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Spezielle Ernährung bei cP

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von mopf72, 7. November 2008.

  1. mopf72

    mopf72 Neues Mitglied

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    Morgen erst mal,

    so langsam kappiere ich nichts mehr.
    Der eine Arzt sagt zu mir das man bei cP sich speziell Ernähren müsse.
    Beim anderen Arzt heißt es wieder nein das braucht es nicht, ganz einfach sich so weiter Ernähren wie bisher.

    So was stimmt nun :confused::confused::confused:

    Vielleicht kann einer von euch mir Licht ins Dunkel bringen!

    Danke
    Monika
     
  2. musicandrhythm

    musicandrhythm Don't worry, be happy!

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    Hallo Monika,

    ich habe auch CP und im laufe der Jahre einiges ausprobiert. Geholfen hat mir die Reduzierung von tierischen Fetten. Diese enthalten Entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) und diese verursachen Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen der Gelenke bei CP. Zytokine entstehen aus der so genannten Arachidonsäure, einer mehrfach ungesättigten Fettsäure. Sie steckt in tierischen Fetten ( in Fleisch, Wurst oder fetten Milchprodukten). Über die Nahrung sollten nicht mehr als 350 Milligramm Arachidonsäure pro Woche aufgenommen werden. Bei mir kommt nur 1-2x pro Woche Fleisch auf den Tisch, dafür mehr Fisch. Andere mehrfach ungesättigte Fettsäuren können die Produktion der Arachidonsäure im Körper hemmen. Sinnvoll ist es Fette zu Essen die viele ungesättigte Fettsäuren erhalten. (Lein-, Raps-, Weizenkeim-, Soja, Walnussöl). Zudem viel Gemüse.
    Eine Ernährungsumstellung kann aber keine Wunder bewirken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir mit weniger Fleisch und deutlich mehr Gemüse körperlich besser geht.
    Ernährung ist aber nur ein Baustein der Therapie, für mich ist Bewegung sehr wichtig und weiterhin nehme ich meine Medikamente (Enbrel und Kortison). So komme ich gut zurecht.
    Aber das muss nicht bei jedem so sein. Probiere einfach aus was dir gut tut.

    Einen schönen Tag

    Frank
     
  3. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Hallo Monika,
    auf Fleisch brauchst Du nicht generell verzichten, nur solltest Du möglichst um Schweinefleisch einen großen Bogen machen. Steig halt um auf Geflügel, das hat vergleichsweise wenig von der Arachidonsäure. Fischkonsum ist ebenfalls sehr gut wegen der enthaltenen Omega3-Fette.

    Auf Krampf solltest Du Deine Ernährung nicht umstellen und schon gar nicht extrem. Gerade wenn die Gesundheit wieder mal verrückt spielt, mußt Du Dir nicht zusätzlich Zwänge auferlegen. Belaß es einfach bei einer Einschränkung bei den Sachen, die viel Arachidonsäure enthalten. Damit wird Deine Ernährung nicht komplett umgestellt und Du hast wenig Probleme, die Änderung durchzuhalten.
     
  4. mopf72

    mopf72 Neues Mitglied

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    Hallo,
    vielen Dank erst mal für die Ratschläge.
    Mit Fleisch und Wurst hab ich es sowieso nicht wirklich, Fisch ist "leider" auch nicht so wirklich was für mich, da mir mal eine Kräte im Hals stecken geblieben ist, und von da an wars vorbei.

    Frank:
    das mit den ungesättigten Fettsäuren hat mir noch keiner gesagt, nicht mal die in der Reha. Das werde ich auf jeden Fall mal versuchen. Auch das mit mehr Gemüse werde ich mal probieren.

    Tennismieze:
    dir auch danke für die schnelle Antwort. Das mit dem Geflügel versuche ich in letzter Zeit immer mal wieder.
    Eine extreme Umstellung meiner Ernährung wär gar nicht möglich, da ich laut meinem Freund "ne schleckige Nudel" bin. Ich mag nicht alles.:D

    Nochmals vielen Dank
    Monika
     
  5. visepa

    visepa Neues Mitglied

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    Hi Moni

    nachdem Fisch nicht wirklich was für Dich ist, kann ich Dir nur die Omega3 Kapseln empfehlen, damit führst Du deinem Körper das zu, was man durch den Fisch aufnimmt...

