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Sehnen ziehen, brennen, stechen bei/nach Bewegung??!!

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Ralph69, 18. Januar 2012.

  1. Ralph69

    Ralph69 Neues Mitglied

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    18. Januar 2012
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    Hallo,

    ich hoffe jemand kann helfen.
    Seit Jahren kann ich mich nur sehr wenig bewegen, da Bewegung zuerst zu einem leichten Brennen, dann Ziehen und schließlich zu einem starken Stechen führt.
    Betroffen sind viele Stellen im Körper (z.B. Knie, Hüftabdukturen, Unterarme, Unterschenkel).
    Das komische ist, wenn ich mich gar nicht bewege, gehen alle Schmerzen komplett weg. Fange ich dann wieder an zu bewegen, beginnen die Schmerzen wie oben beschrieben wieder.
    Zum Beispiel kann ich mit meinem rechten Unterarm nur noch eine leichte Innenrotation machen. Bediene ich zum Beispiel die Computermaus (ständige leichte Innenrotation des Unterarm), so fängt der Unterarm an der Stelle, wo die Sehnen für die Innenrotation sorgen an zu brennen. Mache ich dann weiter, so fängt die Stelle stark an zu ziehen und dann zu stechen. Ich muss den Arm dann mehrere Tage ruhen lassen, damit das Stechen, Ziehen und Brennen wieder verschwindet.
    Genauso verhält es sich beim Gehen mit meiner Hüfte, den Knien und den Unterschenkeln, dort wo Sehnen für die Bewegung sorgen. Hier bleiben mir in der Regel auch nur wenige 100 m schmerzfrei, dann beginnt das ganz wieder von vorne: Brennen, Ziehen, Stechen.
    Beim Rheumatologen bin ich schon seit vielen Jahren mit einer Morbus Bechterew Diagnose. Die Wirbelsäule ist bei mir soweit o.k., Probleme machen im wesentlichen wie oben beschrieben die Sehnen oder sind es die Nerven dort? Die Diagnose hier lautet eine Enthesits oder Enthesiopathien. Ich konnte aber nirgendwo nachlesen, dass sich diese Erkrankung so verhält wie bei mir.

    Sind das wirklich Symptome einer Enthesitis oder Enthesiopathien? Ich finde im Internet immer nur Aussagen, dass bei dieser Erkrankung sich die Sehnen am Knochenansatz entzünden. Bei mir sind die Stellen aber im wesentlichen an den Übergängen Sehnen zu Muskeln, also mehr in der Mitte der Unterarme und der Unterschenkel. Liegt hier vielleicht noch eine andere rheumatische oder neurologische Erkrankung vor? Ich hoffe jemand kennt die Antwort ...

    Neurologie und Orthopädie habe ich auch schon durch. Alle Medikamente (Kortison, Schmerzmittel, Entzündungshemmer, TNF Alpha Blocker, etc. haben in diesem Bereich bisher versagt, genauso wie meine Versuche im Bereich Naturheilkunde (Homöopathie, Farbtherapie, Psychotherapie, Schüssler Salze, Geistesheilung, etc.). Meine Hoffnung in diesem Forum ist es, jemanden zu finden, der ähnliche Symptome hat wie ich und herausgefunden hat, was er hat oder was ihm geholfen hat. Ich hoffe es gibt dich da draußen :)

