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SLE und Schwangerschaft

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von Ann, 31. Juli 2003.

  1. Ann

    Ann Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich bin neu hier und hab gleich eine Frage :confused: .

    Ich habe seit 2000 einen SLE, bzw. seit 1993 Beschwerden. Nun gibt es viele Meinungen zum SLE und Schwangerschaft. Seit gestern weiss ich, dass ich schwanger bin und nun zu meiner Frage...

    Hat jemand Erfahrung mit SLE und Schwangerschaft unter Medikation? Ich nehme z. Z. Imurek und Decortin. Meine Frauenärztin hält das für nicht "toll", aber auch nicht für gefährlich.

    Bevor ich nun nächste Woche einen Ärztemarathon starte, hätte ich so gerne ein paar praktische Erfahrungen, die einem Ärzte ja nicht immer unbedingt vermitteln können :rolleyes: .

    Vielen Dank
    Ann
     
  2. sito

    sito wölfin

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    hallo ann,

    leider kann ich dir zu deinen fragen auch keine antwort geben. ich selbst habe seit 96 den lupus diagnostiziert, habe ihn aber auch schon länger. möchte dir einfach ein bisschen mut machen. meine 3 kinder sind wohl auf, ich habe meine kiddis ohne das wissen das ich einen schweren befall vom lupus habe bekommen. ich habe mich selten so wohl gefühlt als wärend meiner schwangerschaften, schon komisch. aber nach dem ich die geburt hinter mir hatte ging es mir immer nie so gut. also pass auf dich auf, schone dich und meide die sonne so gut es geht.

    ich wünsche dir und deinem baby alles erdenklich gute!!! :)

    sito
     
  3. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Medikamente

    Hallo Ann
    Also muß ich Deiner Frauenärztin leider recht geben. Sprich mit ihr über diese Medikamente. Imurek ist Azathioprin und soll bei bekannter Schwangerschaft nicht verordnet werden. Wie das bei einer längeren Einnahme und dann einer Schwangerschaft ist weis ich nicht. Eigentlich hätte der verschreibende Arzt daß sagen müssen, bei Frauen mein ich.
    Decortin hat Lyophilisat und Prednisolon unter anderem bei, hier soll abgewogen werden, was besser ist...also einnehmen oder weglassen.
    Also laß Dich mal genau beraten oder gehe in eine Rheumasprechstunde und frag nach alternativen Medikamenten, die gibt es sicher.
    Wenn Du keinen Arzt zum Drüberreden hast, sagst es halt, ich weis da ein paar ganz nette Rheumaärztinnen.
    Alles Gute für Euch "merre"
     

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  4. Ann

    Ann Registrierter Benutzer

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    Vielen Dank

    für Eure Antworten...

    @sito: wenn auch überraschend, so hoffe ich doch, dass wir das schaffen :)
    @merre: klar spreche ich mit den Ärzten über die Medis und nicht umsonst stand ich schon in der 5. SSW bei der Gynäkologin auf der Matte. Und ebenfalls natürlich sollte verhütet werden oder die Schwangerschaft mit den behandelnden Ärzten geplant sein. ABER - shit happens und bei einer Planung hätte ich mich sicher nie für eine Schwangerschaft entschieden. Zu den Medis gibt es inzwischen einige neuere Erkenntnisse, beim Azathioprin z. B.
    Das Prednison wird in den meisten SLE-Schwangerschaften eher höher gesetzt, als abgesetzt.
    Alternative Medikamente wären sicherlich toll, aber wenn denn Medis nötig sind in der Schwangerschaft und bei Lupus, dann ist Prednisolon die 1. Wahl und falls nötig auch Azathioprin.
    Das mit den Ärzten ist ne nette Idee, aber nach 10 jähriger Suche sind die Ärzte im Umkreis nicht nur weitgehend "abgegrast", sondern ich auch zur "schwierigen" Patientin mutiert :rolleyes: .
    Und um einen letzten Beweis zu erbringen, dass ich nicht völlig verantwortungslos bin ;) , natürlich sind die Termine für die Unisprechstunden in der Rheumatologie und Gynäkologie längst gemacht. Was ich eigentlich hier suchte, waren - wie oben erwähnt - praktische Erfahrungen anderer Patienten. Denn die können auch die tollsten Ärzte nicht so rüberbringen.

    Liebe Grüsse
    Ann
     
  5. sito

    sito wölfin

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    hi ann

    für was brauchst du uns????? du bist ja selbst am besten informiert ;) !!!!

    frag mal auf dieser seite, da kommen öfters solche fragen, wegen schwangerschaft und so. denke mal das du die seite auch kennst, aber ich wollte nichts unversucht lassen.

    http://www.lupus.rheumanet.org/

    finde es im übrigen super das du es durchziehst :top::D
     
  6. Ann

    Ann Registrierter Benutzer

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    :DWer braucht Euch nicht? :D

    Danke für den Tipp, ich habe da auch schon gepostet, aber hier ist mehr Betrieb ;), daher hoffe ich hier auf mehr Chancen, jemanden zu finden, der vielleicht schon in ähnlicher Situation war/ist.

    Vielleicht findet sich ja noch jemand, sonst muss ich eben der Dinge harren, die da die nächsten Wochen und Monate auf mich zukommen :p.

    Was ich erstaunlich (im positiven Sinne) finde, ist das ich noch nie eine so "kümmerige" Ärztin gefunden habe, wie meine Frauenärztin in den letzten Tagen - es gibt sie also doch :).

    Liebe Grüsse
    Ann
     
  7. Lupus-Frau

    Lupus-Frau Neues Mitglied

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    hallo Ann,

    als ich schwanger wurde nahm ich einzig und allein Cortison, und das in keiner allzu hohen dosierung ( 7,5 mg/d) . durch den SLE allein bist du bereits mit dem marker 'Risikoschwangerschaft' behaftet, da kann von sich aus schon ne menge schief gehen, auch ohne Imurek.

    das cortison kann während der schwangerschaft erhöht werden, das ist korrekt. nur gibt es auch dort einen wert, den der gyn versuchen wird, einzuhalten, und auch der liegt nicht allzu hoch. ich glaube, es waren schlappe 20 mg. und die hast du schnell erreicht, wenn es dir schlechter gehen sollte.

    viele schmerzmedis darfst du während der schwangerschaft eh nicht nehmen. du bist also schneller austherapiert aus du dich umsehen kannst. in solchen fällen zahlt die kasse evtl. akupunktur .o.ä.

    die schwangerschaft an sich ist mir super gut bekommen, nur mein Lupus fand das nicht so klasse. je mehr der bauch zunahm, desto unwilliger wurde mein Lupus. doch wo ein wille ist, ist auch ein weg, und wenn frau das kind unbedingt bekommen möchte, dann macht frau auch nahezu unmögliches möglich. :)

    wichtig ist meiner meinung nach ein gutes zusammenarbeiten zwischen dir und deinen rheumadoc und deinem gyn.
    such dir eine klinik zum entbinden, die schon mal ein kortison-baby in ihrer obhut hatte, am besten noch ein baby mit Lupus-mutter.
    ich hatte solch ein glück (auch wenn wir nachts dann 35 km angereist sind) und habe mich dort gut betreut gefühlt. und meine kleine war es wohl auch.

    ich wünsche dir alles gute und viel viel kraft,

    Lupus-Frau (Betty)