    Liebe Grüße
     
  6. musicandrhythm

    musicandrhythm Don't worry, be happy!

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    Noch ein Nachtrag zu Fischölkapseln. Sicherlich sind diese eine sehr gute Alternative. Bedenklich ist allerdings der oft relativ hohe Schadstoffgehalt!!:eek:
    Fischölkapseln sind sehr hoch konzentriert und somit reichern sich auch entsprechend die Schadstoffe in den Kapseln an. Es gibt aber von z.B. Ökotest überprüfte Kps. die keine Schadstoffe enthalten.

    Liebe Grüße

    Frank
     
  7. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Wenn nur die Gräten das Hindernis sind, greif doch zum Fischfilet.
     
  8. Margot

    Margot Neues Mitglied

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    Habe meine Rheumatologin auf dieses Thema angesprochen.Sie sagte es sei bei jedem Patient unterschiedlich.Ich soll es für mich ausprobieren.Sehr viele merken keinen Unterschied bei Ernährungsumstellung.
    Im Radio war ein Rheumaspezialist(am Weltrheumatag),der sagte es gibt keinen wirklich belegten Fall wo Ernährungsumstellung geholfen hätte.Nur subjektives Empfinden.
    Gruss Margot
     
  9. mopf72

    mopf72 Neues Mitglied

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    Hy,

    Frank: das mit den Fischölkapseln hab ich mal eine Zeit lang ausprobiert, und muss sagen das ich nicht wirklich eine besserung bemerkt hätte.
    Hab es von mehreren Firmen versucht, jedoch nichts. Und geschmeckt haben die Dinger auch nicht wirklich.
    Das mit dem hohen Schadstoffgehalt hab ich auch mitbekommen, da war glaub auch mal ein Bericht im Fernseher, glaub auf Vox wenn mich nicht alles teuscht.


    Tennismieze: Hab ich mir auch schon mal überlegt, und auch vorgenommen, doch irgendwie würgts mich schon bei dem Gedanken. Mal abwarten vielleicht kann ich ja meinen inneren Schweinehund mal überwinden.

    Margot: Dein Rheumadoc hat da dann wenigstens mehr Ahnung als meiner und die in der Reha zusammen. Das man es nicht wirklich belegen kann, wenn man die Ernährung umstellt das es einem dann besser geht glaub ich schon. Meine Schwester zum Bsp. hat cP im Anfang, und trotz ich ihr sage sie soll keinen Spargel essen, machts sies, und Wochen später gehts ihr dann so "Bescheiden" das sie sich kaum Bewegen kann. Es kommt ja nicht gleich wenn man auch die Ernährung umstellt.
    Es braucht alles seine Zeit.

    Vielen Dank euch allen für eure Beiträge.

    Monika
     
  10. Antiya

    Antiya Neues Mitglied

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    Hallo Monika,

    das scheint eine schwierige Sache zu sein, Nichtsgenauesweißmannicht. Ich kenne Leute mit cP, die eine Ernährungsumstellung probiert haben, manche mit nur kurzfristigem Erfolg, andere ganz ohne Wirkung.
    Ich z.B. habe das sogenannte Sharp-Syndrom, auch MCTD genannt. Ich hatte sehr starke Schmerzen in den großen Gelenken und auch starke Bewegungseinschränkungen. Wenn ich Arachidonsäure aus tierischen Lebensmitteln meide (Wurst, Fleisch, Eier, Käse, Sahne, Butter und andere fette Milchprodukte) wirkt es sich bei mir positiv auf die Schmerzsymptomatik aus. Auch nur auf die, denn das Raynaud-Syndrom und angeschwollene Hände, Füße und Knie und andere Symptome bleiben. Das heißt, mir persönlich hilft es, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Hab auch mit einzelnen Lebensmitteln getestet und merke schon, wenn ich "sündige". Von anderen Leuten höre ich wieder Anderes. Nach all dem, was ich über unsere Erkrankungen gelesen habe, scheint mir, daß man einfach noch sehr wenig weiß, besonders über die selteneren Autoimmunerkrankungen. Selbstversuche ohne schlimme Nebenwirkungen kann man deshalb ja mal probieren. Wunder kann man wahrscheinlich nicht erwarten.

    Viel Glück,
    Antiye.
     
  11. musicandrhythm

    musicandrhythm Don't worry, be happy!

