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sonderregelung zum betreten der grundschule

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von Vanesschen, 5. Oktober 2012.

  1. Vanesschen

    Vanesschen Neues Mitglied

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    hallo.meine tochter wurde diesen sommer eingeschult.in eine ganz normale schule.sie hat seit sie 3 ist rheuma und von geburt an hüftdysplasie beidseits.nun ist es so.wir haben einen zettel bekommen,das die eltern ihre kinder nicht mehr in die schule begleiten dürfen,nicht mal ins schulgebäude. früh stehen die ganzen lehrer vor der tür zu den klassenzimmer und lassen keine eltern durch.wir sollen unsere kinder am schultor abgeben,zwecks selbständigkeit. nun meine frage.bei wem ist das auch so?ich möchte gern eine sonderregelung,das ich meine tochter an tagen,wo es ihr nicht so gut geht,in die schule begleiten kann.zwecks ranzen tragen usw.sie wiegt auch nur 19,8 kg,1,19m mit 8jahren. demnächst wird sie zum dritten mal an der hüfte operiert,wie soll das bloss klappen.wer hat erfahrungen und hilfreiche tipps für uns. danke
     
  2. neele

    neele Mitglied

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    Hallo,

    so etwas habe ich noch nie gehört. Diese Sonderregelung kann die Schule nur selbst aufgestellt haben.

    Hole dir am besten einen Termin beim Direktor und Klassenlehrer und bespreche mit denen eurer Problem. Ich denke sie werden dir dann erlauben deine Tochter bis zur Klasse zu bringen.

    Irgendwie haben die sie nicht mehr alle so ne Sonderregelung aufzustellen!!!!!!

    LG Birgit
     
  3. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @neele
    Nu mal langsam.....
    Warum denn gleich so draufbollern? Du kennst doch den Hintergrund nicht und weißt auch gar nicht, ob Vanesschens Kind dabei überhaupt bedacht wurde.
    Dass die Regelung für die Kleine nicht passt, da sind wir uns allerdings einig.

    @Vanesschen
    Du machst das schon richtig; lass dich nicht ins Bockshorn jagen und versuche, die Situation mit der Schule im Guten zu klären. Vermutlich ist den Lehrern oder der Schulleitung nicht klar, was das für dein Kind bedeutet. Die Regelung an sich finde ich nicht falsch - es gibt nämlich leider immer öfter Kinder, die grundlegende Dinge nicht mehr in der Lage sind zu regeln (beispielsweise sich selbst die Schuhe zuzubinden). Für dein Kind muss jedoch mit Bedacht eine angemessene Lösung gefunden werden; die könnte z. B. so aussehen, dass entweder andere Kinder (was spricht dagegen?? fände ich gut fürs Sozialverhalten!) oder eben Lehrer ihr helfen, wenn Hilfe benötigt wird.
    Inklusivschulen leben genau davon!

    Viel Glück, Frau Meier
     
  4. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo Vanesschen,
    diese Regelung ist an den Grundschulen, die ich kenne, üblich. Eltern, die mit ins Klassenzimmer gehen, ihrem Kind die Tasche an den Platz tragen, beim Anziehen der Hausschuhe helfen.... , bergen i.d.R. für die Schule und die pädagogische Aufgabe der Schule "Probleme": 1. Das Kind macht nichts alleine, ist bis ins Klassenzimmer auf die Mutter fixiert und will alle Probleme von der Mutter geklärt haben. (Ist leider keine Einzelerfahrung.) 2. Die Eltern im Klassenzimmer beobachten natürlich auch andere Kinder - wie machen die etwas, können die sich schon umziehen etc. Sie sprechen dann auch andere Kinder an. Das geht nicht. Klassenzimmer sind "elternfreier" Raum und Kinder sollen selbständiger werden.

    Bei uns werden die Schüler auch an der Schulhaustür "abgegeben" und gehen alleine; Eltern warten vor der Schule.

