Hi,
ich denke, es ist hier, wie in anderen Foren und im realen Leben auch: Es gibt überall sone und solche. Wie sollte es auch anders sein, stellt ein Forum i.d.R. doch in gewisser Weise einen Querschnitt des realen Lebens dar (wie im Großen - so im Kleinen).
Ich bin schon in Foren gewesen (in anderem thematischen Zusammenhang), die sich "Hilfe-Forum" schimpften und wenn jemand ein Problem, eine Frage hatte, bekam er nur die teilweise noch unverschämt "garnierte" Antwort :"Geh doch googlen. Ich bin doch nicht hier, um deine Arbeit zu machen." Und das nicht als Einzelfall.
Was mich (nicht hier, sondern "draußen", im Leben) besonders frustiert und inzwischen wütend macht, ist, dass ich hingehen kann, wo ich will (Ärzte) - es hört entweder keiner zu oder sie fühlen sich ja soooo überlegen, dass sie auf das, was ein "dusseliger" Patient sagt, kein Gewicht legen.
Ich reagier z.B. allergisch auf alles Mögliche und Unmögliche, u.a. auf Antibiotika. Was passiert? Ich geh zum Arzt, weil ich seit 2 Wochen supernervös bin (zum Vergleich: Ihr steht kurz vor einer Prüfung und wartet darauf, dass es jede Minute losgeht. Diese Art von Nervosität. 24 Stunden am Tag. Hier aber, ohne dass ein Grund dafür vorliegt) und es einfach nicht wegzubekommen ist: weder durch autogenes Training noch durch Hofen,Melisse,Baldrian, Nerventees, Schlaftees u.dgl. mehr.
Also geh ich zum Arzt. Womit komm ich raus? Mit einem Rezept für Antibiotika.
Ich sage einem Zahnarzt, der immer wieder von Antibiotika anfängt, er solle es lassen, da ich allergisch darauf reagiere. Was macht er? Er setzt Antibiotika ein. Und auf der Fahrt nach Hause bekomme ich plötzlich eine dicke Backe, dass ich mit dem rechten Auge gar nichts mehr sehen kann und 2 Sekunden später den feinsten anaphylaktischen Schock mit allem Drum und Dran, wie er im Buche steht, so dass ich fast mein Auto gegen einen Baum gesetzt hätte und eine halbe Stunde lang nicht weiß, ob ich das Ganze lebend überstehe. Anschließend 38,7° Fieber und am nächsten Tag durfte ich dann zum Notzahnarzt, weil alles dick vereitert war.
Vor einem halben Jahr hab ich mir eine absolute Nahrungsmittel-Hyperallergie zugezogen, sah aus wie Quasimodo mit Beulenpest. Antihistamine waren wieder mal ein Fehlschlag (Kopfschmerzen, extreme Benommenheit, extreme Trockenheit in Mund, Rachen, Nase und Augen; keine Reaktion auf Allergien) Ich bin dann auf Drängen meiner Freundin zur Ärztin, sagte ihr, es wäre eine Allergie, ich wüsste allerdings in diesem Fall nicht, wogegen, ich würde allerdings seit Jahren bereits auf alles mögliche allergisch reagieren (wovon ich aber nichts zu mir genommen hätte), u.a. auf Antibiotika (erzähl ihr sogar, was beim letzten Mal passiert ist - s.o. - um von vorneherein klar zu machen, was Sache ist). Sie sagt, sie möchte gerne, dass ein Kollege sich das ansieht, der sagt dann spontan auf, die Frage, wofür er es hält:"Eine Allergie" und was macht sie? "Nein, ich glaube, das ist was Bakterielles." ich GLAUBE! Keinerlei Beweis dafür. Keine Hautuntersuchung, keine Blutuntersuchung, nix. Sie GLAUBT es! Und womit geh ich raus? Mit einem Rezept für Antibiotika!!! Aber erst, nachdem sie mich mit so einem plöden Spray gegen Bluthochdruck fast umgebracht hätte. Setzt es einfach ein, ohne mir was zu sagen, ohne mich zu fragen, einfach so. Und ich kipp prompt aus den Latschen, mir wird speiübel, alles dreht sich und mein Schädel dröhnt auseinander (hat 3 Tage angehalten - der Blutdruck war allerdings bereits nach 1/2 Stunde wieder hoch - sogar höher als vorher).
Jetzt hab ich dem Rheumaarzt gesagt, Behandlung mit Cortison kommt nicht Frage, weil ich auch darauf allergisch reagiere (u.a. nahezu Blindheit). Was macht er? Er weist den Hausarzt an, u.a. mit Cortison zu therapieren.
Außerdem Methotrexat. Mein Hausarzt hat damit noch nie!!! behandelt. Meinte nur, ich solle mir den Beipackzettel durchlesen, er steige da nicht durch.
Aüßerste Vorsicht ist geboten bei Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion, schlechtem Allgemeinzustand (beides vorhanden) und darf nicht gegeben werden bei Magengeschwür. Hat der Rheuma-Arzt sich danach erkundigt? Mit keiner Silbe!
Ich komm mir wirklich vor, wie in der Klappsmühle.
Gestern war ich zum Allergietest und zur Lungenfunktionsprüfung.
Letztere konnt nicht vollständig durchgeführt werden, weil das Asthmaspray Sulfat enthielt und ich (man ahnt es schon) auch gegen alles, was irgendwie mit Schwefel zu tun hat, allergisch bin (hätte er aber vorher wissen müssen, weil ich ihm beim ersten Besuch eine 2 Seiten lange Liste ausgehändigt hatte, wogegen ich allergisch bin).
Der Arzt hatte daraufhin ganz offensichtlich "das Interesse verloren" und meinte nur reichlich gelangweilt, der Lungenfunktionstest wäre genauso miserabel ausgefallen, wie "damals" (was immer er mit dem "damals" meinte) (abgesehen davon: wie sollte er auch anders ausfallen? Lungenemphysem und chronische Bronchitis sind nun mal irreversibel) und es wäre eh fraglich, ob das Ganze überhaupt therapierbar wäre. Schluss.
"Na, jedenfalls, kommt er dir jetzt nicht mit Antibiotika", hab ich nur gedacht.
Die 2 1/2 Stunden hätte ich mir also auch sparen können.
Ich weiß wirklich nicht, was ich beim Arzt soll, da ALLE es ganz offensichtlich nur darauf anlegen, mir ihre absolute Inkompetenz zu beweisen.
Dann sollen sie doch gleich sagen, bei all den Allergien wäre es unmöglich, irgendetwas zu therapieren. Aber nein, meine Zeit vergeuden und die Krankenkasse schröpfen mit absolut überflüssigen Tests und Untersuchungen, weil ja eh nix gemacht wird bzw. wieder mal Querschläger verordnet werden (beides hätte bei genauem Zuhören seitens der Götter in weiß vermieden werden können).