Hallo zusammen,
mit Interesse habe ich alles gelesen was hier zum Thema geschrieben worden ist.
In einem scheinen sich alle ziemlich einig zu sein. Nämlich dass es einen Zusammenhang zwischen, Körper, Seele und Geist geben muss. Anders liessen sich viele "Sinnfragen" im Zusammenhang mit allen Erkrankungen, nicht nur den rheumatischen, nicht beantworten.
Genannt wurde auch die anthroposophische Medizin. Die Anthroposophie ist ja nun eine Weltanschauung die viele Bereiche einschliesst( Pädagogik, Kunst, Medizin, Religion...). Die Medizin ist nur ein Teilbereich davon. Sie befasst sich ausschliesslich damit, wie der Mensch konstituiert ist und entsprechend sucht sie nach Antworten und geeigneten Therapieansätzen von Krankheitsbildern. Das Basiwissen dazu liegt in den riesigen(vielleicht etwas komplexen) Grundlagenwerken Rudolf Steiners.
Wie jede Ideologie, Weltanschauung oder Philosophien hat auch die Anthroposophie Anhänger und Gegener. Nicht jede Weltanschauung mag für jeden geeignet und hilfreich sein. So kommt es vielleicht auf die Erfahrungen, die man damit gemacht hat an, ob man sich damit identifizieren kann oder nicht und welche Herkuft oder persönliche biographische Geschichte man mit sich bringt.
Und wie überall gibt es Menschen, die anderen (gewollt oder ungewollt) durch mannigfache Begegnungen und Beziehunge Schaden zufügen. Wie in überall gibt es positive Erfahrungen oder negative die man macht. Was jeder Mensch als Trauma erlebt, das wurde ja schon genannt, ist sehr individuell. Auch die Frage von Henne und Ei wurde schon angesprochen. Ohne Grenzerfahrungen in sozialen Kontexten wird es wohl nirgends gehen. Es macht das Leben nicht einfacher, aber es macht es möglicherweise reicher, auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen können.
Zum besseren Verständnis ein empfehlenswerter Literaturhinweis "Intuitive Medizin- Anthroposophische Medzin in der Praxis: Grundlagen- Indikationen-Therapiekonzepte, von Volker Fintelmann( Dr. med der Schulmedizin und anthroposophischen Medizin), erschienen im Verlag Hippokrates. Falls wer mehr dazu lesen möchte.
Darin wird den rheumatischen Erkrankungen ein eigenes Kapitel gewidmet. Es gibt darin aber
keine konkreten Hinweise, dass traumatische Erfahrungen im Kindesalter in einem ganz besonderen Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen stünden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, wie eng seelisches Erleben und Krankheiten zusammenhängen und wie die jedes Individuum mit seiner Konstitution zu gewissen Krankheitsbildern tendieren kann, jedoch nicht muss! Auch Aspekte der Psychohygiene und Ernährung, sowie verschiedene Therapieansätze werden erwähnt.
Wie andere komplementräre Medizinische Ausrichtungen ist die anthroposophische Medizin eine
ergänzende Medizin. Ich persönlich glaube, dass sie wie andere komplementärmedizinischen Angebote Hand in Hand gehen muss mit der Schulmedizin. Wenn man, wie von einigen von Euch schon thematisiert, davon augehen kann, dass unsere Erkrankungen in einem Zusammenhang stehen mit unseren Lebenserfahrungen(z.B.Traumata) und unserer Seele, dann ist jeder dazu aufgerufen, zusätzlich zu einer schulmedizinischen Behandlung einen eigenen Weg zu suchen der ihm bei der Krankheitsakzeptanz hilft.
Ich bin ebenfalls der Auffassung, dass Körper und Seele /Geist miteinander verknüpft sind.Auch meine Geschichte steht in einem Zusammenhang mit meiner Krankheit.

Und auch ich hab noch was zu leren und zu bearbeiten

Wünsche allen einen schönen Tag