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Tcm

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von sameta, 6. Juli 2005.

  1. sameta

    sameta Das Leben ist schön!!!

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    Hallo zusammen

    hat jemand von Euch Erfahrung mit Traditioneller Chinesischer Medizin (Akupunktur mit Heilkräutern) bei CP?

    Mein Doc hat mir zu einem "Versuch ohne Garantie" geraten.
    Eine Rheumatherapie muss bekanntlich "massgeschneidert" sein, da wir als Individuen unterschiedlich reagieren. Das heisst, was beim einen hilft, nützt dem anderen nichts und umgekehrt (dehalb = ohne Garantie).
    Trotzdem würde ich gerne wissen, was Ihr damit für Erfahrungen gemacht habt. Es ist mir sehr wichtig, einen Versuch mit einer möglichst natürlichen Methode zu machen bevor ich immer agressivere, schulmedizinische Medikamente einnehme.

    Bis jetzt wurde die richtige Therapie für mich (CP) leider nicht gefunden, seit Vioxx, mit dem es mir 3 Jahre lang super ging, vom Markt genommen wurde.
    Der nächste Schritt wäre Methotrexat und davor habe ich Angst. Doch es ist mir klar, dass es mit den unerträglichen Schmerzen, die ich sein Absetzen von Vioxx habe, keine grossen Alternativen gibt.
    Aber................ zuerst werde ich den Versuch mit der Akupunktur machen.

    Ich bin gespannt auf Eure Antworten..........................

    Liebe Grüsse aus den Ferien in der Schweiz

    sameta
     

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  2. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Sameta,

    wegen einer anderen Sache bin ich schon seit mehreren Monaten bei einem TCM-Arzt in Behandlung. Natürlich sprach ich ihn auch auf meine cP an, worauf er gleich abwinkte und meinte, mittels Akupunktur könne man höchstens Einfluss auf die Schmerzintensität nehmen, nicht aber auf den Krankheitsverlauf der cP - dies könnten nur Basismedikamente leisten. Ähnlich kann man es auf der r-o-Hauptseite (siehe Link von Marie) nachlesen.

    Vorsichtige Frage: Warum hast Du denn Angst vor Mtx??? Zu Beginn der Therapie wirst Du engmaschig betreut. Viele nehmen das Mittel schon seit Jahren, haben keine oder kaum Nebenwirkungen und sind z.T. sogar in die Remission gekommen, was Dir mit NSAR/Coxibe niemals gelingen wird. Solltest Du (wie z.B. ich) das Mtx nicht vertragen, so gibt es ja noch einige andere Basismedis. Ich bin seit 1,5 Jahren glücklich mit Arava, vertrage es nebenwirkungsfrei und benötige weder Cortison noch Schmerzmittel/NSAR.

    Wünsche Dir schöne Ferien!
    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. crystal

    crystal Neues Mitglied

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    Hallo Sameta,

    seit ich im letzten Herbst durch ein Basismedikament in eine lebensbedrohliche Situation gekommen bin, bin ich in Behandlung in einem Zentrum für traditionelle chinesische Medizin. Am Anfang wurde ich zweimal wöchentlich akupunktiert, jetzt bin ich bei einem Rhythmus alle zwei Wochen. Mir geht es sehr gut dabei, wenn ich tatsächlich Schmerzen große Schmerzen habe, nehme ich eine Celebrex - seit Januar habe ich aus meiner Packung mit 100 Stück 30 Tabletten genommen, also alle paar Tage mal eine. Ich werde zusätzlich von einer Rheumaambulanz betreut, die mir beim letzten Termin aufgrund meines guten Zustandes abgeraten haben, "ihr" Gift zu nehmen, weil es zwar hilft, aber zum Preis von erheblichen Nebenwirkungen.
    Es ist allerdings ein harter Weg, weil auch die TCM am Anfang Erstverschlechterung mit sich bringt, weil es zwei Schritte vorwärts und dann wieder einen zurück geht, also konkret mir ging es nach den ersten Behandlungen super, dann kam die Keule, weil es mir wieder schlechter ging und dann ist es hart, durchzuhalten und nicht was anderes zu probieren. Ich bin froh, dass ich dabei geblieben bin und bin zur Zeit sehr fit. Nachteilig ist natürlich auch, dass die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen - ich habe es versucht und bin gescheitert und bezahle alles selbst.
    Ich kann nur zu diesem Schritt raten, weiß aber auch, dass es in der Tat bei allen unterschiedlich ist und was mir sehr gut tut, kann bei anderen keine Wirkung haben.
    Viel Glück bei deiner Entscheidung, Christel
     
