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Sohn wird ausziehen ... und meine Gedanken dazu

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von anko, 22. Januar 2006.

  1. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo,

    nachdem es hier im Hause mal wieder richtig gekracht hat (ich hatte meinen LeGe rausgechmissen, da es ständig krach gibt. Er ständig am nörgeln ist ... vor allem mit meinem großen Sohn, 19), hat mein Sohn gesagt, dass es doch vielleicht besser ist, wenn er auszieht und nicht mein LeGe. Denn den meisten Stress gibt es doch zwischen ihnen beiden, bzw. aufgrund der Streitereien zwischen den beiden. Er meint, selbst wenn mein LeGe jetzt ausziehen wird, dann wird er ja in spätestens 2 Jahren auch ausziehen und das könnte man ja auch schon vorziehen.

    Nun ist es so, dass ich das zwar einerseits unterstüzte und auch gut finde. Hatte den Gedanken auch selbst schon manches mal. Andererseits habe ich Angst.

    Mein Großer ist hat sehr wenig Selbstbewusst sein und hat auch sonst immer mal ein paar Durchhänger. Er hat jetzt nach Abschluss der Realschule eine höhere Schule und eine Ausbildung abgebochen, da er keinen "Bock" mehr hatte und sowieso alles doof ist. Seit August 05 hat er wieder einen Ausbildungsplatz als IT-system-Elektroniker, wo es ihm nach seinen Aussagen auch sehr gut gefällt, aber trotzdem geht er nicht umbedingt immer hin. Die Ausbildung fing mit dem Berufsschulblock an und nachdem er am ersten Tag da war, hat er sich gleich 2 Wochen nicht mehr dort sehen lasse.... Nun gibt es mit der Lehrerin, meinem Sohn und mir, die Vereinbarung das jeder Tag mit Unterschrigt der Lehrerin im Heft bestätigt wird. In der Firma ist es ähnlich. Er muss sich jetzt jeden Tag aus der Firma melden, dass er da ist. Das Problem dabei ist, er fährt morgends los und kommt dann dort einfach nie an. Kommt abends nach Hause und erzählt wie toll es in der Schule war, was er in der Firma heute gemacht hat etc. Rausgekommen ist das immer nur, weil der Chef durch Zufall immer mich am Telefon hatte um die Krankschreibungen meines Sohnes einzufordern.... Bin ich natürlich nicht so begeistert drüber :( Warum er nicht ankommt, kann er mir auch nicht erklären. Er will hingehen, aber dann traut?? er sich aus irgendwelchen Gründen nicht...)
    Wegen dieser ganzen Sachen ist er nun in psychologischer Behandlung. Sein größtest Problem, soll der ganze Stress hier zu Hause sein. Das Gemecker meines LeGe und der Stress den mein Lege und ich habe, meistens oder ausschließlich wegen seiner MEckerei. Die Psychologin hat ihm vorgeschlagen, ob sich durch ausziehen nicht alles regeln würde.

    Nun habe ich Angst, dass er diese Ausbildung auch wieder verliert, da er nicht mehr hingeht. Sich ständig krankmeldet.
    Wenn Post von der Bank kommt, dann macht er die erst gar nicht auf, Formulare der KK werden einfach in die Schublade gelegt (die muss magische Fähigkeiten haben, was man dort reinlegt erledigt sich von selber und alles wird gut...) . Darauf angesprochen kommt dann, ich wusste nicht wie ich das ausfüllen soll. Er fragt nicht nach.... Was passiert denn, wenn er in eine WG zieht, fängt er sich dann (wie er selber sagt, funktioniert alles gut, wenn wir nicht da sind, wenn wir da sind, ist es wie eine Blockade in ihm und er bekommt nichts mehr hin) oder geht dann alles den Bach runter.
    Bin ich mit meinen Gedanken, dass mein Sohn eine Ausbildung braucht einfach zu spießig. Soll ich ihn einfach machen lassen. Aber davor habe ich Angst. Was ist denn in 5 Jahren, wenn er dann "regelmäßig" einen Job nachgehen möchte und alle sagen, "was, 3 Ausbildungen abgebrochen..., danke, probieren sie es mal woanders".

