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Schwindel Cortison + Blutdruckmedikamente

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von sexyhimpelchen, 11. Mai 2013.

  1. sexyhimpelchen

    sexyhimpelchen Mitglied

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    bin seit dienstag von meiner abendlichen dosis prednisolon auf morgens 7.00 umgestellt. nehme aber um 8.00
    auch noch ramipril u.metoprolol blutdrucktabletten u.pantoprazol.
    heute morgen traten das 1.mal schwindelattacken auf, die sich bis jetzt halten. kann es sein, dass sich cortison u. blutdrucktabl. in so kurzen abstand nicht vertragen u.dieses symptom auslösen? sollte ich einen größeren abstand einhalten?
    wer hat ähnliche probleme (gehabt)?

    danke für eure antworten!
     
  2. sexyhimpelchen

    sexyhimpelchen Mitglied

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    hat denn keiner eine antwort darauf?gibt es es keinen, der außer cortison am morgen auch blutdruckmedikamente nehmen muß oder mir einen rat geben kann, wie man es am besten(ohne evtl.nebenwirkungen)einnehmen kann?-

    würde mich sehr auf eine antwort freuen
     
  3. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Blutdruck-Medis und Cortison

    Hallo Sexyhimpelchen,
    ich habe auch massive Probleme - aber mit den Blutdrucktabletten. Ich soll morgentlich 300 mg Rasilez nehmen und zusätzlich noch Carmen 20 mg. Das habe ich einfach nicht vertragen, hab einen enormen Druck im Brustbereich und Schwindelattacken bekommen.
    Muss nachts Prednison nehmen (im Wechsel: 2,5 mg und 5 mg) und spritze zusätzlich 1x wö. MTX 7,5 und 1 Tag später 1 Folsäure-Tabl.
    Jetzt habe ich eigenmächtig die 300 geteilt und nehme jetzt morgens die eine Hälfte und mittags dann die andere, das vertrage ich besser. Die Carmen hab ich ganz weglassen müssen, das hat mein Körper nicht mehr verkraftet, ich war nur noch müde, nur noch liegen liegen liegen, keine Kraft mehr für irgendwas.....Enorme Gewichtszunahme!!!
    Da dachte ich, das kann so nicht weiter gehen...und habe die Carmen ganz weggelassen. 'Seitdem geht es mir wieder besser!
    Meinen Blutdruck habe ich schon lange nicht mehr gemessen. Ich persönlich gehe danach wie es mir selbst geht. Das kann kein Arzt nachvollziehen, das weiß und fühle nur ich. In der Praxis habe ich so einen hohen Blutdruck, dass mein Cardiologe mich normalerweise ins KH einweisen müsste, aber mittlerweile kennt er mich gut und weiß: Sowie ich aus der Praxis wieder raus bin, ist der ganze Stress wieder weg - und damit auch der Blutdruck wieder niedriger.
    Außerdem: Mein Cardiologe "toleriert" einen höheren Blutdruck - weil: das ist eine Begleiterscheinung der Rheumaerkrankung und die Einnahme v. Cortison. Außerdem gesteht er zu, dass die enormen Schmerzen, die ich aushalten muss, den Blutdruck zudem auch noch in die Höhe treiben.
    Tja....so is das.....
    Ich versuche mit Fitness-Training mich einigermaßen beweglich zu halten, das nützt für den Blutdruck bei mir aber auch überhaupt nix! Wenn es immer heißt: Machen Sie Sport, Sport Sport.....ja klar...mach ich ja....aber das Gegenteil ist blutdruckmäßig bei mir der Fall. Der ist gestiegen, statt dass er runter ist.
    Und jetzt: Will ich mir keinen Kopp mehr darüber machen. Ich weiß, dass ich gesund lebe, nicht rauche, keinen Alkohol trinke, ausreichend Sport mache, mit der Ernährung aufpasse....................,mehr kann ich nicht tun.

