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Therapiebeginn ganz ohne Cortison?

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von Monsterdackel, 23. März 2009.

  1. Monsterdackel

    Monsterdackel wie so lieb...

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    Hallo alle da draußen,
    ganz genau weiß ich noch nicht, wie ich hier anfangen soll.

    Ich bin 37, Weiblich, verheiratet und drei vierbeinige Kinder.
    Seit Ende 2008 kämpfe ich mit einer nicht so sehr schmerzhaften GElenkschwellung in der Hand und seit Februar mit zunehmenden Schmerzen und Schwellungen (v.a. morgens) in Füßen, Knien inzwischen beiden Händen und wechselnd in den Schultergelenken.
    Vielen ist dies bekannt. Z
    um Glück, denke ich, bin ich an einen kompetenten Hausarzt geraten, der ein komplettes Blutscreening von Infektiös bis autoimmun erstellt hat. alle Rheumafaktoren incl. Anti-CCP massiv erhöht CRP im Normbereich. Nach einem wiederholten BB beim Rheumatologen die Diagnose. chronische Polyarthritis.
    Nun zu meiner Frage:
    ich halte mich zwar mehr schlecht als recht mit Diclofenac und Ibuprofen über Wasser soll aber therapeutisch erst einmal (evtl. niedrig dosiert) Cortison nehmen, wogegen ich mich aber noch weigere.
    Hat jemand von Euch eine Therapie nur mit MTX (o.ä.) und NSAID`s begonnen ohne begleitendes Cortison?
    Noch ist es bei mir wohl "eine milde" Form. Ich beneide keinen, wirklich keinen der eine "schwere" Form der cPA hat. Mit welchen Schmerzen ich schon zu kämpfen habe...
    Nun ist der Text doch länger geworden,
    danke für´s lesen und evtl. antworten.
    Monsterdackel
     
  2. Reili

    Reili Neues Mitglied

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    Hallo Monsterdackel,

    herzlich Willkommen hier.
    Ich habe seit 2006 chronische Polyarthritis. Begonnen habe ich mit MTX.
    Mittlerweile bin ich bei Arava gelandet. Ich habe mich genau wie du, selbst bei stärkeren Schüben gegen Cortison entschieden. Bis jetzt sind die Entzündungen auch allein durch das Arava zurückgegangen. Mit Cortison wäre es sicherlich schneller gegangen. Ich glaube das muß jeder für sich entscheiden, ab wann er nicht mehr ohne klar kommt.
    Ich bin froh, es bis hier her ohne Cortison geschafft zu haben.
    ich hatte Glück, Arava hat gut gewirkt!
    Vielleicht kann es bei dir auch ohne klappen. Ich drücke die Daumen!

    Viele Grüße
    Reili
     
  3. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Hallo :wave: und willkommen bei RO

    Bei Cortison muß man Nutzen und Schaden abwägen, deshalb verzichte ich nach möglichkeit darauf.
    Sinnvoller ist immer eine Basistherapie, die auf Dauer die Entzündungen in Schach hält. Die ist nur nicht immer leicht zu finden.
    Ich wünsche dir hier viele Informationen, die Dich weiterbringen. :top:

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Zum Thema Cortison findest du im Repertorium die LInks zu den bisherigen Erfahrungen der User.
    Es ist das am schnellsten wirksame Entzündungsmedikament und macht auf kurze Zeit weiniger Nebenwirkungen als z.B. Diclofenac, Ibu oder ander Schmerz+Entzündungshemmer.
    Als Langzeitmedikament kommen höhere Nebenwirkungen hinzu, auch wenn es über längere Zeit hochdosiert genommen werden soll.

    MTX braucht einige Wochen zur Wirkung, daher ist es sinnvoll die Zeit mit Cortison zu überbrücken, wobei man bei einem beginnenden Rückgang der Entzündungen auch das Medikament reduzieren kann um es später ganz weg lassen zu können.

    Entscheiden muss das aber eh jeder für sich.

    Gruß Kuki
     
  5. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

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    Hallo Monsterdackel,

    wie Reili habe auch ich noch nie Cortison nehmen müssen - zum Glück! Irgendwie hat das niemals zur Debatte gestanden, vielleicht weil sich bei mir die Schmerzen in Grenzen halten und bis auf das kaputte Knie nichts geschwollen ist? Allerdings habe ich reichlich Piroxikam geschluckt (ca. 8 Wochen) bevor ich mit MTX loslegen konnte.
     
