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Sorry, sollte mich erst mal vorstellen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Rita Sch., 16. Januar 2003.

  1. Rita Sch.

    Rita Sch. Guest

    Hallo Ihr,
    lese nun schon einige Zeit Euren Zuspruch und Eure Hilfestellungen.
    Ich muss sagen, Ihr seid wirklich Klasse...

    Meine Krankheit begann wohl schon vor sehr langer Zeit. Ich betreibe aktiven Sport (Judo). Sehr oft hatte ich heftigen "Muskelkater" und musste auch das Trainig immer wieder mal aussetzen. Nachdem die Schmerzen in den Gelenken immer häufiger kamen, auch wenn ich nicht trainiert hatte, wurde mein Hausarzt hellhörig.
    Es wurden sofort Blutuntersuchungen gemacht, die aber keinen Rheumafaktor nachwiesen.
    Zwischenzeitlich schwoll mein Ringfinger immer wieder an, natürlich mit heftigen Schmerzen.
    Ich wurde zu einem Orthopäden überwiesen, der mir zwar Cortison in den Finger spritzte, was auch half, aber Rheuma schloss er aus.
    Dann Überweisung zu einem Rheumatologen... er schloss ebenfalls Rheuma aus, aber verschrieb Quensil. Leider half das nicht.

    Cortison bekam ich in sehr hohen Dosen, 65mg, dann 60.. u.s.w..mittlerweile bin ich auf einer Tagesdosis von 4 mg :) das geht aber nun schon fast 4 Jahre.
    nächste Station.. eine anerkannte Rheumatologin hörte sich meine Leidensgeschichte an, röntgte mich, nahm Blut und meinte. kein Rheuma..
    Ich musste ein ganzes Jahr, alle 3 Wochen bei Ihr erscheinen und weiter Cortison schlucken. Dann hatte ich einen ersten Rheumaknoten am Ellenbogen... und von da an glaubte sie mir :-(
    Sie verschrieb mir MTX 10 mg, 6 mg Cortison, Folsäure, und innerhalb 3 Wochen ging es mir wesentlich besser..

    Zum Glück habe ich, ausser leichten Magenbeschwerden und ab und zu Kopfschmerzen keine Nebenwirkungen.

    Soo. das wars von mir
    Ich wünsche Euch eine schmerzfreie Zeit und ansonsten gute Besserung

    Viele liebe Grüsse .........Rita Sch.
     
  2. Makrele

    Makrele Guest

    Hallo Rita,

    erstmal herzlich willkommen! Gut, dass Du den virtuellen Weg hierher gefunden hast. Wirst sehen, es ist schon viel Wert hier zu erfahren, dass man nicht ganz allein mit seinen Krankheitserfahrungen ist.
    Beim Lesen Deiner Geschichte stellen sich mir die Nackenhaare auf... es ist wohl leider eher die Regel, dass Betroffene eine zT jahrelange Ärzteodysse hinter sich bringen und fortgeschrittene Symptome aufweisen müssen, bevor sie eine Diagnose und dann eine entsprechende Behandlung bekommen. Gut, dass das nach all der Zeit bei Dir gelungen ist! Leider hat Rheuma wohl so viele untypische Gesichter, dass die Forschung da noch nicht sehr weit vorangeschritten ist. Dieser Mangel an Antworten seitens der Fachleute geht zu Lasten der Betroffenen, wie Du ja leider am eigenen Leib erfahren musstest. Übel daran ist ja auch, dass man sich den Schuh dann selbst anzieht und sich selbst schon wie ein Hypochonder fühlt, und unter ständigem Rechtfertigungsdruck steht. Ich gehöre selbst zu den vielen, die schon jahrelang einschlägige Beschwerden und auch pathologische Bluwerte haben, aber noch immer ohne Diagnose und damit auch ohne Behandlung da stehen. Manche Betroffene haben nicht mal die Blutwerte, die den Ärzten ihre tatsächlich vorhandenen Beschwerden glaubhaft machen (die seronegativen "Fälle"). Das ist zermürbend. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass es dieses Forum hier gibt, da ich schon viel Information und moralische Unterstützung bekommen habe. Sogar Freundschaft ist dabei schon entstanden.
    Also, mach Dir in Deinem Browser ein Lesezeichen für Rheuma-Online und surf bei Bedarf hierher. Es wird hier immer nette Leute geben, die Dir ein Ohr leihen!

