Termin beim Rheumatologen

Mrs.J.

Mitglied
Hallo Ihr Lieben,

heute war nun also der Tag, auf den ich lange gewartet habe.

Der 1. termin beim internistischen Rheumatologen.

Die Praxis hatte gestern schon angerufen, ob ich den Termin wirklich einhalten kann, dies habe ich bejaht und heute haben die auch nochmal angerufen und gefragt, ob ich etwas früher kommen könnte.

Alles kein problem. ich ging da halt rein und habe nur kurz im Wartezimmer warten müssen und durfte dann gleich ins Besprechungszimmer.

Der Doc hat mich nach meinem Anliegen gefragt und ich legte ihm dieses hier vor:

Krankheitsverlauf:

Angeborene Hüftdysplasie
Behandelt von 1982 – 1983 in Wismar mit Streckgips, Aufhängung und Spreizhose

Schiefhaltung im Laufe der Jahre aufgefallen, OP im September 1994, Halsmuskelverkürzung, Skoliose

Danach bis zu 16. Lebensjahr Krankengymnastik.

In den dazwischen liegenden Jahren immer wieder Rückenschmerzen, behandelt mit Diclofenac, Linderung nur kaum vorhanden gewesen. Diclofenac hatte die Folge von 2 Magengeschwüren.

Nach der Geburt meines Sohnes im Juli 2004 (normale Geburt PDA – 4 Ansätze zum richtigen Sitz notwendig gewesen) kamen erneut starke Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule.

Im September 2004 beim Orthopäden vorstellig geworden, MRT wurde veranlasst, keine Befunde.

Es folgten Reizstrombehandlungen, die nichts brachten.

Habe dann keine weiteren Schritte aufgrund familiärer Situationen unternommen.

In der Zwischenzeit waren immer wieder Rückenschmerzen vorhanden.

Im Sommer 2005 waren die Schmerzen so stark, dass ich zum Hausarzt ging und mir dieser Diclofenac gab, wovon ich Magen-Darm & Harnbluten bekam. Darauf hin kam eine Einweisung in die Sana Kliniken, aber niemand kam auf die Tabletten – nach ein paar Tagen gingen die Blutungen & Bauchkrämpfe weg. Laut Rücksprache mit neuem Arzt, hätte ich Diclofenac ohne Magenschutz nicht nehmen dürfen.

Daraufhin war im Rücken etwas Ruhe, im November 2005 gingen die Schmerzen wieder los.

Mitte März 2006:

Magen Darm Infektion mit Brechen, Durchfall und allem, was dazu gehört. Dieser Infektion folgten Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich.

Anfang Mai 2006:

Erneute Magen Darm Infektion mit Durchfall, Brechen und anschliessenden Rückenschmerzen.

Ende Mai 2006 Vorstellung beim Orthopäden, dieser diagnostizierte erneut eine Hüftdysplasie.

Krankengymnastik gab es dazu.

Im Laufe der Wochen wurden die Schmerzen immer schlimmer, ich konnte mich kaum noch bewegen, geschweige denn vernünftig laufen.

Anfang September 2006 wurde eine Blutuntersuchung getätigt, der Genmarker HAL B 27 war positiv. Aufgrund der Schmerzen bekam ich Ibuprofen 600 AL. Diese haben so gut wie gar nicht geholfen.

Es folgte darauf hin eine Überweisung in die Orthopädische Uniklinik MUL. Von dort wurde ich zum MRT geschickt mit Verdacht auf Sacroilitis. Ohne Befund.

Als Basismedikation bekam ich Arcoxia 90 mg (1x tgl.) und Nexium 20 mg als Magenschutz. Leider half auch dieses nicht gegen die immer stärker werdenden Schmerzen.

Es folgte der nächste Gang zum Hausarzt, dieser verschrieb Novaminsulfon Tropfen, 3x tgl. 15 – 20 Tropfen, ich habe die Dosis selber erhöht (3x tgl. 40 Tropfen), da diese auch nur in geringem Maße halfen.

Etwas später kam Katadolon dazu, die auch nur im geringsten Maße halfen.

Ab dem 10.10. 2006 – 19.10.2006 erfolge eine vollstationäre Aufnahme in der Rheumaklinik Bad Bramstedt. Dort erfolgte ein Ganzkörperknochenszintigramm, deren Befund im Entlassungsbericht steht.

Als Anwendungen waren dort Aqua Training und Gymnastik der SPA Gruppe vorgesehen, was mir sehr gut tat. Solebäderanwendungen fanden ebenfalls statt.

