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Suche Schmerztherapeut der mit Cannabis arbeitet

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von esined, 19. Oktober 2004.

  1. esined

    esined Guest

    Hallo an Alle :)

    Jetzt wo die Jahreszeit allen Fibros zu schaffen macht bleibe natürlich auch ich nicht verschont. Das ich mich wieder vor Schmerzen krümme ist ja leider schon normal geworden, mein Problem ist nur das ich jetzt eine Umschulung durch die BFA bekommen habe und die auch durchstehen will. Ich möchte nur ungern mit dem Transtec noch höher gehen und suche deshalb einen Schmerztherapeuten der auch mit Cannabis arbeitet. Er sollte irgendwo zwischen Köln und Koblenz liegen. Ich hatte mal eine Adresse aus Bonn-Beul die ich leider verlegt habe.
    Kann mir einer unter uns helfen? Hat evt. schon jemand von euch solche Retard-Tabletten bekommen und Erfahrungen gemacht?

    Gruß das nisilein
     
    #1 19. Oktober 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Oktober 2004
  2. Fügi

    Fügi Neues Mitglied

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    Hallo Esined,
    jedem deutschen Arzt, dem seine Zulassung am Herzen liegt darf dir nicht direkt Cannabis verschreiben, anders verhält es sich mit dem reinen Wirkstoff dem THC in Form von Dronabinol.
    Hier der meines Erachtens immer noch aktuelle gesetzliche Stand:
    Deutschland: Rezeptierfähigkeit von DRONABINOL (Delta-9-THC) in Deutschland ab 1. Februar 1998

    Auf der Sitzung des Deutschen Bundesrates vom 19. Dezember 1997 wurde im Rahmen der "Zehnten Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (Zehnte Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung - 10. BtMÄndV)" DRONABINOL in die Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes umgestuft. Cannabis selbst bleibt weiterhin in der Anlage I der nicht verkehrsfähigen Betäubungsmittel.

    DRONABINOL ist der Freiname für das pharmakologisch wirksamste Isomer des Delta-9-Tetrahydrocannabinol, welches auch in der Hanfpflanze vorkommt und für den charakteristischen Cannabisrausch verantwortlich ist. Seine vollständige chemische Bezeichnung ist: (6aR, 10aR)-6,6,9-Trimethyl-3pentyl-6a,7,8,10a-tetrahydro-6H-benzo(c)chromen-1-ol

    Maximal dürfen nach der neuen Regelung vom Arzt innerhalb von 30 Tagen 500 mg DRONABINOL verschrieben werden (Artikel 2, § 2). Dies bedeutet eine maximale Tagesdosis von 16 mg THC, die für einige Indikationen und Patienten ausreichen wird, für andere nicht. Zu rezeptieren ist vom Arzt "DRONABINOL" und nicht "THC","Delta-9-THC" oder ähnliches.

    In der Begründung heißt es: "Die Position DRONABINOL wird neu in die Anlage III des BtMG aufgenommen. Damit kann diese synthetisch hergestellte stereoisomere Form des Cannabiswirkstoffes Delta-9-Tetrahydrocannabinol nunmehr durch Ärzte verschrieben werden. Das Verschreiben pflanzlicher Cannabisprodukte ist weiterhin nicht möglich... Obwohl in der Bundesrepublik Deutschland ein entsprechendes Arzneimittel noch nicht zum Verkehr zugelassen ist, kann nach der Umstufung von DRONABINOL in Anlage III des BtMG auf der Grundlage einer ärztlichen VERSCHREIBUNG gemäß § 73 Abs. 3 des Arzneimittelgesetzes jedes in einem anderen Land mit diesem Wirkstoff zugelassene Arzneimittel in geringen Mengen für einzelne Patienten durch eine Apotheke importiert werden, so das in den USA zugelassene Arzneimittel Marinol."

    Die ACM hatte darauf aufmerksam gemacht, daß DRONABINOL in der Hanfpflanze vorkomme und eine Extraktion möglich sei. Daraufhin war aus dem Bundesgesundheitsministerium mündlich die Absicht erklärt worden, den Begriff "synthetisch" auch aus der Begründung zu streichen. Dies sei jedoch nach dem 6. November 1997 aus terminlichen Gründen nicht mehr möglich gewesen.