    Selbstverständlich gelten Ausnahmen für eingeschränkte Kinder. Wir hatten auch Schüler mit Rheuma - es war klar, dass mit den Eltern besprochen wurde, dass die Eltern da mitdürfen. Aber eine Schule kann nicht im Vorfeld alle Ausnahmen aufführen, denn dann sind plötzlich alle Eltern eine Ausnahme. Also: Gespräch mit der Klassenlehrerin, wie es der Tochter geht, was wichtig ist, was die Schule beachten muss und wie die Zusammenarbeit Schule-Elternhaus klappen soll.

    LG
    Pezzi
     
  5. Katy

    Katy Mitglied

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    Hallo Vanesschen,
    auch bei uns ist das so (stehen extra Schilder am Schulhof mit einem süßen Spruch), allerdings gibt es auch Ausnahmeregelungen. Ich denke, wenn du das mit der Schule besprichst, dürfte das wohl kein Problem mehr sein. Habt ihr vielleicht mal an einen Trolley gedacht? Das ist nicht ganz so belastend für die Gelenke.
    Ich hoffe ihr findet einen Weg.

    Liebe Grüße Katy
     
  6. Julia123

    Julia123 rheumatic pixie

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    Hallo,
    ich kenne diese Regelung auch. Aber ihr seid da ja auch wirklich ein Sonderfall, bei dem man eine andere Lösung finden muss.

    Mein Tip wäre, sich erstmal ein Attest vom Arzt zu holen. in dem steht, dass deine Kleine weder die Schultasche tragen kann, noch darf. Danach machst du einen Termin mit der Schulleitung und dem Klassenlehrer / der Klassenlehrerin aus, in dem ihr gemeinsam überlegt, wie man vorgehen kann. Wenn sie partout nicht wollen, dass du als Mutter die Schule betrittst, dann liegt es in der Verantwortlichkeit der Schule, zu organisieren, dass jemand anderes (Hausmeister, Klassenlehrerin, Mitschüler) dem Kind die Sachen trägt.

    Wichtig ist das Attest!

    Liebe Grüße
    Julia123
     
  7. nomen.nominandum

    nomen.nominandum Neues Mitglied

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    Hallo,

    bei meinen Kindern ist das auch so.
    Bei meinem mittleren Sohn ist ein schwer herzkrankes Kind in der KLasse. Er kann auch nicht seinen Ranzen tragen. Er hat zum einen einen Trolley und zum anderen sind die anderen Mitschüler sehr hilfsbereit. Das fing auch schon am ersten Schultag an. Besagtes Kind ist auch nicht größer als deine Tochter und wiegt nur 14kg. Es findet sich jeden Tag ein Kind das seinen Ranzen mit ins Klassenzimmer nimmt und ihm auch hilft seine Jacke aufzuhängen (er kommt nicht an den Haken). Die Mutter geht nur in Ausnahmefällen mit.
    Die Mutter sprach am ersten Elternabend mit der Klassenlehrerin (findet hier vor der Einschulung statt) über die Krankheit des Kindes und diese sprach mit den Kindern darüber. So ist es jetzt seit über 1 Jahr völlig normal, dass das Kind XY nicht am Sportunterricht teil nimmt, nicht in der Pause auf dem Schulhof rumrennt, nicht alleine seinen Ranzen tragen kann usw. Für die Kinder untereinander ist das kein Problem. Alle helfen, wenn es nötig ist.

    Ich kann dich trotzdem gut verstehn, dass man in Sorge im sein Kind ist!

    LG NN
     
  8. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo Vanesschen,

    diese Regelung gibt es an unserer Grundschule genauso. Deshalb hätte ich dir auch den Tornister-Trolley empfohlen. Den haben bei uns inzwischen etliche Kinder; vor allem die mit nem langen Schulweg.

    Ansonsten würde ich auch mit der Lehrerin sprechen, dass man da für euch z.B. nach einer evtl. OP eine Ausnahme-Regelung findet. Und mit Attest dürftest du da auch auf offene Ohren stoßen.

    Ich bringe meinen Sohn (4.Klasse) freitags immer noch bis in die Schule, da er dann Tornister, Sporttasche und Gitarre zu schleppen hat. Da könnte mich ruhig jemand ansprechen - da würden die mich halt mal von ner anderen Seite kennenlernen:)). Wichtig ist nur, dass man die Lehrerin früh morgens nicht noch mal eben schnell auf irgendein Problemchen anspricht. Das haben die nicht wirklich gerne. Genau das Gleiche gilt für den Schulschluss. Wenn du ein Anliegen hast, schreibe deine Tel.nummer ins Hausaufgabenheft und bitte um einen Anruf. Oder melde dich für die Sprechstunde an (bei uns einmal in der Woche möglich). Dann findet sich sicher eine gute Lösung für alle Beteiligten!

