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steigende IgA + IgG bei Chlamydia Pneumoniae

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von ubalfa, 25. September 2008.

  1. ubalfa

    ubalfa Neues Mitglied

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    Hallo,

    da bin ich wieder.

    Nachdem ich dachte, ich wäre nochmal davongekommen, nun der Rückschlag.:sniff:

    Vorgeschichte:
    Letztes Jahr im Okt. wurde bei mir eine Yersinien-Infektion UND eine Infektion mit Chlamydia Pneumoniae festgestellt. Vorangegangen waren seit ca. 3 Monaten ansteigende leichte Gelenkbeschwerden und Muskelmißempfindungen, ähnl. Muskelkater, begleitet von häufigem phasenweisem Durchfall. Nachdem am Ende störende einseitige Schultergelenkbeschwerden und dann so ein körperl. Schlappheitsgefühl ( i.d.F. von leichten Gliederschmerzen wie bei einem beginnenden grippalem Infekt ) dazukamen, erfolgte der obligatorische Arztbesuch.

    Habe dann für 11 Wochen Doxycyclin genommen und war zwischen Feburar u. August dieses Jahres eigentlich beschwerdefrei.

    Nun sind die Beschwerden (in Gelenken u. Muskeln) wieder ansteigend zurück. Während bei den Yersinien die IgA und IgG abnahmen, erhöhten sich diese bei Chlamydia Pneumoniae und zwar

    am 22.10.07: IgA-Ak (EIA) 146 AU/ml - - - - IgG-AK (EIA) 145 AU/ml
    auf
    am 09.09.08: IgA-Ak (EIA) 267 AU/ml - - - - IgG-AK (EIA) 242 AU/ml

    mit dem Hinweisen:
    - keine signifikante Änderung zum Vorbefund;
    - Serologie hinweisend auf eine persistierende Infektion.:eek:

    was mich doch sehr verunsichert.

    Was hat das denn nun konkret zu bedeuten? :confused:

    Meine Ärztin war da eigentl. entspannt aber ratlos und überwies mich an einen Rheumatologen. Nur bekommt man da ja nicht so schnell einen Termin.


    Für eine Aufklärung wäre ich sehr dankbar.


    Gruß an alle



    Uwe
     
  2. Siggy

    Siggy Siggy

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    Hallo Uwe,
    Hatte diese Art von Chlamydien auch 2001,wurden erst nach 6 Monaten
    erkannt,hab dann auch fast 1 Jahr immer wieder 3 Wochen lang Antibiotika
    genommen.Hatte die gleichen Beschwerden wie Du!
    Leider war der diese Infektion bei mir der Auslöser für Polymyalgia Rheumatica.
    Die Diagnose bekam ich aber erst 2005 nach vielen Untersuchungen und Krankenhausaufhalten.
    Kannst Dir ja mal meine Krankengeschichte anschauen.
    Ich würde Dir raten,mach möglichst schnell einen Termin beim
    Rheumatologen,dränge darauf dass es bald sein muss.Bleib hart-
    näckig.:top:
    lg Sieglinde
     
  3. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Hi Uwe,

    der IgG-Titer zeigt, dass Dein Körper sich (z.T. erfolgreich) mit den entsprechenden Erregern auseinandergesetzt hat.
    Der IgA-Titer, dass zumindest noch Teile des Erregers im Körper "herumschwirren" (persistierende Infektion).

    Es gibt mehrere Erklärungs-Möglichkeiten:

    1. es gibt erneute Infektionen mit Chlamydia pneumoniae, die wie eine "Erkältung" verlaufen können (oder auch gar keine Symptome machen).
    Dadurch kann der IgA Titer scheinbar persistieren (bestehen bleiben) oder leicht steigen (ist in Wirklickeit aber ein neuer Titer)

    2. die Chlamydia pneumoniae-Antikörper (oder Teile der Bakterien) sind trotz der antibiotischen Therapie z.B. in den Gelenken und lösen eine immer wieder auftretende Arthritis aus. Dadurch bleibt der IgA Titer erhöht.

