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Seit wann TNF@-Blocker?

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von jd4401, 2. Oktober 2007.

  1. jd4401

    jd4401 Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,

    ich bekomme seit 31.05.07 Remicade wegen meiner bisher therapieresistenten PsA. Ich bin privat versichert und habe seitdem Schwierigkeiten mit meiner Krankenversicherung. Diese hat zunächst nach einem ärztlichen Attest vom Rheuma-Doc 4 Infusionen genehmigt. Nach der 4. Infusion wollten sie dann einen ausführlichen Verlaufsbericht. Den habe ich ihnen dann zugeschickt und sie haben nun die fünfte Infusion genehmigt, die ich nächste Woche bekommen soll. Ich habe dann gestern angerufen und nachgefragt ob ich nun bei jeder Infusion erst die Genehmigung einholen muß. Ich habe ca. 45 Minuten mit der Dame (Gruppenleiterin) telefoniert und sie war entsetzt das diese Therapie weitergeführt werden muß. Sie war der Meinung das ich nach einer geringen Anzahl von Infusionen geheilt sein müßte oder zumindest diese Medikamente nicht mehr benötige. Sie meinte auch das die gesetzliche KK diese TNF-Blocker nicht einfach so genehmigt und dann auch immer nur ein paar. Ich habe aber ja hier schon gelesen, das manche Betroffene diese Medis schon seit Jahren nimmt. Nun meine Fragen:
    1. Seit wann nehmt Ihr schon TNF@-Blocker?
    2. Wie seid Ihr versichert (privat, gesetzlich)?
    3. Habt Ihr Probleme mit den KK / KV oder müßt Ihr entsprechende Verlaufsberichte anfordern?
    4. Oder macht das die KK mit dem Rheuma-Doc direkt?

    Ich habe Angst das die mir die Zusage für weitere Infusionen nicht mehr geben.

    Vielen Dank schon mal im voraus!

    viele Grüße
    Dagmar
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    die biologicals sind sehr, sehr teuer.
    sie sollen vom rheuma doc(!) nur verordnet werden, wenn vorher 2 - zwei - basis medis nix gebracht haben!

    die ges. kk haben im anfang - als diese medis auf dem markt kamen - im jahre 2000 und bei einigen auch schon vorher - die genehmigung erteilt - die docs waren sich nämlich auch unsicher, ob sie diese medis verschreiben durften. jetzt hat sich das alles eingespielt.

    schicke der pkk-dame die hinweise zu remicade - nicht lange unterbrechung wg. antikörperbildung ! - und die studienergebnisse zu Remicade. solange remicade wirkt, wird es wohl gegeben werden müssen. damit hat sich die pkk abzufinden.
    was steht denn in deinem versicherungsvertrag? das ist entscheidend. bist du ordentl. versichert? (oder nur zum spartarif - dumping prämien führen nämlich auch zu dumpingleistungen).
    gruss
     
  3. Vampi

    Vampi Kieler Sprotte

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    Hallo liebe Dagmar!

    Ich kann sehr gut verstehen, dass du Angst hast das die KK die Infusionen nicht mehr bezahlt!
    Das Gespräch mit der Frau hätte mir auch einen Schrecken eingejagt! :(
    Leider kann ich zu Privatversicherungen nichts sagen, denn ich bin gesetzlich versichert. Aber hier werden sich sicher noch einige User melden, die vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben und dir in der Richtung weiter helfen können! Zu deinen Fragen kann ich dir sagen, dass ich schon seit 2002 ununterbrochen die TNF-Blocker bekomme.(Nachdem vorher keine anderen Basismedikamente wie z.B. MTX mehr geholfen haben) Remicade hab ich damals von der Medizinischen Hochschule Hannover bekommen. Dort habe ich immer Rezepte in der Ambulanz bekommen und musste dann zur Behandlung mit dem Medikament in die Hochschule für die Infusionen. Enbrel habe ich dann ganz normal von meinem Rhematologen verschrieben bekommen und HUmira (welches ich jetzt nehme) habe ich das erste halbe Jahr in einer Studie bekommen und danach hat mein Rheumatologe das Verschreiben wieder übernommen.
    Ich musste mich da NIE selber drum kümmern. Das hat immer der jeweilige Arzt gemacht.
    Ich hatte auch GOTT SEI DANK noch nie Probleme, dass die KK gemeckert hat! Ich musste nicht einmal irgendewelche Berichte einreichen und auch nicht zum medizinischen Dienst der Krankenkasse.
    Toi Toi Toi!
    Ich weiß nicht ob das bei mir bis jetzt reines Glück war, oder ob die gesetzlichen Krankenkassen da einfach 1.besser Informiert sind, dass solche Medikamente nicht nur ein paar mal gegeben werden und 2. dass sie nicht immer 1000 Extraberichte anfordern wenn klar ist dass das Medikament medizinisch Notwendig ist!?

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass sich das ganz schnell mit deiner KK klärt und die dir da keine Steine in den Weg räumen!

