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Tochter Rheuma vererbt?

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Tata, 3. November 2011.

  1. Tata

    Tata Neues Mitglied

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    Huhu,

    ich habe CP seronegativ. Nun hat mein Vater auch Rheuma er hat sogar schon richtige Rheumaknoten aber seine Blutwerte sind auch alle ok. Meine Oma (mütterlicherseits) hatte auch immer ganz dicke Gelenke, damals vor 30 Jahren wusste aber keiner was sie hatte, mein Opa (mütterlicherseits) hatte Gicht. Meine "große" Tochter (5) wacht manchmal nachts auf und hat entweder Bein- oder Fußschmerzen. Sie weint ganz fürchterlich und es dauert, bis sie wieder einschläft. Laut Kinderärztin sind das Wachstumsschmerzen (die hatte ich als Kind auch immer im Knie) Jetzt habe ich echt etwas Angst, das es evtl. keine Wachstumsschmerzen sind, sondern auch schon ein Anfang von Rheuma. Auf der einen Seite möchte ich mich nicht verrückt machen, auf der anderen Seite weiß ich auch, je eher es diagnostiziert wird desto besser ist es. Allerdings denke ich, dass auch sie keine Rheumawerte im Blut hat. Vor einem halben Jahr musste sie mal Blut abgenommen bekommen da waren alle Werte auch die Entzündungswerte ok.
    Alle sagen mir, es wären Wachstumsschmerzen, ich sollte mich nicht verrückt machen, aber irgendwie denke ich trotzdem immer wieder mal darüber nach... Ist Rheuma vererbar? Ich denke schon...
    Jetzt weiß ich nicht, ob ich die Maus zum Rheumatologen schleppen soll oder einfach noch etwas warten soll, denn die Schmerzen kommen ja nicht jede Nacht sondern immer mal und auch nicht regelmäßig
    Ich weiß, dass ihr mir keinen Rat geben könnt aber ich wollte das mal von der Seele schreiben :o
    Bei der nächsten U werde ich es bei der Kinderärztin nochmals ansprechen...
    lg und Danke fürs "zuhören" :top:
    lg Tata
     
  2. enya

    enya Mitglied

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    Hallo Tata,

    wie du selbst schon sagtest, wäre es am besten, so schnell wie möglich zu das Rheuma zu behandeln, wenn es das ist. Deshalb finde ich es sinnvoll, wenn du mit deiner Tochter zu einem Kinderrheumatologen gehst. Denn der nimmt ja noch viel mehr Werte ab, als ein Kinderarzt.
    Aus eigener Erfahrung kann ich dir berichten, dass ich als Kind (seit dem 5. Lebensjahr) auch starke Schmerzen in den Beinen hatte. Ich habe sämtliche Nächte (etwa alle 4 Wochen) nur geweint. Es hieß immer, das sind Wachstumsstörungen, das geht vorbei. Und im Blutbild ist ja alles ok. Mit 18 Jahren wurden die Schmerzen häufiger, mit 27 Jahren waren Beine, Arme und Hüften betroffen, dann wurde aufgrund meiner hartnäckigen Arztbesuche eine Kollagenose (bei mir betrifft es Sehnen und Muskeln) diagnostiziert.
    Aber um dir selbst die Sorge zu nehmen und deinem Kind Erleichterung zu schaffen, wäre ein Arztbesuch sicher das Beste.
    Da ich im Kindergarten arbeite, erlebe ich immer wieder Kinder mit Wachstumsschmerzen. Die Kinder berichten von leichten Schmerzen in den Knien und von Erschöpfung. Aber dass Kinder nachts vor Schmerzen nicht schlafen können und nur noch weinen, ist bei Wachstumsschmerzen wohl eher ungewöhnlich.
    Und wenn deiner Tochter im akuten Schmerz Ibuprofen hilft, dann kann es tatsächlich etwas entzündliches sein. Einfach mal in Absprache mit dem Kinderarzt ausprobieren.

    Liebe Grüße
    Enya
     
  3. Tata

    Tata Neues Mitglied

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    Danke Enya, für Deine Antwort. Ich werde bei der nächsten Untersuchung die Kinderärztin mal ansprechen.
     