    Gruß aus Bremen und gute Besserung,
    Makrele
     
  3. Angie Opitz

    Angie Opitz Guest

    Hallo Rita,

    sei willkommen! Jaja, Deine Geschichte gleicht meiner sehr ... Viele Ärzte raffen noch immer nicht, dass wir Menschen keine Autos einer bestimmten Marke sind. Und solange keine unübersehbaren Zeichen da sind, hat man in den Augen etlicher Mediziner allenfalls ein psychosomatisches Problem oder ist halt besonders wehleidig. Offenbar glauben solche Leute auch, dass sich unsereins nichts Schöneres vorstellen kann, als in irgendwelchen Ordinationen herumzugängen ...

    Ein Auszug aus Ärztekommentaren während der letzten 10 Jahre:
    "Ihr Blut ist vollkommen okay. Sie haben nix - schon gar kein Rheuma."
    "Hauen Sie sich eben nicht mit dem Hammer auf die Gelenke, dann ist auch nichts geschwollen."
    "Jaja, irgendwas haben Sie, aber Rheuma 100%ig nicht."
    "Zu einem Rheumatologen überweise ich nur Leute, die auch Rheuma haben."
    "Gehen Sie mal in eine Psychsomatische Klinik, anscheinend sind Sie dort goldrichtig aufgehoben."
    "Was wollen Sie hier? Ich hab das Wartezimmer voller wirklich kranker Leute!"

    Übrigens wurde bei mir an der Uni-Klinik Innsbruck eine seronegative cP bzw. Psoriasisarthritis vom cP-Typ mit Verdacht auf Kollagenose diagnostiziert. Dort wie auch bei meinem jetzigen Hausarzt fühle ich mich endlich ernst genommen.

    Nachdem auch bei mir Quensyl nichts brachte, bekam ich Mtx i.m. gespritzt. Das hat mir schon innerhalb weniger Wochen so gut geholfen, dass ich das Cortison von 6,25 mg auf 5 mg reduzieren konnte. Leider musste ich Mtx im Dezember wegen stark steigender Leberwerte wieder absetzen. Jetzt soll Gold versucht werden.

    Liebe Grüße aus Tirol
    von Monsti
     
  4. gisela

    gisela Guest

    Hallo Rita,
    ein herzliches Willkommen bei uns. Ich bin 42 Jahre, verheiratet und lebe in Nürnberg. Bei mir wurde vor vier Jahren Psoriasisarthritis (CP ausgelöst durch Schuppenflechte) diagnostiziert. Meine Medis sind MTX (im Moment 20mg), Cortison 5 mg, Folsäure, Ibuprofen und noch so einiges.

    Es ist schon schlimm was unsereins alles so an unqualifizierten Kommentaren, falschen Diagnosen usw. ertragen muß, bis endlich mal ein Arzt handelt. Jahrelang wird einem gesagt ach sie haben keinen Rheumafaktor, sie haben auch kein Rheuma. So hat sich mein Hausarzt geäußert und mich fast drei Jahre hingehalten, nur weil er meinte die geschwollenen Gelenke kommen vom Pfeifferschen Drüsenfieber.

    Seit 4 Jahren bin ich nun bei einem prima Rheumadoc und mit meiner Therapie sehr zufrieden. Aber warum dauert es eigentlich immer so lange bis man mal die richtige Diagnose bekommt? Na ja man muß anscheinend hartnäckig bleiben.

    Ich wünsch Dir auf alle Fälle hier im Forum viel Spaß.

    Liebe Grüße aus Nürnberg
    gisela
     
  5. Rita Sch.

    Rita Sch. Guest

    Hallo Ihr Lieben,

    bedanke mich sehr für die herzliche Aufnahme in Euren Kreis.
    Ich werde auch versuchen, mal in den Chat zu kommen.

    Wünsche Euch alles Gute Rita.Sch