    Manchmal habe ich das Gefühl, mein Sohn lebt nur im Rechner. Er ist zu Hause fast nur am Rechner, macht auf LAN-Partys auch echt gute Platzierungen, ist wohl wirklich gut als "pro-gamer". Aber es gibt doch auch ein Leben ausserhalb des Rechners. Und da kann man nicht einfach auf Reset drücken und beim letzten Speicherstand wieder neu anfangen, wenn einem was nicht gefällt oder nicht geglückt ist........

    Morgen wird er nun erfahren, ob das mit dem Zimmer in der WG was wird. Hört sich ganz gut an, bis auf das, dass die Frau (21) die die Zimmer vermietet auch die letzten 2 Monate nicht in der Schule war. Nun aber wieder hingeht, da sie nun doch beschlossen hat, dass sie das Abi braucht. Ansonsten spielt sie in einer Band und ist mit der wohl kurz davor Ihren ersten Plattenvertrag abzuschließen. Aber die WG wird ja aus 4 Leuten bestehen....

    Ich bin so hin und her gerissen, was ich machen soll. Soll ich ihn einfach ziehen und machen lassen und wenn er den Bach runter geht einfach zugucken. Oder soll ich zum Beispiel die Kontrollmechanismen (anrufen von der Arbeit bzw. Unterschriften der Schule) weiter aufrechterhalten und bei Nichteinhaltung Geld streichen?? Er wird von uns 450 Euro dazu bekommen. 300 sind der Unterhalt den ich von seinem Vater für ihn bekomme, 150 Kindergeld. Ich weiß echt nicht, was hier der richtige Weg ist. Vielleicht gibt es den auch nicht, aber ich war schon lange in meinem Leben nicht mehr so unsicher, was ich machen soll.

    So, nun habe ich euch genug zugetextet. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

    Gruß

    anko

    P.S. Das letzte mal nach dem Eishockey spielen hatte er ein total dickes und schmerzhaftes Knie. Er meint er ist nicht hingefallen, hat keinen Puk drauf bekommen etc. Meckert manchmal über schmerzende Gelenke, hat bei Kälte ständig blaumarmorierte Hände...nicht das er auch noch Rheuma gekommt .......
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Anko,

    Deine Gedanken und Sorgen kann ich sehr gut nachvollziehen - und das, obwohl ich keine Kinder habe. Aber vergiss bitte nicht: Dein Sohn ist volljährig.

    Übrigens bin auch ich mit 19 ausgezogen. Auch ich hatte kaum Selbstbewusstsein und war recht unselbständig. Natürlich erlebte ich anschließend etliche Pannen, trotzdem hatte ich meine Entscheidung niemals bereut. Ich merkte schnell, dass das Erwachsenenleben mit Arbeit und Übernahme von Verantwortung verbunden ist, also handelte ich danach. Ich bin froh, dass ich nicht vom einen gemachten Bett ins nächste gefallen bin, sondern zunächst auf mich alleine gestellt war.

    Irgendwann musst Du zwangsläufig loslassen, auch wenn's weh tut.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    mmhhhhhhhhhh

    Liebe Anko,

    loslassen ist eines der Dinge, die Mütter nie wirklich können.

    Erwachsen werden ist der Prozess im Leben, den wir ein Leben lang durchlaufen.

    Verantwortung für das eigene Tun erlernt man zuhause, früh im Leben.

    Nicht alles, was wir tun, nicht tun oder nie tun werden liegt in der Verantwortung der Eltern oder anderer Menschen.

    Probleme sind dafür da, dass man sie angeht, abarbeitet und dann weitermacht. Wenn dein Sohn dazu psychologische Hilfe braucht, ist es doch ok. Wenn er trotz aller Hilfen nur mit einer eigenen Lebensentschuldigung leben will, musst DU lernen, dich zurückzunehmen.

    Es ist sicher, daß Familienprobleme auch Kinderprobleme sind, nur................ mit 19 ist man kein Kind mehr, sollte rechts von links unterscheiden können und seine eigene Meinung bilden. Daher muss dein Sohn nun lernen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und alle sich daraus ergebenden Konsequenzen auch tragen lernen.