  5. SonjaW

    SonjaW Neues Mitglied

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    Hallo Sameta

    Als mein Basismedi Salazopyrin nicht mehr half, und der Artz mich auf Mtx umstellen wollte, beschloss ich, es noch mit TCM zu probieren. Ich war in einem TCM Center, wo auch ausgebildet wird, und so waren die Konsultationen relativ günstig, und 80% wurde von der Krankenkasse bezahlt. Der Therapeut sagte, er könne es höchstens mit Kräutern versuchen, Akkupunktur würde am Krankheitsverlauf wohl nichs ändern. Ich probierte 4 verschiedene auf mich abgestimmte Kräutermischungen während 3 Monaten, leider hat sich am Rheuma rein gar nichts verändert. Ich hatte während diesen 3 Monaten extreme Schmerzen, und bin fast erleichtert wieder zum Rheumatologe gegangen, um Mtx zu erhalten. Leider hilft das nun auch nicht genug, und ich soll in ein paar Wochen Enbrel erhalten. Das Mtx vertrage ich ohne Probleme.
    Ich bin überzeugt, dass TCM bei vielen Patienten, auch mit cp, helfen kann. Aber eben, jeder ist wieder anders. Probier's doch einfach aus. Ich hoffe, es hilft bei Dir.

    Alles Gute,

    Sonja (aus der Schweiz, aber nicht in den Ferien..)
     
  6. sameta

    sameta Das Leben ist schön!!!

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    Ich danke Euch!

    Hallo alle zusammen

    für Eure Beiträge und Erfahrungsberichte danke ich Euch herzlich. Ich bin nun auch etwas skeptisch geworden, besonders nachdem ich den Artikel auf der Startseite auf ro zu diesem Thema und die in England durchgeführte Studie gelesen habe.

    Ich habe den ersten Termin für TCM am nächsten Mittwoch und werde Euch im Verlaufe der Therapie erzählen, wie es mir dabei geht und wie meine persönliche Erfahrung ist.

    Euch allen wünsche ich alles Gute und möglichst wenig Schmerzen....
    Herzlichst grüsst

    sameta :)
     

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  7. DarkSchwabe

    DarkSchwabe Guest

    Hallo,

    also meine Freundin 24, hat nun seit 1 1/2 Jahren die Diagnose Chronische Poliarthritis. Sie hatte auch einiges an Medikamenten Versucht wie, Kortison, Quensyl und MTX. Inzwischen hatte sie einfach keien Lust mehr auf die Chemiehämmer und deren Nebenwirkungen, denn viel halfen sie ihr nicht.
    Wir haben dann durch Freunde eine Akkupunktur ausporbiert und ihr ging es wesentlich besser. Leider konnte sie dann die Akkupunktur nicht fortsetzen, aber nun fängt sie damit wieder neu an und wir hoffen, daß sich damit wirklich auch ein langfristiger Erfolg erzielen läßt. Der Arzt bei dem sie nun ist, ist zum Glück ein Kassenarzt der auch etwas Homeopathie betreibt. Deswegen wird das von der Kasse übernommen und er hört sich auch recht vernünftig an was Homeopathie betrifft. Also er sieht das nicht alls Allheilmittel.

    Nun hätte ich aber eine Frage an euch. Die Akkupunktur an sich, ist ja nur schmerzlindernd. Aber bei meiner Freundin sag es so aus, als würde auch die Entzündung im Knie zurückgehen (wasser ging weg). Woher weiß ich nun, ob eine Behandlung auch hilft das Rheuma zu stoppen. Reicht es dafür, wenn man die Blutwerte überprüft und diese gut sind?

    Gleichzeitig wird sie nun eventuell eine Eigenblutbehandlung machen. Das ist dann ein Medikament wo das eigene Blut und etwas Arsen verwendet wird.. soweit ich weiß. Aber darüber werden wir nochmal reden. Kennt hier jemand diese Art von Behandlung?

    ich hoffe, daß jemand diese Fragen beantworten kann.

    Danke und Gruß
     
  8. andell

    andell Guest

    nochmals zu TCM und CP und ad Sameta

    hallo --
    ich schließe mich Monstis Erfahrung voll an--- warum angst haben vor MTX, bei mir hat es zwar zu wenig geholfen und auch ich bin jetzt (erst 2 Monate)mit Arava eigentlich sehr zufrieden-- bis auf einen Hautausschlag.

    Ja und zu TCM habe ich soviel beizutragen: Seit ausbruch meiner CP bin ich in begleitender Behandlung bei einem TCM-Arzt (der zudem auch westlicher "normaler" Arzt ist) und der mich interessanterweise -- anders als all die Rheumatologen, die ich vor vor ihm aufgesucht hatte, eigentlich erst klar gemacht hat, dass ich unbedingt eine intensivere (westlich-)medizinische Behandlung brauche. Das heißt mein TCM-Arzt hat mich ins Spital zur umfassenden Untersuchung überwiesen -- die Rheumatologen sprachen sogar von "sehr schmerzempfindlich" -- kamen aber gar nicht auf die Idee, dass ich so etwas wie cp haben könnte, weil man bei mir keine Schwellungen sieht-- die entzuendung aber trotzdem da ist etc...

    Also ich kann nur sagen, dass ich die Begleitung dieses TCM-Arztes sehr schaetze. Leider aber ist der Versuch, allein mit den chin. Kräutern die CP in Schach zu halten, nicht gelungen. Mein TCM-Arzt und ich (eigentlich muß letztlich ja alles die Patientin/der Patient selbst entscheiden) probierten nach 1,5 Jahren MTX-Einnahme dieses abzusetzen und allein mit den TCM Kräutertees das Auslangen zu finden: der Versuch ist leider total gescheitert-- ich hatte einen weiteren Schub, der mir sehr zu schaffen machte. Danach bekam ich Arava und bin jetzt damit eigentlich ganz zufrieden. Die TCM Kräutertees trinke ich weiterhin, weil ich das fuer mein Allgemeinbefinden gut finde. Vielleicht probiere ich noch einmal den Krallendorn.

    Sameta ich wuensche dir alles gute und die cp-medikamente sind ja auch dafür da, dass sie unser leben wieder "leichter", angenehmer machen-- man/frau sollte sie also auch in anspruch nehmen im sinne der eigenen lebenserwartung und -qualitätsverbesserung.

    beste grüße andell

     
  9. sameta

    sameta Das Leben ist schön!!!

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    Hallo Ihr alle

    herzlichen Dank für Eure Informationen, und Erfahrungsberichte. Es ist sehr wertvoll, wenn man sich austauschen kann. Das gibt ein positiveres Gefühl und nimmt auch Ängste.

    Ich habe am 4.7. von meinem Arzt eine Restpackung Vioxx erhalten, damit herausgefunden werden kann, ob diese nach wie vor meine gesundheitlichen Probleme so gut unter Kontrolle bringen lassen, dass ich wieder "leben" kann.

    Nach nur 3 Tagen begann ich, täglich eine Besserung zu spüren und jetzt, nach 2 Wochen, war ich wieder wie "neu geboren".
    Aber......................
    Wie Ihr wisst, ist Vioxx ja nicht mehr erhältlich und wieder muss eine Alternative gefunden werden.
    Seit gestern nehme ich täglich 1 Kapsel Celebrex 200mg mit der grossen Erwartung und Hoffnung, dass ich damit den gleichen Erfolg haben werde, wie mit Vioxx. Das wird sich in kurzer Zeit zeigen.
    Da ich noch bis Ende August zuhause in der Schweiz bin, kann ich ärztlich begleitet und betreut werden und hoffe so sehr, dadurch die Chance zu haben, dass ein wirksamer Ersatz für Vioxx gefunden wird, bis ich wieder ins Ausland gehe. Denn in so einem Zustand, wie ich ihn in den letzten Wochen vor der Wiedereinnahme von Vioxx erleben musste, möchte ich mich nie mehr befinden. Die unerträglichen Schmerzen und die Bewegungsunfähigkeit waren katastrophal.
    Im Ausland könnte ich nicht mit Methotrexat beginnen, da, wie Ihr selber sagt, speziell zu Beginn eine engmaschige Betreuung wichtig ist. Ich bin im Ausland aber nur für Notfälle versichert und meine CP ist definitiv kein Notfall.

    Am Dienstag hatte ich die erste Akupunktur Behandlung in TCM (mit elektrischen Impulsen) und seit heute muss ich täglich 2x eine Mischung aus Chinesischen Heilkräutern in Granualtform einnehmen.
    Darüber etwas auszusagen, ob und wie es wirkt, ist heute noch verfrüht. Aber ich werde Euch auf jeden Fall meine Erfahrung zu einem späteren Zeitpunkt schildern.

    Dass eine ausschliesslich alternative Behandlung bei CP nicht möglich ist, ist mir eigentlich klar. Ich bin schon zufrieden, wenn es unterstützend eine positive Wirkung hätte.

    Auch Celebrex oder vorher Vioxx sind ja "nur" entzündungshemmend und schmerzlindernd", haben aber gemäss Information keine Gelenkszerstörungs-aufschiebende oder -aufhaltende Wirkung. Ich denke aber, umso weniger Entzündungen im Körper entstehen, umso weniger rasch werden Gelenke zerstört. Oder was denkt Ihr?

    Ich grüsse Euch alle ganz herzlich und wünsche Euch alles Liebe und Gute

    sameta
     

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  10. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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  11. sameta

    sameta Das Leben ist schön!!!

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    Danke für den Tip!

    Merci Marcel

    für den Tip. Ich habe mich dort "schlau" gemacht. Nicht nur interessante Erfahrungsberichte sind dort zu lesen, nein, es ist auch zum Schmunzeln.

    Heute Morgen habe ich mein erstes chinesisches Heilkräuter-Gebräu getrunken.
    Auch ich hatte meine liebe Mühe damit, diesen Trunk "intus zu befördern", habe es aber mit "Humor" geschafft.
    Nur - nach den Strapazen, die man mit dem Trinken hat, sollte der Erfolg eigentlich garantiert sein.

    Mein Glück ist es scheinbar, dass ich die TCM-Kräuter in Form von Granulat erhalten habe. Hätte ich, wie andere RO-ler berichten, Aststückchen auskochen müssen und hätte mich dabei schon vom Geruch so ekeln müssen, ich bin überzeugt, mehr als einmal hätte ich das nicht gemacht.


    Liebe Grüsse

    sameta