaffeeklatsch abgesetzt werden
war von mir ein Fehler.

Bitte um Zerpflückung meiner Aussage wo ich nicht eingehen werde,
ich habe eine andere Kinderstube genossen.

Ich rege gerne zum Nachdenken an das einiges in unserem Sozialstaat Deutschland nicht richtig läuft.

(Im nächsten Leben werde ich Doc oder Politiker)
Das denke und belächel ich selber und bitte nicht ernst zu nehmen,
doch nach so viel Überlegung gehört eine Portion lächeln immer noch dazu.

Einen schönen Start in die nächste Woche
möge sie Erfolgreich sein für alle
das wünscht Gisi
 
liebe uschi,
du triffst den nagel auf den kopf :)
ehe ich mir über andere und anderes einen kopp mache,muß ich erstmal mein eigenes leben auf die reihe bekommen.
und das ist mit rheuma weiß gott schwierig genug.
kritische und differenzierte sichtweisen des medizinapparates,von dem wir letztlich alle abhängig sind,
sollen sein und sind richtig.eine durchweg schlechte grundstimmung in diesem zusammenhang aber - nein danke.
die ist für unsereins nur kontraproduktiv.

lieben gruß,
diana :-))
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Gisi,

viele von uns wissen, was Deine Tochter und natürlich
auch besonders Du seit ihrer Kindheit mitgemacht haben,
aber jetzt solltet Ihr vielleicht doch aufatmen, dass es
Deiner Tochter besser geht.

Ich habe meinen Mann, obwohl ich selbst auch krank bin,
mit Hilfe meiner Familie, sechs Jahre lang Tag und Nacht gepflegt und kann auch ein Lied davon singen, wie ungerecht es im Gesundheitswesen zugeht. In wichtigen Dingen habe ich mich auch mit Beschwerden an verschiedene Stellen gewandt, z.B. an eine
Tagesreha an unserem Ort, die meinen Mann in meinem Beisein schon nach zwei Stunden auf übelste Weise vor die Tür gesetzt hat, obwohl ich angeboten hatte, bei meinem
Mann zu bleiben und ihm behilflich zu sein.
Nicht nur indirekt sagte dieser Arzt uns, dass so ein kranker
Mann nicht zu den anderen in der Gruppe passe.
Sein Benehmen gegenüber meinem Mann war alles andere
als menschenwürdig. Auf meinen Brief hin hat er sich dann
bei uns und bei der Krankenkasse herausgeredet, dass er
solch schwere Fälle nicht behandeln dürfte, obwohl natürlich
Kapazität und Wissen dafür vorhanden seien. Offensichtlich
fehlt ihm nur die Menschlichkeit in seinem Beruf.
Er hat innerhalb von drei Tagen auf meinen Brief geantwortet, den ich in Durchschrift an seine übergeordnete Reha und an die Krankenkasse geschickt hatte.
Dass ich auch gedroht hatte, ggf. eine Durchschrift an die Ärztekammer zu schicken, ist ihm wohl unangenehm aufgestoßen. Hoffentlich hat er über seine
menschenverachtende Art mal nachgedacht und das kommt dann vielleicht anderen Patienten zugute.

Man muss sich also im konkreten Falle
nicht alles gefallen lassen!

Dem Versorgungsamt habe ich einen Brief geschrieben,
als mein Mann nach einem Widerspruch zu einer nochmaligen
Untersuchung geladen wurde. Ich weigerte mich entschieden, , meinen Mann zu der Untersuchung zu bringen, da ja genügend Unterlagen vorlägen, mit denen sie sich ja nur befassen müßten.
Und vierzehn Tage später kam dann der Bescheid:
100 % Behinderung, Gehbehinderung und
Begleitperson. Bloß was nützt das einem schwerkranken
Menschen, der sich allein kaum bewegen kann?

Auch beim Geschäftsführer eines großen Kaufhauses habe
ich mich beschwert, als wir dort schlecht behandelt wurden,
weil mein Mann in seiner Hilflosigkeit mit seinem Rollator an einige Gläser gestoßen war.
Mit einer Entschuldigung wurde uns dann sehr freundlich mitgeteilt, dass mit dieser Dame gesprochen worden
sei und so etwas nicht vorkommen dürfte.

Du siehst, ich weiß, wovon ich rede,
aber ich finde es trotzdem nicht gut, wenn man einen zu
großen Hass entwickelt. Du wirst mit allgemeinen Beschimpfungen nichts erreichen können, wohl aber könnt Ihr Euch wehren, wenn Deiner Tochter ein Unrecht geschieht.

Das hat ja Petra jetzt auf bewunderungswürdige Weise getan.

Liebe Gisi, ich wünsche Dir und Deiner Tochter ganz viel
Glück und dass Ihr Euch von den zurückliegenden schweren
Jahren erholen könnt, nachdem es Deiner Tochter jetzt
durch ein neues Medikament ja wohl besser geht.

Viele liebe Grüße
Neli
 

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