    Ich denke, ich sollte meine Symptome noch ein bisschen genauer beschreiben.
    Begonnen hat alles vor 18 Jahren mit Schmerzen im ISG. Die Diagnose lautet seitdem Morbus Bechterew. Vor zehn Jahren begannen dann die Probleme mit den Sehnen. Nach 8 h Wanderung taten mir die Knie und die Hüftabdukturen weg. Nach einigen Tagen waren die Probleme aber wieder weg. Im Laufe der Jahre sind diese Probleme dann nach immer kürzeren Wegstrecken aufgetreten. Vor fünf Jahren habe ich mir durch intensives Gitarrenspiel den linken Daumen abgeschossen. Der Schmerz tritt auf, wenn ich das obere Daumengelenk anwinkeln möchte. Auftreten tut der Schmerz in der Mitte des Unterarms, sehr wahrscheinlich dort, wo die Sehne in den Muskel überleitet. Das einzige was mir hilft, ist tatsächlich den Daumen nicht zu bewegen. Es ist aber seit dem nicht mehr gut geworden, da selbst leichte Bewegungen wieder zu Schmerzen führen, egal wie lange ich ruhig gestellt habe. Fange ich an, den Daumen zu bewegen, brennt die besagte Stelle leicht. Mache ich dann weiter, sticht es dort. Habe ich noch stärker bewegt, gibt es einen so starken Stich, der sich anfühlt, als wäre jetzt etwas überdehnt oder angerissen. Die Stelle in der Mitte des Unterarms pocht dann einige Stunden lang, also alle 3-4 s ein leichter Stich. Jetzt hilft nur noch tagelanges ruhig stellen. In den letzten Jahren habe ich weitere solche Stellen hinzubekommen, immer ausgelöst durch eine bedingte Überlastung. Alle diese Stellen, die durch eine Überlastung in einen schmerzhaften Stich gemündet sind, bleiben erhalten und gehen nicht mehr weg. Wie gesagt, durch striktes ruhigstellen geht der Schmerz weg, aber jeder Versuch diese Bewegungen wieder in meinen Alltag zu integrieren scheitert. Die Stellen fangen nach wenigen Bewegungen wieder an zu brennen, dann stechen, dann pochen.


    Danke und lieben Gruß
    Ralph
     
  2. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Ralph!
    So hört es sich für mich an! Ich selber leide an einer PSA und da gehören Sehnenansatzentzündungen an vielen verschiedenen Stellen dazu und ich würde es auch so beschreiben.

    Leider gibt es nicht viele Möglichkeiten und ehrlich gesagt fühlt sich auch keiner dafür zuständig! Manchmal hilft mir Ultraschall, wird von der Physiotherapie gemacht.
    Z.Zt macht mir die li Achillessehne Probleme und der Ultraschall hat bis jetzt noch nichts gebracht:mad:
     
  3. tom.bird

    tom.bird Neues Mitglied

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    Hallo Ralph69,

    Deine Leiden kann ich teilweise nachvollziehen, nur ohne "Brennen". Bei mir äußerert es sich so - in allen überreitzen Bereichen (häufig Oberarmmuskelatur beim Heben - nicht die Schulter, Ellenbogen innen, Zug- und Streckmuskelatur der Oberschenkel und meist in den Ansätzen) d.h. Stunden oder ein bis zwei Tage nach der Anstrengung extremes Ziehen, wie brutalster Muskelkater und eher selten, wie Elektroschocks beginnend in den Knien und volle Entladung über den vorderen Oberschenkel mit Endpunkt in der Leiste (da halte ich manchmal die Luft an - so viel Schmerz).
    Bei mir begann das Ganze "übernacht", oder genauer an einem Mittwochnachmittag im August 2011 - seither hab ich drei "seronegative" Diagnosen bekommen: RA, PMR oder GAR NIX RHEUMA ???
    Ich forsche auch noch was das wohl ist, kann man es irgedwie abstellen, etc. und komme trotz super Hausärztin und drei hervoragenden Rheumatologen auf keinen Nenner...

    Vielleicht hilft Dir das weiter, wenn ja bitte weiter austauschen.

    LG
    Tom
     
  4. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Hallo Ralph,

    auch ich kenne Deine Beschwerden, Brennen, Ziehen, Stechen, teilweise Gelenknah oder eben mehr in der Mitte der Muskeln, bei mir vor allem im Bein.
    Allerdings verhält es sich bei mir anders. Die Beschwerden treten vor allem in "Ruhelage" auf und werden bei Bewegung deutlich besser. Bei stärkerer und "zu" langer Belastung kommen sie zurück. Bei Ruhe zB beim liegen hatte iich auch noch ein unregelmässiges Hämmern...

