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Seit 2 Jahren Schmerzen... Sind Privatpatienten im Nachteil?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Gabriele1902, 25. März 2013.

  1. Gabriele1902

    Gabriele1902 Neues Mitglied

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    Ich habe seit 2 Jahren Schmerzen an vielen Gelenken, es wechselt dauernd und jeder Morgen ist wie eine Lotterie, wo es wohl heute am meisten weh tut. Das ging so weit, dass ich nicht mehr richtig gehen konnte, eingeknickt bin, nicht mehr ohne Stütze vom Stuhl aufstehen konnte usw. An Schlaf war fast gar nicht zu denken. Ich war bei 2 Orthopäden ... man konnte es sich nicht erklären, war 3 x in der Röhre, Bluttest Rheuma, Gicht usw. negativ. Diagnose: Psychisch bedingt ... dann beim Neurologen ... sollte meine beiden Hände (die dauernd betroffen sind und die ich fast nicht mehr bewegen kann) operieren lassen, Karpaltunnelsyndrom. Die Handchirurgie im Katharinenhospital Stuttgart (2 Termine) lehnte eine OP ab. Das neurologische Gutachten wäre zu diffus.

    Begonnen haben meine Schmerzen mit der (völlig grundlosen) Umstellung eines Medikaments (Cholesterinsenker, von Sortis auf Simvastatin) vor 2 Jahren. Ich habe vor ca. 6 Monaten selbst herausgefunden, dass Simvastatin starke Muskelchmerzen verursachen kann ... Sortis hatte ich 6 Jahre ohne irgenwelche Nebenwirkungen gut vertragen.

    Schon 3 Tage nach Absetzen von Simvastatin waren die Schmerzen vom Bauchnabel an abwärts verschwunden, ich kann wieder gehen. Was blieb waren die Schmerzen in den Händen und Fingern (die sehr stark geschwollen sind) und in der rechten Schulter.

    Nun hat mich meine Hausärztin in eine Rheumatologische Schwerpunktpraxis überwiesen. Termin war letzte Woche. Die Rheumatologin schüttelte nur den Kopf: Warum erst nach so einer langen Zeit die Überweisung, warum die ganzen Behandlungen (Osteopathie, Massage, Lymphdrainage, Akupunktur ... alles ohne Besserung meines Zustands), wenn keine Diagnose vorliegt? Sie meinte: Typisches Schicksal von Privatpatienten, sie würden nicht oder nur spät überwiesen, weil .... dazu sage ich hier lieber nichts! Jetzt stehen Untersuchungen an, Röntgen, Szintigramm, CT. Zur Überbrückung hat sie mir Katadolon S long verschrieben, was auch gleich wirkte. Ich konnte mal wieder durchschlafen, ohne von Schmerzen geweckt zu werden, ein Traum! Allerdings fühle ich mich etwas benommen.

    Wer hat Ähnliches erlebt wie ich?

    (P. S.: Ich bin selbständig, Grafikerin und Illustratorin, gut funktionierende Hände brauche ich dringend für meinen Beruf! Die letzte Zeit war also der reine Horror, auch beruflich!)
     
  2. Bine305

    Bine305 Neues Mitglied

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    Hallo, liebe Gabriele,

    als Berufskollegin (ebenfalls freiberufliche Grafikerin, Malerin) kann ich es nur bestätigen, wie sehr solche Beschwerden in den Händen behindern.

    Ich arbeite inzwischen nur noch stundenweise, bin dankbar, dass mein Mann die finanzielle Absicherung sicherstellen kann. Sonst wäre es jetzt ziemlich besch... denn Berufsunfähigkeit etc. bringt kaum mehr als ein Taschengeld, obwohl ich über 20 Jahre über die Künstlersozialversicherung Sozialbeiträge bezahlt habe - daher habe ich es gar nicht erst beantragt.

    Ich habe Fibro und es hat ewig gedauert, bis ich eine Diagnose hatte. Selbst jetzt nimmt mich meine behandelnde Hausärztin nicht ernst und ich fühle mich i. A. richtig beschämt, dass ich letztens noch mal einen Versuch gewagt habe (!!), die Diagnose unter einem neuen Gesichtspunkt (neu entdeckte Psoriasis inversa) bei der Rheumatologin überprüfen zu lassen. Bei mir sind die Laborwerte immer top, was auch die Rheumatologin als wichtigstes Indiz ansieht, dass es wohl doch "nur" Fibro ist, was für sie scheinbar keine "richtige" Krankheit zu sein scheint. Eine zweite Meinung bei einer andern Rheumatologin konnte ich bisher nicht einholen, die andere Rheumapraxis nimmt keine neuen Patienten mehr, ich müsste dann wohl, obwohl in einer Großstadt lebend, weit fahren.