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    Hallo!

    Eine spezielle Ernährung bei CP bezieht sich meines Erachtens nicht nur auf die gegenwärtigen, spürbaren Symptome. Unsere Erkrankung ist eine systemische und damit ist der gesamte Organismus betroffen. Leider haben wir aufgrund der CP ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, insbesondere für einen Herzinfarkt. Ursächlich hierfür sind sicherlich die Entzündungsreaktionen. Aufgrund der eingeschränkten Beweglichkeit (z.B. kaum Sport) kann sich ein Bluthochdruck entwickeln und/oder Übergewicht. Dies führt wiederum dazu dass die sowieso schon belasteten Gelenke noch mehr beansprucht werden und darunter leiden. Es besteht zudem die Gefahr eine Osteoporose (Kortison) zu entwickeln usw...

    Welche Möglichkeiten gibt es da gegen zu steuern? :confused:

    Für mich eindeutig eine „relativ gesunde“ Ernährung und Lebensweise aber ohne mich zu quälen.

    Das Leben soll ja noch Spaß machen!:top:

    Ich verzichte nicht, sondern lebe bewusster. Ich trinke viel Wasser, Tee und regelmäßig Kaffee (darauf würde ich nicht verzichten) dafür keine Limo, Eistee o.ä. Mehr Obst und Gemüse, weniger ungesunde Fette, kein Fastfoot…Ich habe nach 25 Jahren mit dem Rauchen aufgehört, mein Gewicht ist in der Norm……

    Für jeden ist dies aber individuell, es gibt keinen verbindlichen Königsweg. Jeder sollte selbst seinen Weg finden der ihm gut tut!

    Einen schönen Sonntag wünscht

    Frank :a_smil08:
     
  12. Clau

    Clau Neues Mitglied

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    Tja, da scheint dieser Rheumaspezialist nicht gerade viel zu recherchieren. :rolleyes:.
    Schau mal in den thread http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=33012

    Ich habe meine Ernährung umgestellt. Ich gehe nicht nur tierischen Fetten sondern auch tierischen Proteinen aus den Weg. Unsere Verdauung hat grosse Probleme mit tierischen Proteinen was viele schwere Erkrankungen auslösen kann. Milchprodukte z.B. werden immer als die Kalziumquelle hochgepriesen. Ja richtig, die Milch hat viel Kalzium, aber die Proteine verschliessen die Darmwände und so kann der Körper das Kalzium nur noch schlecht aufnehmen. Dementsprechend findet man mehr Osteoporose in Ländern mit hohem Lakteokonsum und darüber gibt es viele wissenschaftlich seriöse Publikationen.
    Und dann kommen dazu noch die Wachstumshormone in den Tierprodukten (auch in den unbehandelten), damit unsere Zellen mal so richtig mit der Zellteilung loslegen, womöglich unkontrolliert :eek:!!!

    Das Problem fängt aber leider auch genau hier an: wenn man genauer hinschaut, was man so zu sich nimmt, dann kann man schnell in Panik kommen.
    Angst und Stress ist bestimmt nicht gut für Rheumapatienten.

    Ich habe für mich einen Mittelweg gefunden.
    Ich schaue auf die Verpackung, konsumiere Produkte, die frei von Konservierungsstoffen und co sind, ernähre mich fast vegetarisch am besten mit Bioprodukten. Süssstoffen gehe ich aus den Weg, wenn Zucker dann, wenn möglich, Glukose oder Fruktose und wenn Saccharose dann nur im Honig. Abends nur gut Gekochtes, also kein Salat etc.

    Aber ich genehmige mir auch Ausnahmen. Z.B. verzichte ich auf Milch und Yoghurt, esse aber Käse (vorwiegend Ziegenkäse, aber auch ab und zu Gouda). Einmal in der Woche gönne ich mir auch ein Eis.

    Ein Molekularbiologe, der in Ernährung spezialisiert ist, hat mich darin bestärkt, auf meine Ernährung zu achten.
    Ich habe cP.
    Ich denke, dass die Ernährung ein wichtiger Faktor ist, wohl gemerkt: einer von vielen!, und langsam seine Ernährung umzustellen, die passenden Produkte zu finden, ist bestimmt kein schlechter Weg.

    Das ist jedenfalls meine Meinung.

    LG
    Clau