Hallo zusammen,
nach über einem Jahr bin ich langsam etwas verzweifelt, da mir keine Behandlung auf Dauer geholfen hat und nun eine weitere Verdachtsdiagnose "irgendwas mit Rheuma" im Raum steht. Ich hatte in diesem Zeitraum schon alle möglichen Verdachtsdiagnosen von D wie Depression bis M wie MS. Nie kam etwas sinnvolles, haltbares oder nachhaltiges dabei heraus und ich bin langsam "arztmüde", da es mir eher wie das Spiel Ratefuchs und nicht wie eine systematische Analyse der Beschwerden vorkommt.
Alles fing im November 2012 mit "starken" Schmerzen bei Belastung in der rechten Schulter an. Die damalige Diagnose "Schleimbeutelreizung", da ich Tennis spiele. Die Schmerzen hielten so ca. 1 Monat an und verschwanden dann endgültig. Weiter ging es dann im März 2013 mit Schmerzen im Halsschlagaderbereich und Brustschmerzen (Stechen in Herzgegend). Die Schmerzen im Halsbereich hielten so ca. 3 Tage und verschwanden dann wieder. Irgendwann kamen dann auch Extrasystolen, wandernde Muskelzuckungen-/kribbeln und "Wattegefühl im Kopf" dazu.
Seitdem habe ich auch wandernde Schmerzen am ganzen Körper (Waden, Knie, Oberschenkel, Brustkorb, Rippen, HWS, Oberarme, IGS) und knackende Muskeln im Brustkorbbereich - aber keine Schmerzen in den Fingern, Füßen oder im Kopf - Schwellungen sind auch nicht vorhanden. Die Schmerzen sind starke Sekundenschmerzen (manchmal nenne ich es auch Vernichtungsschmerz) und verschwinden dann wieder für mehre Tage oder Stunden - je nach dem. Die Schmerzen sind nie belastungsabhängig oder an Hand von Ruhezuständen (z.B. Nachts) auszumachen. Manchmal sind es einschießende "scharfe" Schmerzen - manchmal Dumpf und drückend. Ab und zu auch ein leicht gerötetes Auge, dass sich aber innerhalb von 1-2 Tagen wieder gibt - keine Sehstörungen.
Ich treibe zum Beispiel auch Ausdauersport und kann viele KM ohne jeglichen Schmerz laufen bis irgendwann wieder dieser "Vernichtungs-"Sekundenschmerz irgendwo am Körper auftritt.
Untersucht wurde bisher:
- Mehrfache große und kleine Blutbilder (inkl. Rheuma Faktor): Alle Werte in den Normbereichen bis auf schwankenden CRP zwischen 0.5 bis 5.7 mg/l
- Mehrfache Schilddrüsenuntersuchung: Alles i.O.
- MRT Schädel inkl. Kontrastmittel wegen Verdacht auf MS, Tumor oder Schlaganfall: Alles i.O.
- MRT HWS / BWS: Hier gab es nur eine Steilstellung der Wirbelsäule und eine ganz leichte Vorwölbung in der HWS zwischen C5/C6 ohne Nervenbeteiligung mit leichter Entzündung zwischen den beiden Wirbeln (dies war zum Zeitpunkt der Nackenschmerzen, welche aber wieder abgeklungen sind)
- Mehrfache kardiologische Untersuchung inkl. Sonograhpie der Halsschlagader und des Herzens, EKG, LZ-EKG, Blutdruck: Alles i.O.
- Neurologie mit Messen der Nerven an Beinen und Armen sowie evozierte Potentiale: Alles i.O.
- Borreliosetest ELISA negativ
- Borreliosetest LTT positiv mit 7-wöchiger Antibiotika Behandlung (ca. ein Jahr nach Beginn der Beschwerden)
Während der Antibiotika Therapie verschwanden die Muskelzucken, die Extrasystolen, das "Wattegefühl im Kopf" sowie die Brustkorbschmerzen. Übrig geblieben sind aber die Sekundenschmerzen (inkl. Muskelknacken im Brustbeinbereich) am ganzen Körper. Die neusten Symptome sind nun ein temporäres Brennen der beiden Beine sowie unerklärbare kleine blaue Flecken an verschiedenen Stellen am Körper (Schienbein, Oberschenkel und Handgelenk), die aber innerhalb von 1 bis 2 Tagen wieder verschwinden. Ich dachte auf Grund der Wadenschmerzen, dem Brennen in den Beinen und dem blauen Flecke erst an eine Thrombose in den Beinen bzw. Becken - diese konnte aber per Sonographie ausgeschlossen werden.
Also meine Frage an Euch: Hört sich das für Euch überhaupt nach irgendwas mit Rheuma oder nach einer Autoimmunerkrankung an? Sind diese Sekundenschmerzen an allen möglichen Körperstellen (von Muskeln bis Gelenken) bei Rheuma überhaupt typisch, wenn man die Körperteile ansonsten auch stark ohne Schmerzen belasten kann?
Ich bin langsam an einem Punkt angekommen, dass ich die ganzen Diagnosen (oder besser gesagt auch die ganzen "Alles i.O." Diagnosen) einfach unter "Wir haben keine Ahnung" abhake und nun nichts mehr unternehmen möchte. Bis November 2012 war ich kerngesund und hätte niemals gedacht, dass die Medizin im Jahr 2015 ein solch blindes "Herumstochern" ist. Die MRTs und teilweise die Facharztbesuche waren bei einigen der angeblichen besten Ärzte auf Ihrem Fachgebiet (bin privatversichert, was hier aber auch nicht wirklich hilft).