    Dir wünsche ich alle Kraft der Welt für dein Leben !!!

    Grüssle
    Pumpkin
     
  4. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo Anko,

    bin noch nicht viel älter als dein Sohn und selbst vor einem Jahr erst ausgezogen. Nicht, dass es bei mir zu Hause irgendwelche Probleme oder schweren Streitigkeiten gab, aber es hat mir trotzdem sehr gut getan.
    Wenn dein Sohn sagt, dass es bei ihm besser läuft, wenn ihr nicht um ihn herum seid, dann stimmt das ja vielleicht auch. Vielleicht fühlt er sich irgendwie unter Druck gesetzt, bestimmte Erwartungen zu erfüllen und hat Angst, zu versagen. So hört sich das jedenfalls für mich an. Das muss ja gar nicht heißen, dass du oder sonstwer ihm tatsächlich Druck macht, aber vielleicht würde er sich trotzdem freier fühlen. Außerdem tut es ihm auch sicher gut, mehr Verantwortung zu tragen. Wenn er merkt, dass er seinen bisherigen Lebensstandard nicht halten kann, wenn er nicht etwas dafür tut und arbeiten geht, dann wird er sein Verhalten vielleicht ändern. Außerdem ist es ja gut, dass er in psychologischer Behandlung ist. Dann ist die Gefahr ja recht gering, dass er außerhalb deiner Reichweite total abrutscht.
    Ich würde an deiner Stelle auch nicht ständig bei ihm anrufen, falls er tatsächlich auszieht. Natürlich soll er nicht denken, dass du dich nicht mehr um ihn kümmerst. Aber für mich hört sich das eher an, als könntest du ihn schlecht loslassen. Und es ist vielleicht gar nicht gut, wenn er sich so kontrolliert fühlt. Schließlich ist er ja wirklich erwachsen.
    Es ist natürlich schwer das jetzt so genau zu beurteilen. Ist ja klar, dass du Angst hast. Das ist ja auch wirklich verständlich. Aber für dich scheint die Situation ja auch nicht gut zu sein wie sie ist. Vielleicht entspannt das ja die ganze Situation und du kannst alles für dich dann auch klarer sehen.
    Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass der Umgang zwischen mir und meiner Mutter nach meinem Auszug viel besser ist, obwohl ich vorher eigentlich auch keine großartigen Probleme mit ihr hatte. Kann auch gar nicht genau sagen, was besser ist, aber es ist so.

    Hoffe, das konnte dir irgendwie helfen.
    Wünsche dir noch einen schönen Sonntag.
    LG, KatzeS
     
  5. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Hallo Anko
    Ich kann Dir nur sagen, was ich machen würde. Lass ihn gehen.(ich habe es 4 mal mitgemacht) Aber lass die Tür ganz weit offen. Damit er genau weiß, ich kann wieder zurück und sage ihm nicht, das geht doch schief. Denn dann kommt der Gedanke, denen zeigst Du es. Dann siehst Du ihn erst wieder wenn alles zu späht ist. Ich weiß es ist schrecklich den Ersten gehen zu lassen. War bei mir auch so. Aber es muss sein.
    Ich wünsche Dir Kraft und gute Nerven.
    Poldi