    3. Manchmal gibt es sogenannte Kreuzreaktionen (im Labor) der verschiedenen Chlamydienarten (es gibt noch die Chl. trachomatis und andere)
    .. das sollte sicherheitshalber abgeklärt werden, bzw. eine Chl. trachomatis-Infektion ausgeschlossen werden, da eventuelle Partner sich immer wieder gegenseitig anstecken können (und dann der IgA-Titer wieder ansteigen kann)

    Gruß waschbär

    Hier noch eine ausführliche Information :
    http://www.bbghev.de/fachinformationen/infektionshygiene/merkblaetter/ratgeber/chlamydiosen1.pdf
     
  4. ubalfa

    ubalfa Neues Mitglied

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    Hallo Siggi,
    hallo waschbär,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Bei beiden Untersuchungen waren Chl. trachomatis negativ. Demnach wäre wohl eine erneute Einnahme von Antibiotika angesagt.:o

    Werde wohl noch mal mit meine Hausärztin darüber sprechen müssen, denn der früheste Termin bei einem Rheumatologen war erst in 2 Wochen, 08.10.08, zu bekommen.

    Letztes mal gabs Doxy (gut verträgl. ohne Nebenwirkungen über 11 Wo.), aber ist das auch das effektivste gegen Chl. Pneumoniae?

    Oder soll ich doch lieber den "Spezialisten-Termin" abwarten?


    Gruß

    Uwe
     
  5. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Hallo Uwe,

    bei den "persisitierenden" Yersinien-Infektionen/und Arthritis weiß ich, dass es bezüglich einer antibiotischen Therapie sehr unterschiedliche Ansichten gibt- ich hatte mich dazu schon mehrfach geäußert .. z.B.

    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=34317&highlight=yersinien

    Ob das bei den Chlamydia pneumoniae auch zutrifft, weiß ich nicht genau.

    Ob tatsächlich die antibiotische Therapie Deine Gelenk-Beschwerden hat verschwinden lassen .. oder ob der "Schub" einfach vorbei war .. wird wahrscheinlich nicht zu klären sein ...

    Da aber beim ersten Mal "die antibiotische Therapie erfolgreich war" .. ist es womöglich einen Versuch wert und das "kleinere Übel" (im Vergleich zu Cortison und/oder einer Basistherapie) noch einmal eine antibiotische Therapie durchzuziehen...

    Ich würde erstmal die HÄ ansprechen .. allein schon wegen des Zeitverlustes ..

    Warst Du bei dem Spezialisten schon mal? Wenn ja, müßte es ja möglich sein die antibiotische Therapie (ob und was) mit ihm abzusprechen, vorausgesetzt er kennt Deine "Vorgeschichte".

    Gruß waschbär
     
  6. ubalfa

    ubalfa Neues Mitglied

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    Hallo waschbär,

    nein, bei einem "Spezialisten" war ich noch nicht, dachte bis vor Kurzen auch, dass das nicht erforderlich werden würde. :(
    Werde also morgen noch mal bei meiner HÄ vorstellig um das zu besprechen.

    Scheint mir auf jeden Fall besser zu sein, als 2 Wochen nichts zu tun.
    Ggf. fallen dann ja die Werte ähnl. wie bei "meinen" Yersinien um ca. 30 % bei den IgA und 10 % bei den IgG.

    Ist bekannt, ob dann wieder so ein langer Einnahmezeitraum erforderlich ist?


    Gruß

    Uwe
     
  7. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Hi Uwe,

    ich denke, das ist sinnvoll morgen Deine HÄ zu kontaktieren ..

    Wenn Du Dich/ihr Euch für eine antibiotische Therapie entscheidet, ist es im Falle des Verdachtes auf eine infektreaktive Arthritis sicher notwendig eine längerdauernde Antibiotikatherpie durchzuführen.

    Gruß waschbär
     
  8. ubalfa

    ubalfa Neues Mitglied

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    Hola waschbär,

    danke für die umgehende Antworten.

    Werde nicht abwarten und morgen tätig. Ist besser als 2 Wochen nichts zu tun.

