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Starken Tinitus "besiegt" ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Hai, 28. Dezember 2013.

  1. Hai

    Hai Mitglied

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    Hallo alle miteinander,

    Ich weiß nicht ob ich mit meiner Frage hier richtig bin aber ich probiere es mal. Wir sind heute Abend aus dem Weihnachtsurlaub bei den Eltern zurück gekehrt. Und mir tut es in der Seele weh, wie sehr meine Mutter unter den Ohrgeräuschen leidet. Sie meint, es hört sich an, als wenn man heiße Kohlen hätte und dort Wasser draufschüttet, so ein Zischen und Rauschen ist es und das den ganzen Tag und die ganze Nacht.

    Ich habe es glücklicherweise nur auf einem Ohr und bei mir ist es ein anderes nerviges Geräusch, das ich mich fast nur noch beim Einschlafen nervt.

    Neben dem Rheuma haben ja auch viele andere hier leider noch andere Probleme. Vielleicht gibt es ja jemand, der auch sehr unter einem Tinnitus gelitten hat und einen Weg gefunden hat das blöde Geräusch in den Hintergrund zu drängen.

    Je mehr ich mich mit dem Problem meiner Mutter befasse um so nerviger wird mein eigenes Geräusch wieder und meine sonstigen Vorschlägen Haben auch alle nicht wirklich geholfen...

    Hat jemand eine Idee ? Ach ja, sehr fit ist meine Mutter mit ihren 74 Jahren leider nicht mehr.

    Liebe Grüsse von Hai
     
  2. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe hai,

    ja, den schweren tinnitus habe ich besiegt, der leichte ist geblieben ;-)
    damit meine ich, dass 3 sich ununterbrochen verändernde töne verschwunden sind, einer, manchmal zwei bei belastung, geblieben sind. manchmal erscheint noch urplötzlich dieses massive brummen kurzfristig, so laut, dass es alles andere übertönt, es verschwindet aber meistens nach kurzer zeit wieder. geblieben ist eine leichte hyperakusis, die sich sehr gebessert hat, im laufe der zeit. insgesamt würde ich sagen, es ist jetzt aushaltbar ;-)

    therapie: die einzige reha die ich je hatte, sie war durchaus erfolgreich, die hyperbare sauerstofftherapie hat's dann wirklich gebracht. auslöser war offensichtlich ein schwerer verkehrsunfall, bei dem meine hws ordentlich gelitten hat. ich schicke dir noch eine pn.

    inzwischen gibt es andere therapien, aber zu denen kann ich nichts persöniches sagen,
    ich würde eine reha und die hyperbare sauerstofftherapie immer wieder empfehlen, ich weiss aber nicht, ob es dafür eine altersbegrenzung gibt.



    eine ungestörte gute nacht, marie
     
    #2 29. Dezember 2013
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dezember 2013
  3. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Hallo

    Ich leide auch seit über 10 Jahren daran, als man es fest gestellt hat , habe ich mich einer Sauerstofftherapie unterzogen und musste 10 X in eine Tauchglocke . Eine Besserung stellte sich später ein. Allerdings seit ich CP habe ist der Tinnitus wieder schlimmer geworden , allerdings kann ich beobachten , das bei größeren Schmerzen auch der Tinnitus heftiger ist .
    Die Behandlung mit der Tauchglocke könnte ich gut empfehlen , weiß aber nicht ob es das noch gibt, da die KK die Kosten nicht mehr über nehmen.
    Mein Schwager war wegen dem Tinnitus in der Reha , die ihm auch gut tat.
    Sicherlich gibt es noch andere Therapien, aber leider keine die für immer hilft.
    Ich wünsche Dir das Du Hilfe für Dich und Deine Mutter findest.

    Lg. der delphin
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    Ich hab nur einen leichteren Tinnitus, der kommt und geht, ist bei Anstrengung und Stress deutlich höher. Und ist auch HWS abhängig, wenn ich z.B. mal auf dem Sofa einschlafe und der Kopf etwas schräg liegt, dann weckt er mich mit einer enormen Lautstärke. Dreh ich dann den Kopf zur anderen Seite und mache leichte Dehnübungen für HWS / Schulter, dann geht er komplett weg. Auch hilft mir leichte Hintergrundberauschuing in Form von Radio/Musik. Dann ignoriert mein Gehirn den Tinnitus. Auch konzentrierte Beschäftigung(Ablenkung), lesen, malen, stricken macht ihn leiser.

