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stationäre Schmerztherapie

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von Gertrud, 20. August 2015.

  1. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Ich bin schon so lange krank geschrieben - 10 Wochen - wegen Schmerzen. Nicht expliziert wegen Rheuma - sondern wegen "Rücken", weil ich 2 Bandscheibenvorfälle habe ... Beschwerden gehen in Richtung "Vulvodynie" ... wobei ich das als Ausschluss-Diagnose auch nicht wirklich akzeptieren kann, weil ich ja die Bandscheibenvorfälle habe und es eine Ursache dafür geben muss ... naja ...

    Nun soll ich eine Schmerztherapie machen ... 11 Tage ... stationär im hiesigen Krankenhaus.

    Einerseits gut, dass was unternommen wird - andererseits gefällt es mir gar nicht, dass das stationär sein muss. Ich wohne nur 5 km vom Krankenhaus entfernt ... und es ist halt ein Krankenhaus und keine Reha-Klinik. Ich bin ja eh schon psychisch angeschlagen ... da ist mir mein Mann und mein Umfeld sehr wichtig, weil es mir Sicherheit gibt ... wenn ich mir vorstelle, da nun 11 Tage Tag und Nacht "eingesperrt" zu sein, da kriege ich schon leichte Beklemmungen ....

    Andererseits: wenn ich das Angebot ablehne, dann kommt das nun auch nicht so gut an - außerdem will ich ja, dass was passiert ...

    Hat jemand einen Tipp, was ich tun kann/soll?
     
  2. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Du bist doch nicht 11 Tage und Nächte lang eingesperrt. Auch nicht In Anführungsstrichen. Wie hört sich das denn an?
     
  3. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    ... naja, ich darf auch jeden Fall nicht nach hause, nicht dort schlafen ... das finde ich schon blöd! :cool:

    Da habe ich mir z. B. für teures Geld ein neues Bett inkl. Matratze gekauft - für meinen Rücken und ich kann auch wirklich gut drin schlafen - und dann habe ich nachher evt. gleich doppelt wieder "Rücken" wegen des Krankenhausbettes ...

    jaja, ich weiß ... ich sollte froh sein, wenn mir geholfen werden kann bzw. wenn das zumindest versucht wird ... nur, naja, das kennt ja sicherlich jeder von euch: zusätzliche Kraftaufwendungen erscheinen dann unmöglich, wenn man eh schon so unten ist ....
     
  4. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    ach. Macht ja nichts. Jeder denkt halt anders.

    Ich muss Anfang Oktober zwei wochen in die Schmerzklinik auch nur ein kilometer von zuhause entfernt. Ich bin froh mal rauszukommen. Seit fast vier Jahren seh ich fast nur noch mein bett und mein rollstuhl.

    Manchmal ist das so Mit den Perspektiven.
    (Sichtweise, Blickwinkel) Der eine Guckt von oben drauf und der andere von unten.
     
  5. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Hast du schon nachgefragt, ob das nicht auch ambulant gehen kann? Vor allem in Bezug auf die Psyche.
    Zwingen kann dich ja keiner, ins KH zu gehen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dir eine Therapie verweigert wird, weil du nicht ins KH gehen willst.
     
  6. murlikat

    murlikat Mitglied

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    Liebe Gertrud,

    mir hat die Schmerztherapie 11 Tage stationär im Krankenhaus (Orthopädie) nichts gebracht, weil ich nicht schlafen konnte! Die Anwendungen tagsüber waren sehr gut (wie in einer REHA). Aber natürlich manchmal anstrengend, nachts hätte ich deshalb meinen ungestörten Schlaf dringend gebraucht. Einzelzimmer gabs leider nicht. In mein Nachbarbett wurde in der Zeit zweimal eine Frischoperierte gelegt, bedeutete nachts mehrmals Türen auf, Licht, Gemurmel usw. Ich war dann tagsüber wie gerädert, konnte aber zwischen den Anwendungen auch nicht schlafen, da am Nebenbett ständig Besuch sass. Halt Krankenhaus. Nie wieder!

    Mag sicher in anderen Einrichtungen anders geregelt sein...Erkundige Dich genau, wo und wie Du untergebracht bist. Die Psyche ist ungemein wichtig bei Schmerzpatienten. Der Trend geht doch eigentlich zur ambulanten REHA, warum sollte das bei Schmerztherapien anders sein?

    Und noch was: Wochenende fanden gar keine Anwendungen statt, durfte aber auch nur tagsüber nach Hause!

    Alles Gute und liebe Grüße
    murlikat
     
  7. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Danke für eure Antworten!

    Ich habe nächste Woche Vorgespräch/Voruntersuchung und da werde ich das konkret ansprechen. Ich bin ja wirklich bereit, alles mitzumachen - tagsüber - aber abends findet da ja nun nix mehr statt und dann möchte ich nachhause, dort schlafen und morgens wieder hin. Das ginge "versicherungstechnisch" nicht, sagte die freundliche Damen am Telefon ... aber vielleicht gibt es da doch Möglichkeiten, Ausnahmeregelungen "auf eigene Gefahr" o.ä. ... ich lasse das mal auf mich zukommen ....
     
