Trotz guter Blutwerte weiterhin Schmerzen – stationäre Rheuma-Abklärung sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von lotti02, 12. Mai 2026 um 11:03 Uhr.

  1. lotti02

    lotti02 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier. :)

    Ich bin 24 und seit November wegen einer seronegativen Rheumatoiden Polyarthritis in rheumatologischer Behandlung (u. a. mit MTX und Cortison).

    Im Vergleich zu vor Therapiebeginn geht es mir definitiv besser. Letzten Sommer hatte ich massive Probleme beim Laufen und im Alltag. Mehr als 3000 Schritte gingen definitiv nicht, ich humpelte, bekam keine Flaschen auf und konnte nur mit größtem Bemühen alleine aus dem Bett aufstehen (und das mit 23 Jahren). Trotzdem bin ich aus meiner Sicht noch lange nicht beschwerdefrei und fühle mich aktuell mit meiner Situation ziemlich allein gelassen.

    Meine aktuellen Probleme sind zum Beispiel:

    - Schmerzen in Händen/Fingern, selbst beim Tippen oder mit der Maus arbeiten

    - Knie-, Fuß-, Knöchel- und teilweise Sehnenbeschwerden

    - Morgensteifigkeit bzw. Schmerzen nach längerem Sitzen

    - Beschwerden werden rund um meinen Zyklus bzw. meine Periode oft deutlich stärker

    - Ich bin im Alltag funktional, aber längst nicht wieder so belastbar wie vor der Erkrankung

    Mein Rheumatologe schaut hauptsächlich auf die Blutwerte. Da diese aktuell wohl „gut“ aussehen, heißt es, das Rheuma sei unter Kontrolle. Es werden aber kaum Gelenke untersucht, kein Ultraschall gemacht etc., obwohl ich weiterhin Beschwerden habe. Ich fühle mich ehrlich gesagt nicht richtig ernst genommen.

    Das Problem: Andere Rheumatologen oder Ambulanzen in meiner Nähe nehmen aktuell keine neuen Patienten auf. Für andere Praxen müsste ich teilweise 2+ Stunden fahren.

    Selbst die Sprechstunde in einer rheumatologischen Klinik könne mich nicht ambulant aufnehmen, aber sie sagten mir, dass mein Rheumatologe mich stationär einweisen könnte und sie mich dann behandeln würden.

    Meine Fragen an euch:

    - Hat jemand von euch so eine stationäre rheumatologische Abklärung gemacht, obwohl ihr nicht komplett „akut immobil“ wart?

    - Muss man dafür so schwer betroffen sein, dass man kaum noch laufen kann, oder geht das auch bei anhaltenden Schmerzen, Sehnenproblemen und funktionellen Einschränkungen trotz „guter“ Blutwerte?

    - Was wird dort stationär typischerweise gemacht (Ultraschall, MRT, Medikamentenanpassung, Physio etc.)?

    - Würdet ihr an meiner Stelle diesen Schritt gehen?

    Ich bin aktuell körperlich und psychisch ziemlich erschöpft und würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen.

    Danke euch!
     
  2. Uschi(drei)

    Uschi(drei) Bekanntes Mitglied

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    3.401
    Liebe Lotti!

    Zuerst ein herzlichen Willkommen hier, schön, daß Du hierher gefunden hast.

    Also ich an Deiner Stelle würde das Angebot der Rheumaklinik sofort annehmen, die können, wenn Du stationär bist, alle notwendigen Untersuchungen sofort machen und nach ein paar Tagen weißt was los ist.
    Dein Rheumadoc. wird Dir eine Überweisung ausstellen.



    Viel Erfolg und berichte bitte

    Grüßle
    Uschi
     
  3. Heike68

    Heike68 Moderatorin

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    NRW/Rheinland
  4. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    21.253
    Hallo lotti,
    ich schließe mich Uschi an......nimm das Angebot der Klinik an.
    Es kann auch dein Hausarzt eine Überweisung ausstellen.
    Ich persönlich habe immer von Klinikaufenthalten profitiert.
    Viel Erfolg und alles Gute
    wünscht dir Katjes
     
  5. Lavendel14

    Lavendel14 Die Echte ;)

    Registriert seit:
    15. Oktober 2007
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    5.974
    Ort:
    zu Hause
    Hallo lotti,

    ich schließe mich Katjes und Uschi an das Angebot der Klinik anzunehmen. Wie Katjes erwähnte, kann dir auch dein Hausarzt die Einweisung geben.

    In der Klinik geht alles schneller vonstatten und dir kann zügiger geholfen werden. Ggf. wirst du auf ein neues Medikament umgestellt, notwendige Untersuchungen oder Therapien werden veranlasst.
    Ich war zur Diagnostik in einer Klinik und später nochmals dort. Bei beiden Aufenthalten war ich mobil nicht eingeschränkt.

    Alles Gute für dich!
     
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