hallo,
eine hautbiopsie habe ich als patientin über mich ergehen lassen und auch als MTA in der pathologie diese meine biopsie selbst geschnitten, gefärbt und dem oberarzt zum befunden vorgelegt.
labortechnisch:
soweit ich mich erinnere, war nicht so schrecklich viel zu sehen, es gab entzündungsanzeichen (viele Eosinophile u.a. waren in schnitt zu sehen). und ich erinnere mich dunkel, dass die schnitte zur weiteren befundung nach Mainz an ein krankenhaus ( im rahmen der WHO?) eingeschickt wurden. besonders dramtisches ist jedoch nicht heraus gekommen.
du kannst davon ausgehen, daß es zwei bis drei tage dauert, bis deine gewebeprobe in der pathologie verarbeitet und befundet ist. sollte es beim befunden weiteren klärungsbedarf geben, dauert das auch länger. dann musst du noch die dauer des transport der probe und des befundes ( z.B. per Post im optimalsten fall je einen tag) dazu addieren.
geh einfach mal von 7 - 10 tagen aus, bis dein doc den befund in den händen hält.
als patientin:
kann ich nur sagen, es gibt schlimmeres, z.b. eine knochenmarkpunktion.
bei der hautbiopsie wird die stelle betäubt, dann ein stück haut entnommen und die wunde genäht. die biopsie war nicht groß (länge ca. 1,0 - 1,5 cm), bei mir wurde ein stück vom rand eines kreisrunden LE-fleckes entnommen. so, daß man im querschnitt eben gesundes und entzündetes gewebe sehen konnte. ich schätze mal den zeitaufwand auf ca. 15 minuten.
die frage ist, so denke ich, wie aussagekräftig so eine biopsie ist. alleine aufgrund dieser biopsie wird kein doc einen SLE diagnostizieren, sie wird nur ein winzig kleiner stein im mosaik sein.
einen schönen abend wünscht
Lupus-Frau (Betty)