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Therapiebeginn trotz milder Symptome?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Liese, 18. November 2008.

  1. Liese

    Liese Neues Mitglied

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    Hallo!
    Nachdem ersten verdauten Schock von heute morgen, daß der Rheuma-Faktor positiv ist, hab ich ne Frage zur Therapie: meine Symptome sind ja noch recht mild (Ziehen in verschiedenen Gelenken, zum Aushalten, nicht ständig da, immer mal wieder), einen Termin beim Rheumatologen hab ich erst im Januar.
    Soll ich drauf bestehen, daß meine HÄ (von der warte ich im Moment auf Anruf wegen Blutwerten besprechen) eine medi-Therapie anfängt (Basismedikamente) oder auf weitere Entwicklung und Termin beim Rheumatologen abwarten?
    Ist ja doch noch ne Weile hin. Was würdet Ihr tun?
    LG
    Liese
     
  2. pablo56

    pablo56 Neues Mitglied

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    hallo liese,

    bei mir war es auch so, daß mein hausarzt rheuma diagnostizierte. er hat mir nur ibuprofen verschrieben, was aber nicht ausreichte, sodaß ich doch nach ca. einer woche von ihm cortison bekam.
    er hat mir erklärt, daß der rheumatologe ca. 25 weitere blutwerte bestimmt, sodaß er eine genaue diagnose stellen kann, von der auch die weitere behandlung abhängt. der hausarzt selbst bekommt diese blutuntersuchungen nicht von der krankenkasse bezahlt.
    wenn du es aushälst und es sich nicht allzu schmerzhaft entwickelt, würde ich an deiner stelle auf die genaue diagnose des rheumatologen warten.
    vielleicht besprichst du das mal mit deiner hausärztin.
    ich wünsche dir einen harmlosen verlauf.
    liebe grüße
    Pablo56:top:
     
  3. Maike

    Maike Neues Mitglied

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    Hallo Liese,

    wenn du vor den Untersuchungen beim Rheumatologen mit Cortison oder Basismedikamenten anfängst, so könnten dann die Untersuchungsergebnisse verschleiert u. verfälscht sein. Außerdem hat der Rheumatologe mit den Medikamenten/Dosierungen usw. mehr Erfahrung. Deshalb ist es ratsam die Untersuchung zur Diagnostik beim Rheumatologen abzuwarten. Wenn es sich allerdings verschlechtert, dann sollte der Hausarzt beim Rheumatologen anrufen und einen früheren Notfalltermin für dich mit ihm vereinbaren.

    Gruß Maike
     
  4. JH-RA

    JH-RA Jeanne

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    Hallo Liese,

    tut mir leid, dass sich dein Verdacht bestätigt hat! Gibt es für dich nicht unter Umständen die Möglichkeit dich in eine Rheumatologischen Fachklinik einweisen zu lassen? Ich denke, dort würdest du ein "Rund um Versorgungspaket" erhalten. In der Regel dauert dieser Aufenthalt nur einige Tage.

    Liebe Grüße

    Jeanne
     
  5. Mücke

    Mücke Guest

    hallo zusammen,

    zeigt das ganze blutbild entündungszeichen o.ä.,denn nur ein positiver rheumafaktor macht noch kein rheuma
    meiner wurde mir durch eine autoimmenerkrankung des schilddrüse erklärt und auch die kann unbehandelt schmerzen auslösen
     