  6. biene2

    biene2 Neues Mitglied

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    Hallo Monsterdackel,

    jede Entzuendung im Koerper verursacht Schaeden an den Strukturen.
    Da das MtX ja erst nach laengerem Gebrauch anfaengt zu wirken wuerde ich persoenlich zwischenzeitig Cortison nehmen, bis die Wirkung einsetzt.
    Cortison ist ein koerpereigener Stoff, wird seit langem eingesetzt wodurch seine Nebenwirkungen mehr als bekannt sind. Sie verschwinden auch sofort nach dem Absetzen wieder.
    Ich helfe mir immer mit Cortison und habe jetzt wo ich aller warscheinlichkeit nach ein anderes Basismedi brauche (MTX reicht nicht mehr) Angst vor den "neuen" Medis.
    Was dort an Spaetfolgen auftritt weiss heute noch niemand.
    Ich habe grade vor 2 Wochen eine Frau kennengelernt mit Lupus.
    Vor 40 Jahren fing es bei ihr an und sie war zwischenzeitig an den Rollstuhl gefesselt. Ueber Jahre konnte sie sich nur unter Schmerzen bewegen und musste lange bis zu 1 gramm Cortison nehmen.
    Heute nimmt sie 5 mg taeglich und das war es. Sie hat nie ein anderes Medi genommen ausser Cortison und Schmerzmittel.
    Sie sieht voellig normal aus ist normalgewichtig bis schlank und hat was mich total ueberraschte, keinerlei Gelenkprobleme.
    Fuer mich unglaublich!
    Aber da ich die Familie gut kenne und der Bruder ihres Mannes unser bester Freund ist, glaube ich den Schilderungen ihres Krankheitsverlaufes.

    Vom Erzaehlen kannte ich sie, hatte sie aber nie gesehen und sie mir total anders vorgestellt.

    Ich fuer mich wuenschte mir bei Cortison und MTX bleiben zu koennen.

    Viele Gruesse
    Biene2
     
  7. Kachingl

    Kachingl Neues Mitglied

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    Hallo,

    auch ich habe in meinem ersten Jahr kein Kortison bekommen. Zunächst nahm ich Sulfasalazin, dann MTX, und erst vor kurzem, als ich zusätzlich zum MTX noch mit Arava angefangen habe, nehme ich auch Kortison gering dosiert (5mg) dazu.

    Ich sehe aber keine Gründe, sich gegen niedrig dosiertes Kortison zu wehren, ich kann da bine nur völlig zustimmen.

    lg
     
  8. Monsterdackel

    Monsterdackel wie so lieb...

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    nun doch

    Vielen Dank für Eure Antworten, da sich bei mir die Situation verschlechter hat, habe ich doch mit Cortison angefangen um die Hände wenigstens etwas wieder gebrauchen zu können :( .
    Hoffentlich kann ich so schnell wie möglich auf eine niedrige Dosis fahren.

    Bin aber froh Euch gefunden zu haben, um mit der Erkrankung klarzukommen. :top:
    Vielen Dank,
    liebe Grüße,
    Monsterdackel
     
  9. Rashaa1985

    Rashaa1985 Mitglied

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    würde mich mal interessieren, wie es dir jetzt so geht? Nimmst du immer noch cortison? mein arzt möchte bald mal mit arava beginnen und wollte das cortison dazunehmen...ich werde mich gegen das cortison aber sträuben! dann halt ich die schmerzen, die ich bis jetzt habe, lieber aus! man liest hier halt nicht viel positives darüber...
     
  10. Kachingl

    Kachingl Neues Mitglied

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    es geht nicht nur um die schmerzen, deine gelenke gehen kaputt, wenn die Entzündungen nicht zügig aufhören. Und die Schäden sind bleibend.

    Nur sehr wenige Leute haben überhaupt Probleme mit Kortison. Nur die, die Probleme haben, schreiben hier darüber, daher ist die Sichtweise in so einem Forum immer etwas einseitig.

    Kortison ist ein körpereigener Stoff und bringt oft erst in hohen Dosen die gefürchteten Probleme. Ich nehm seit fast einem Jahr 5mg pro Tag und hab null Nebenwirkungen.

    also sträub dich nicht aufgrund von Vorurteilen. :)

    lg
     
  11. wautzi008

    wautzi008 Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich muss hier unbedingt zustimmen, auch ich bin der meinung mit Cordison zu überbrücken.
    ich werde nun schon 7 Mon. nur mit MTX behandelt und habe immer noch entzündungszeichen die sich im blut zeigen und in starken schmerzen äußern.
    da meine rheumaärztin der meinung ist, sie verschreibt kein cordison,
    mein nächster termin bei ihr erst im märz ist und ich das gefühl habe das MTX wirkt nicht mehr, (noch nie gewirkt hat)
    werde ich sie heute anrufen und eine änderung meiner behandlung fordern.
    man sollte sich über so eine lange, nicht mit schmerzen quälen lassen müssen.

    lg. elke
     
  12. Rashaa1985

    Rashaa1985 Mitglied

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    und wenn man das cortison dann absetzt? gehen die Werte wieder rauf?