Hallo embenjo,
nachdem ich eine ca., 10jährige Ärzte-Odyssee hinter mir hatte, bekam ich vor ungefähr 10 Jahren die Diagnose "entweder seronegative cP" oder "cp-ähnliche Psoriasisarthritis". Seit mehreren Jahren tendiert man zu letzterem, da ich auch PSA-typischen Strahlbefall habe.
Vor der Diagnose "entzündliches Rheuma" haute man mir alles mögliche um die Ohren: Fibromyalgie, "irgendein Weichteilrheuma", Sehnenscheidenentzündung wg. Überlastung, Einbildung (aha, trotz deutlich geschwollener Gelenke?!) und Psychosyndrom, was immer man darunter zu verstehen hat. Bis ich endlich mal beim internistischen Rheumatologen landete, vergingen o.g. 10 Jahre.
Anfangs hatte ich nur sporadische Schübe und dazwischen monatelange Pausen. Damals glaubte ich den Ärzten noch. Erst als mich ein ziemlich allumfassender Schub (ca. 30 entzündete Gelenke) ereilte, wurde ich vom Hausarzt zum Rheumatologen geschickt, der dann auch schnell eine erste Basis- und Cortisontherapie eingeleitet hatte. Bis ich einigermaßen zufriedenstellend und nebenwirkungsarm eingestellt war, vergingen noch einmal vier Jahre. Das Cortison half mir im Nullkommanix, was für den Rheumatologen ein Indiz dafür war, dass tatsächlich eine entzündlich-rheumatische Erkrankung vorliegt. Obwohl meine Gelenke deutlich geschwollen waren, zeigte das Blutbild nämlich GAR NICHTS.
Ich habe das große Glück, kein besonders destruktives Rheuma zu haben, aber in akuten Schüben ist es halt unerträglich schmerzhaft. Deshalb bin ich froh, heute mit Arava und Enbrel sowie Cortison bei Bedarf zufriedenstellen eingestellt zu sein.
Wünsche Dir einen guten internistischen Rheumatologen und schicke liebe Grüße
Angie