    Lg Clödi.
     
  9. Patty

    Patty Mitglied

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    Huhu
    die regelung gab es bei uns auch.
    Beim Trolly aufpassen, das die KInder nicht ständig Treppen steigen müssen, den die Trolly´s sind generell schwerer, da wäre es kontraproduktiv, wenn sie den dauernt heben müßte.

    1. Artest besorgen, aus dem hervorgeht was sie hat und welche Einschränkungen sie hat.
    2. Gespräch mit der Lehrerin suchen. Möglichkeit eines 2. Schulbuchsatzes klären, dann würe der Tornister schon mal leichter, wenn der in der Schule liegt und nicht getragen werden muss.

    Bei meiner Tochter war ein Mädel mit Glasknochen in der Schule, die hatte die Erlaubnis anstelle von Heften, Hefter zu benutzen und mußte nur die einzelenen Blätter mitnehmen, die hatte auch einen doppelten Schulbuchsatz und alle Stifte doppelt. Alles blieb bis auf die aktuellen Blätter in der Schule oder eben zu hause. Weil eben alles doppelt vorhanden war.

    Offenes Gespräch der Lehrerin mit den Kindern in der Klasse, wo gesagt wird, was deine Tochter und das sie deshalb Dinge erlaubt bekommt, die sonst nicht erlaubt sind. Wie z.B. in der Pause im Klassenzimmer bleiben oder andere DInge.

    Alles wird gut, kranke Kinder wurden bei der Regelung nicht bedacht.
    Es wird bestimmt eine für euch passende Lösung gefunden.
    Kopf hoch.
     
  10. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Bärlin :-)
    ??

    Hi,
    meine kinder sind nun schon eltern.
    nur,eins kenne ich nicht.
    kinder in die grunschule bringen.
    ab dem ersten schultag ging jedes meiner vier kinder ohne mich
    in die schule.wenn ein kind probleme hatte,
    halfen die lehrer oder mitschüler.auch die schultaschen waren damals nicht leichter.
    nachdenkliche fragegrüße
    gitta
     
  11. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo

    also allgemein, schliesse ich mich mal an:
    meine kinder waren sogar "froh" dass mama nicht mit in die schule kam,
    oh gott wie peinlich :D

    dass man kinder zum sebständigsein heranziehen will und soll, keine frage!

    der übergang von der kita zur schule erfolgt ziemlich steil und so manches kind
    kann eben nicht damit umgehen! es ist was ganz anderes, wenn mama noch hilft,
    als der/die lehrer(-in) mit dem das kind noch nicht mal warm geworden ist!
    abgesehen davon, dass diese dafür gar keine zeit haben, weder ein nerv , geschweige
    denn noch zeit! das mag beim erzieher im hort anders sein. es werden wohl eher
    dann die anderen kinder sein, die hier helfen.
    gut wäre dann, wenn gleich zu schulbeginn, in angemessenen rahmen, sowohl der
    lehrer , als auch die mama mit aufklärenden worten , den anderen kindern nahe
    bringt welche probleme bestehen.

    @ inder schule meiner kinder, gab es s.g. integrationsklassen. dort wurden behinderte
    und nicht behinderte kinder gleichsam unterrichtet. keiner glaubt, wie schnell hier
    ein zusammenhalt gewachsen und dieses kind komplett integriert war.
    das allein war auch ein riesen verdienst der klassenlehrerin, der man nur danken
    kann für so viel verständnis!

    man glaubt gar nicht, wie eitel auch schon die ganz kleinen schulgänger sind.

    aber auch das gegenteil:

    da wird mit 70 in eine kleine sackgasse geknallt, ohne rücksicht auf schulkinder,
    die die strasse queren müssen. am besten, wird das liebe auto noch im
    schulflur geparkt! das kann ich hier jeden morgen live miterleben.