    Soviel kann ich mal zu mir sagen....das kann ich Dir natürlich nicht als Privatrezept ans Herz legen. Bei Dir kann alles wieder ganz anders sein. Mir kommt das alles vor wie Russisch-Roulette!
    Die Ärzte wissen auch nicht alles.
    Kopf hoch und versuche halt alles das zu tun, was Dir Besserung bringt.
    Liebe Grüße
    Grit
     
  4. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    doch ich nehme auch Cortison und ein Blutdrucksenkendes Medikament. Habe dabei aber noch nie Neben oder Wechselwirkungen etc. bemerkt.

    Vielleicht versuchst du es mal mit mehr Abstand/zeitversetzt zu nehmen. Würde aber vorher mit dem Arzt sprechen, ob das okay ist mit zeitversetzt.
     
  5. Lavendel14

    Lavendel14 Die Echte ;)

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    Hallo sexyhimpelchen,

    ich nehme Cortison und einen Betablocker (Atenolol) morgens ein- gemeinsam. Probleme hatte ich dadurch noch nie.

    Dem Vorschlag von Lagune schieße ich mich an. Wie sie schon schreibt: vorher den Arzt fragen.
     
  6. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Grit,

    sorry möchte dir nicht zu nahe treten, aber dennoch finde ich diese Vorgehensweise, einfach ohne ärztliche Absprechung und Besprechung Tablettenmengen und Einnahmen usw. zu verändern oder abzubrechen gar nicht gut.

    Und ein erhöhter Blutdruck schädigt auch Nieren und Herz, deshalb finde ich es leichtsinnig nur nach dem Gefühl zu gehen, denn man kann sich mit hohem Blutdruck durchaus gut fühlen und trotzdem schädigt er nebenbei und das meist erst mal unbemerkt, da Nierenschäden und auch Herzschäden zu Anfangs keine merklichen Symptome verursachen. Das entwickelt sich schleichend.

    Ich möchte empfehlen nicht so vorzugehen. Darüber hinaus ist es nicht gerade förderlich für ein vertrautes Arzt und Patientenverhältnis/Zusammenarbeit, was ich sehr wichtig finde, gerade als chronisch Kranke.
     
  7. booky

    booky Mitglied

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    Liebe Grit,
    ich kann mich Lagune nur anschließen. Dein Umgang mit dem Bluthochdruck ist perspektivisch sehr gefährlich. Bitte suche Dir einen guten Arzt, mit dem Du gut klar kommst und dem Deine Erfahrungen bei der Einstellung wichtig sind.

    Das Einstellen eines Bluthochdrucks ist nicht immer einfach und man muss oft auch einiges ausprobieren, um die individuelle Therapie festzulegen. Um aber notwendige Therapie-Anpassungen vornehmen zu können, müssen medizinische Werte und Deine Erfahrungen beachtet werden.
    Da Du ja scheinbar den "Weißkitteleffekt" hast (Blutdruck in der Praxis ungewöhnlich hoch), kann eine 24 Stunden-Blutdruckmessung die realen Werte aufdecken. Und ansonsten natürlich auch selbst messen. Wenn man das gut dokumentiert, sieht man sehr gut, wie sich der Blutdruck entwickelt.

    Ich selbst kenne das Spiel gut und bin auch mal wieder in einer Anpassungsphase. Seit 4 Wochen sind wir immer wieder am Umstellen und zwischendrin gibt es Langzeit-Blutdruck oder -EKG. Ich kenne sehr wohl auch sehr unangenehme Nebenwirkungen, aber dann muss man weiter nach der richtigen Einstellung suchen. Es gibt ganz viele Möglichkeiten. Auch für diejenigen, die die Standardtherapie mit Betablockern nicht vertragen.

    Dass der Arzt den Bluthochdruck wegen Schmerzen und Kortison toleriert finde ich sehr überraschend. So wie Du schreibst, nimmst Du ja eher wenig Kortison und soweit ich das bisher mitbekommen habe, sind die Kreislauf-Probleme meist erst bei hohen Dosen. 125 mg haben bei mir auch alles verrückt spielen lassen und als dann 250 mg kamen war ich mit entsprechenden Medis vorbereitet :o
    Und mit den Schmerzen: Es gibt doch viele gute Schmerzmittel und wenn man so nicht weiterkommt, dann gibt es noch Schmerztherapeuten. Oder man sollte ggf. auch überlegen die Rheuma-Therapie anzupassen. 7,5mg MTX ist ja auch noch eher eine geringere Dosis.

