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super Behandlungserfolg durch Osteopathie !!!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von smashy, 7. August 2005.

  1. smashy

    smashy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juni 2005
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    149
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    Halli Hallo zusammen,
    ich wollte Euch nicht vorenthalten zu schreiben, gerade auch weil es mir prächtig geht !!

    Einen kleinen Erlebnisbericht zu dem Besuch bei einem Osteopathen möchte
    ich Euch auch kurz schildern - ich versuche es kurz zu fassen.

    Für Donnerstag und Freitag waren jeweils zwei Doppelstunden angesetzt.
    Donnerstag Anreise von Friedrichshafen am Bodensee nach Tutzing bei
    München (am Starnberger See - eine zusätzlich tolle Kulisse). Streß am
    Hauptbahnhof München beim umsteigen nach Tutzing. Wo sind Schließfächer?
    Wo sind die Gleise? Wo kann ich ein Ticket holen? Oh, nur noch fünf Minuten zur Weiterfahrt - jetzt aber schnell. Gerade noch die S-Bahn geschafft.
    Dann, endlich nach viereinhalb Stunden Reise am Ziel: Tutzing, die Stadt, die mich heilen sollte. Ein kleines Städtchen (vielleicht mit ca 10.000 Einwohner). Eine sehr exklusive Lebensgegend, hier wohnen die Reichen und Schönen aus Münchner Umgebung. Hab die Praxis dann auch gleich gefunden.
    So, jetzt bin ich hier. Schafft er es? Kann er meine Probleme wirklich mildern?
    Gar auflösen?

    Nach einer kurzen, warmen Begrüßung erklärte er mir erstmal was er und wie er arbeitet. Ein sympathischer Kerl, da kann ich mich fallen lassen, dachte ich mir noch. Er kann durch jahrelange Erfahrung Problemzonen erkennen und sie lindern. Nur mit seinen Händen. Er übt nur ca 20g Druck auf den Körper aus, im Gegensatz zur manuellen Therapie beim Physio. Der Ansatzpunkt ist auch unterschiedlich. Manuelle Therapie setzt genau da an, wo es weh tut. Das könne u.U. dazu führen, das es nichts bringt. Er setzt woanders an und arbeitet eher mit dem Gewebe der Haut und stärk u.a. dadurch wieder die eigene Kraft des Körpers sich selbst zu heilen. Er selbst heilt eigentlich nicht.

    Dann hab ich ihm erzählt, wie meine Geburt verlaufen ist. Das meine Fußballen zusammen waren und die Füße auseinander gebogen werden mußten, danach hatte ich drei Monate lang Gipsfuß bis zur Hüfte. Als ich vier oder fünf war, bemerkte man, das ich die Fersen beim Laufen nicht richtig aufsetzen konnte. OP war angesagt, Achillessehnenverlängerung mit ca 10cm langen Nägeln drin. Wieder Gipsfüße bis hoch zur Hüfte.
    Da war ihm sofort klar, das dies sehr wahrscheinlich keine Rheuma-Sache ist sondern ein Geburtstrauma und sich der Körper seit 30 Jahren in einer Schutzhaltung befindet. Daher kommen die Verkrampfungen/Verspannungen.
    Und die anderen Entzündungsgeschichten kämen aus dem sehr schlechten Gewebe der Hüfte.
    Also, er begann die Therapie. Er hatte sofort frühere Knöchenbrüche erkannt, Sportverletzungen, hat die Hand unter das Iliosacrialgelenk gelegt und gemeint, Oh Ja, da sind einige Entzündungen vorhanden.
    Erst hatte er sich meiner Füße angenommen. Alles in allem war ich nach dieser ersten Behandlung etwas von der Rolle, hat er auch gesagt, dass das vorkommt. Ich spürte aber schon eine deutliche Steigerung und saß noch eine Weile am Starnberger See auf ner Bank und hab einfach angefangen zu heulen. Die Beweglichkeit war schon deutlich verbessert.