    Bei mir wurden Enthesiopathien diagnostiziert und ich habe eine Verdachtsdiagnose:pSA. NSAR in Maxdosis halfen, waren aber keine Lösung. Andere Schmerzmittel zeigten keine Reaktion. Kortison half super und nun geht es mir bedeutend besser nach 8 Monaten MTX, habe jetzt die Dosis von 15 auf 20mg Tabletten erhöht.

    Meine Hände machen mir zur Zeit am Meisten Probleme, vor allem Autofahren und Computerarbeit ist gift..da hilft auch nur Tageweise konsequent Ruhe.

    Ich kann mal wiedergeben, was mein intern. Rheumatologe letzte Woche zu mir gesagt hat:

    - die beschriebenen Schmerzen und Beschwerden weisen deutlich auf Enthesiopatien hin.

    - ich habe grosses Glück, das ich auf MTX so gut anspreche, da Enthesiopatien sehr schwer zu behandeln sind.

    - Die Probleme in den Händen weisen auf Überbelastung der Enthesien hin.

    Und das ich vermutlich Glück hatte, so schnell behandelt zu werden, da der Schmerzarzt bei mir festgestellt hatte, das sich noch kein Schmerzsyndrom ausgebildet hat.....das könnte vielleicht bei Dir erschwerend hinzukommen.

    Achso...er meinte Allgemein Mediziener wären damit oft komplett überfordert...also bei Problemen gleich zum Rheumatologen....

    liebe Grüsse

    und gute Besserung...
     
  5. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo Ralph,

    Deine Beschwerden kenne ich nur zu gut. Ich habe PSA und leide unter mehrfach Enthesiopathien. Längere Arbeiten oder auch nur kurze Arbeiten am PC führen dazu, dass die Sehnen in meinen Ellenbogen und Handgelenken anfangen zu brennen und stechen.......

    Auch beim simplen spazieren gehen, kommen diese Beschwerden dann in den unteren Extremitäten. Sobald ich mich aber hinsetze und ne Weile ruhe habe, verschwinden die Symptome langsam.
    Es reicht aber oft eine kleine Bewegung und es ist wieder da.

    Ich trage an den Handgelenke schon längerer Zeit Orthesen, da es mir schon schwer fällt morgens den Kaffeebecher hochzuheben. Mit meinen "Pfötchen" wie ich sie salopp nenne, kann ich wenigstens meinen Haushalt verrichten und Autofahren.

    Ich bekomme Cortison, MTX und Humira.
    Wie im vorherigen Beitrag schon erwähnt, sind Enthesiopathien schwer zu behandeln.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du einen Rheumatologen findest, der Dir helfen kann.

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  6. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    guten tag zusammen!

    leider kann ich mich hier ganz gut wiederfinden!

    mein motto aber ist: wer rastet der rostet- und ganz im ernst, je mehr ich schone, um so anstrengender ist es für die sehen und muskulatur..

    ich habe sehr viel medizinisches dazu gelesen.....und ich mache es so, dass ich mich täglich weitgehend durchbewege, damit ich nicht einroste- denn diese beschwerden können auch von zu viel ruhe kommen :-(

    viele liebe grüße von mni

    sorry, aber aus zeitgründen schreieb ich sehr wenig....
     