     
  6. Lilly

    Lilly offline

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    hallo anko,

    diese probleme kannte ich auch. nur war mein sohn damals 11 jahre alt. er ging auf ein gymnasium und nachher in die nachmittagsbetreeung, da ich ganztäglig berufstätig war.
    er ging oft wochenlang nicht zur schule. diese hielt es auch nicht wert, mich davon zu verständigen (aussage der professoren: wir machen uns die probleme selber mit den schülern aus). er kam jeden abend punkt 18 uhr nach hause und erzählte von seinem tag. zeigte mir seine geschriebenen hausaufgaben usw.
    als ich ihn dann, nach meinen nachtdienst, nachmittags von der schule abholen wollte, um mit ihm ewas zu unternehmen, flog alles auf.
    die professoren und ich hatten dann die selbe abmachung wie du sie hast, er musste sich jeden morgen in der direktion melden, falls er sich nicht meldete musste mich der direktor sofort verständigen.
    tja, dass ging eine weile gut, dann fand mein sohn wieder etwas neues. er meldete sich, und ging einfach wieder weg....
    ich lies ihn damals psychologisch austesten, ob ich ihn vielleicht überfordere, ob er vielleicht nicht intelligent genug für diese schule wäre. das testergebnis war folgend: mein sohn, war für sein alter zu intelligent (sah man schon an seinen aktionen) die schule müsste er mit links schaffen. meine frage : was kann ich machen, wie kann ich ihm helfen? die psychologen: tut uns leid, wir können ihnen nicht helfen, sie kennen ihr kind am besten. wie können nur soviel sagen, dass sie mit ihm immer wieder schwierigkeiten in der schule haben werden...... toll, nicht?
    ich lies ihn noch ein halbes jahr an dieser schule. als sich nichts besserte, nahm ich ihn von der schule und er ging in eine normale hauptschule, ohne tagesbetreuung.
    von da an hörten die probleme schlagartig auf. er wurde ein guter schüler, lernen sah ich ihn zu hause nie, aber er hatte immer gute noten. nach der schule ging er geradewegs nach hause und trieb sich nicht auf der strasse herum (habe ich selber oft getestet, ihm nicht gesagt, dass ich frei habe usw)
    nach der hauptschule machte er eine lehre als autoelektriker (keine probleme in der berufsschule, schrieb nur 1. und 2.)

    dass dachte ich auch immer von meinem sohn, aber das war nicht so.... er konnte sich ausserhalb des hauses sehr gut durchsetzten, und er wusste, was er wollte ;)

    ich finde es gut, wenn dein sohn versuchen will auf eigenen beinen zu stehen. er wird schnell lernen, wirklich selbstständig zu sein ......
    bei problemen kannst du ihm, falls er deine meinung dazu hören will, auch dann noch helfen.
    sind wir mal ehrlich: haben wir immer die ratschläge unserer eltern befolgt? also ich nicht, haben mir oft selber die nase anlaufen müssen- aus schaden wird man klug.... und darum weis ich auch, dass das bei unseren kindern auch nicht funktioniert, so weh uns das auch tut...
     
  7. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Beitrag gelöscht

    weil ich zu sehr von meinen persönlichen Fall ausgegangen war.

    Aber kein Fall ist wie der andere!

     
    #7 22. Januar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2006
  8. Bodo

    Bodo (Mittel)alter Hund

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    Wir haben im Bekanntenkreis einen ähnlichen Fall. Auch da lief vieles Falsch. Es ist schwierig, das Richtige tun und zu raten.
    Die Ausgangsbasis war die Selbe. Mutter, Lege, immer Streit. Vieles begonnen, kaum was beendet. Der Junge saß in seiner Freizeit nur am Rechner. Irgendwann hat es bei ihm "Klick" gemacht. Nun hat er sich freiwillig in Therapie gegeben, weil er sich PC-süchtig fühlt. Ausgang der Geschichte? Keine Ahnung, aber ein Anfang möglicherweise aus der Spirale zu kommen.
    Alles Gute für Euch

    Bodo

    PS: da fällt mir wieder ein Zitat ein: wenn Du jemanden halten möchtest, lass ihn gehen!
     
  9. Lilly

    Lilly offline

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    @ pumuckl,

    wie soll das funktionieren? wenn er geht, ihm seine geldbezüge streichen (kindergeld und unterhaltszahlung steht ihm per gesetzt zu) ?? der sohn ist erwachsen, nichts in der welt kann ihn dazu zwingen, wieder daheim einzuziehen.... ich denke, mit so einer reaktion verliert man sein kind :( .... man soll ihm zeigen, dass man für ihn da ist, alles andere löst nur totzreaktionen aus .... ist meine meinung
     
    #9 22. Januar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2006
  10. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo pumuckl,

    damals, als ich zu Hause auszog, hätte mich nichts und niemand daran hindern können. Hätten meine Eltern Zwang ausgeübt, hätte ich heimlich meine Reisetasche gepackt und wäre in einer Nacht-und-Nebel-Aktion über alle Berge gewesen.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  11. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    @Anko