  8. Rotkaeppchen

    Rotkaeppchen Aktives Mitglied

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    Eine stationäre Unterbringung ist schon sinnvoll, wenn du eventuell auf ein Schmerzmittel eingestellt werden sollst. Da kann man bei eventuellen Unverträglichkeiten viel schneller reagieren.
    "Auf eigene Gefahr" gibt es bei einem stationären Aufenthalt nicht, nur bei Entlassungen. Wenn man sich von einem stationären Aufenthalt beurlauben lassen möchte, dann geht das nur mit Einverständnis der Klinik (behandelnder Arzt) und Genehmigung der KK und dann muss auch ein wichtiger Grund vorliegen (Todesfall, Beerdigung oder sowas in der Art).
    Ich würde nach der Möglichkeit der ambulanten Schmerztherapie fragen und wenn die nicht angeboten wird, dann musst du dir entweder eine Klinik suchen, die das anbietet oder die Zähne zusammenbeissen und die 11 Tage im KH verbringen.
     
    #8 20. August 2015
    Zuletzt bearbeitet: 20. August 2015
  9. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Guten Morgen!

    So, ich bin wieder zurück!

    Und da wollte ich doch mal berichten:

    Also ... es hat mir auf der einen Seite sehr gut gefallen: die ganze Organisation, alles hat super geklappt, alle waren sehr nett und hilfsbereit (Schwestern, Ärzte, Psychologen und alle Therapeuten). Es hat Spaß gemacht, die Leute waren nett und interessant, die Therapien haben mir auch gefallen, 2-er Zimmer groß und nett eingerichtet ... usw. Soweit alles paletti - wirklich empfehlenswert, wenn auch wirklich anstrengend.

    Interessanterweise haben fast alle Mitpatienten Lyrica verschrieben bekommen - und dadurch ging es ihnen viel besser. Ich nehme das schon seit einiger Zeit, vom Hausarzt verordnet.

    Aber:
    Jetzt bin ich wieder zuhause und es geht mir schlechter denn je. :mad:

    Ich bin sicher, dass es am vielen SITZEN lag - ich habe ja so was wie eine schmerzhafte Nervenreizung/Nervenschädigung im Beckenbereich. Vorher habe ich selten gesessen - höchstens beim Essen oder im Wartezimmer ... und nun die 11 Tage ständig irgendwie: Vorträge, Stuhlkreise, gemeinsame Mahlzeiten, Gespräche beim Arzt und Psychologen .... ! Das war vermutlich zuviel. Schade. Nun fange ich wieder von vorn an mit der "Nervenberuhigung".

    Aber das liegt ja individuell an meinem speziellen Problem.
    Ansonsten kann ich diese interdisziplinäre Schmerztherapie voll und ganz empfehlen! :top:
     
    #9 10. Oktober 2015
    Zuletzt bearbeitet: 10. Oktober 2015
  10. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Ach ja ...

    Samstag und Sonntag durften wir nach dem Frühstück nach hause - und mussten bis 20 Uhr wieder auf Station sein. Wir haben dafür so einen "auf eigene Gefahr"-Zettel unterschreiben.

    Insofern stimmte das nicht so, wie du das oben geschrieben hast - aber das ist vielleicht auch von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich.
     
  11. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo Gertrud,

    ist ja doof, dass dein Beruf den Behandlungserfolg wieder zunichte macht.

    Ich habe neben dem Rheuma eine Spinalkanalverengung, dazu Bandscheibe und Wirbel hierhin und dahin. Aber das ist nur manchmal extrem. Viel Sitzen geht gar nicht. Hast du das mal mit einem Ring oder einem speziellen Sitzkissen versucht, auf dem du das Gewicht und damit die Wirbelsäule zwischendurch verlagern kannst? Ein Kissen könntest du zu Besprechungen gut mitnehmen.

    Liebe Grüße
    Clara
     
  12. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Hallo Clara!

    Ja, ein spezielles Ringkissen habe ich schon - und auch noch so ein Ufo-Wabbelkissen - aber auf beiden kann ich auch nicht wirklich gut sitzen. Ich habe also nicht das Gefühl, dass es sehr viel bringt.

    Mich ärgert es auch - ich war ja dort, damit es besser wird - jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich schon vor vielen Wochen war, mit weniger Schmerzmitteln als heute. Ich fange also nicht wieder bei Null an - sondern im Minus-Bereich ... :mad:

    Naja, mal sehen - vielleicht beruhigen sich ja meine Nerven auch irgendwie wieder. Ich nehme schon 2 x 225 mg Lyrica, da ist nicht mehr viel Luft nach oben!