1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Teilzeitkrankschreibung möglich?

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von finna, 24. Juli 2014.

  1. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Momentan habe ich so Schmerzen in den Fingern, dass ich maximal 3-4 Stunden am Computer arbeiten kann. Habe aber einen Vollzeitjob mit 8 Stunden täglich.
    Gibt es die Möglichkeit, sich nur für 4 Stunden täglich "krankschreiben" zu lassen bei vollem Gehalt? Also auch nicht dauerhaft, sondern nur für ein paar Wochen....
    Mir fällt daheim ja sonst die Decke auf den Kopf :-(
     
  2. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

    Registriert seit:
    16. Januar 2009
    Beiträge:
    361
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bayern
    Hallo finna,

    also, ich bin Beamtin und bei uns geht so was schon. Hatte mal einen Kollegen, der war als Vollzeitkraft Jahre lang wegen psychischer Probleme für nur 6 Stunden täglich arbeitsfähig geschrieben. Ach ja....wichtig....natürlich bei vollem Gehalt :D. Du musst nur den richtigen Arzt finden!
     
  3. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Dann hoffe ich einfach, dass das auch funktioniert wenn man kein Beamter ist :)
     
  4. Mieze1960

    Mieze1960 Gonarthrose, RA u. Fibro

    Registriert seit:
    1. April 2011
    Beiträge:
    623
    Zustimmungen:
    37
    Ort:
    Berlin
    Hallo,

    nach meiner Knie-OP mit einer rd. dreimonatigen Arbeitsunfähigkeit bin ich mit dem "Hamburger Modell" wieder in die Arbeit eingestiegen: Einen Monat lang 4 Stunden täglich, den zweiten Monat 6 Stunden und den dritten Monat 8 Stunden. In dieser Zeit hae ich nur Krankengeld von der Kasse bekommen, mein Arbeitgeber hatte keine Kosten.

    Ob das nur nach einer längeren Arbeitsunfähigkeit geht oder auch ohn, weiß ich leider nicht.
     
  5. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2013
    Beiträge:
    1.010
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Raum Ulm
    So viel ich weiß, geht das nur als Wiedereinstieg nach längerer Krankschreibung. Man bekommt dann das volle Krankengeld (nicht Arbeitslohn!) und arbeitet einige Stunden pro Tag. Das geht glaube ich maximal 3 Monate, in denen man stufenweise mehr arbeitet.
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    8.381
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    entenhausen
    hallo finna,

    ich fürchte das wird nicht klappen!
    in D gilt die krankschreibung immer tageweise nicht für stunden.
    vielleicht kannst du ein gespräch mit deinem AG führen,
    und eine gemeinsame gute lösung zumindest für eine weile finden.
    wenn das nicht geht wende dich an deinen arzt und dann sieht man weiter!
    ist dein arbeitsplatz gut ausgestattet und hast du vielleicht einen
    schwerbehindertenausweis?

    gute besserung!
     
  7. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Ich habe die Diagnose rheumatoide Arthritis erst seit einer Woche. Probleme habe ich seit Ostern.
    Seit 4 Tagen nehme ich Pleon (Sulfasalizin) und ich bin davon einfach völlig ko und müde und noch machen die Tabletten ein flaues Gefühl im Magen.
    Zudem bis zu 3 IBU 800 am Tag. Andere Schmerzmittel wie Diclo, Naproxen oder Novaminsulfon kann ich wegen der Histaminintoleranz leider nicht nehmen.

    Ich habe wegen Zöliakie einen BHG von 20. Ich werde aber einen Verschlechterungsantrag stellen. Dazu müssen die Beschwerden (soweit ich weiß) aber schon mindestens 6 Monate bestehen. Daher muss ich da noch etwas warten.

    Ich brauche definitiv mein volles Gehalt, da ich sonst nicht über die Runden komme :-( Daher kann ich schlecht Stunden reduzieren (was ohne Probleme möglich wäre).
    Morgen habe ich einen Termin beim Arzt. Mal sehen, was er für Ideen hat...
     
  8. Rheumatiger

    Rheumatiger Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juni 2014
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hi finna,

    wende dich doch mal an den Betriebsarzt ( so vorhanden) oder den/die Schwerbehindertenbeauftragten und versuche doch dort viellleicht Unterstüzung zu bekommen. Längere Krankschreibungen sind immer ein Problem wenn man Alleinverdiener ist! Zu den Schmerzen gesellen sich auch sehr schnell existenzielle Sorgen .... Was wird, wie kann es weitergehen...!? Ich kann diese Sorgen und Ängst sehr gut verstehen.....

    LG
     
  9. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Es ist leider eine kleine Firma....die Personalerin ist auch Gleichstellungsbeauftragte und für sowas zuständig...zudem ist sie auch die Frau vom Chef...also nicht ganz einfach.
     
