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Thymus-Therapie

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Smilla, 20. Oktober 2006.

  1. Smilla

    Smilla Mitglied

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    Ich bin jetzt 38 Jahre alt und habe seit meiner Kindheit eine juvenile Oligoarthritis Typ II. Zuletzt wurde ich mit Mabthera behandelt und spritze mir jetzt 2 x wöchentlich Enbrel 25mg. Dazu kommen 12,5mg Kortison täglich. Seither geht es mir relativ gut. Leider haben meine Knochen schon ziemlich unter dem Rheuma und Kortison gelitten. Seit 3 Jahren habe ich eine künstliche Hüfte. Nun wurde mir von einem Homöophaten zu einer Behandlung mit Thymus-Frisch-Extrakt geraten. Hat jemand von Euch damit schon Erfahrung gemacht oder davon gehört? Bisher habe ich immer auf die klassiche Schulmedizin vertraut - bin damit aber nicht sehr glücklich - zu viele Nebenwirkungen. Daher suche ich jetzt für mich einen alternativen Weg. Auch wenn dieser die klassiche Behandlung nur unterstützen würde und ich dadurch z.B. auf das Kortison ganz oder teilweise verzichten könnte.
    Würde mich über zahlreiche Antworten freuen - jetzt schon mal vielen Dank. :)

    Smilla
     
  2. üpoi

    üpoi Neues Mitglied

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    Thym-Uvocal

    Thym-Uvocal habe ich mir früher ein bis zweimal im Jahr auf eigene Kosten gespritz. Für 10 Ampullen ungefähr 80 EUro, rezeptfrei in der Apotheke. Ich hatte den EIndruck, dass es gut gegen das KO-Gefühl hilft.
    Abgesehen von der Möglichkeit eines allergischen Schocks (die ersten beiden Spritzen im Dreitageabstand daher unter ärztlicher Aufsicht) soll es risikoarm sein. Das Mittel wird aus den Thymusdrüsen von Kälbern gewonnen. Ich hoffe, ich sterbe nicht am Rinderwahn.
     
  3. Smilla

    Smilla Mitglied

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    Hallo Üpoi,

    vielen Dank für Deine Info. Das Thymus-Frisch-Extrakt das ich bekommen soll, kostet pro Spritze € 80 (insgesamt 12 Spritzen) und wird aus Schweinen gewonnen (wg. BSE). Von daher sollte ich wohl vor Rinderwahn sicher sein. :o Und wenn man sich dadurch wieder etwas "wacher" und nicht mehr so schlapp fühlt, ist das ja auch schon ganz gut.

    Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende

    Smilla
     
  4. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    hallo, smilla!

    ist die thymus-therapie nicht zur stärkung der abwehrkräfte, zur stärkung des immunsystems? dann wäre es wohl für auto-immunerkrankungen NICHT hilfreich.ich z. b. nehme mtx ein, das ist ja ein mittel, das das immunsystem praktisch RUNTERfährt, "künstlich" herabsetzt, da wäre eine stärkung des immunsystems ja genau verkehrt.
    viele grüsse
    ruth
     
    #4 21. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2006
  5. Smilla

    Smilla Mitglied

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    Hallo Ruth,

    das habe ich auch gedacht. Aber mir wurde das so erklärt: Die Thymusdrüse ist die "Schule" des Immunsystems und ist bei der Geburt das größte Organ. Dort werden die Blutzellen für die Immunabwehr "ausgebildet". Nach der Pubertät schrumpft die Thymusdrüse und hat mit ca. 50 Jahren noch 20% ihrer ursprünglichen Größe. In meiner Kindheit ist aber irgend etwas in meinem Körper passiert, dass das Immunsystem durcheinander gebracht hat und da gings mit dem Rheuma los. Durch die Thyumus-Therapie soll der Körper die nötige Unerstützung bekommen, um dieses Fehlverhalten des Immunsystems wieder von selbst auf die richtige Bahn zu bringen. Ich habe ein entsprechendes Infoblatt vom Arzt erhalten - da klingt das Ganze recht logisch. Aber im Prinzip hast Du recht. Nur der Arzt will erreichen, das mein Immunsystem nicht mehr von "Außen" - sprich durch MTX, MabThera, Enbrel, Kortison etc. (was ich schon alles - und noch mehr - durch habe) untertrückt wird, sondern von selbst wieder richtig funktioniert. Dann könnte ich auf diese ganze Chemie verzichten. Das wäre natürlich super. Mal sehen, ob noch mehr Meinungen kommen und ob ich mich zu der Therapie entschließen werde.