    Melde mich dann wieder, da ich bestimmt noch weitere Fragen habe und Tips benötige.

    Uwe
     
  9. ubalfa

    ubalfa Neues Mitglied

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    Hallo,
    wenn es erst mal läuft, dann läufts aber auch.
    Praxis der HÄ bis in neue Quartal geschlossen. Ausweichtermin bei Internisten über Beziehungen erhalten u. wahrgenommen. Dieser sah keine Veranlassung für eine sofortige Therapie, da Schwankung im Normbereich. Außerdem hätten die Mehrzahl der Menschen entsprechende Antikörper. Auch die anderen Blutwerte zeigen keinerlei Hinweise auf eine Entzündung. Komisch dabei nur, dass ich die Gelenkbeschwerden tatsächlich habe. Bevor ich mir noch so eine erhabene Abfuhr einhole ( „ …ich frag meinen Mechaniker ja auch nicht wie der Vergaser funktioniert.“ ) werde ich wohl auf den Termin beim Rheumatologen Mitte Okt. warten müssen.
    Ist vielleicht auch wohl das Beste , oder?


    Uwe
     
  10. Siggy

    Siggy Siggy

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    Hallo Uwe,
    gibts den keinen Rheumatologen,bei dem Du schneller einen Termin
    bekommst,auch nicht Rheuma-Ambulanz in einer Klinik.
    Manchmal muss man nur hartnäckig sein,sag denen,Du hast solche
    Schmerzen,brauchst unbedingt Hilfe.
    Schau Dir doch mal meine Krankengeschichte an,dann weisst Du
    wovon ich rede. Nach der blöden Chlamydieninfektion und massig
    Antibiotika gings mir jahrelang auch so.Zwischen der Infektion und
    der Diagnose Polymyalgia Rheumatika lagen 4 lange,schmerzhafte Jahre und
    nur durch meine Hartnäckigkeit kam ich mal an den richtigen Doc,der
    dann reagiert hat.Die hohen Antikörper hatte ich auch jahrelang,dazu
    mehr oder wenig hohe CRP.Aber die Schmerzen waren auch nicht immer
    gleich,2005 bei der Diagnose hatte ich schon 3 Tage sehr heftigen Schub,
    konnte keine 10 m mehr laufen.
    Also dranbleiben,geh denen allen auf den Wecker,ich hab damals viel
    zu lange gebraucht,um zu begreifen,dass ich stur bleiben muss.
    lg Sieglinde
     
  11. Viola66

    Viola66 Neues Mitglied

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    chlamydien

    also wie ich das hier so verfolgen kann sind die Krankheitsbildern sehr ähnlich wie bei mir. ich hatte vor ca. 1 Jahr plötzlich akuten Durchf... bekommen. Danach ca. 3 Wochen später gings mir wieder gut und dann....plötzliche Rückenschmerzen. War natürl. beim Arzt hatte Tabletten für die Rückenschmerzen bekommen. Alles half nichts und die Schmerzen zogen nun schon bis zur Brust nach vorn. Bin dann auf eigene Iniziative zum Orthopäden...(Sie ein Landsmann von mir, aus dem schönen Osten )hat sofort festgestellt das es etwas mit der Lunge zu tun hat. Also zum Lunge Röntgen...Blutabnahme...Ergebniss war klar...Jersinien und Chlamydien. Habe dann bestimmt 6 Wochen Antibiotika eingenommen. Mir wurde gesagt das es nichts nützt ein neues Blutbild zu machen da die Titer sich nicht so schnell ändern bzw. bessern. Jetzt ist ein Jahr vergangen und ich habe die ganze Sache nochmal prüfen lassen. Ich fühle mich meist ausgelaugt, lustlos und schwach. Yersinien sind zurück gegangen und Chlamydien IgG 2.82 und IgA 1.21 . Nehme ab heute wieder schön mein Doxycyclin ein. Habe 20 Tabletten bekommen. Also, ich wünsche allen gute Besserung und vieleicht hat ja irgendjemand noch einen Tip für mich. Lb. Grüße Viola