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So, die TEP habe ich hinter mir

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Gudrun, 31. Januar 2005.

  1. Gudrun

    Gudrun Guest

    Es sind heute auf den Tag genau 9 Wochen. Linkes KG wurde total entfernt und neues einzementiert. Zufrieden bin ich noch nicht, ich laufe mit Unterarmstützen. Die Beweglichkeit läßt noch sehr zu wünschen übrig. Die Reha habe ich gut überstanden. Und nun nehme ich Ibuprofe400 3 x und als Magenschoner Pantozol. Es geht einigermassen. Leider streikt nun die rechte Schulter. Ist aber eigentlich verständlich, ich muss mich ja aufstützen. Ich hoffe es wird wieder besser, wenn ich die Stützen in die Ecke stellen kann. Im Moment ist aber noch gar nicht daran zu denken. Wie lange dauert es im Durchschnitt bis man wieder einigermaßen vernünftig laufen kann? Sie haben mir aber schon eröffnet dass in irgendwann nächstes Jahr das rechte Fussgelenk "kommt" - ich merke es ja jetzt schon sehr häufig, Arthrose und Ostitis. Es brennt manchmal wie Feuer, die Knochen reiben schon ...

    Im Blut wurden keine entzündlichen Rheumafaktoren gefunden. Nur eben saftige Arthrosen in den Fingern, Handgelenk. Ich habe nächste woche einen Termin bei einem Rheumadoktor. Soll ich da überhaupt hin? Ist Arthrose nun eine Form des Rheumas? Was kann er überhaupt tun? Wie ist das möglich dass ich manchmal vor Schmerzen mich kaum bewegen kann, ich das Gefühl habe, einige Gelenke springen regelrecht raus und trotzdem ist das Blut in Ordnung ... ich verstehe das nicht, dass kann man sich doch nicht einbilden, oder???
     
  2. Rubin

    Rubin Mitglied

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    Knie-TEP

    Hallo Gudrun,

    deine Unzufriedenheit nach deiner OP kann ich gut verstehen. Es scheint mir, daß du noch sehr viel trainieren mußt, damit du möglichst bald wieder ohne Gehstützen unterwegs sein kannst. Voraussetzung ist allerdings, daß deine OP gut verlaufen ist.

    Mit meinen beiden Knie-TEPs konnte ich mich innerhalb von 6 Wochen ohne Gehstützen beschwerdefrei fortbewegen. Bereits einen Tag nach der OP habe ich mit dem Muskelaufbautraining begonnen. In der Reha hatte ich mir das Ziel gesetzt, daß ich sie nach drei Wochen ohne Stützen verlasse.

    Alles Gute für dich...

    R u b i n
     
  3. Gudrun

    Gudrun Guest

    Upps, wie das? Einen Tag nach der OP war ich noch im Nest und durfte es gar nicht verlassen. Muskelaufbautraining war in den ersten beiden Wochen (KH) gar nicht vorgesehen. Sondern nur Bewegungsschiene. In der Reha war ich auch fleissig aber solche "Erfolge" hatte ich nicht. Nach der Reha, ich bin jetzt 3 Wochen wieder zu Hause habe ich nur für mich geübt und keine Unterstützung mehr erhalten. Auf mein Drängen hin bekomme ich jetzt ab heute Bewegungsbad. Das Problem ist eine ausgeprägte Muskelinsuffizienz und das Kniegelenk kann höchstens auf 60 Grad gebeugt werden. Was habe ich also verkehrt gemacht. Der Röntgenaufnahme nach soll ja alles in Ordnung sein ... ich versteh das nicht. Ach so, ehe ich es vergesse, in den Unterschenkel ist auch Zement "reingeschmiert" wurden und das Kniegelenk musste während der OP entfernt werden weil es schief stand. Also das ganze nochmal, dauerte insgesamt 3 Stunden. Und nun wenn ich laufe, wackelt das Bein manchmal wie Götterspeise und der Unterschenkel hat keinen Halt. So empfinde ich es wenigstens und dann klappt das Bein zusammen. Es wird wohl wirklich noch etwas dauern.



     
  4. Gudrun

    Gudrun Guest

    Ach so, ehe ich es vergesse. Ich bin natürlich auch sehr ängstlich, der Doktor hat gesagt, es ist kein Ersatz möglich.
     
  5. Trixi

    Trixi (vor)laut

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    Knie TEP

    Hallo Gudrun,

    bei diesen Komplikationen und auch noch bei der Verwendung von Zement klingt es irgendwie naheliegend, dass du noch kein zufriedenstellendes Ergebnis hast.

