1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Sonnebrille - Krankenkasse

Dieses Thema im Forum "Hilfsmittel" wurde erstellt von Dittmarsche, 9. August 2015.

  1. Dittmarsche

    Dittmarsche Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2012
    Beiträge:
    183
    Zustimmungen:
    15
    Hallo,

    aktuell zum Wetter passend möchte ich einmal fragen, wie es denn mit der Zuzahlung der Kassen zu Sonnenbrille (geschliffene Gläser) aussieht. Hat jemand da Erfahrung?

    Mein jetzige Brille kam mir gestern abhanden, ob entwendet oder verloren, weiß ich nicht. Eine total Katastrophe für mich, die auf das Ding wirklich angewiesen ist!
    Aufgrund von Lupus (UV-Unverträglichkeit), viel mehr aber wegen der Migräne (auren und -schwindel), die bei mir extrem leicht getriggert wird durch Blitzendes und Blendeffekte.
    Beides führt dazu, dass ich draußen quasi ohne Sonnebrille nicht herumlaufe/n kann. Auch im Winter oder manchmal da besonders, wenn der Schnee mich blendet. Aber sogar in Innenräumen, wo ich massiv reagiere auf Strahler, Leuchten ohne Schirm oder ohne Abdämpfung. Im Grunde vertrage ich nur indirektes Licht.

    Ja, wie auch immer, ich bin da exrem empfindlich. Umso wichtiger ist es, für das Autofahren und Fahrradfahren eine Sonnenbrille zu haben.

    Die Brille wurde dann doch noch gestern abend abgegeben (in dem Supermarkt an einem Badesee, wo sie verschwand). Die Gläser sind allerdings nicht nur mit alten, überholten Werten geschliffen, was mir den Wechsel zwischen meiner "normalen" und der Sonnenbrille schon länger Schwierigkeiten bereitet, als auch auch total zerkratzt (was dann auch wieder eher die Migräne triggert und sowieso schon eher in den Bereich "gefährlich" geht, wenn man an die Mobilität denkt).

    Ich habe selber ein denkbar kleines Budget und kann mir das nicht "einfach mal so" leisten.
    Daher bin ich angewiesen darauf, dass die Kasse da mit beiträgt.
    Nur: tut sie das eben unter bestimmten Umständen auch?

    Wenn ja und falls jemand schon so etwas "druchgekriegt" hat: was war da die Begründung? Oder war es wg. der Diagnosen letztlich "ganz easy"?

    Viele Grüße

    D.
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.412
    Zustimmungen:
    234
    Ort:
    Köln
    Hallo,
    Wenn dir dein Augenarzt getönte Gläser aus medizinischen Gründen verordnet und eine Begründung dazu schreibt, dann kannst du versuchen dies bei der Kasse genehmigen zu lassen.

    Aber sonst - wohl nichts zu machen, selbst ich mit über minus 10! musste alles selbst zahlen.

    Kukana
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    bei mir liegt eine ähnliche situation vor. ich habe bislang nichts erreichen können.

    jetzt überlege ich, ob ich die sonnenbrille mal als "hilfsmittel" bezeichnen sollte. ich brauche sie, ohne geht es nicht. will ich im sommer nach draussen, muss ich sie tragen.

    die normale brille ist mittlerweile so zerkratzt, dass ich jetzt deren ersatzbrille nehme, die kaum schutz bietet. leider ist mir die sonnenbrille wg. der fehlenden feinmotorik beim aufsetzen vor einigen tagen hingefallen und jetzt auch zerkratzt. jetzt suche ich zunächst mal vernünftige gestelle, die bezahlbar sind. denn die gestelle sollen die augen schützen.

    am besten mal bei deiner gkv nachfragen.

    lg
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.412
    Zustimmungen:
    234
    Ort:
    Köln
    Brillen zählen generell als Hilfsmittel. Diese auch so zu bezeichnen reicht da nicht aus.

    Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Kostenübernahme angefragt werden, aber a. mit Verordnung und b. mit einer medizinischen Begründung vom Augenarzt oder Klinik.
    Es darf sich also nicht um ein Hilfsmittel handeln dass du täglich sowieso brauchen würdest, sondern um eines das spezielle Bedingungen erfüllt, in diesem Fall starkes Sonnenlicht abwenden soll.
    Eine "normale" Brille für Ferne, Nähe oder Gleitsicht wird nicht erstattet.

    Trotzdem liegt es dann bei dem Sachbearbeiter der KK ob er das anerkennt.

    Kukana

    http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Sehhilfen-826.html
     
    #4 9. August 2015
    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2015
  5. Dittmarsche

    Dittmarsche Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2012
    Beiträge:
    183
    Zustimmungen:
    15
    Danke Euch beiden und Kukana insbesonder für den Link für Eure Antworten. Ich habe jetzt gerade mal ein Schreiben erstellt.
    Und berichte, was dann nun passiert.

    Eure Erfahrungen klingen ja erstmal nicht so erfolgversprechend. Aber warten wir es ab.

    Tatsächlich fiel mir beim Schreiben des Schreibens :-D ein und auf, dass ich die Sonnenbrille mindestens so viel trage, wie die "normale" Brille. Eben, weil ich sie genauso häufig brauche. Nämlich IMMER, wenn ich aus dem Haus gehe sowie auch eben manchmal in Innenräumen (vor allem Kaufhäusern oder Cafés oder Hotels, wo es viele Strahler, viel Glas oder Spiegel gibt.
    Auch die Mischung Kunst- und Tageslicht und die daraus entstehenden Irritationen sind für mich blanker Horror.

    Leider eine Marotte und Macke in Arbeitswelten, auch da Kunstlicht obligatorisch anzuknipsen, wo es nicht mal nötig wäre, weil genug Tageslicht vorhanden. Aber an uns arme Migräniker denkt ja niemand :).

    LG
    D.