    Das ist wirklich nicht einfach. Lass deinen Sohn ziehen, das kann ich dir als Mutter von 4 großjährigen Kindern nur raten. Aber mach eines: Sag ihm, das die Türe für ihn immer offen ist, egal was passiert. Keine Vorwürfe , keine Kontrollen.
    Für mich hört es sich so an, als hat er weder in der Schule, noch am Arbeitsplatz, das Gefühl akzeptiert zu werden. Dein Lege scheint auch einiges dazu beizutragen.
    Eine meiner Töchter ist im Mai ausgezogen und war mitte Juli wieder da. Sie ging mit ihrem Verlobten, obwohl ich sie bat, langsam zu machen. Nun ist sie wieder da, ohne Stelle und ohne Einkommen. Wir haben sie einfach wieder aufgenommen denn es ist doch unser Kind.
    Anko, du mußt meiner Meinung nach aufhören, deinen Sohn zu kontrollieren, sonst wird er nie erwachsen.
    Liebe Grüße
    Gitta
     
  12. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    @lilly

    ich bin eben nur von meinem Fall ausgegangen, da wäre dies möglich. Meine Tochter weiß, dass ich immer für sie da bin, wir haben ansonsten ein sehr inniges Verhältnis. Sie weiß auch, dass ich alles für sie mache, schon gemacht habe und auch noch weiterhin tun werde.
    Sie möchte auch noch nicht ausziehen, da sie sich zu Hause wohlfühlt.

    Außerdem liegt der eine Fall nicht wie der andere, bin in dem Fall nur von meiner Tochter ausgegangen. Also vergesse einfach meinen Beitrag.

     
  13. pettersilia

    pettersilia Teufele

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    Hallo Anko,

    ich würde ihn ziehen lassen, vielleicht, und ich wünsch es ihm und dir,
    entwickelt sich Sohnemann zu mehr Eigenverantwortung.
    Ich kann mir vorstellen, dass ihn dieses Kontrollieren enorm stört und auch hemmt.
    Meinem jüngereren Sohn (17) gings genauso...
    Kaum ließ ich ihn an der langen Leine, schon war Ärger vorprogrammiert.
    Ständig hatte er mich im Genick, alles musste ich kontrollieren, denn ohne ging es nicht.
    Sein damaliger Lehrer hielt es genauso, Fazit: Bub blockte komplett ab.
    Der darauffolgende Lehrer verhielt sich genau gegenteilig, stärkte sein Ego und packte ihn gewaltig an seiner Ehre.

    Mittlerweile hat ers gepackt und weiß, dass er nicht für mich lernt, dass er bald seine eigene Zukunft verbockt hätte.

    Dass Kids Post liegenlassen, kommt häufig vor.
    Mein Fehler war, dass ich immer alles erledigt habe und sie sich um nix haben kümmern müssen.

    Irgendwann hab auch ich das geschnallt und lasse meine Jungs ab und zu auch mal "auflaufen"!
    Mein älterer Sohn (19) bekam Post...vom Kreiswehrersatzamt, mit der Bitte um eine Schulbestätigung ( war damals in der 11. Klasse und hatte noch 2 Jahre vor sich).
    Zweimal wurde er angemahnt, nix hat sich bewegt.
    Beim drittenmal bekam er eine Frist von 7 Tagen, ansonsten würde er sofort eingezogen....ruckzuck war die Post unterwegs.

    Ich denke , aus Erfahrungen lernt man, auch schlechten schneller.

    Wie verhält sich eigentlich der Vater deines Sohnes dazu?

    Jetzt noch was rechtliches:

    Lilly, das stimmt so nicht, Pumuckl verhält sich genau richtig und auch nicht gesetzeswidrig, leider hat sie ihren Beitrag gelöscht.

    Eltern sind ihren Kindern bis Ende Erstausbildung unterhaltspflichtig, aber...
    wie sie ihren Unterhalt gewähren, bleibt ihnen überlassen.
    Wenn sie drauf bestehen, ihrer Unterhaltspflicht natural (zu Hause wohnend) nachzukommen, ist das rechtens und auch in Ordnung.
    Und wenn Kind meint, ausziehen zu müssen, kann es das natürlich, ist ja schließlich volljährig, aber... nicht auf Kosten der Eltern.
    Anders ist es natürlich, wenn das Kind an einem anderen Ort studiert oder dort seine Ausbildung macht.
    Nur mal am Rande erwähnt.