  6. kathinka

    kathinka Neues Mitglied

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    hallo liese,

    für mich ist die diagnose cp auch noch ziemlich neu. ich habe mich unendliche stunden durch dieses forum gelesen, nicht nur die threads, sondern auch die einträge des diese website betreuenden arztes, dr. langer, den ich für einen sehr vernünftigen menschen halten. er hat durchaus erhellendes zu dem thema rechtzeitige und wirksame behandlung von rheumatoider arthritis geschrieben.
    es gibt da ein therapiefenster von zwölf bis 16 wochen. wenn die behandlung in dieser zeit einsetzt, sichert man sich die chance eines besseren behandlungserfolgs. siehe link unten. ich war mit meinen ersten beschwerden vor mehr als 1,5 jahren schon ziemlich schnell bei einem rheumatologen. hatte damals eine heftige sehnenscheidenentzündung und zeiweise gelenkschwellungen und schmerzen an diversen fingern und anderen gelenken. mir passierte das typische (liest man hier immer wieder): keine diagnose, die rheumafaktoren waren negativ, außerdem waren keine entzündungswerte vorhanden. jetzt, nach kleiner odyesse, habe ich die diagnose seropos. cp. ich fürchte, dass viele von uns dieses therapiefenster verpassen, weil sie zunächst an rheumtalogogen geraten, die noch nach dem altvorderen prinzip "abwarten" agieren und nichts von frühdiagnostik halten. ich hätte mich vielleicht in der frühphase der krankheit sogar gesperrt, so starke medikamente zu nehmen. jetzt denke ich anders. man sollte wirklich jede chance nutzen, der krankheit - so gut es geht - einhalt zu gebieten. das kostet natürlich kraft und auch den richtigen partner (ha oder rheumatologe) an der seite. die wünsche ich dir - und vor allem einen milden verlauf.

    grüße,
    k.

    hier der link:
    http://www.rheuma-online.de/news/specials/versorgungsmanagement-ra/integriertes-versorgungsmanagement-der-fruehen-arthritis-die-innovative-antwort-auf-die-grenzen-der-traditionellen-systeme.html
     
  7. Maike

    Maike Neues Mitglied

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    vielleicht sollte man ja aber erst mal feststellen welche Rheumart Liese hat und ob überhaupt. Es gibt ja nicht nur die rheumatoide Arthritis/cp sondern weitaus mehr Arten von Rheumaerkrankungen. Rheuma ist nicht immer cp und deshalb müssten schon ganz viele spezielle Untersuchungen gemacht werden, damit ist ein Allgemeinarzt in der Regel überfordert und hat auch gar nicht so die Möglichkeiten.
     
  8. kathinka

    kathinka Neues Mitglied

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    ja, da hat maike natürlich recht. mir ist völlig bewusst, dass es nicht nur cp gibt und es zunächst einmal herauszufinden gilt, um welche form es sich handelt. auf der anderen seite sollte man das nicht als eine art geheimwissenschaft verklären. meine diagnose stand - nach den richtigen untersuchungen - auf einmal ganz schnell fest. das problem ist doch einmal die unterversorgung mit rheumatologen, und auf der anderen seite, dass die untersuchungen nicht ganz billig sind. da muss man schon ganz schön angehumpelt kommen und sichtbare schwellungen haben, bis man (als kassenpatient) z.b. ein szinitgramm bekommt. das sind eben strukturelle probleme. dazu gehört auch, dass es meistens so wahnsinnig lange dauert, bis man einen termin beim rheumatologen bekommt, gerade als erstpatient. also, was bleibt liese? entweder wartet sie bis januar (ich würde auch keinesfalls eine basis mit dem ha in die wege leiten) oder sie folgt etwa dem vorschlag von jeanne (JH-RA). ich würde das an der dauer und stärke der beschwerden festmachen.

    schöne grüße,
    k.
     
  9. Mücke

    Mücke Guest

    hallo kathinka,
    ich weiß ncht was du für einen arzt hast, aber bei mir man auch schon nur bei verdacht auf eine rheumatische erkrankung ein szintigramm gemacht
    da ging es um evtl fibromyalgie, das ganze wurde vom orthopäden angeleiert
    davor hatte ich auch schon mehrere szintigramme, allerdings nur für ein körperteil, sprich bein/knie und dabei konnte nach der op nichtmal eine genaue aussage getroffen werden, aber trotzdem wurde es mehrfach wiederholt um einen verlauf zu sehen. hierbei und auch bei mrt´s habe ich nie probleme gehabt, dass jemand diese untersuchungen abgelehnt hat und auch ich bin nur normaler kassenpatient.
     
