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Studienteilnahme

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Katrin75, 12. Mai 2005.

  1. Katrin75

    Katrin75 Neues Mitglied

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    Hallo ihr lieben,

    war heute beim doc, und er hat mir vorgeschlagen, da ich ja noch "naiv erkrankt" (an rA) sei(also krankheitsfrischling mit kaum einschränkungen), ab dem Herbst bei ner Studie über Rituximab mitzumachen.
    Er möchte mich mit ner möglichst kleinen Dosis Kortison bis dahin hinhalten um dann Basismedi-frei in die Studie einzusteigen.
    Für mich hörte sich das alles super an, da wohl ziemlich gute chancen auf sogar ne evtl Heilung bestünden.
    Jetzt würde ich ganz gerne Eure Meinungen darüber wissen.
    lg
    Katrin
    bin sehr gespannt
     
  2. linde

    linde Neues Mitglied

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    ich würde nicht warten

    Hallo Katrin,
    mit der Diagnose RA bis zum Herbst zu warten, bis man mit einer Basistherapie anfängt, halte ich für gewagt - es sei denn, die Entzündungsaktivität ist seeehr gering (dann dürftest Du für Rituximab aber wohl nicht in Frage kommen); schau mal hier im Forum oder im Editorial zum Thema "therapeutisches Fenster". Das bedeutet in etwa: wenn man die Entzündungsaktivität früh (innerhalb der ersten 3-6 Monate) mit entsprechenden Basismedikamenten unter Kontrolle bringt, ist die langfristige Prognose für einen "milden" Verlauf mit wenig Gelenkschäden wesentlich günstiger...
    Und Remission (nicht Heilung) lässt sich auch, wenn es sich wie bei Dir um ein Anfangsstadium handelt, teilweise mit den bisher auf den Markt vorhandenen Medis erreichen, wobei hier die Biologicals (Enbrel, Remicade, Humira) etwas besser abschneiden als die übrigen. Wohlgemerkt: Remission KANN eintreten, wenn man Glück hat ("Glück" bedeutet, meiner Erinnerung nach, eine Trefferquote von 10%-30% höchstens, also eine höhere Chance als beim Lottospiel....)

    Viele Grüße - Gerlinde
     
  3. Katrin75

    Katrin75 Neues Mitglied

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    das weiß ich schon, mit der remission,
    was ich halt extrem interessant fand:
    doc sprach von Heilung!, also tatsächlich (hab 3x nachgefragt)
    wobei er mich zwischenzeitlich natürlich weiter behandelt, und wenn die aktivität steigt, will er mit mtx anfangen.
    er sagte auch, dass es nicht sinnvoll wäre mit cortison in hohen dosen rumzu experimentieren.
    bin gott sei dank sehr früh zu ihm gekommen, im schub eben und da waren die entzündungen halt auch sehr stark.
    Aber mit einer chance auf heilung..... wär doch schon toll.... und die studien über das medi bei vortgeschrittener rA sind sehr vielversprechend....
    die perspektive die er mir jetzt gegeben hat: nicht das ganze leben mit medis rumzudoktern sondern nur ein paar spritzen find ich schon klasse....#
    aber sobald er ein basismedi macht, falle ich für die studie raus... :(

    Meinungen?????? Anregungen??????
    lg Katrin
     
  4. uli

    uli Mitglied

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    Bitte gib "Ritumimab" (z.B. MabThera) in die Suchemaske ein. Es erscheinen dann mehrere Artikel, u.a. auch dies:



    Rituximab ist ein sehr teures Medikament (noch erheblich teurer als TNF-alpha-Blocker).

    D.h., wenn du die Studie beendet hast, kann es sein, dass du nicht weiter mit dem Medikament behandelt wirst.



    Außerdem:

    4: rheuma-news:Rituximab - `Wundermittel´ der Zuku...



    Trotz aller Euphorie ruft Edwards zur Vorsicht auf, da unter einer mehrjährigen Therapie die B-Zellen sehr niedrige Spiegel erreichen und nicht mehr auf normale Ausgangswerte ansteigen. Die Befürchtung ist, dass sich durch ein ständige Wiederholung der Rituximab-Infusionen ein Immundefekt entwickelt, der zu schwerwiegenden Komplikationen führen könnte.

    Bisher liegen noch keine Daten darüber vor, welchen Einfluß Rituximab auf die radiologischen Veränderungen ausübt. Edwards verspricht, dass entsprechende Daten vorgelegt werden. Er selbst hält allerdings angesichts des hervorragenden klinischen Erfolges, die Auswertung der Röntgenbefunde von untergeordneter Bedeutung.

    Da Rituximab bereits für andere Indikationen zugelassen ist, steht es prinzipiell jedem Arzt zur Verfügung. Edwards warnt eindringlich: Nur Ärzte, die sich im Umgang mit Rituximab auskennen und den Wirkungsmechanismus verstehen können diese Substanz zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis einsetzen - eine Wissensbasis, die Edwards 99% der Rheumatologen abspricht


    rheuma-news:


    4 Seiten







    1: rheuma-news:Therapie der rheumatoiden Arthritis...








    Also, beziehe die o.g. Faktoren in deine Entscheidung ein, entscheiden musst du es alleine.



    Gruß



    Uli
     
  5. Katrin75

    Katrin75 Neues Mitglied

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    danke für die links, uli

    war schonmal sehr aufschlussreich.

    :)
    katrin