    Mein Tipp: Kg für HWS und Schulter und vielleicht hat sie ja ein Hobby das sie früher gern machte und vernachlässigt hat? Das wieder aufnehmen wär ne Möglichkeit. Behandlung mit Sauerstoff etc. muß ja eh ein Arzt verordnen und da würde ich den Termin zusätzlich amchen.
    LG Kuki
     
  5. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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  6. Hai

    Hai Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    Danke für Eure Hinweise und Vorschläge. Ich habe schon versucht, das meine Mutter sich mit Musik ablenkt und ich habe es schon geschafft das sie einen Schal nach dem anderen strickt :top:.
    Aber ich glaube das reicht leider noch nicht. Ich werde mich mal über die Sauerstofftherapie schlau machen und versuchen das meine Mutter über eine Reha nachdenkt. Vielleicht finde ich ja eine schöne Ecke in Norddeutschland mit Profis die sich richtig gut auskennen und wohin meine Mutter im Frühling fahren würde.

    Es ist halt nicht so einfach, wenn die Eltern älter werden und sich ein gesundheitliches Problem zum anderen gesellt.

    Liebe Grüsse

    Hai
     
  7. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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  8. Mieze1960

    Mieze1960 Gonarthrose, RA u. Fibro

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    Hallo,

    als ich zur Akupunktur gegen meine Rückenschmerzen war, habe ich einige Damen getroffen, die eine erzählte mir, dass ihr die Akupunktur bereits gegen Tinnitus geholfen hätte. Nun hoffte sie auf Linderung einer anderen "Baustelle"...
     
  9. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    soweit ich weiß gibt es für die hyperbare sauerstofftherapie keine begrenzung. wir hatten bei uns jemanden mit"fahren" der auch über 70 war.
    nur müssen eben lunge und ohren und so o.k. sein.

    vor uns ist immer eine gruppe mit tinnitus und hörsturz gefahren. das war 6x die woche anderthalb std.
    im hno unterricht hat uns jedoch die ärztin gesagt, dass diese therapie leider nicht doe erfolge bringt, die man zu anfang gedacht hat.

    ich weiß daher nicht, wie es mittlerweile mit der kostenübernahme aussieht.
    bei mir-allerdings andere diagnose- musste damals was geschrieben werden um diese therapie genehmigt zu bekommen.
    ich hatte glück und es wurde genehmigt. 4 wochen und täglich über 2 std fahrt.
    hai, ich weiß nicht wo du zu hause bist.
    früher gab es 2 druckkammern für die hyperbare sauerstofftherapie in hh.-
    ein im ak barmbek- glaube ist jetzt ne asklepios klinik und eine über den chirurgen dr. kerneck in eidelstedt--über den war ich dort drin. die druckkammer war in der holstenstraße.

    es gibt noch tinnitus masker. ähnlich wie ein hörgerät zu tragen. aber auch nicht für jeden geeignet.
    dies muss der arzt entscheiden
    http://tinnitus.thieme.de/tinnitus/masker-bei-tinnitus.html

    dort sind auch and er seite kapitel für andere therapien für den tinnitus.
    laut denen wird dir druckkammertherapie (hyp. sauerstofftherapie)nicht von den kk erstattet-aber versuch macht klug

    alles gute

    ups gerade gesehen, dass du aus berlin kommst. dann ist hamburg etwas weit für die ambulante behandlung, gg
     
  10. marpelchen

    marpelchen Registrierter Benutzer

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    Hallo Hai,

    ich kann mir gut vorstellen, wie verzweifelt Deine Mutter ist wegen des quälenden Ohrgeräuschs. Aus der eigenen Erfahrung heraus kann ich zwei Dinge empfehlen:

    1. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Osteopathie gemacht. Natürlich ist hierfür ein wirklich gut ausgebildeter Therapeut erforderlich. Er hat die Möglichkeit Dinge wie das "Zeitbein" im Ohr zu behandeln und auch einen sogenannten "Tubenausgleich" durchzuführen. Ich hatte unfallbedingt einen Tinnitus entwickelt mit einem sehr hohen Ton, der sehr nervig war. Durch die Behandlungen konnte zunächst die Tonhöhe verändert werden, sodass das Ohrgeräusch mit der Zeit deutlich tiefer wurde und mich weniger störte. Im weiteren Behandlungsverlauf wurde der Tinnitus dann immer leiser.

    Hier mal ein Link zu einer Seite im Netz, über die man zertifizierte Therapeuten in ganz Deutschland suchen kann.
    http://www.osteopathenliste.net/osteopathensuche-nach-plz/

    Inzwischen übernehmen eine ganze Reihe von Krankenkassen die Kosten für eine gewisse Anzahl von osteopathischen Behandlungen im Jahr. Hier lohnt sich also die Nachfrage auf alle Fälle.