  7. Ralph69

    Ralph69 Neues Mitglied

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    Hallo Mni,

    Danke für deinen Tipp mit der Bewegung. Bevor die Probleme mit den Sehnen losging, tat mir Bewegung auch gut. Aber leider habe ich echt keine Chance, die betroffenen Stellen zu bewegen. Jede Aktivierung der Sehne verschlimmert den Schmerz. Am Anfang habe ich auch gedacht, stell dich nicht so an und macht trotz Schmerzen weiter. Das wurde aber jedes Mal so stark abgestraft, dass tagelang gar keine Bewegung mehr möglich war. Glaub mir, man wird vorsichtig und passt sich an. Nicht umsonst wird selbst bei nicht chronisch Kranken bei einer Sehnensentzündung die betroffene Stelle mit Gips tagelang ruhig gestellt, bis die Entzündung raus ist. Nur leider ist diese bei mir durchgehend vorhanden. Ich habe derzeit echt keine andere Chance außer Bewegungen in diesen Bereichen weitestgehend zu vermeiden. Nur so geht der Schmerz langsam zurück. Eine echt trauriger Zustand, ich weiß. Deshalb hoffe ich ja zu sehr auf Hilfe.

    Lieben Gruß
    Ralph
     
  8. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Hallo Ralph,

    du solltest Dir schnellstens Hilfe suchen.....ja, bei "normalen" Sehnenentzündungen sagt man: ruhigstellen. Aber bei unseren chronischen Erkrankungen ist das Gift.

    Du brauchst dringend eine Behandlung, sicher beides medikamentös und aber auch therapeutisch und da beides, Bewegung und Entspannung...und am Besten noch einen"Kurs" wann dein Körper welche Strategie benötigt.

    Eventuell eben erstmal Kortison um die Entzündung zu stoppen. Gehe zu einem guten Rheumatologen oder in die Notaufnahme einer solchen Klinik....
     
  9. mimi67

    mimi67 Aktives Mitglied

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    ich hatte bisher diagnose reaktive arthritis, aber nun stellte sich heraus, dass es evtl. doch psa ist. näheres wird sich durch eine biopsie in der nächsten woche ergeben.
    ich hatte kürzlich seit langer zeit mal wieder schmerzen an der ferse bzw. der achillessehne (konnte ich nicht so gut lokalisieren), jedenfalls tat die region tierisch weh. das komische war, dass die schmerzen durch bewegung nicht besser wurden, das hat mich natürlich gewundert. ich war dann auch mal schwimmen, trotz der schmerzen, und auch da besserten sich die schmerzen unter bewegung erst nach ca. einer halben stunde.
    ich wünsche dir, dass du deine schmerzen in den griff bekommst!
     
  10. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    hallo ralph

    ich mache bewegungsübungen wenn ich wenig/kaum/keine schmerzen habe !!!! DAS ist sehr wichtig!!

    DAS beugt neuen schmerzen vor! habe jetzt für mich das taijigong entdeckt- super DVD von jokers- wenn es einem nicht so gut geht, kann man auch nur einen teil im sitzen machen- hauptsache, man tut überhaupt etwas- meine meinung ;-)

    so, wie sich das für mich anhört, bist du (sorry :) - auch gedanklich- in einem teufelskreis, aus dem du nicht mehr rauskommen wirst, wenn du nicht neue wege versuchst!

    hab mut und denke nicht in festen mustern "wenn ich mich bewege wird es schlimmer"- es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die innere einstellung zur problematik wesentlich zur schmerzentwicklung beiträgt - ích erlebe es selber täglich am eigenen leib: wenn ich morgens denke "oh mist, der tag heute ist im....." ist es vorbei- ich liege nur leidend rum den ganzen tag und kann wirklich nichts machen.

    wenn ich denke" auweia, das fühlt sich bescheiden an- mal sehen, ob es trotzdem irgendwie geht"- dann oh wunder- ich glaub es selber kaum- geht es meistens irgendwie und wird oft auch besser, und am abend denke ich wow, was ich alles schaffe, wenn ich es wirklich will........

    ok, es gibt tag, da hilft das auch nicht und ich lege mich eben hin.


    ich will mich nicht- auch nicht gedanklich- zum sklaven meiner schmerzen machen...

    viele liebe grüße von mni
     
    #10 21. Januar 2012
    Zuletzt bearbeitet: 21. Januar 2012