    Ich wünsche dir, dass du hier noch hilfreiche Tipps von anderen ROlern bekommst und VORALLEM das dir Remicade GUT hilft!!!!

    Viele liebe GRüße und auch ein großes TOI TOI TOI für dich!

    Lass dich nicht unterkriegen!!!!!!

    Liebe GRüße von JUlia
     

    Anhänge:

  4. Marimo

    Marimo in memoriam † 28.8.2008

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    Hallo Dagmar,

    als ab Okt. 2004 kein MTX mehr spritzen konnte, hat mein Rheumatologe mir einfach so auf Kassenrezept, ohne die gesetzliche KK einzuschalten Enbrel verordnet. Nachdem ich etwa 4 Monate das Mittel gespritzt habe und keine Wirkung eintrat, hat er dann genauso wieder wie vor beschrieben, mir ein Rezept mit Humira ausgeschrieben. Zu der Zeit gab es Humira nur in 2 und 4er Pack und ich weiß noch, dass der 4er Pack damals 3.800,-- € gekostet hat. Nun wurde mir verordnet, dass ich jede Woche eine Spritze bekommen sollte und nicht wie üblich alle 2 Wochen, ich war eben ein Sonderfall. Ich habe dann 18 Monate Humira jede Woche einmal gespritzt und wurde dann therapieresistent, es hat nicht mehr gewirkt. Wer möchte, kann ja mal überschlagen, was ich in den 18 Monaten der KK an Humira gekostet habe, es kam nie eine Anfrage, auch nicht beim Arzt und einen Bericht brauchten wir auch nicht vorzulegen.

    Viele Grüße

    Marion
     
  5. bond

    bond James - 007

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    hallo dagmar,
    ich habe 15 monate remicade bekommen, habe von meinem doc ein recept bekommen, bin dan in die apotheke gegangen und habe die mäuse bekommen.:) ich bin gesetzlich versichert und habe die 10 € bezahlt.
    jetzt bekomme ich embrel und das ganze läuft genau so ab wie vorher.
    (der 24 ziger pack kostet ca. 5100 €)
    eien verlaufbericht musste ich bei meiner kk nicht abgeben.
    ach so ich bekomme jetzt seit fast 4 jahren tnf@blocker.
    ich hoffe das deine kk sich nicht quer stellt.
     
  6. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ dagmar,

    schau in deinen versicherungsvertrag. was deckt deine private krankenversicherung ab?
    es nützt dir nichts, dass die ges. kk die biologicals bezahlen.
    ansonsten denke über den eintritt in die ges. kk nach, wenn das noch möglich ist.
    gruss
     
  7. jd4401

    jd4401 Neues Mitglied

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    Hallo miteinander,

    erstmal vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Antworten.

    @bise: also ich habe eine Vollversicherung die eigentlich alles abdeckt - kein Spartarif. Klar hilft es mir nichts wenn die gesetzlichen zahlen, trotzdem ist es interessant zu wissen wie diese darauf reagieren. Wechseln kannn ich sicher nicht mehr, dafür bin ich schon zu lange in der pkv.

    @alle: schön das es bei Euch so problemlos funktioniert. Ich wünsche Euch das es auch so bleibt, denn es ist schon nicht so schön sich auch noch damit herumplagen zu müssen.

    Jetzt wäre es für mich noch interessant Betroffene, die auch privat versichert sind zu hören. Vielleicht kann sich ja noch jemand melden?

    Remicade ist bei mir jetzt das erste Medi das wirklich eine deutliche Besserung gebracht hat. Ich möchte es nicht verlieren.

    viele Grüße
    Dagmar
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ Dagmar, wenn du vollversichert bist, müssen sie die kosten übernehmen.

    für die argumente:
    mein tipp, schau mal bei www.physio.de - abrechnungen - rein. dort stehen immer wieder einschlägige urteile, auf die man sich berufen kann, wenn die pkken nicht zahlen wollen.

    die pkken ziehen alle register, um ihre leistungen kostengünstig zu halten. doch das weisst du sicherlich.

    gruss
     
  9. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Hallo Dagmar
    Ich bin privat versichert und ich bekomme Enbrel. Mein Rheumaarzt hat mir ein Rezept gegeben über 4 Spritzen. Ich habe mir die Spritzen gegeben, dem Arzt berichtet, dass es mir sehr gut tut und habe mir dann bei meinem Ha ein neues Rezept geholt. Ich hole mir mein Rezept gerade da wo es für mich am besten passt und habe mit meiner Kasse, keine Schwierigkeiten. Mein Geld kommt immer nach 4 bis 6 Wochen wieder zurück. Ich muss übrigens 3 mal in der Woche spritzen.
    Liebe Grüße
    Poldi
     
  10. jd4401

    jd4401 Neues Mitglied

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    @bise: Danke für den Link. Habe auch schon mal reingeschaut, dort geht es aber überwiegend um Physio-Probleme.

    @Poldi: Danke für Deine Antwort. Es kann also auch bei einer PKV reibungslos ablaufen.

