Sport und Interleukin-6

Dieses Thema im Forum "Physiotherapie, Ergotherapie, Sport usw." wurde erstellt von Dittmarsche, 9. Januar 2019.

  1. Dittmarsche

    Dittmarsche Guest

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  2. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Vielen Dank Dittmarsche,

    das ist ein echt interessanter Artikel. Ich habe zwar kein Übergewicht. Aber mein Rheumatologe möchte, dass ich Olumiant probiere und jetzt verstehe ich warum unter diesem Medikament derart drastisch die Cholesterinwerte steigen.
     
  3. Banditensocke

    Banditensocke Mitglied

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    Für mich wieder einmal ein beeindruckendes Zeugnis dafür, dass Patienten nichts anderes als Versuchskaninchen für Medikamente sind, deren Wirkmechanismen überhaupt nicht wirklich verstanden und überblickt werden, weil man im Organismus immer nur vom Kleinen ins Kleinste schielt und hofft, über die Veränderung von Einzelkomponenten Wirkungen zu erzielen, obwohl man größere Zusammenhänge noch gar nicht verstanden hat.

    Versteht mich nicht falsch - ich habe überhaupt nichts gegen Medikamente. Aber Russisch Roulette spiele ich lieber nicht so gern.
     
  4. Birte

    Birte Registrierter Benutzer

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    Banditensocke, wie soll uns - die wir größtenteils auf Medikamente angewiesen sind - diese Aussage weiterbringen? Ja - vieles im Immunsystem ist noch unbekannt. Soll man mit den Achseln zucken, so nach dem Motto "Pech gehabt, musst halt noch 50 Jahre warten, bis wir VIELLEICHT genau verstanden haben, wie das Immunsystem funktioniert."? Demnach dürfte man Autoimmunerkrankungen also gar nicht behandeln.

    Alle Biologicals sind im Vergleich zu anderen Medikamenten neu. Will sagen, als ich diagnostiziert wurde, gab es die noch gar nicht. Selbst MTX und Sulfasalazin waren in der flächendeckenden Rheumatherapie noch recht neu.
    Und das das keine Bonbons sind, sollte jedem Anwender klar sein. In den meisten Fällen ist die Alternative aber schlimmer.

    Edit: Einen Satz wegen Fehler meinerseits gelöscht.
     
    #4 10. Januar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2019
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  5. Banditensocke

    Banditensocke Mitglied

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    Wir sitzen im selben Boot. Dennoch sehe ich manches offenbar kritischer als Du. Weiter bringen kann jeden von uns nur eine Medizin, die über den Tellerrand schaut und verantwortungsbewusst handelt. Das hat nichts mit "Pech gehabt" zu tun - aber Dinge zu tun, deren Risiken man überhaupt nicht abschätzen kann, kann genauso tödlich enden wie Nichtstun.
     
  6. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Das Abschätzen würde ich persönlich lieber den Experten überlassen, die mehr von der Sache verstehen - das ist nämlich ihr angestammter und meist gründlich erlernter Job.


    @Birte: ich bin bei Dir ;)
     
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  7. Banditensocke

    Banditensocke Mitglied

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    Das steht Dir ja frei.
     
  8. Birte

    Birte Registrierter Benutzer

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    Es ist keine Frage von "kritisch sein", sondern eine Frage der Bedürftigkeit. Bei vielen beschränkt sich die Erkrankung eben nicht auf auffällige Blutwerte, ein wenig Anlaufschmerzen, ein paar mehr Belastungsschmerzen und vielleicht noch etwas Erschöpfung, sondern massive Schmerzen, die Bewegung teilweise wirklich unmöglich machen, wühlende Gelenkentzündungen mit den daraus resultierenden Verformungen und Versteifungen, bleierne Erschöpfung - das Ganze über Jahre mit open end. Leider musste ich im Laufe der Jahre im Bezug auf die PSA lernen: "Schlimmer geht immer".
    Da kann man zwar auch über "über den Tellerrand schauen" philosophieren (was mit Sicherheit nichts Schlechtes wäre), aber die Voraussetzungen sind ganz andere.
    Mit den Medikamenten sollen Zustände wie der beschriebene verhindert werden - und in sehr vielen Fällen funktioniert das heutzutage, sodass Fälle wie meiner glücklicherweise selten geworden sind.
     
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  9. Banditensocke

    Banditensocke Mitglied

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    Ich kann Dir versichern, dass es einen Menschen, wenn er über 170 cm misst und nur noch 37 kg wiegt, permanente Schmerzen seit mehr als einem Jahr am Stück hat, die nicht in den Gelenken, sondern den Eingeweiden wühlen und eine Nahrungsaufnahme unmöglich scheinen lassen, sehr demütig macht. Diese Bedürftigkeit hat sich auf meine kritische Betrachtungsweise allerdings nicht ausgewirkt.

    Jeder Jeck ist anders.
     
  10. kukana

    kukana Moderatorin

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    Der Körper versucht ja verzweifelt irgendwo Energie her zu bekommen. Bzw Energie einzusparen indem er Organe oder Bänder, Sehnen und Muskeln abschaltet. Und das dürfte ziemlich schmerzen.

    37 kg wog meine Mutter als sie starb.

    *Das hat jetzt aber eigentlich mit dem Zusammenhang Sport und Interleukin nicht zu tun und ist Offtopic
     
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  11. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Das ist offensichtlich und kann man so oder so betrachten - ich habe mich für so entschieden.... :bunny:
     
  12. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Jetzt verstehe ich die leicht veränderte Fettverteilung (am Körper) unter Olumiant. Die Gewichtszunahme war und ist ein Segen. Allerdings habe ich auch unter Olumiant mehrere Kilo abgenommen, das ist ebenfalls möglich und wird nicht vollständig gehemmt. Falls das jemand befürchtet. Zumindest bei mir.
     
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