    ..allerdings solltest du - so wie du es ja schon getan hast - unbedingt auf eine weiterführende Physio-Therpie bestehen. Meine beiden TEPs waren auch mit allerhand Schwierigkeiten verbunden. Ich bekam zwar keinen Zement, die Stabilität der TEPs war aber wegen meiner sehr weichen Knochen auch nicht die beste. Aber grade deshalb stand, wie bei Rubin, Muskelaufbau ab dem ersten Post-OP-Tag auf dem täglichen Programm. Mir wurde auch gesagt, dass innerhalb der ersten 10 Tage eine absolute Streckung von 0 Grad notwendig sei, da ansonsten niewieder eine gute Streckung erzielt werden kann. Nach dem 5 Post-OP-Tag gings los mit Gangschulung mit zwei Stützen und nach 3 Wochen nur mehr mit einer. Ich hab dann nach 6 Wochen die Stützen in die Ecke gestellt.

    Jetzt im Nachhinein kommt es mir zwar schon vor, als hätt ich ein KH mit sehr "strengen" Therapieabläufen erwischt, bin aber dennoch froh, dass die mir gar keine andere Wahl gelassen haben - ich denke, sonst hätts sich auch bei mir ewig lang gezogen.

    Alles Gute
    Trixi
     
  6. dani

    dani ÖRL-Worker

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    Hallo Gudrun!

    Also bei mir war es wie bei Trixi. habe auch beide Knie und ich musste auch ab dem ersten Tag nach der OP zu üben beginnen. Auch meine sind zementiert und ich war danach bei keinem Knie zur REHA und bin überglücklich damit.

    Kann bei Knie besser bewegen als vorher und auch die OP verlief ohne Schwierigkeiten, obwohl meine Knochen extrem schlecht sind durch jahrelanges Cortison (Osteoporose) Habe auch beide Hüften und auch die funktionieren einwandfrei!

    Gib nicht auf! Ein guter Physiotherapeut kann da noch das Beste bewirken!

    Halte Dir die Daumen!

    alles Liebe aus Österreich
     
  7. ennos410

    ennos410 Neues Mitglied

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    Hallo Gudrun, erst einmal wünsche ich Dir für den weiteren Heilungsverlauf alles Gute.
    Zum Rheumadoktor gehst Du aber bitte, weil es kann ja durchaus sein, das da in der Richtung etwas im Busche ist.
    Wegen den nicht vorhandenen Befunden im Blut: Du kannst ja auch seronegativ sein, wie viele Andere hier auch. Und eine Rheumaform ist es trotzdem. Ich bin auch so eine seronegative.
    Also, weiterhin alles Gute,
    ennos410
     
  8. RoswithaC

    RoswithaC Neues Mitglied

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    Hallo Gudrun,

    Zu Deiner OP kann ich nichts sagen, vielleicht aber zu diesem Komplex. Ich habe u.a. Polyarthrose (hauptsächlich in den Knieen, den Schultern und den Fingern). Ich denke, Du bist auch für Arthrose, die ebenfalls zum rheumatischen Formenkreis gezählt wird, bei einem Rheumadoc (am besten Internist und Rheumatologe) mindestens so lange gut aufgehoben, wie deswegen nicht operiert werden soll. Zumindest als Ansprechpartner und dafür, in regelmässigen Abständen den Verlauf zu kontrollieren. Wenn nötig, wird der Rheumatologe (später) einen Orthopäden zuziehen. Oft wird eine Arthritis nämlich übersehen - es kann sich auch erst eine Arthrose und dann eine Arthritis bilden. Genau das passiert bei mir zur Zeit in den Füssen, obwohl ich dort praktisch keine Schmerzprobleme oder Behinderungen habe ...

    Was er tun kann? Gute Frage - nächste Frage <grins>
    In diesem Stadium der Unsicherheit stecke ich derzeit selbst. Es gibt schon ein paar Möglichkeiten, zum Beispiel das Spritzen von [size=-1]Hyaluronsäure, mehr dazu unter http://www.rheuma-online.de/fua/115.html ... aber das gibt bei fortgeschrittener Arthrose in der Regel weniger Sinn. Mein Schwerpunkt liegt daher zur Zeit auf der Schmerzbehandlung, damit ich erst mal wieder mobil werde. Ich gehe deshalb in Kürze stationär zu einer Schmerztherapie.

    Dass Du Schmerzen hast und trotzdem keine Rheumafaktoren, ist bei Arthrose auch ganz normal. Da ist höchstens der CRP-(also Entzündungs-)Wert erhöht, wenn die Arthrose aktiviert ist. Bitte denke nicht, dass Du Dir das alles nur einbildest - das Gegenteil ist der Fall! Du solltest evtl. auch daran denken, ob Du vielleicht eine sekundäre (also zusätzliche) Fibromyalgie entwickelt hast. Das ist bei mir der Fall, und das hat auch ein erfahrener Rheumatologe festgestellt.

    Herzlichst und gute Besserung!!!
    Roswitha
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