    Eigentlich habe ich eine PKV abgeschlossen damit ich eine bessere Versorgung habe. Aber anscheinend ist das nur so wenn geringe Kosten anfallen. Und meine PKV wird auch immer als eine der besten ausgezeichnet. Ts, ts, ts!

    Nun soll ich jedenfalls nach dem Montag einen erneuten Verlaufsbericht abgeben, wo auch eine Vorhersage drin stehen soll wieviel Infusionen ich voraussichtlich noch benötige. Und dann wird entschieden. Mal schaun was mein Rheuma-Doc dazu sagt. Der hat das letzte mal schon mit dem Kopf geschüttelt.

    viele Grüße
    Dagmar
     
  11. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hey jd4401,

    zunächst mal zu Deinen Fragen:


    1. Seit wann nehmt Ihr schon TNF@-Blocker?
    Seit 2003
    2. Wie seid Ihr versichert (privat, gesetzlich)?
    PKV 50%
    3. Habt Ihr Probleme mit den KK / KV oder müßt Ihr entsprechende Verlaufsberichte anfordern?
    Hab mir seinerzeit eine stationäre Einweisung zur Einstellung auf Enbrel von der PKV genehmigen lassen - war kein Prob. Die behandelnden Ärzte haben seinerzeit einen Bericht an die PKV geschickt, daß die weitere Behandlung mit Enbrel erforderlich ist. Seit dem gibts keine Probs.
    4. Oder macht das die KK mit dem Rheuma-Doc direkt?
    Nein


    Aaaaalso, ich möchte Dir empfehlen mal in Deinen Vertrag mit der PKV zu schauen.
    Bei mir ist es so, daß ich seinerzeit einen Vertrag abgeschlossen habe, der die Versorgung mit rezeptierten Medis einschließt. D.h. für die PKV sie muß 50% leisten.

    Das die PKV sich die Erforderniss eines Medis ärztlicherseits bestätigen läßt, halte ich für legitim.
    Bei einem Jahresvolumen von ca. 20.000,- bis 25.000,- Teuros bei z.B. Enbrel und Humira, denke ich, es ist sogar ihre Pflicht, dies zu tun, da jede Krankenversicherung auch ihren anderen "Kunden" gegenüber wirtschaftlich agieren muß.

    Hat sie allerdings erstmal eine solche Bestätigung, müßte es auch gut sein.
    Ich würde mir an Deiner Stelle gleich von den Ärzten eine Behandlung mit dem TNF-a-Blocker "bis auf weiteres" bestätigen zu lassen, da die Dauer der Behandlung bei uns chronisch Kranken ja nicht absehbar ist.

    Ich hoffe Dir damit weitergeholfen zu haben und wünsche Dir viel Glück
    a) mit Deiner PKV und
    b) mit Deiner TNF-a-Therapie

    Alles Gute wünscht Dir der
     
  12. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ Dagmar,

    deine pkk will die leistungen kürzen oder gar verweigern.

    genau um diesen tatbestand geht es in den urteilen.

    suche dir den tenor der urteile.
    die begründung für leistungsansprüche des versicherten iberuht immer auf den vorgetragenen argumenten - gleich, ob es sich um kg rezepte oder medi rezepte handelt. in beiden fällen handelt sich sich um die vereinbarte leistungsverpflichtung der pkk.
     
  13. jd4401

    jd4401 Neues Mitglied

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    o.k. bise, werde mich da noch ein bißchen tiefer einlesen. Danke nochmal!

    viele Grüße
    Dagmar
     
  14. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Na - was sagt denn Dein Vertrag?
     
  15. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ Garfield,

    uff, nur zu 50 % pkk versichert?
    und die anderen 50 %, wer trägt die?
    wenn beihilfe - solltest du auch evt. mal bei physio vorbeischauen.

    gruss
     
  16. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo Dagmar,

    ich kann dir noch nichts zur priv. KK und Biologicals sagen, ich komme momentan noch mit Sulfasalazin zurecht.
    Bist du zufällig bei der Debeka versichert? Seit bei mir das Leistungszentrum Nürnberg zuständig ist, muss ich auch öfters um Medikamente o.ä. kämpfen, selbst wenn die Kosten gering sind - anscheinend ist dort jemand sehr kritisch.

    Und was kostet eigentlich Remicade aktuell? Falls ich das auch einmal brauchen sollte, stellt sich bei mir die Frage, wie ich es finanziere, da man ja die Kosten immer vorstrecken muss und mein Budget ziemlich begrenzt ist...:o

    lg
    Sonja
     
  17. jd4401

    jd4401 Neues Mitglied

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    @Garfield: mein Vertrag sagt
    alle verordneten und anerkannten Medikamente ohne Zuzahlung
    Erstattungssatz 100%

    @Sonja: nein, es ist nicht die von Dir genannte PKV. Remicade kostet 100mg ca. 900 Euro. Die benötigte Menge hängt von der Rheuma-Form und vom Gewicht ab. Ich bekomme 400mg.

    viele Grüße
    Dagmar