    @vaneschen
    eine solche regelung kenne ich selber nicht. sicher hält das jede schule anders.

    @danke gitta! sowas gabs wirklich nicht!

    @vaneschen, aber auch hier:
    -wäre es sicher gut gewesen vor schulbeginn bereits mit der betreffenden lehrerin zu
    sprechen. denn bereits vor schulbeginn stehen lehrer und klassenzusammenstellung fest.
    das hätte befindlichkeiten vermíeden. die lehrerin wär eingeweiht und es wäre mit dir und
    dem schulleiter zusammen sicher gleich eine lösung gefunden worden, ohne dich und dein
    kind in probleme zu bringen.

    -attest vom doc holen ist anz wichtig, weil verschiedene dinge u.U. nicht gehen:
    langes laufen und stehen, sportliche übungen, schreiben, sitzen, tragen der schweren
    schultasche usw. ggf. sogar eine andere schulbank und sitz, sowie schreibhilfen.

    -im sportuntericht gilt es zu überlegen ganz oder teilbefreiung, warum:
    jedes kind möchte mitmachen und vor allem in der klasse kein aussenseiter sein.
    das wird es aber schnell, wenn es gar nichts darf. also gut überlegen und eventuell
    leichte dinge erlauben: erwärmung(ohne rennen) kleine gymn.übungen usw.
    das natürlich in absprache mit dem doc, was möglich ist. wenn es nicht geht-ok.
    aber wichtig: das kind ist nicht ausgegrenzt!!!! und findet am anfang seinen platz
    in der klasse, ohne beschimpft zu werden (leider praxis, auch bei kleinen!)

    ich wünsche dir und deiner kleinen trotzdem einen guten start in die schulzeit und
    dass sowohl du dir hilfe holst, als dass auch dein kind immer sagt, wenn was nicht geht!
    nur so wird der schulalltag für euch kein desaster.

    sauri
     
    #11 8. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2012
  12. Vanesschen

    Vanesschen Neues Mitglied

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    erstens mal kann man früher nicht mit heute vergleichen.du(gitta) kennst unsere schule und die umstände nicht.hast du selber ein rheumakrankes kind was dazu noch beidseitige hüftdysplasie hat.(bereits 2mal operiert wurde,von geburt an nur im krankenhaus ist,mit 2 monaten einen hüftgipps bekommen hat,mit 3 die erste mtx spritze,punktionen ohne ende,magendarmspiegelungen,dann enbrel,jetzt humira,fructoseunverträglichkeit usw.hat?ich glaube kaum.also wäre es nett solche komentare zu lassen.und ich habe monate vor schulbeginn mit der lehrerin und schuldirektorin gesprochen.doch wenn diese die einstellung haben,wenn man nichts sieht,dann ist da auch nichts.und wenn man einen knochenbruch mit JIA vergleicht,dann kann man sich denken,das von diesen personen nie verständnis oder interesse kommen wird,meiner tochter den schulalltag zu erleichtern.wenn meine tochter einen schub hat und in die dritte etage muss,dann ist es ihr nicht peinlich das ich mit bin,sondern eine erleichterung für sie.meine tochter hat es bis jetzt nie leicht in ihrem jungen leben gehabt.zumal im kindergarten und umfeld ihre gesundheitliche situation nie wirklich anerkannt wurde.aber wer selber kein krankes kind hat,kann und brauch hier nicht mitreden.ich finde es traurig zu urteilen,wenn man den ganzen sachverhalt garnicht kennt.und es nervt,wenn leute antworten weil sie denken sie könnten und müssten mitreden.
     
    #12 8. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2012
  13. Vanesschen

    Vanesschen Neues Mitglied

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    meine tochter hat einen schwerbehindertenausweis (80).wie schon bereits geschrieben,haben wir schon lang vor der einschulung mit der schule diskutiert.es wurde vieles gesagt,aber nichts gehalten.meine tochter wurde erst diesen sommer eingeschult,da sie durch ihre hüft ops zurückgestellt wurde.und nichts mit fahrbarem ranzen,sie muss in die dritte etage,da die lehrer unten sind.und meine tochter ist schon viel reifer für ihr alter als du denkst.durch das,was sie schon alles erlebt hat.bist du damals auch so krank gewesen?bestimmt nicht.ich habs satt,das man sich rechtfertigen muss,wenn man seinem kind helfen will,damit es es etwas leichter und schmerzfreier im leben hat.
     