Würde mich über Euer Feedback freuen, ob meine Schilderungen überhaupt in die Rheumaschiene passen. Dank Euch.
nach über einem Jahr bin ich langsam etwas verzweifelt, da mir keine Behandlung auf Dauer geholfen hat und nun eine weitere Verdachtsdiagnose "irgendwas mit Rheuma" im Raum steht. Ich hatte in diesem Zeitraum schon alle möglichen Verdachtsdiagnosen von D wie Depression bis M wie MS. Nie kam etwas sinnvolles, haltbares oder nachhaltiges dabei heraus und ich bin langsam "arztmüde", da es mir eher wie das Spiel Ratefuchs und nicht wie eine systematische Analyse der Beschwerden vorkommt.
Alles fing im November 2012 mit "starken" Schmerzen bei Belastung in der rechten Schulter an. Die damalige Diagnose "Schleimbeutelreizung", da ich Tennis spiele. Die Schmerzen hielten so ca. 1 Monat an und verschwanden dann endgültig. Weiter ging es dann im März 2013 mit Schmerzen im Halsschlagaderbereich und Brustschmerzen (Stechen in Herzgegend). Die Schmerzen im Halsbereich hielten so ca. 3 Tage und verschwanden dann wieder. Irgendwann kamen dann auch Extrasystolen, wandernde Muskelzuckungen-/kribbeln und "Wattegefühl im Kopf" dazu.
Seitdem habe ich auch wandernde Schmerzen am ganzen Körper (Waden, Knie, Oberschenkel, Brustkorb, Rippen, HWS, Oberarme, IGS) und knackende Muskeln im Brustkorbbereich - aber keine Schmerzen in den Fingern, Füßen oder im Kopf - Schwellungen sind auch nicht vorhanden. Die Schmerzen sind starke Sekundenschmerzen (manchmal nenne ich es auch Vernichtungsschmerz) und verschwinden dann wieder für mehre Tage oder Stunden - je nach dem. Die Schmerzen sind nie belastungsabhängig oder an Hand von Ruhezuständen (z.B. Nachts) auszumachen. Manchmal sind es einschießende "scharfe" Schmerzen - manchmal Dumpf und drückend. Ab und zu auch ein leicht gerötetes Auge, dass sich aber innerhalb von 1-2 Tagen wieder gibt - keine Sehstörungen.
Ich treibe zum Beispiel auch Ausdauersport und kann viele KM ohne jeglichen Schmerz laufen bis irgendwann wieder dieser "Vernichtungs-"Sekundenschmerz irgendwo am Körper auftritt.
Untersucht wurde bisher:
- Mehrfache große und kleine Blutbilder (inkl. Rheuma Faktor): Alle Werte in den Normbereichen bis auf schwankenden CRP zwischen 0.5 bis 5.7 mg/l
- Mehrfache Schilddrüsenuntersuchung: Alles i.O.
- MRT Schädel inkl. Kontrastmittel wegen Verdacht auf MS, Tumor oder Schlaganfall: Alles i.O.
- MRT HWS / BWS: Hier gab es nur eine Steilstellung der Wirbelsäule und eine ganz leichte Vorwölbung in der HWS zwischen C5/C6 ohne Nervenbeteiligung mit leichter Entzündung zwischen den beiden Wirbeln (dies war zum Zeitpunkt der Nackenschmerzen, welche aber wieder abgeklungen sind)
- Mehrfache kardiologische Untersuchung inkl. Sonograhpie der Halsschlagader und des Herzens, EKG, LZ-EKG, Blutdruck: Alles i.O.
- Neurologie mit Messen der Nerven an Beinen und Armen sowie evozierte Potentiale: Alles i.O.
- Borreliosetest ELISA negativ
- Borreliosetest LTT positiv mit 7-wöchiger Antibiotika Behandlung (ca. ein Jahr nach Beginn der Beschwerden)
Während der Antibiotika Therapie verschwanden die Muskelzucken, die Extrasystolen, das "Wattegefühl im Kopf" sowie die Brustkorbschmerzen. Übrig geblieben sind aber die Sekundenschmerzen (inkl. Muskelknacken im Brustbeinbereich) am ganzen Körper. Die neusten Symptome sind nun ein temporäres Brennen der beiden Beine sowie unerklärbare kleine blaue Flecken an verschiedenen Stellen am Körper (Schienbein, Oberschenkel und Handgelenk), die aber innerhalb von 1 bis 2 Tagen wieder verschwinden. Ich dachte auf Grund der Wadenschmerzen, dem Brennen in den Beinen und dem blauen Flecke erst an eine Thrombose in den Beinen bzw. Becken - diese konnte aber per Sonographie ausgeschlossen werden.
Also meine Frage an Euch: Hört sich das für Euch überhaupt nach irgendwas mit Rheuma oder nach einer Autoimmunerkrankung an? Sind diese Sekundenschmerzen an allen möglichen Körperstellen (von Muskeln bis Gelenken) bei Rheuma überhaupt typisch, wenn man die Körperteile ansonsten auch stark ohne Schmerzen belasten kann?
Ich bin langsam an einem Punkt angekommen, dass ich die ganzen Diagnosen (oder besser gesagt auch die ganzen "Alles i.O." Diagnosen) einfach unter "Wir haben keine Ahnung" abhake und nun nichts mehr unternehmen möchte. Bis November 2012 war ich kerngesund und hätte niemals gedacht, dass die Medizin im Jahr 2015 ein solch blindes "Herumstochern" ist. Die MRTs und teilweise die Facharztbesuche waren bei einigen der angeblichen besten Ärzte auf Ihrem Fachgebiet (bin privatversichert, was hier aber auch nicht wirklich hilft).
Würde mich über Euer Feedback freuen, ob meine Schilderungen überhaupt in die Rheumaschiene passen. Dank Euch.
Zuletzt bearbeitet:


