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soweit ist unser gesundheitssystem schon :(

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von laface, 3. Januar 2008.

  1. laface

    laface Mitglied

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    hallo ihr lieben,

    ich habe heute einen beitrag im tv gesehen und leider etwas zu spät eingeschaltet... ich habe aber den rest des gesprächs mitbekommen und im internet nach hintergrundinformationen gesucht.

    bitte lest euch das mal durch. ich war mega geschockt.

    vorgeschichte bei mir:
    mir hat es schon gereicht, das ich mit einer akuten uveitis im auge mit einem rezept vom augenarzt weggeschickt wurde um ampullen für die spritzen zu besorgen, die ich später ins auge bekommen habe. ich musste verschiedene apotheken zu fuss abklappern... glaubt mir... es ging mir gar nicht gut dabei.

    noch eine kleine story nebenbei:
    als mein hausdoc über weihnachten in den urlaub fuhr verschrieb er mir vorsichtshalber per rezept 2 verschiedene medikamente, die ich im notfall von einem arzt der bereitschaft gehabt hätte bekommen sollte.
    er verschrieb mir einmal 3 ampullen von dem einen und einmal 6 ampullen von einem anderen medikament...
    die 3er ampullen werden nur noch in 1er und 50ziger packs geliefert. 3er gibs nicht mehr... spinnen die hersteller denn??? ich musste natürlich für die 1er 5€ gebühr bezahlen. hätte ich auf die 3 ampullen bestanden, dann hätte ich 3 mal verpackung bezahlen müssen. und 50 ampullen brauche ich bestimmt nicht auf einmal.... die abzocke geht also weiter im system.
    hier ein kleiner bericht was momentan wirklich abgeht:

    hier ein auszug:

    Eine Spritze gegen den Schmerz wünscht sich Angelika Hrabal, als sie sich in die Orthopädie-Praxis von Tomas Hemker schleppt. Seit der letzten Joggingtour peinigt sie ihre rechte Ferse. So sehr, dass sie kaum noch gehen kann. Doch so einfach kann Hemker seiner Patientin keine Injektion geben. Denn mit dem Jahreswechsel sind die Depot-Kortikoide, das heißt die entzündungshemmenden Medikamente, die Hrabal jetzt so dringend benötigt, aus dem sogenannten Sprechstundenbedarf gestrichen.

    nachzulesen hier als volle geschichte:

    http://www.abendblatt.de/daten/2008/01/03/833003.html


    unfassbar sage ich als hamburger betroffender :( :( :( :( :(

    gruß euer
    laface
     
  2. Lilly

    Lilly offline

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    hallo laface,

    das was du hier berichtest, ist in österreich schon lange usus.

    wenn mir ein arzt eine injektionskur verschreibt, muss ich das serum vorher in der apotheke besorgen.
    bei notfällen bekomme ich die erste spritze gleich vom doc und er stellt mir dann ein rezept für die weiter benötigten ampullen aus. er behält sich dann die ausgeborgte ampulle ein.

    auch in tageskliniken bei infusionstherapie muss man die ampullen selber besorgen. das war für mich immer ein sehr teurer spass. so eine infusionskur mit 10 infusionen kosteten mich zusätzlich über 70€ an rezeptgebühr zu den anderen medikamenten, die ich noch monatl. benötige. so an die 100€ nur an rezeptgebühren per monat sind da keine seltenheit....

    bei stationärer aufnahme wurde ich immer gefragt, ob ich meine dauer- medikamente selbst mithabe.... die neu verordneten bekommt man dann vom kh für die dauer des aufenthaltes, die von der kk dann zu gänze bezahlt werden.

    krank sein ist teuer.... :(
     
  3. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Hallo Ihr Beiden,

    bei uns gab es das bisher bereits ähnlich wie Lilly schreibt je nachdem um welche Medikamente es sich handelt.
    Ich habe das allerdings noch nie bei Cortiinjektionen erlebt. Das wäre neu.

    In der Augenarztpraxis wurde ich zwar zur Mydriasis immer mit Tropfensortiment aus dem Fundus versorgt, aber die Rezepte wurden auf meinen Namen ausgestellt und dann von den "Rezeptions"mädels besorgt. Jeweils ein dreier Rezept von dem ich zwei Fläschchen mitnahm und eines dort blieb. Der Rezeptgebür bin ich so wenigstens entgangen.
    Bei vier Fläschen in der Woche in den letzten fünf Jahren wäre ganz schön was zusammen gekommen.

    Da ich mich viel mit einem Uveitis-Rheuma-Mädel aus dem Iran austausche weiß ich wie gut es uns in Sachen medizinischer Versorgung noch geht.
    Es wird schlimmer werden.

    Optimistische Grüße
    Kira
     
  4. Locin32

    Locin32 Immer neugierig

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    Huhu Ihr drei,

    ich kenne das aber auch schon länger so.
    Bei der Tinnitusbehandlung z.B. wurde mir ein Rezept ausgestellt,ich musste damit in die Apotheke die Gebühren zahlen und die Infusionen,Nadeln usw. wurden dann direkt in die Praxis geschickt.
    Ich habe evtl.bald einen Termin zur Radiosyno,da wird ja immer auch noch Corti mitgespritzt,ich werde weiter berichten ob ich da etwas zuzahlen musste.


    Liebe Grüße
    Locin32
     
  5. kukana

    kukana Moderatorin

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    Im letzten Jahr hatte ich auch mehrfach Injektionen in ein einzelnes Gelenk, bekam dann ein Rezept, das ich zum Apotheker um die Ecke beim Arzt brachte und die liefern ihm dann die Spritze nach. Ich glaube das wird schon länger so gemacht.

    gruß Kuki
     
  6. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    hallo Leute,

    in meiner Kindheit bekam ich Goldspritzen zur Behandlung meiner Psoriasis.
    Die mußte ich auch erst in der Apotheke selber besorgen. Das ist über 40 Jahre lang her...

    herzlichst grummel
     
  7. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich hatte das bereis schon vor ca. 6 Jahren bei einem Doc, dass ich die Corti-Spritzen aus der Apotheke unten im Haus holen musste, natürlich gegen Rezeptgebühr.

    Gruß,

    Sven
     
  8. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    16 Bundesländer... einig Vaterland

    Ich kenne das mit den Spritzrezepten nur von meinen Eltern, da wurde erst gespritzt und dann habe ich die Rezepte in der Apo abgegeben, die dann dem Arzt das geliefert haben oder wir haben es beim nächsten Arztbesuch wieder hingebracht.

    Da unsere Familie seit 1957 die selbe Apotheke hat, kriegen wir alle Medis auch ohne Rezept im Notfall und Medis wurden und werden gebracht. Auch bei Großpackungen würde ich in meiner Apo eben nur 3 x 1 bekommen und nur 1 x dafür zahlen. Es gibt Apos, die sahnen auch gerne ab.

    Tja, so ist es in unserer Heimat: 16 Länder, 16 andere Regeln.

    Gruss Pumpkin
     
  9. resilein

    resilein Neues Mitglied

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    hallöchen zusammen
    was ich so lese, da sträuben sich bei mir die Haare, ,ist ja echt unglaublich, aber wohl leider wahr.
    Da ich kaum Medikamente vertrage ,habe ich diesbezüglich jetzt noch nicht so die Erfahrungen mit Rezepten etc. gemacht ,ich weiss aber ,dass einige Mittelchen , wie hochdosiertes Vitamin B, was ich auch früher öfters brauchte wegen den Nervenschmerzen, nicht mehr bezahlt wird. Man muss zum einen das Mittel selber bezahlen und dann auch noch den Doc, der das spritzt. Rechne ich dann das Taxi dazu (bin gehbehindert) kommt mich das sehr teuer. Ich kann mir Ärzte derzeit kaum noch leisten und therapiere mich soweit es geht ,selber,indem ich dann z.B. das Vitamin-B selber kaufe, mir meine KG selber verordne, Wärmekissen etc dazu oder Rheumabäder, alternative Medizin. Den Doc spare ich mir, nur wenn ich Überweisungen benötige oder als Notfall kommen muss.
    Ist echt hart, leider ists aber so seit der Gesundheitsreform.
    Zum Schmerztherapeuten....keine Chance, und der Hausarzt nimmt ein , was die Fibro angeht, eh nicht ernst...aber was solls. Man sollte die Hoffnung niemals aufgeben, dass doch noch ein Wunder geschieht.

    lg resilein
     
  10. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo,

    ich bin ja privat versichert. Als ich vor ca. 2 Jahren mal eine Corti-Spritze für den Rücken beim Hausarzt bekam, musste ich anschließend auch mit einem Rezept in die Apotheke und die Ampulle wieder zum Arzt bringen. Dasselbe auch jährlich bei der Grippeimpfung.
    Ich dachte, das wäre eine Laune des Arztes. Weil ich früher schon bei anderen Ärzten solche Spritzen bekommen hatte, und dafür kein Rezept brauchte. Vielleicht hat sich da was geändert. Aber wenn, dann nicht nur für geseztlich Versicherte, sondern offensichtlich auch für privat Versicherte.

    lg
    Sonja