    Ich habe auch teilweise ziemliche Probleme beim Arbeiten, male viel mit Kreidestiften, da habe ich inzwischen mehr Arbeitspausen als durchgängige Arbeitssitzungen, weil es weh tut oder krampft (in letzter Zeit auch arg die re. Schulter, der ganze Oberarm - klasse!)

    Da es immer noch Hinweise gibt, die eine PSA nicht ganz ausschließen, werde ich irgendwann sicherlich noch mal einen neuen Versuch bei einem anderen Rheumatologen oder auch beim Neurologen (es gab da neue Erkenntnisse zur Fibro) wagen - wenn ich mich dazu überwinden kann. Jeder Arztbesuch macht mich langsam immer mürber.

    Ich bin in der gesetzliche KV, aber ich habe sicherlich einen ebenso langen "Diagnosezirkus" mitgemacht. Von einer Freundin, die als Lehrerin in der Privaten Krankenversicherung ist, habe ich allerdings auch Horrorgeschichten gehört, wie sie wegen Kleinigkeiten wirklich duch die Mangel gedreht wurde, was ihr panische Angst machte. Insofern bin ich nicht sicher, ob du wegen der Versicherung zu viel des Guten durchmachen musstest.

    Ich drücke fest die Daumen, dass nun bald eine gesicherte Diagnose und dann wirkungsvolle Behandlung das Leben wieder lebenswert macht!!!! Dass Statine solche Auswirkungen (Muskelschmerzen) haben, wurde letztens auch im NDR 3 -TV, "VISITE" beschrieben. In der NDR Mediathek kann man sich die Beiträge ansehen.

    Viele Grüße
    Bine
     
    #2 25. März 2013
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2013
  3. mondbein

    mondbein Mitglied

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    Hallo Gabriele,

    mein alter Hausarzt hat immer gesagt: "Dem Privatpatienten wird wehgetan und dem Kassenpatienten wird geholfen." Da ist auch was Wahres dran, man darf sich wirklich als Privater nicht jede Untersuchung von jedem "aufschwätzen" lassen.
    Wenn ich jedoch von den teuren Rehas und der nicht zu erhaltenden Haushaltshilfe absehe, so bin ich doch äußerst froh privat versichert zu sein: kein Warten auf Facharzttermine und Untersuchungen wie MRT oder CT, keine "Knausereien" bei den Rezepten, freundliche Ärzte (vielleicht manchmal auch, da x-facher Satz abgerechnet werden kann) - all das und vieles mehr darf auch nicht vergessen werden!

    Auch ich hab zwei defekte Handgelenke, durch die MRT war dann aber sofort klar, was alles kaputt ist. Ist doch schön, wenn man sich nicht erst etliche Male röntgen oder durchleuchten lassen muss, sondern zügig die hochwertige Untersuchung bekommt.

    Du schreibst, dass du bereits 3 Mal in der "Röhre" warst, welche ist damit gemeint? Weiter unten berichtest du, dass CT ansteht - ist das wieder dieselbe Untersuchung?

    Alles Gute!
     
  4. Mommy

    Mommy Neues Mitglied

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    Hallo!

    Ja, diesen Werdegang kennen wohl ziemlich viele hier!
    Auch bei mir wurde alles auf die Psyche geschoben - meine Blutwerte sind immer top! Trotz entzündeter Gelenke, hatte ich nie erhöhte Entzündungswerte im Blut.

    Ich bin (noch) Polizeibeamtin und brauche dafür meine Hände auch sehr dringend - mittlerweile bin ich im Innendienst und verrichte Büroarbeit - auch hier sind die Hände wichtig!

    Viel schlimmer geht es mir aber in der Freizeit - ich habe immer gerne mit Holz gearbeitet, irgendetwas im Garten gebaut ... ich puzzle gerne, habe immer gerne getobt, oder bin einfach im Garten barfuß im Regen durch das Gras gesprungen ... heute geht das alles nicht mehr, und das macht mich fertig!
    Was wiederum auf die Psyche geht ...