    Es erfolgte jedoch auf der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 3.12.1997 eine entsprechende Klarstellung, daß der Verordnungstext für die Rechtsdurchführung maßgeblich ist. Dort heißt es im Protokoll:
    "Die Vertreterin Hessens ... bittet um Auskunft, ob die Ausführungen zuträfen, daß das Verschreiben pflanzlicher Cannabisprodukte weiterhin nicht möglich sei. Der Vertreter des BMG legt dar, dem Bundesministerium für Gesundheit sei inzwischen bekannt, daß DRONABINOL auch in der Pflanze vorkomme und aus dieser gewonnen werden könne. Deshalb treffe die zitierte Begründung nicht zu. DRONABINOL dürfe - unabhängig von seiner Herkunft, ob synthetisch hergestellt oder aus der Pflanze isoliert - verschrieben werden."

    Die bedeutet, daß sowohl synthetisch hergestelltes als auch aus der Pflanze extrahiertes DRONABINOL (Delta-9-THC) verschrieben werden darf. In der Praxis existiert jedoch bisher nur ein zugelassenes THC-Arzneimittel, das synthetisch hergestellte Marinol, welches in den USA und Kanada auf dem Markt ist. Bisher ist nach Angaben der Auslandsapotheke Paesel und Lorei, Frankfurt, unklar, wie lange der Import dauern wird und wie hoch der Apothekenabgabepreis sein wird.

    (Quelle: Bundestagsdrucksache 881/97; Niederschrift der 396. Ausschußsitzung des Gesundheitsausschusses des Bundesrates am 3. Dezember 1997; Schreiben von Dr. Möller aus dem BMG vom 6. Januar 1998; persönliche Mitteilung Paesel und Lorei).

    Da der Preis aber immer noch bei ca. 450€ pro 500mg liegt brauche ich deswegen gar nicht bei Arzt oder Krankenkasse vorsprechen. :cool: Bislang hatte ich auch eher Cannabistee den Vorzug gegeben bis ich festgestellt habe, das gut hergestellte Cannabiskekse ähnlich wie beim Brennen eines guten Obstlers noch besser von Fuselölen und anderen unerwünschten Stoffen getrennt werden können.
    Bei der Einnahme von 3 Plätzchen mit ca. je 5mg THC, leichtes High, leicht anhaltende Schmerzhemmung, anhaltende Entzündungshemmung und nächsten Tag einen klaren Kopf sowie körperlich fit, was will man mehr.
    Gruß Fügi. :)
     
  3. Luderle

    Luderle BlackAngel

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    wenn einer weis wo nen arzt is, der mit hasch arbeitet bitte melden :D


    scherz :p


    lg janine
     
  4. LaPaloma

    LaPaloma Guest

    Kein Spaß sondern leider mein purer Ernst.

    Kenne leider nur Ärzte die mit
    HEROIN
    arbeiten
    (Heroin = Mophin + Essigsäure) und dann auch noch behaupten, man bekommt keine Entzugserscheinungen davon.

    Wenn ihr wüßtet wie dumm die Patienten gehalten werden,würdet ihr nur noch wenigen Ärzten vertrauen.
    Und wenn ihr wüßtet, daß die meisten Medikamente die wir nehmen weitaus gefährlicher sind, als Cannabis in medizinischen Dosierungen,dann würdet ihr die wenigsten Medikamente nehmen.

    Und wer auch noch weiß, daß es für die Pharmaindustrie aber besser ist, wenn die Medikamente schlimme Nebenwirkungen haben,weil diese Industrie dann weitere Krankheiten behandeln darf, der wird froh sein,wenn er sich mit pflanzlichen Mitteln helfen kann.

    An Morphinüberdosierungen sind schon viele gestorben, ebenso wie an anderen Medikamenten, an Cannabis ist noch keiner gestorben.

    Dieses rechtfertigt allerdings nicht die Menschen die es exzessiv überdosiert nehmen. Und auch nicht diejenigen,die es nur dazu benutzen um berauscht zu werden.
     