  4. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Hallo Tata,
    natürlich würde ich das Ganze im Auge behalten. Man kann nie wissen.
    Meine Tochter hatte damals auch üble Wachstumschmerzen in den Beinen.
    Heublumenumschläge haben ihr da sehr gut geholfen.
    Ibuprofen hilft natürlich schon, weil das ja ein Schmerzmittel ist.
    Aber bei Kindern würde ich es zuerst auf natürliche Art versuchen. Umschläge und Einreiben
    wirken oft wahre Wunder.
    Wenn es nicht hilft würde ich doch nochmal beim Arzt nachfragen.
    Vielleicht hilft aufschreiben wann sie die Schmerzen hat. Hängt es evtl. mit einer Tätigkeit zusammen
    oder hat das Wetter einen Einfluss? Das sind immer Sachen bei denen man nachher vielleicht froh ist
    dass man sie weiss.
    Heublumen bekommt man auch als Extrakt in der Drogerie oder Apotheke und es duftet herrlich nach
    frischem Heu...
    Lieber Gruss Arielle
     
  5. sunshinemomo

    sunshinemomo Mitglied

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    hallo tata,

    hatte schon als kleinkind gelenkschmerzen u. bekam schienen verpasst zum ruhigstellen der beine,als ich grad laufen konnte. als 8jähr.bekam ich wegen starken knieschmerzen(konnte kaum noch laufen,alles dick) cortison in die gelenke gespritzt.

    mein ganzes leben bisher war von entzündeten gelenken u. sehnen,gesichtslähmungen,neuralgien geprägt u. erst letztes jahr mit 50(!) wurde seronegative spondylarthrose (juvenile arthritis) nach vielen untersuchungen festgestellt.

    ein langer leidensweg,den man gerne seinen kindern ersparen möchte.

    mittlerweile habe ich schon viele medis hinter mir u. es wird sicher nicht einfacher werden.muss demnächst wieder in rheumaklinik.

    meine tochter ist 16 u. hat immer wieder gelenk-u.sehnenprobleme,weigert sicher aber,sich weiter untersuchen zu lassen(lebt,da ich sehr grosse gesundheitl.probleme habe,beim vater).

    von einem arzt weiss ich(seine 2-jähr.tochter hat auch juvenile arthritis,dass rheumatische erkrankungen gerne eine generation überspringen.
    doch ob unsere grosseltern(leben ja nicht mehr) mal rheuma hatten,ist ja meist unbekannt.

    ich rate dir,einfach weiter zu beobachten,nicht zu sehr,doch einfach am ball bleiben,u.wenn dein kind weiter über nächtl.schmerzen klagt,wirklich einen kinderrheumatologen hinzuzuziehen.das hilft dir u. dem kind sicher weiter u.du hast gewissheit.
    drück euch doll die daumen.
    glg sunshinemomo
     
  6. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo Tata!

    Wir waren mit unserem Sohn mal in Sendenhorst, da war er sechs Jahre alt. Hatte innerhalb von 18 Mon. 4x einen Hüftschnupfen. Das konnte der Kinderarzt schon mit Ultraschall feststellen. Wurde der bei deiner Tochter auch schon mal gemacht? Da würde man doch Gelenkergüsse in Knie oder Fuss sehen können, auch ohne Entzündungswerte im Blut.

    Der Rheumi-Doc hat uns gesagt, Rheuma ist keine Erbkrankheit! Es wird also nicht über defekte Gene von Mama oder Papa weiter gegeben. Aber die Veranlagung, an Rheuma zu erkranken, ist innerhalb von betroffenen Familien erhöht. Das heißt, ich könnte diese Veranlagung an meinen Sohn weiter gegeben haben. Muss aber nicht! Da kommen viele andere Faktoren noch mit ins Spiel.

    Mein Sohn hatte damals auch ANAs und erhöhte Blutsenkung. Er war da einfach insgesamt total anfällig für alles. Immunsystem total im Keller.
    Der Rheuma-Verdacht hat sich aber nicht bestätigt und die Blutwerte haben sich inzwischen auch wieder normalisiert. Wir gehen immer noch einmal pro Jahr zum Augenarzt, was uns in Sendenhorst empfohlen wurde.

    Ich würde mich jedenfalls mit Wachstumsschmerzen nicht zufrieden geben. Vor allem, weil die doch erst kurz vor der Pubertät bei den großen Wachstumsschüben so richtig akut werden. Und deine Tochter scheint ja richtig Schmerzen zu haben. Es muss ja auch nicht gleich Rheuma sein und ihr habt in jedem Fall Gewissheit.

    Lg Claudia.
     
  7. Tata

    Tata Neues Mitglied

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    oh je, ihr habt ja alle schon was durch mit euren Kidis.
    Ich werde auf jeden Fall zur Kiä gehen und mit ihr nochmal darüber reden.
    Zur Zeit hat sie zwar keine Schmerzen mehr nachts gehabt, aber trotzdem werde ich es abklären

    Danke Euch für Eure Antworten!