    2. Die Einnahme von Ginko (mind. 1x 120 mg pro Tag)
    Ginko fördert auf natürliche Weise die Durchblutung, was bei einem bestehenden Tinnitus oftmals vermindert ist. Die Einnahme ist jedoch über einen langen Zeitraum (Monate) notwendig, um Linderung zu bringen und leider zahlen die Kassen die Präparate nicht. Es lohnt sich jedoch, die Preise zu vergleichen, denn zum teuren "Tebonin" gibt beispielsweise ein Produkt namens "Ginkobil", dass laut Apotheke absolut gleichwertig ist. Und beim Kauf im Internet lassen sich gegenüber den Apotheken-Preisen auch noch ein paar Euro sparen.


    Vielleicht hilft Euch das ein wenig weiter.
    Wünsche Euch beiden gute Besserung.
    Viele Grüße

    marpelchen
     
  11. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    zufällig habe ich heute gelesen, dass die hyperbare sauerstoff-therapie
    nicht mehr im leistungskatalog enthalten ist.

    schade.

    mfg marie
     
  12. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo,

    ich hab seit meinem Hörsturz, war etwa 2001 einen Tinnitus, ist ein widerlicher hoher Pfeifton.

    Der Hörsturz wurde laut Klinikbericht auf meine Vaskulitis zurückgeführt, hatte da auch vermehrte Aktivität der Erkrankung und davor eine extreme Stressbelastung.

    Der Hörsturz wurde zum Glück sofort erkannt, bin gleich zur Hausärztin und sofortige Einweisung in die Klinik und stationäre Aufnahme. Dort bekam ich mehrere Tage Infusionen mit hochdosiertem Cortison und durchblutungsfördernden Mitteln.

    Zum Glück habe ich durch das schnelle Handeln und der Behandlung keinen Hörverlust zurückbehalten, nur den dussligen Tinnitus. Aber ich hab mich irgendwie dran gewöhnt und seitdem ich nun Gingko zu mir nehme hab ich den Eindruck das er nicht mehr so heftig ist. Ob das nun wirklich am Gingko liegt weiß ich nicht, aber ist mir auch egal, hauptsache er ist etwas leiser geworden.
     
  13. Hai

    Hai Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    Die Klinik in St.-Peter Ording klingt interressant und auch der Hinweis mit dem Ginko. Da werde ich meine Mutter mal drauf ansprechen.

    Ich frage ja hauptsächlich für meine Mutter und die wohnt in Ostfriesland.

    Direkt an der Nordsee könnte ich mir aber auch für mich vorstellen. Da gibt es auch Zimmer mit Zweitbett für Begleitperson. Eigentlich wäre es ja perfekt, wenn sie in St.-P.O. gleich meine Mutter und mich von diesen blöden Geräuschen befreien könnte :D

    Ich werde mich mal weiterhin schlau machen.

    Vielen Dank von Hai
     
  14. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Vor 20 Jahren hatte ich einen Hörsturz, bei dem neben einer einseitigen Schwerhörigkeit zum Glück nur ein leichtes Rauschen zurückgeblieben ist.
    Seit etwa 10 Wochen habe ich wieder einen Tinnitus, ein hoher Pfeifton, in den ersten Wochen sehr laut und unangenehm.
    Aber nun ist er leiser geworden. Allerdings flammt er bei Stress sofort wieder auf, wird richtig laut.
    Ich merke, dass ich mit Ruhe und Entspannung am besten fahre.
     
  15. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    als ich diese 1997 machte, stand sie für meine diagnose auch nicht im leistungskatalog.
    mein arzt hat ein gutachten erstellt und zur kk geschickt und es hat damals geklappt, obwohl es sogar die langen fahrten waren.
    alle die mit mir drinsaßen, glaube wir waren 4 manchmal 5 haben so ihre fahrten gezahlt bekommen.

    denke versuch macht klug, wobei ja in dem link den ich mitschickte, geschrieben steht, bei akutem tinnitus und erst wenn andere maßnahmen nichts gebracht haben


     
  16. Malwas2

    Malwas2 Neues Mitglied

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    genau hier^
    Dieses Pfeifen im Ohr habe ich auch seit Jahren, ziemlich hochfrequent.
    Tritt besonders dann auf, wenn ich unausgeschlafen und gestresst bin. Mir hilft im Ohr bohren :o und ignorieren.
     
  17. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ja, ich ignorier das Piepen und pfeifen auch. Was soll man sich aufregen über etwas, was nicht zu ändern ist.
    Behindernd finde ich nur die zunehmende 'Schlecht'hörigkeit. Über kurz oder lang läuft es auf Hörgeräte raus.

    Für Tinnitus gibt es auch ne Art Hörgerät. Das überlagert wohl die Geräusche irgendwie. So hab ich jedenfalls den HNO verstanden.
     
  18. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    maggy,

    das "hörgerät" gegen den tinnitus ist der tinnitus masker.
     
  19. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Aha...dann werd ich das mal goggeln. Danke :)