    Also, aus der rein psychischen Erkrankung wurden rehuamtische Diagnosen. Mittlerweile wurde ich ein paar Mal operiert (auch CTS an der rechten Hand). Zuletzt habe ich nach einem Bandscheibenvorfall eine Prothese in die HWS bekommen.
    Ich bin sehr froh, das meine Krankheit einen Namen hat und man mich endlich ernst nimmt!!!!!

    Ich wünsche Dir alles Gute,

    Mommy!
     
  5. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Ich denke nicht, dass es Privat-oder Kassenpatient liegt.
    Viele Ärzte versuchen immer erstmal das Beste für sich herauszuholen und schauen meistens auch nicht über den Tellerrand. Das ist eine schlechte Kombination.
    Bei mir wurde letztes Jahr eine aufwendige Gehirnuntersuchung durchgeführt, obwohl die Diagnose quasie vorlagt. Es war eine einfache Problematik im Nasen- Ohrbereich.
    Der Arzt hat mir nur nicht zugehört. Sein Kollege gleichen Fachs hatt es nur aufgrund meiner Beschwerdeschilderung sofort richtig. Leider hatte ich den Arzt nicht sofort gefunden. Ingesamt haben sich vorher drei Fachärzte mit der Problematik befasst und aufwändig untersucht, ohne Ergebnis...
     
  6. Küstennebel

    Küstennebel Mitglied

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    Ich dachte bisher, Kassenpatienten sind im Nachteil. Es ist ja bekannt, daß diese viel längere Wartezeiten für FA-Termine haben.

    Meine Wartezeiten zum Rheumatologen - 5 Monate, zum Orthopäden 3 Monate, zum Augenarzt 4 Monate!

    Ach Verordnungen wie KG usw. habe ich fast nie bekommen. Bei mir wurde auch jahrelang auf Muskelverkürzungen behandelt bzw. nicht, es hiess nur immer, gehen sie mehr Sport machen.

    Nur wenn ich darauf bestanden habe. daß ich jetzt mal KG machen möchte,dann wurde es auch verschrieben.

    Auch die Überweisung zum Rheumatologen bekam ich erst, nachdem ich darauf bestanden habe, dass es so nicht mehr weitergeht.

    Ein befreundetes Ehepaar von uns ist Privat versichert. Sie erzählen immer, dass sie solche Problem nicht haben. Anruf genügt, da gibt es immer einen schnellen Termin.

    Aber auch sie haben inzwischen zugegeben, daß auch bei den Privatversicherten nicht alles zur Zufriedenheit läuft. Habe ich jetzt aber ehrlich gesagt vergessen, ist schon eine Weile her, als wir mal darüber diskutierten, was sie zu bemängeln hatten, das einzige woran ich mich noch erinnere, was sie bei der Versicherung hält ist, daß sie eben überall viel schneller an ihre Termine kommen.

    Haben wohl beide Versicherungsformen ihre Vor- und Nachteile.

    LG
    Küstennebel
     
  7. mimi67

    mimi67 Aktives Mitglied

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    @ bine305
    Lass in Sachen PsA Bitte nicht locker. Für PsA ist ja typisch, dass die Blutwerte alle top sind. Da dieser thread hier ja von etwas anderem handelt, kannst du mir gerne eine pn schreiben, wenn du zu PsA Fragen hast!
     
  8. Gabriele1902

    Gabriele1902 Neues Mitglied

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    ...Ärzte und Diagnosen...

    Also, allen erst mal vielen Dank. Es tut schon gut, dass man wohl nicht alleine mit seinem Problem dasteht. Ich bin 54, seit über 20 Jahren privat versichert. Was mir eben schon einige Male auffiel, dass man anscheinend generell mehr an Untersuchungen über sich ergehen lassen muss. Zu den Wartezeiten für Termine muss ich sagen, dass man bei Anruf oft nicht nach der Krankenkasse gefragt wird und ich sage dazu auch von mir aus nichts. Für meinen Termin beim Rheumatologen hatte ich z. B. 2 Monate Wartezeit. (Ich lebe in Stuttgart, hier ist die Versorgung mit Ärzten bzw. Fachärzten sehr gut.)
    Dass viele Ärzte Privatpatienten nur ungern überweisen, sagte mir die Rheumatologin, der dieses Problem wohl bekannt ist.