    Bei einem guten Eltern-Kind-Verhältnis kann das abgesprochen und für alles Beteiligten gut geregelt werden.

    Der Bedarf eines volljährigen Kindes liegt bei 640€.
    Angerechnet wird das Kindergeld, das an das Kind auszuzahlen ist und eigenes Einkommen des Kindes.
    Der Rest wird auf BEIDE Elternteile aufgeteilt, einkommensabhängig.

    Aber, auch die Kinder haben Pflichten, nämlich...
    die Ausbildung zügig zu durchlaufen.
    Bei mehreren Abbrüchen kann ein Unterhaltsanspruch durchaus verwirkt werden und dann könnte es nix mehr geben.

    Und noch was: das Kind hat sich selbst um seine Ansprüche zu kümmern.

    Anko, dir und deinem Sohne wünsch ich viel Glück.

    Liebe Grüße - Mary














     
    #13 22. Januar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2006
  14. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    hallo anko,


    ich selber bin 23 jahre alt und bin mit 18 ausgezogen. ich habe auch erst alles lernen müssen, aber es hat sehr gut geklappt.

    ich denke wenn dein sohn nicht blad einsieht das er sich selber kontrollieren muß, dann wird er seine ausbildung bald werfen müssen!

    ich würde dir nur raten lass ihn ausziehen, hilf ihm beim auszug. aber lass ihn machen, vielleicht kommt er sich sehr kontolliert vor? also lass ihm seine freiheiten.

    ich wünsche euch für die zukunt alles gute.

    lieben gruß bine
     
  15. Lilly

    Lilly offline

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    @ angela und mary,

    bitte nicht falsch verstehen. bin jetzt von dem fall von anko ausgegangen. nicht von angelas geschichte! ich habe auch nicht gesagt, dass angela gesetzwiedrig handelt...
    meine frage an sie war:

    damit habe ich ankos sohn gemeint....

    in österreich darf man mit 19 jahren von zu hause ausziehen. bekommt man zu dieser zeit noch kindergeld und unterhalt vom vater des kindes bezahlt, stehen sie dem kind zu- es ist geld fürs kind.....für den unterhalt des kindes. bestreitet er ab diesem zeitpunkt seinen unterhalt selber, gehört das geld ihm...

    darum habe ich gemeint, wie man einen 19 jährigen zu etwas zwingen kann, wenn der es nicht will

    sorry, wenn es missverständnisse gegeben hat
     
  16. Mutterkutter

    Mutterkutter Neues Mitglied

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    Ich bin hier in einer ähnlichen Situation wie @anko.Auch hier stimmen die Verhältnisse zwischen meiner Tochter und ihrem Stiefvater,meinem jetzigen Mann überhaupt nicht.Und ich habe mit meiner Tochter beschlossen,dass sie sich in eine Wohngemeinschaft einmietet oder aber eine kleine Wohnung nimmt und dort erstmal auf eigenen Beinen stehen soll.Immerhin soll ja nicht meine Ehe kaputtgehen,weil zwei Streithähne aufeinandertreffen.Denn mein Göga und ich haben ein sehr gutes Verhältnis,nur sobald es um die Tochter geht,tja dann.....

    Meine ältere Tochter ist auch mit 18 Jahren ausgezogen und es hat uns allen gutgetan und ich sage mir:Was die Ältere konnte,kann die Jüngere auch.Natürlich halte ich mein mütterliches Händchen drüber,aber eben nur soweit,wie die Damen es denn zulassen.
    @Anko,lass ihn ziehen.Es wird ihm gut tun glaub mir.Und Du sagst,er hat kein großes Selbstbewusstsein?Na das wird er spätestens dann lernen.
    Ich wünsche Euch alles Gute dafür.
     
  17. pettersilia

    pettersilia Teufele

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    No Prob, Lilly,

    ist halt bei uns ein bisschen anders.....
    Hier muß, sobld das Kind auszieht, auch die Mutter zahlen.
    Ich find das auch vollkommen in Ordnung, Väter zahlen schließlich lange genug.