  10. kathinka

    kathinka Neues Mitglied

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    hallo mücke,

    jetzt habe ich eine sehr gute ärztin. aber es war eben doch ein kleiner weg dahin. ich denke, dass es einige gibt, die ähnliche geschichten erzählen können. der erste rheumatologe, bei dem ich war, hat mich nicht einmal richtig angeschaut. ich hielt ihm meine geschwollenen finger hin und er schaute nur in mein gesicht, vielleicht gefiel es ihm besser, naja. außer blutabnahme und der aussage, dass ich geduld haben müsse, war bei diesem doc nicht viel zu holen. so verpasst man dann eben therapiefenster in der früharthritischen behandlung. danach war mir nämlich das ärztegehen erstmal verleidet. erst der orthopäde, den ich dann ein jahr später (in diesem juli) aufsuchte, hat mich dann zur szinitgraphie überwiesen und den stein ins rollen gebracht.

    schöne grüße,
    k.
     
  11. Mücke

    Mücke Guest

    hallo kathinka,

    dann liegt es vielleicht an der berufsgruppe??

    ich bin bisher auch mit meinen orthopäden besser gefahren, als mit den internististischen rheumatologen.
     
  12. kathinka

    kathinka Neues Mitglied

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    hallo mücke,

    das dachte ich mir auch schon mal. der orthopäde war irgendwie zupackender und lösungsorientierter und sprach nicht von "geduld haben". allerdings war ich zu diesem zeitpunkt auch ziemlich verzweifelt mit meiner dauerhaft entzündeten sehnenscheide (mein indikator für einen schub, je schlimmer die sehne, desto schlimmer der schub) und allem anderen. jetzt bin ich in einer interdisziplinären praxis bei einer internistischen rheumatologin, da ist es perfekt.

    grüße,
    k.
     
  13. Liese

    Liese Neues Mitglied

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    Hallo, danke erstmal für die vielen Antworten.
    Bisher ist ein Wert an der Grenze, weiß ich mittlerweile, alles andere ist gut, auch entzündungswerte.
    Sie hat beim Labor noch einen anderen Wert angefordert, der hoffentlich morgen da ist.
    Nächste Woche Orthopäde.
    Ich halt euch auf dem Laufenden.

    Geh jetzt ins Kino!

    LG

    Liese
     
  14. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo Liese!

    Ich habe mich ins KH einweisen lassen, da wurden dann alle untersuchungen gemacht; hatte immer mehr Schmerzen bekommen, Cortison hatte ich vom HA erhalten und als es reduziert wurde, kamen die Schmerzen zurück. HA hatte Verdacht auf Rheuma. Im KH hatte ich auch keine erhöhten Entzündungswerte, aber der Chefarzt meinte , dass es bei mir schon zu lange geht (Erstanfang1990), ich hätte schon zu lange gelitten (seit 2000 Erwerbsunfähig - ich bin Baujahr 1973),er war sich auch sicher dass es Rheuma ist und fing sofort Basistherapie an.
    Es ist eigentlich egal, wie das Rheuma jetzt heisst, Hauptsache es wird frühzeitig behandelt. Bei mir heißt es immer noch undiff. Arthritis.

    Ich war im Juli/Aug. 08 im KH, im September nochmal, da Schmerzen immer mehr: Hüftgelenkserguß. Entzündungswerte waren immer noch nicht erhöht außer CCP- Wert, der 6 Wochen davor noch negativ war.

    Ende September sind zum ersten Mal die Entzündungswerte so hoch gewesen wie noch nie: BSG 66/80 CRP auch hoch und HB runter.

    Mein HA meinte nur nach den Werten muß es mir auch "beschissen" gehen, sagte noch, dass Blutwerte dem Gefühl manchmal hinterher hinkt.

    Habe daraufhin anderes Basismed.(MTX 25mg) bekommen, da ich das Sulfa, welches nochmal erhöht wurde Mitte September nicht vertragen habe (Magen).

    Jetzt warte ich immer noch auf die Wirkung vom MTX, die Entzündungswerte im Blut sind wenigstens wieder gesunken; hoffe das die Schmerzen auch nachlassen: etwas besser ist es schon.

    Also ich weiß auch noch nicht welche Rheumaart es ist: Mein HA tippt, dass es eher eine Spondylarthritis wird, da ich öfters auch Probleme mit ISG und BWS hatte und da es so lange keine Entzündungswerte im Blut zu sehen ist. Dazu passt aber nicht der erhöhte CCP Wert, der nur bei RA positiv ist. Es ist aber eigentlich egal, da beides gleich behandelt wird.

    Gruß Meerli