    Insgesamt wäre mir das alles egal, ich wünsche mir nur endlich eine richtige Diagnose, damit ich dann auch richtig behandelt werden kann. So langsam werden aus den Dauerschmerzen wahrscheinlich wirklich psychische Probleme - ich bin SIngle, mümmle mich seit ca. 2 Jahren zuhause ein, mache nur noch das Nötigste. Einladungen nehme ich schon lange nicht mehr an, meine beiden Hunde sind mittlerweile mehr oder weniger die einzigen Gefährten.

    Geschäftlich bin ich selbständig, da ist natürlich a) das Problem der fast bewegungsunfähigen Hände, b) die Müdigkeit wegen Schlafmangel und c) die daraus resultierende fehlende Motivation ein Super-Gau!
     
  9. lumpi64

    lumpi64 Mitglied

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    Versteh ich gut....es ist schon so, dass... wenn der Arzt keine Diagnose bzw. die Ursache der Beschwerden findet, gehts auf die Psycho-Schiene. Da wird von vorneherein alles ausgeschlossen...kann nicht sein, das passt nicht ins Beschwerdebild etc, pp.. Dabei treffen einen die Beschwerden ohne Vorwarnung, scheinbar aus bester Gesundheit heraus. Und man ist psychisch durchaus völlig auf der Höhe. Ich mach ja auch schon 2 Jahre rum (plötzlich auftretende Visusausfälle li. mit mittlerweile zunehmenden Gelenkschmerzen, besonders Hände und Hüftgelenke, polyneuropathieähnliche Beschwerden in den Beinen). Wegen den Visusausfällen ist schon einiges abgeklärt worden, immerhin hielt mich der Neurologe jetzt noch für psychisch unauffällig. In der Immunologie/Rheumatologie in der hiesigen Uniklinik aber wurde nur Blut untersucht mit einigen grenzwertigen Parametern...aber nicht weiter behandlungsbedürftig, kein Röntgen...nix. Pustekuchen....hinter einem erhöhten Homocysteinwert (ich wollte eigentlich nur mal wissen was das überhaupt ist und hab nachgeforscht) steckte eine Typ A-Gastritis m. schon bestehender perniziöser Anämie. Meine HÄ ist GsD immer bereit neue Spuren zu verfolgen und so sind wir dann darauf gekommen, die Gastroskopie bestätigte alles (bereits Stadium 3....weitestgehend atrophierte Magenschleimhaut). Blöd, wenn man als Patient den Docs immer ein Stück voraus sein muss...wobei man dann eben oft in einer Sackgasse endet, weil nur wenige bereit sind weiter zu suchen. Würd ja schon ein wenig helfen, wenn man mit seinen Beschwerden ernst genommen wird.

    Ich drück dir die Daumen, dass man deinen Problemen auf die Spur kommt und dir endlich geholfen werden kann :).
     
  10. Gabriele1902

    Gabriele1902 Neues Mitglied

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    Alle Untersuchungen sind nun abgeschlossen...

    ...Röntgen, Blut, MRT und Szintigramm. Anscheinend habe ich kein Rheuma, sondern eine Verdickung der Weichteile und Fibromyalgie. Psychische Probleme sind nun der Hintergrund bzw. der Auslöser meiner Dauerschmerzen und Beweglichkeitsproblemen.

    Ja, ich habe 12 Jahre hinter mir, die ich meinem schlimmsten Feind nicht gönne: Vor 13 Jahren hat mich mein Mann mit meiner Schwester betrogen (mit der er heute verheiratet ist), in etwa zur gleichen Zeit Krebstod meiner besten Freundin. 1/2 Jahr später Bandscheibenvorfall - Behandlung mit Voltaren und als ich das nicht mehr vertragen habe mit Vioxx. (Heute verboten und vom Markt genommen weil es (tödliche) Herz-Kreislauferkrankungen und Herzinfarkte verursachte.) Dann hatte ich einen Herzinfarkt! Mein neuer Chef kam während meiner Reha. Mobbing der schlimmsten Art, als ich wieder in der Firma war. Obwohl ich davor meinen Job 13 Jahre wohl sehr gut machte, ich bekam einige (internationale) Auszeichnungen und Preise. 1 Jahr nach dem HI eine Notoperation mit Sepsis, die ich nur knapp überlebte. Ich habe dann gekündigt und mich selbständig gemacht. In dieser Zeit habe ich einen Mann kennen gelernt, er war zufällig in meinem Berufszweig selbständig. Ich habe mit ihm zusammen eine Firma aufbauen wollen - leider habe ich zu spät gemerkt, dass er bei unserem Kennenlernen total pleite und verschuldet war...immer wieder Löcher gestopft. Bis ich dann gemerkt habe, dass er seit Langem spielsüchtig ist. Was das privat und geschäftlich heißt ... schlicht und ergreifend die Hölle!