    Dir noch ein schönes Rest-Wochenende :)

    Smilla
     
  6. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    hallo, smilla!

    kurz vor meiner diagnose churg-strauss-syndrom (eine nekrotisierende vaskulitis) wollte mir mein hausarzt wegen ständiger erkältungen und bronchitis "am laufenden band" auch solch eine thymus-kur verordnen. NACH der diagnose meinte er: zum glück haben wir es nicht gemacht, denn das wäre sehr kontraproduktiv gewesen und jetzt mit den medikamenten ist es völlig ausgeschlossen.
    das ist meine erfahrung, aber sicherlich gibt es - wie meist - verschiedene meinungen und ansichten dazu.
    alles gute wünscht dir
    ruth
     
  7. towanda

    towanda Neues Mitglied

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    hallo Smilla,
    als ich vor 20 jahren in kur war habe ich eine solche therapie u.a. auch mitgemacht. ich erinnere mich noch, dass es seinerzeit sehr umstritten war mit den frischzellen, hauptsächlich glaube ich wegen der keime:confused: , das waren frischzellen von kälbern glaube ich. daneben habe ich noch eine eigenblutbehandlung gemacht, alles in allem ging es mir nach der kur einige monate deutlich besser, wobei ich nicht genau sagen kann , worauf das zurückzuführen war. ich habe MB.
    zur zeit beschäftige ich mich mit den "verjüngungsübungen der chinesischen kaiser", das ist ein spezielles übungssystem aus dem qigong, das vor allem auf das endokrine drüsensystem wirkt. ich erlebe die übungen als sehr kräftigend. vielleicht wäre das noch eine alternative für dich. ;)
    lg
    Towanda
     
  8. üpoi

    üpoi Neues Mitglied

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    Ich bin jedenfalls wieder gesund geworden

    Ich bin jedenfalls wieder gesund geworden (Infektarthritis), aber ich war sicher kein sehr schwerer Fall. Rheumafaktor ist immer noch erhöht, ab und zu werfe ich bei leichtem Kopfschmerz ne Voltaren ein und absolviere wegen der psychosomatischen Mitursachen von Rheuma eine Verhaltenstherapie um weniger zu müssen als ich bisher glaubte müssen zu müssen.

    Thymuskin soll gegen Rheuma helfen. Auf mich wirkte es kräftigend (denke ich). Die ärztlichen Meinungen sind in der Tat dafür und dagegen. Wunder wirst du nich erwarten dürfen, aber ich finde das Zeug, das du nehmen sollst, ziemlich teuer.
     
  9. Smilla

    Smilla Mitglied

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    Hallo Ihr alle!

    Ich habe mich weiterhin schlau gemacht und es gibt - wie bei vielen alternativen Methoden - einiges das dafür spricht und einige Stimmen, die dagegen sind. Ich denke, ausprobieren ist das Einzige, was wirklich hilft. Jetzt habe ich allerdings von meinem Arzt erfahren, dass solch eine Therapie (die bei mir 12 Wochen dauern würde. Jede Woche eine Spritze) nicht unterbrochen werden darf. Und da ich noch einen Kurantrag laufen habe (die bei der BfA sind anscheinend von der "Schneckenpost" :rolleyes:) ,muss ich das Ganze bis nach meiner Kur verschieben. Werde mich dann aber auf jeden Fall noch mal melden und berichten, was es gebracht hat.

    Bis dahin Euch allen eine gute - schmerzfreie - Zeit

    Smilla :)
     
  10. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo smilla,

    ich denke, ein mittel, welches dein immunnsystem in ordnung bringt, wirst du nicht finden. diese aussage verspricht ja schon indirekt eine heilung. und das versprechen wird das mittel nicht halten können. die thymusdrüse ist in der kindheit ja teil des immunsystems (produziert lmyphe) und schrumpft, wie oben erwähnt, zum ende der kindheit. und ein immunsystem anzuregen, was deine eigenen zellen angreift...naja.
    bei naturmedizin bin ich eher skeptisch (was nicht heissen soll, dass ich sie komplett ablehne), gucke dann immer erst, ob es aussagekräftige studien gibt. meistens ist das nicht der fall, oder aber es kann keine wirkung nachgewiesen werden.

    @üpoi, genau die tatsache, dass du eine infektathritis hast/hattest unterscheidet dich von jemandem mit autoimmunerkrankung. also vorsicht! was dir gut tut, kann bei anderen großen schaden anrichten!

    liebe grüsse und schönen abend an alle :)
    lexxus