Nach der Entlassung bekam ich vom Hausarzt Decortin H 20 mg verschrieben in folgender Dosierung:

3 Tage 3x täglich je 20 mg
3 Tage 2x täglich je 20 mg
3 Tage 1x täglich je 20 mg

Diese Tabletten helfen mir sehr gut hinweg, ich konnte mich fast schmerzfrei bewegen, die Morgensteifigkeit, die mich seit Monaten hinweg begleitet, ist nun erträglicher geworden, da ich kaum noch Schmerzen habe.

Ich habe seit ca. 1 Jahr auch immer wieder geschwollene Finger, die bei Kälte abschwellen und bei Wärme anschwellen, so dass ich meine Ringe von den Fingern nur mit grösster Mühe herunterziehen kann. Ausserdem schmerzen die Finger teilweise beim bewegen.

Ende Oktober 2006:

Erneut Magen Darm Infektion mit Durchfall und Brechen – danach dann wieder Rückenschmerzen über den gesamten Rücken bis in den Lendenwirbelbereich.

25.10.2006 – 27.10.2006 60 mg Decortin H 20 mg täglich.

28.10.2006 – 30.10.2006 40 mg Decortin H 20 mg täglich

31.10.2006 – 02.11.2006 20 mg Decortin H 20 mg täglich


Familiäre Vorbelastungen:

Mutter: Arthrose, Osteoporose
Oma mütterlicherseits: Gicht und Rheuma
Opa mütterlicherseits: Rheuma

Urgrossmutter mütterlicherseits ebenfalls Rheuma und Gicht.

Beschwerden:

- morgendliche Steifigkeit – teilweise bis zu 3 Stunden andauernd (seit ca. 1 Jahr)
- Gehschwierigkeiten – als humpeln oder hinken zu bezeichnen, verbunden mit dem Schmerzen im Lendenwirbelbereich
- Nächtliches Aufstehen durch Schmerzen und Schlaflosigkeit
- teilweise Verbesserung durch Bewegung, zuviel verursacht wieder Schmerzen (Überbelastung)
- immer wieder unerklärliche Durchfälle, die nach 2 – 3 Tagen wieder verschwinden

Unter anderem legte ich ihm auch sämtliche Befunde vor, die ich in meinen Unterlagen hatte.

Das gefiel ihm sehr gut, und er sagte dies auch.

Er stellte weiterhin noch Fragen nach meiner familiären und arbeits Situation, welche ich ihm alle erläuterte.

Und die üblichen Fragen nach den Beschwerden die ich so habe...

Dann bat er mich ins Unterschungszimmer, wo er mich hin und her bog... *aua* :(

Hat irgendwas gemessen (was das genau sollte, weiss ich nicht)

Ansonsten war er recht schweigsam, viel gebracht hat mir der heutige Besuch nicht...

Blut hat er noch abgenommen... auf meine Frage hin, ob er mir KG weiterhin verschreiben könne, verneinte er, man müsse nun erstmal sehen, wie es weiter geht - MRT steht ja noch aus, dies ist am 16.11. - am 23.11. soll ich wieder kommen.

Auf meine Frage hin, was er denn nun diagnostisch meint, erwähnte er nur, dass meine Beschwerden in Richtung Bechterew gehen ob da nun eine Gelenkbeteiligung vorliegt nur vom MB oder ob da eine andere Rheuma Art hinzukommt, müsse man abwarten...

Tja - ich bin etwas enttäuscht... :rolleyes:
 
Liebe MAX' MAMA,

sei nicht zu enttäuscht,....ich kenne das, man geht hin und hat auf den Termin warten müssen und dann kommt man da ohne Diagnose wieder raus! Aber der Doc will bestimmt erstmal die Blutwerte abwarten und dann mit Dir beim nächsten Termin nochmal alles anaysieren. Bei mir hats ein halbes Jahr gedauert, bis sich mein Arzt überhaupt zur Diagnose Rheuma hat hinreißen lassen, leider war er mit der Bestimmung der Rheumaart dann etwas zu schnell bei der Sache und so bin ich jetzt woanders hingegangen. Das mit der Diagnose ist leider oft sehr langwierig und schwierig, habe ich lernen müssen...

Also Kopf hoch, nach der MRT und dem nächsten TErmin bist bestimmt schon einen Schritt weiter.
 
Also, enttäuscht solltest du da nicht sein. Kein Arzt kann hellsehen und *nur* aufgrund deiner Eigenanamnese sowie den Messungen und Abtasten kann er dir eine erste Vermutung sagen. Ist doch schon was. Ich finds gut, wenn er sicher gehen will.

Gruss Kuki
 
Zurück
Oben