    Und jetzt seit 2 Jahren diese schlimmen Schmerzen und der Ärztemarathon ... jetzt aber genug. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Also nicht privat aber bezüglich des Krankheitsbildes. Ich bekomme nun Cortison und soll in psychiatrische Behandlung. Wer kennt einen wirklich guten Psychiater in Stuttgart?

    Über einen Tipp würde ich mich sehr freuen!
     
  11. nomen.nominandum

    nomen.nominandum Neues Mitglied

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    Hallo Gabriele,

    das ist ja alles sehr unschön, was du durchgemacht hast!
    Ich habe zum Glück nicht eine solche Odysee hinter mir.

    Was mich aber etwas stutzig macht ist, dass du nun Cortison erhälst.
    Fibromyalgie ist eine nicht entzündliche Erkrankung! Das Cortison bringt bei dieser Erkrankung gar nichts.
    Also sollte dir das wirklich weiter helfen, verfolge unbedingt den Ansatz der PSA weiter. Denn dann steckt doch eine entzündliche Erkrankung dahinter....

    Warum sollst du denn das Cortison nehmen? Die müssen ja irgend etwas dazu gesagt haben.

    Liebe Grüße aus ca. 100 km Entfernung

    NN
     
  12. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    hallo,

    naja nur psychischer natur können deine beschwerden nicht sein, umsonst verschreibt kein arzt cortison.

    drücke dir die daumen, dass es hilft.

    ich komme nicht aus stuttgart, aber ich denke die lage der psychaiter wird überall ähnlich sein. auch hier, wie bei rheuamtologen , monatelange wartezeiten, wenn sie denn noch jemanden neuen aufnehmen :(

    wenn man erstmal drin ist geht es dann aber.

    alles gute
     
  13. Gabriele1902

    Gabriele1902 Neues Mitglied

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    Cortison...

    ...soll gegen meine total geschwollenen Finger helfen, auch seit fast 2 Jahren fast doppelt so dick wie normal und schmerzhaft. Kann keine Faust mehr machen, Wasserflaschen nur mit der Zange öffnen, Kaffeetassen nur mit 2 Händen halten usw. usw. Manchmal klappen sie einfach zu und ich kann sie nicht mehr strecken. Also da habe ich wohl eine Entzündung ... aber der Rest ist wie gesagt nicht so richtig erklärbar. Katadolon soll ich jetzt 2 am Tag nehmen.

    Grafiker, eigentlich ein Traumberuf, aber wie von Dittmarschen beschrieben ... eine Ausnutze sondersgleichen. Und viele Kunden bezahlen ihre Entwürfe nicht ... weil sie angeblich nicht gefallen ... lassen sie dann oft nachbauen. Die Arbeit ist ja aber leider die IDEE, nachbauen kann fast jeder. Auf jeden Fall sind meine fast unbeweglichen Finger der Horror für Arbeit am Computer und Illustrationen (mach ich teilweise noch von Hand....) Im Fernsehen wird mein Beruf ja immer so toll dagestellt ... über Nacht fällt eine Idee vom Himmel und dann folgt natürlich DEEEEER Riesenerfolg - lächerlich! Knochenarbeit! Trotzdem liebe ich meinen Beruf - die Schmerzen allerdings verleiden viel.
    Ich war auch seit 2 Jahren nicht mehr weg ... kann niemand ertragen, weil Schmerzen.

    Auf jeden Fall ganz lieben Dank für die guten Wünsche!!!!!

    Vielleicht hilft die jetzige Schiene ja etwas ;-) Nach 2 Jahren und vielerlei Diagnosen ...
     