  14. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Vanesschen,

    ich denke das du dafür eine Sonderregelung bekommen musst, es geht dir ja hauptsächlich um die Tage, an denen es schlechter geht.

    Ich finde es schon für gesunde Kinder nicht gut, so schwere Büchertaschen zu tragen, einige Schulen handhaben es deshalb auch so, dass die Kinder ein Fach in der Schule haben und nur das mit nachhause nehmen, was für die Hausaufgaben benötigt wird.

    Einem rheumakranken Kind sollte das doch zumindest ermöglicht werden.

    Deine Tochter sollte auch einen "rheumagerechten" Arbeitsplatz-Tisch-Stuhl im Klassenzimmer haben.

    Wenn du allein mit Gesprächen bei Lehrer und Schulleitung nicht weiterkommst, dann kannst du dir auch Rat und Hilfe bei einem Behindertenbeauftragten deines Bundeslandes, deines Wohnbezirks holen.

    Hier findest du Kontaktadressen der Bundesländer:
    http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=39042
     
    #14 8. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2012
  15. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo Vanesschen,

    ich danke @dittmarsche.
    vanesschen, habe auch das gefühl, dass du gerade mit usern die dir gern helfen wollen
    und tipps geben sehr unfair umgehst.
    eine meinung darf man haben. das darf aber nicht dazu führen, dass user nun überlegen aufzuhören,
    hier im forum zu schreiben. weil ein solcher umgang nicht in ordnung ist.

    ich bitte dich, dein text an gitta zu überdenken. sie kann nichts dafür, dass du mit sicherheit zurecht
    traurig und sauer bist, auf das verhalten der schule und lehrerin. was im übrigen wohl jeder wäre,
    der ein solches problem hätte.

    dass dein kind solche mannigfaltige éinschrenkungen hat, ist sicher sehr schlimm. aber , gut ist, wenn
    es so früh wie möglich lernt mit ihren einschrenkungen fertig zu werden und umzugehen.
    Mama kann eben nicht immer dabei sein, obwohl, du sicher sorge um dein kind hat, dass es den tag
    bewältigt und hilfe und unterstützung bekommt.

    ein schulalltag bietet dabei viele punkte, nicht nur den zum hineinbringen morgens.
    ich denke gerade über tage, die vielen treppen rauf und runter, wechseln zwischen den klassen-
    räumen muss durch dein kind dann auch allein bewältigt werden. das mag in der ersten klasse noch
    nicht so schlimm sein, aber, das wird mehr.

    es stimmt so nicht, dass man das mit früher nicht vergleichen kann! die kinder sind schon immer
    in die schule gegangen. die mit behinderung wurden bis anfang der 90'iger jahre nicht gesondert
    beachtet. sorry, da sind die schulen leider noch viel schlechter auf behinderte eingestellt gewesen!
    und das schreibe ich dir aus eigener erfahrung. eine solche möglichkeit gab es wenn dann nur
    in den schulen, die eigens für behinderte eingerichtet wurden. nur die konnte man suchen und
    hätte u.u. dazu geführt diese kinder internatsmässig unterzubringen.

    heute gibt es z.teil schon aufzüge und behindertengerechte normale zugänge, schulfächer etc.
    das hatten die behinderten kinder früher nicht.

    mein tipp
    wende dich bitte an die schulrätin eures landkreises, die für grundschulen zuständig ist. schildere
    bitte dein problem, auch dass du mit der schule gesprochen hast und hier keinen zugang gefunden
    hast. bitte um ihre hilfe und dass dies zukünftig keine basis für den umgang mit deinem behinderten
    kind sein kann. wenn im vorfeld dort keine lösung möglich war, wirst du weiterhin dort kaum
    verständnis. finden. aus erfahrung weiss ich, dass dies gut funktioniert.