    Am nächsten Tag ging es ans Eingemachte. Als er mir meine größten Problemzonen behandelte - die Hüfte - (mit den nächtlichen Schmerzen) - mußte ich nen lauten Seufzer loslassen: "Endlich faßt da jemand mal hin" und ich hab wieder sogar in der Behandlung noch angefangen zu heulen - vor Freude. Da waren nur noch Endorphine in meinem Körper !!!

    Dieses Freudegefühl hatte ich auch tagsüber manchmal noch, es überkommt einen einfach, weinen zu müssen - und ich habs zugelassen.
    Die zweite Doppelstunde am Freitag war super - heftig für den Körper - aber genial. Er meinte noch zum Thema Rheuma, ich soll es weiter abklären und mit dem Ausschlußthema arbeiten, er glaubt aber nicht daran. Ich soll auch der Rheumatologin sagen, das ich bei ihm war und dann ihre Meinung hören, wenn sie bei allen Untersuchungen nichts gefunden haben.

    Heute ist Sonntag. Die erste Nacht, die ich wieder nach der Behandlung im eigenen Bett schlafen konnte. Und: ICH WAR MORGENS SCHMERZFREI - TOTAL !!! Am liebsten hätte ich gleich morgens um halb acht nen riesig lauten Brüller raus geschrien ;-)

    Die Beweglichkeit, das Schmerzempfinden, das allgemeine Wohlempfinden haben sich bei mir mindestens um 30 % verbessert.
    Ein völlig neuartiges Körpergefühl hat sich für mich entwickelt. Er meinte noch, das sich der Körper erst an die Auflösung der Schutzhaltung gewöhnen muß, nach dem Motto: Hoppla, was passiert denn da? Ich soll durch leichtes Laufen (steigernd) dreimal die Woche dieses Gefühl kompensieren und halten, für die Langzeitwirkung.

    Er ging sogar soweit, und meinte, das sich dadurch mein komplettes Leben ändern wird. Neue Leute kennen lernen, mit alten Gewohnheiten zu brechen, neues ausprobieren. Er hat es gesagt und gestern abend war ich noch auf unserem Stadtfest und hab ne ganz liebe Frau kennen gelernt. Sie war die erste "Fremde", die mein völlig neues Lebensgefühl (vor Freude sprühend) "erfahren" durfte. Sollte er Recht behalten ???

    Er meinte noch, das er mit diesen vier Stunden lange nicht fertig sei, bei mir sei viel zu viel im Argen. Sechs weitere Stunden würde er sicherlich noch benötigen. Das glaub ich ihm auch. Wenn schon diese ersten vier Stunden so einen großen Erfolg gebracht haben, wie geht es mir erst nach insgesamt zehn Stunden?

    Ich kann für mich sagen, dass sich ein solcher Osteopath-Besuch für schmerzgeplagte Menschen sehr lohnen KANN. Allerdings gibt es auch in dieser Branche solche und solche Therapeuten. Er ist aber nach Meinung meines Bruders (der regelmäßig zu ihm hin geht) der beste seines Fachs. Und diesen Eindruck kann ich bestätigen.

    Wer dafür mehr Infos möchte, dem kann ich gerne weiterhelfen.

    Jetzt ist es doch ein langer Bericht geworden :)
    Aber es ging nicht kürzer, sorry......
     
    #1 7. August 2005
    Zuletzt bearbeitet: 7. August 2005
  2. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Smashy

    Hallo Smashy,

    es freut mich, daß Dir diese Behandlung so gut getan hat, körperlich als auch seelisch.

    Was passieren wird, weiß man nicht, aber ich wünsche Dir von Herzen, daß Du Dich weiter so gut fühlst.

    Viele Grüße und *daumendrück
    Sabinerin
     
  3. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    Hallo Sabinerin,

    vielen Dank für Deine lieben Worte. Ich glaube fast, es müßte so anhalten.
    Es ist ein Pingpong-Effekt. Gehts dem Körper wieder besser, gehts der Psyche auch wieder besser, und andersrum. Wenn sich da nix auf längere Sicht tut, freß ich nen Besen ;-)

    Grüße,
    smashy