  14. nomen.nominandum

    nomen.nominandum Neues Mitglied

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    Hallo Gabriele,

    jetzt melde ich mich noch einmal. Auch geschwollene Finger gehören leider nicht ins Bild der Fibro - und sie sind sicherlich auch nicht psychischer Natur ;).
    Ich an deiner Stelle würde noch mal einen anderen Rheumatologen aufsuchen. Denn was deine Hände haben gehört schon abgeklärt.
    Nimm nun mal das Cortison, das ist auch sozusagen ein Test. Gehen die Schmerzen und die Schwellungen zurück, handelt es sich definitiv um etwas Entzündliches. So wie man ja wohl schon vermutet hat. Jedoch muss auch diese Ursache geklärt werden.
    In Stuttgart gib es doch sicherlich mehr als eine Rheumatologin, lass nicht locker!

    Ich weiß irgendwann kommt der Punkt an welchem man eine
    Lust mehr hat, aber auch das hilft leider nicht weiter.....Laß dich nicht unterkriegen!

    Herzliche Grüße
    NN
     
  15. ullimädel

    ullimädel Registrierter Benutzer

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    Hallo Gabriele,

    meine Erfahrung (allerdings als Kassenpatientin) ist Deiner ganz ähnlich, nur dass ich nach inzwischen 7 Jahren immer noch keine Diagnose habe. Auch uns Kassenpatienten werden Untersuchungen angeboten, die wir selber bezahlen sollen, von monatelangen Wartezeiten ganz zu schweigen, sodass z. B. verdächtige Blutbefunde dann schon lange überholt sind und wieder neu gemacht werden müssen uws. Oder man wird mehrfach zur Physiotherapie geschickt, obwohl man versichert, dass die (jeweils) letzte immer noch nicht gewirkt hat. Man ist wohl einfach darauf angewiesen, kompetente Ärzte zu finden, die etwas weiter denken und nicht nur Vorschläge wie: Sport, Yoga, neues Kopfkissen, Wasserbett, Mutter-Kind-Kur und grundsätzlich denken, jede Frau ist grundsätzlich überlastet, die schicken wir erstmal zur Kur. Es lässt sich wohl nicht so verallgemeinern.

    Was die Berufe in Bezug auf die hier beschriebenen Krankheitsbildern betrifft, möchte ich meinen, dass in fast jedem Beruf die Hände hauptsächlich und besonders beansprucht sind, sei es Grafikerin, Kassiererin, Bauzeichner, Erzieherin und die Hausfrauen nicht zu vergessen (!) etc. (ich z. B. schreibe im Akkord med. Berichte, bin beruflich in dieser Hinsicht erstmal erledigt, wenn die Finger wirklich nicht mehr mitmachen sollten). Extrem finde ich es, wenn wie hier beschrieben, schon sehr junge Leute mit so einer Diagnose konfrontiert werden und dann noch eine Berufswahl treffen müssen. Mir würde jetzt auf Anhieb ehrlich gar kein Beruf einfallen, in dem man extrem schmerzende Finger/Hände auf Dauer tolerieren würde/könnte. Schade ist, dass von manchen Ärzten scheinbar nicht wahr- oder ernstgenommen wird, was es im Beruf und nicht zuletzt auch im Alltag bedeutet, täglich und oft auch jede Nacht Schmerzen zu ertragen und mit diesen schmerzenden Händen trotzdem alles zu bewältigen bzw. "funktionieren" zu müssen.

    Wäre es nicht schön, wenn sich beim Arztbesuch jedes schmerzende Teil in z. B. lila verfärben würde, vielleicht mit sogar noch mit einer Skala von dunkel bis hell zur Einstufung der Intensität? Da würden manche Ärzte dann vielleicht staunen und sich wundern, warum manche/r von uns nicht auf dem Zahnfleisch zur Tür hereingekrochen kam !?! Vielleicht erfindet einer ja mal dafür ein Kontrastmittel oder sowas :)

    Naja, das war nun etwas Galgenhumor, den ich mir ob meiner "Odyssee" zwischen den Arztterminen inzwischen schon zugelegt habe.

    Ich wünsche Dir jedenfalls das allerbeste, wir kriegen das schon hin, auch wenn es manchmal etwas länger dauert. Da bin ich ganz zuversichtlich inzwischen.

    Liebe Grüße an alle vom Ullimädel