    noch eine frage
    ich weiss nicht wo ihr wohnt. gibt es bei euch im näheren umkreis keine schule die behindertengerecht
    ausgestattet ist? hier wäre ja auch die möglichkeit zu finden, dass dein kind mit dem transport in
    die schule käme, wenn der weg zu umständlich ist. nochdazu sind diese schulen auf behinderungen
    von kindern komplett eingestellt. sowohl im unterichtsgeschehen, als auch im hortbereich.

    vielleicht aber dann spätestens eine option, wenn ein schulwechsel nach der 4.klasse ansteht,
    sofern dein kind keine gesamtschule besucht.

    wie gesagt, dass alles sind tipps und hinweise, die in keinster weise für dich bindend sind.

    sauri
     
    #15 8. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 9. Oktober 2012
  16. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo Vanesschen,
    wenn dein Kind einen Behindertenausweis mit einem GdB von 80 hat, die Einschulungsunterlagen aufzeigen, dass die Einschulung wegen der OP´s zurück gestellt wurde, dann ist es bedenklich, wenn die Schulleitung dir - so verstehe ich dich - verbietet, die Schule mit zu betreten oder mit dir ein Gespräch zu führen, ob sie am Sportunterricht teilnimmt, in welchem Maße etc.

    Schulregelungen sind Ländersache und daher in jedem Bundesland anders. Aber gleich ist, dass es einen Schulrat gibt. Den solltest du sofort informieren (Schulamt der Stadt, des Kreises - wo du halt wohnst aufsuchen), besser noch, persönlich vorbei gehen und ihm genau schildern, was die Schule macht bzw. nicht macht.

    Dass öffentliche Regelschulen nicht alle Ausnahmen aufführen, ist klar, den Grund erwähnte ich in meinem 1. Beitrag. Rufe morgen beim Schulamt an (in den Einschulungsunterlagen ist das auch angegeben), lasse dir einen Termin geben und schildere die Situation.
    Da findet sich eine Lösung.

    Viele Grüße
    Pezzi - und ich wage es doch mal, dazu was zu schreiben, weil ich u.a. in einer Schule arbeite und diese Situation aus Lehrersicht eben durchaus kenne.
     
  17. took1211

    took1211 Guest

    @ Pezzi - ich schließe mich deiner Meinung an (auch aus meiner Berufserfahrung).

    @ Vanesschen - ich möchte dir noch einen Tipp geben.Du hattest u.a. erwähnt,dass die Schultasche deiner Tochter sehr schwer ist.Ich würde einen Satz Lehrbücher
    in der Schule zum Arbeiten im Unterricht hinterlegen.Ein Zweiter Satz Lehrbücher stünde zuhause für die Lernarbeit zur Verfügung.Somit wäre die Schultasche
    wesentlich leichter.
    Aufgrund der Erkrankung deiner Tochter wäre eine totale bzw. teilweise Sportbefreiung( wenn,dann nur gymnastische Übungen) vom Sportunerricht erforderlich.
    Selbst bei einer totalen Sportbefreiung müsste deine Tochter nicht in der Sporthalle herumsitzen,sondern könnte sich in dieser Zeit mit sinnvollen Aufgaben
    beschäftigen.All das könnte in einem Gespräch an richtiger Stelle einvernehmlich erörtert werden.
    lg took
     
  18. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

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    Hallo Vanesschen,

    ich muss mal ganz schlicht fragen, hat Deine Tochter einen "festgestellten Förderbedarf im Bereich der körperlichen und motorischen Entwicklung" (kann je nach Bundesland unterschiedlich heißen), d.h. wird sie als Schülerin mit einem besonderem Förderbedarf an der Grundschule beschult? Wurde hierzu vor der Einschulung oder jetzt danach eine sonderpädagogische Diagnostik gemacht?

    Wenn ja, dann stehen ihr umfangreiche Nachteilsausgleiche und eine zusätzliche sonderpädagogische Betreuung zu. Nachteilsausgleiche können u.a. ein zweiter Büchersatz, Zeitzugaben, Arbeitshilfen, Hilfsmittel, angepasster Sportunterricht, ... sein. In der Regel kommt dann auch ein Sonderpädagoge für (mindestens) eine Förderstunde an die Schule und ist auch dazu da, die Grundschullehrer zu beraten, wie Deine Tochter am günstigsten zu fördern und zu unterstützen ist. Der Sonderpädagoge wäre dann auch Dein Ansprechpartner und Unterstützer in der Schule, um ganz praktische Probleme zu lösen.