    Das war auch nur die rechtliche Seite, ich denke nicht, dass es bei Anko daran hapert.

    Liebe Grüße auch an Theo - Mary


     
  18. Lilly

    Lilly offline

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    hallo mary,

    ist hier auch so. falls er weiter studieren möchte (das geht aber nur bis zu seinem 25. lebensjahr, dann ist der ofen aus ;) ). wenn er aber eine lehrstelle annimmt, verdient er meistens im 2. lehrjahr selber so viel, dass die unterhaltszahlungen eingestellt werden dürfen....

    mir ging es nur um den satz: einen volljährigen- grossjährigen dazu zu zwingen wieder zu hause einzuziehen....
     
    #18 22. Januar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2006
  19. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo,

    man, habt ihr mir eine Menge zu schreiben. Ich weiß noch gar nicht wo mir der Kopf steht.

    Ich denke schon, dass ich ihn loslassen kann. Das ist eigentlich nicht das Problem (denke ich...). Ich habe meine beiden Jungs versucht ganz früh sehr selbstständig zu erziehn. Denn umso selbstständiger die Jungs sind, umso mehr Freiheiten habe ich für mich. Damit bin ich bisher ganz gut gefahren. Den Kleinen würde ich sogar so ziehen lassen. Er will mit seinem Rheuma in der 11 Klasse, also in 1 1/2 Jahren für ein halbes oder ein Jahr ins Ausland gehen. Bin ich voll dabei. Kann nur gut sein.

    Nun kommen halt mehrere Dinge zusammen. Ich weiß zur Zeit halt einfach nicht was richtig ist. Wenn meine Mutter mich damals so kontrolliert hätte... das hätte ich mir keine 2 Tage angeguckt. Aber ich war auch wirklich selbstständig. Mit meinem großen sind diese Kontrollen ja aus einem Gespräch entstanden, was man tun kann, damit er nicht immer unterwegs abdreht. Also aus einer gegeseitigen Absprache. Und ich habe halt Angst, wenn er es nicht schaffen sollte, dass es dann halt schon die 3. Ausbildung ist die er abbricht.....
    Und er lässt sich so leicht negativ beeinflussen. Bei der letzten Ausbildung haben sie einen neuen Abteilungsleiter bekommen (Skatkumpel vom Chef). Alle Mitarbeiter meinten, der ist doof, der hat keine Ahnung. Der Mann, der den Job eigentlich machen sollte, war wohl der einzige der die Ahnung hatte. Der hat gesagt er sucht sich einen neuen Job. Alle anderen waren dann erst recht am Jammer... mein Sohn hat ordentlich mitgejammert und war der Erste der gegangen ist...

    Und zudem bin ich halt einfach am Rande meiner Kräft. Meinem kleinen gehts zwar Rheumamäßig besser, aber gut ist etwas anderes. Meiner Schwester geht es wieder sehr schlecht. Sie ist wieder in der Klinik. Meine Mutter versteht immer noch nicht, wie krank sie ist und leistet sich einen Klopfer nach dem anderen. Mir persönlich gehts, seitdem ich Arava abgesetzt und Corti auf 2 mg reduziert habe von den Gelenken auch nicht sonderlich gut. Dazu kommt diese extreme Geschafftheit und Müdigkeit. In der Firma wurde umstrukturiert und ich bin seit 2 Wochen auf dem Papier in einer neuen Abteilung, ab Montag auch mit meinem Schreibtisch. Nicht mein Traumjob, aber mal gucken. Sind genug auch nicht versetzt, sondern gegangen worden. Wo soll man da noch die Kraft hernehmen, seinen Sohn einfach ausziehen zu lassen ....

    Danke für eure vielen Worte. Ihr habt sicherlich in vielen Dingen recht, manche sehe ich nicht ganz so. Aber auch alle Fälle, viele Dinge über die ich nachdenken kann und muss.

    Ich unterstütze ihn ja auch beim Ausziehen und er weiß auch, dass er jederzeit zurückkommen kann (was er aber glaube ich, nicht so richtig wollen wird), aber Angst habe ich trotzdem...

    Gruß

    anko