  10. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2011
    Beiträge:
    1.690
    Zustimmungen:
    6
    Ort:
    Panama
    hm, mag mich ja täuschen,

    aber die ersten 6 wochen ist doch volle lohnfortzahlung durch den arbeitgeber oder hat sich das geändert??
    also bei ganzer au

    6 wochen sind eine lange zeit.


    @lächleln,
    ich war defintiv länger als 3 mon im hamburger modell ;)
    ist aber schon ne weile her.
    das dumme ist, dass man in der zeit,weil man als eigentlich au gilt, keinen urlaub machen kann.
    ich hatte damals die wiedereingliderung um nebenbei erweiterte amb physiotherpaie zu machen.
    dauer ca 2std, neben der arbeit.
     
  11. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Ja klar, bei voller AU gibt es volle Lohnfortzahlung. Ich möchte aber nicht voll krank geschrieben sein sondern ein paar Stunden am Tag arbeiten.
     
  12. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    So, jetzt bin ich schlauer :)

    In den ersten 6 Wochen der AU trägt der Arbeitgeber das Risiko und zahlt den Lohn fort. Danach springt dann die Krankenkasse ein.
    Es ist möglich über ein Attest bescheinigt zu bekommen, dass man nur für eine bestimmte Anzahl an Stunden arbeitsfähig ist.
    Dann muss mit dem Arbeitgeber geklärt werden, wie das mit den Arbeitszeiten aussieht. Er kann dann sagen, ok, dann diese Stunden arbeiten oder man bekommt dann eben eine volle AU wenn der Arbeitgeber nicht darauf eingeht.
    Für den Arbeitgeber macht es natürlich aber Sinn, dass man zumindest die möglichen Stunden arbeiten kommt statt komplett zu fehlen.
     
  13. Ich habe kürzlich einen ähnlichen Fall mitbekommen. Die Mitarbeiterin hatte ein Attest für eine kürze Arbeitszeit und bekam die Kündigung. Sie wurde von der Arbeit freigestellt, denn da sie schon länger im Unternehmen arbeitete hatte sie längeren Kündigungsschutz.
    In dem Unternehmen ist es wichtig flexibel zu sein und dann halt auch mal eine länger dauernde Schicht zu übernehmen.
    Wie und warum das so kam weiß ich nicht.
    Man sollte also auch darüber nachdenken was evtl auch passieren kann.

    Sylke
     
  14. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Da in ich mir zumindest bei uns hier sicher, dass das nicht so leicht passieren wird mit der Kündigung :)
    Gespräch mit dem Abteilungsleiter war gerade schon.
     
  15. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    So, nun ist alles geklärt!

    Attest wurde in der Firma anerkannt und ich darf in den nächsten 3 Wochen mit reduzierten Stunden ohne Lohneinbußen arbeiten.
    Sollte es danach nicht besser sein, muss man neu diskutieren.

    Eine Teilzeitkrankschreibung ist nicht möglich. Was geht ist, dass man krankgeschrieben wird und dann eine Wiedereingliederung macht und eben Teilzeit arbeitet. Man gilt aber eben als krankgeschrieben in der Zeit und rutscht nach 6 Wochen ins Krankengeld, was ja nur 40% des Gehalts beträgt.
     
  16. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2013
    Beiträge:
    1.010
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Raum Ulm
    Krankengeld ist doch nicht nur 40 % des Gehalts. Hast du dich evtl vertippt?

    LG
    Lächeln, die sich freut, dass du mit deinem Arbeitgeber eine Lösung finden konntest :top:
     
  17. finna

    finna Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2014
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Laut Aussage der Krankenkasse sind es 40% des Gehalts.
    War bei meinem Vater (andere Krankenkasse) ebenfalls so.
     
  18. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    8.381
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    entenhausen
    hallo finna,

    in den ersten 6 wochen zahlt der AG das gehalt weiter,
    danach die krankenkasse (78 wochen) in höhe von 70% des bruttogehalts, bzw höchstens 90% des nettogehalts. gerade noch einmal bei der dak extra kontrolliert.

    bei den angaben, so wie du sie formulierst, kann etwas nicht stimmen, da hat lächeln ganz recht.

    alles gute!
     
  19. Doegi

    Doegi Der Alex
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.103
    Zustimmungen:
    42
    Ort:
    Am Niederrhein
    Freut mich für Dich, finna.
     
  20. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2009
    Beiträge:
    3.444
    Zustimmungen:
    84
    Ort:
    Norddeutschland
    Hallo finna,

    das freut mich für dich, dass dein AG das so macht....

    Ich kenne es leider auch nur - ob Angestellter oder Beamter - nach krank nur mit Wiedereingliederung verkürzt arbeiten( bei uns jetzt ohne Zeitbegrenzung) ...und im öffentlichen Dienst können Angestellte einen Auffüllbetrag beantragen- wenn nach 6 Wochen Krankengeld gezahlt wird.... so dass es dann nicht viel Einbuße ist an Geld....

    LG