    Sollte Deine Tochter keinen sonderpädagogischen Förderbedarf haben, solltest Du Dir überlegen, ob Du einen für sie beantragst. Bei Kindern mit chronischen Erkrankungen bzw. körperlichen Handicaps wäre es der Förderbedarf mit dem Schwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung. Den Antrag stellst Du bei der Schule. Es findet dann eine spezielle Diagnostik statt und es wird ein Gutachten erstellt. Das wird mit Dir besprochen und es gibt eine Beschulungsempfehlung, welche Beschulung bzw. welche Maßnahmen für sie empfohlen werden. Die letztliche Entscheidung darüber aber liegt bei den Eltern.

    Wie das in Deinem Bundesland genau läuft, musst Du mal erfagen. Lass Dich beraten. Schule oder Schulamt können Auskunft geben.
    Übrigends, für die Befreiung vom Sportunterricht oder für ärztliche Einschränkungen im Sportunterricht ist der Amtsarzt zuständig. Sein Attest ist für die Schule bindend.

    viele Grüße von der kleinen Eule
     
  19. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Noch mal kurz zu dem Thema: Wieso werden die Kinder denn noch zur Schule gebracht??

    Als ich in den Siebzigern in die Grundschule gelaufen bin, gab es nur sehr sehr wenige Autos auf dem Weg dorthin. Wenn man dieselbe Strecke heute läuft, kann man froh sein, wenn man heil ankommt.

    Desweiteren ging früher jedes Kind in die GS, die möglichst nah am Elternhaus lag. Heute kannst du in jede x-beliebige Schule gehen. Da wählt man halt die Schule, wo das Konzept zum Kind passt und die entsprechende Nachmittagsbetreuung angeboten wird (falls man sie braucht wegen Berufstätigkeit). So kann der Schulweg schon mal länger sein, als noch vor zig Jahren.

    Und wenn ein Kind dann noch krank ist, wie bei Vanesschen, dann bringt man es eben zur Schule. Für mich gar keine Frage...

    Ich verstehe hier nur die Grundschule nicht! Haben die denn keine Klassenräume im Erdgeschoss??? Die haben doch vorher gewußt, dass ein Kind mit speziellem Handicap kommt. Das plant man doch dann irgendwie ein! Mein Sohn hat z.B. seit mehr als drei Jahren den gleichen Klassenraum. Da wurde nämlich für Unsummen eine Schallschutzdecke für ein hörbehindertes Kind eingebaut. Es geht also auch anders, wenn Schule nur will. Wenn Inklusion gewollt ist, dann müssen solche "Probleme" eben gelöst werden. Ich schreib mich gerade in Rage:D

    Lg Clödi.
     
  20. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo clödi

    ganz so ist es nicht mit den einschulungen heute.

    aber und da hast du völlig recht, inklusion muss gewollt sein. das scheint hier nicht der fall.

    also vanesschen, du solltest wirklich den weg über das schulamt suchen. viel erfolg!


    @ zur info für die jenigen die kinder einschulen müssen, egal ob behindert oder nicht:

    ...auch heute müssen die kinder laut schulgesetz wieder unmittelbar am wohnort eingeschult werden.
    es sei denn ich möchte das kind in eine private schule schicken. waldorff oder montessouri...
    (§ 41 Absatz 5 SchulG)...

    denn seit 2010 sollen die "kinder mit beeinträchtigungen" dort lernen können ohne hindernisse,
    wie alle anderen gesunden kinder, ohne auf eine sonderschule für behinderte kinder eingeschult
    werden zu müssen.

    das ist in der:
    ...
    Uno-Konvention
    über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, geregelt,
    die seit 1. Januar 2009
    in Deutschland, rechtskräftig ist.

    Artikel 24 fordert für behinderte Menschen "ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen
    und lebenslanges Lernen". Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, Behinderten den
    "Zugang zu einem integrativen, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen
    und weiterführenden Schulen" zu ermöglichen. ...

    sauri
     
    #20 8. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2012