    #4 6. März 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. März 2005
  5. RoswithaC

    RoswithaC Neues Mitglied

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    In den Niederlanden ist es seit 2003 gestattet, medizinisches Cannabis als Schmerzmittel einzusetzen, auch es dort fast ausschließlich in Zusammenhang mit Chemotherapie und Bestrahlung sowie spastischen Erkrankungen gegeben wird.

    Wer ernstlich meint, dass Cannabis ihm helfen könnte und in grenznaher Region wohn, kann es ja einmal dort versuchen. Jeder Hausarzt (huisarts) kann verschreiben. Am besten Ärzte aus Telefonbüchern suchen und vorher anrufen. Die meisten sprechen Deutsch und praktisch alle Englisch. Bei der Ausreise mit Cannabis Medikamenten aber unbedingt beachten, dass Ihr die sog. "Schengen-Erklärung" mitbekommen habt, die Euch gestattet, Cannabis als Medikament einzusetzen.

    Hier könnt Ihr Euch auch kundig machen, die Webseite ist auf Deutsc - ich weiss aber nicht, ob Maripharm auch Ärzte/Ansprechpartner vermittelt:

    [font=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT][size=-1]Maripharm
    Nieuw Mathenesserstraat 33
    3029 AV Rotterdam
    031 10 - 285 70 20 (telefoon)
    031 10 - 285 70 21 (fax)
    [/size][/font][font=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT][size=-1]maripharm@maripharm.nl[/size][/font]
    http://www.maripharm.nl/duits/duits.html

    Herzlichst
    Roswitha
     
  6. Jula

    Jula Der Solling ist groß

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    Am schönen Solling
    Hallo,

    kann nur zustimmen,was die Nebenwirkungen und Gefährlichkeit von unseren Medis betrifft.Habe vor ca. 1J. maal Cannabis versucht(geraucht) und ich muß sagen,das ich überhaupt nicht berauscht war aber ca. 3-4 Std. ganz erträgliche Schmerzen hatte,ungefähr so,als wenn ich ne Schmerzpille genommen habe,die dann auf den Magen wirkt und mich auch lallig im Kopf macht.Ich bin sonst absolut gegen Drogen,aber wenn das in Maßen so wirkt warum nicht?Übrigens würde es mich in diesem Zusammenhang mal interessieren,wieviele durch ihre Krankheit z.B. regelmäßig zu Alkohol greifen um mal Ruhe vor Schmerzen zu haben.Wäre vielleicht auch mal Thema für ne Umfrage,oder?
    Lieben rauschfreien Gruß Jula
     
  7. tok

    tok Neues Mitglied

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    Gut, dass das mal gesagt wurde...

    Also,
    die Alternative, statt mit Medis hin und wieder den Schmerz auch einmal durch ein (scheinbar) 'angenehmeres' Mittel anzugehen, z.B. mit Alkohol, Cannabis (oder sonst einer Droge) liegt ja quasi auf der Hand. Wenn viele Schmerzmittel einen 'schusselig' bzw. schwindelig machen, einen Kater erzeugen, oder auf den Magen schlagen, warum dann nicht gleich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Für mich hat sich die Frage schon häufig gestellt.
    Und die Antwort ist klar:
    Der wesentliche Unterschied für mich ist die vergleichsweise geringere Suchtgefahr bei den Medis.
    Daher gebe ich bei starken Schmerzen stets Medis den Vorzug.
    Doch genieße ich auch gerne einmal die wohltuende, muskelrelaxierende Wirkung eines Glases Rotweins, wenn der Tag gelaufen, und ich es mir (in Bezug auf die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten) leisten kann.
    Mit Cannabis habe ich noch keine Erfahrung, aber ich würde damit ähnlich verfahren wie mit dem Glas Rotwein, sofern es denn legal wäre.
    Tok
     
  8. LaPaloma

    LaPaloma Guest

    Hauptsache du bist dir da sicher.

    Da kann man mal sehen wie gut Hirnwäsche wirkt. (Hat bei mir auch sehr lange gewirkt, bis ich mich wirklich informiert habe. Meine Information stammt nicht von meinem Hausarzt oder einem einzelnen Arzt, sondern aus Studien)

    Cannabis hat ein deutlich geringeres Suchtpotential als Valium und ähnliche Medis, aber garantiert weniger als Morphine und Heroin.