    Wie gesagt, bitte verstehe es nicht falsch, aber die Spätfolgen des Bluthochdrucks sind nicht ohne. Nimm die Sache ernst und kümmere Dich frühzeitig darum, bevor die Langzeitfolgen alles verkomplizieren. Und wenn der Blutdruck außer Kontrolle ist und dann richtig hoch geht, dann fühlt sich das auch sehr unangenehm und beängstigend an. Spreche da leider auch aus Erfahrung.

    Von dem was Du schreibst scheint doch noch viel bei Dir möglich zu sein (keine besonders starke Rheumatherapie, sportliche Betätigung). Gehe bitte zum Arzt, lass eine Langzeitmessung machen (oft auch beim Hausarzt) und Dir ein Blutdruckgerät verschreiben. Spreche den Arzt darauf an, dass Du glaubst Deine Werte sind im Alltag anders und nutze die neuen Daten zur Einstellung. Bestimmt werdet ich so eine deutlich bessere medikamentöse Einstellung bekommen und das zukünftige Risiko mindern können.

    Auch wenn bei mir zurzeit noch nicht wieder optimal ist, so bin ich froh, dass wir am Ball sind und gemeinsam an der Neu-Einstellung arbeiten.
    Wünsche allerseits noch einen schönen Sonntag-Abend!
    Die Booky
     
  8. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Das ist lieb von euch gemeint, aber ich weiß genau, worum es geht bei mir mit dem Blutdruck, weiß von der Gefährlichkeit, wenn er nicht gut eingestellt ist etc. jedoch:
    Ich hatte mal niedrigeren Blutdruck, machte viel Sport , ein Supergewicht, trotzdem sollte ich die Dosis der Betablocker verdoppeln,....hab ich gemacht, ab diesem Zeitpunkt ging es mir schlechter....... dann kam noch ein Cholesterin-Senker hinzu, den ich unbedingt einnehmen sollte, ab diesem Zeitpunkt begann der Horror.
    Hatte hierzu schon mehrfach geschrieben, will mich jetzt nicht wiederholen.
    Ich weiß nur eines: Ich war top-fit mit einem Blutdruck von 150/85/72 !!! und sollte die Dosis verdoppeln. Heute würde ich das nicht mehr tun.
    Ich glaube, dass hier genauso eine Hysterie im Gange ist wie mit dem Cholesterin. Man muss genau abwägen und verschiedene Meinungen einholen (was ich natürlich getan habe).
    Mit meinem Cardiologen, der alles andere als hysterisch reagiert und mich als gesamten Menschen sieht - was für ein Glück!! - kann ich darüber gut sprechen, und er hat mir da auch ein klein wenig Spielraum gelassen, er berücksichtig mein Alter (66 Jahre) und die ganze Symptomatik.
    Was ich hinter mir habe, das wäre ein gutes Thema für ein Buch.
    Ich lasse mich heute nimmer so leicht ins Boxhorn jagen.
    100 %ig gesichert ist, dass ich durch Blutdruckmedikamente noch schlimmer dran bin als vorher, und wenn ich Druckschmerzen auf der Brust und Atemnot nach Einnahme verspüre, ohne dass sich im EKG oder Echo irgendetwas zeigt, dann ist klar, dass ich das ändern muss. Eine enorme Gewichtszunahme hat mir der ganze Zirkus gebracht, was meinen Körper absolut schädigt. Durch ein zu hohes Gewicht entsteht ja wiederum ein Ansteigen des Blutdrucks, also kann das schon mal auch nicht richtig sein.
    Ich habe sehr gute Schmerzmedikamente - von einem Oberarzt der Neurologischen Univ.-Klinik verordnet. Da brauche ich nicht durch die Welt zu irren und immer was Neues zu probieren. Mit diesem Medikament habe ich erst Sport machen können, das war vorher nicht möglich.
    Hab mich mit meinen 66 Jahren schon gut durch das Leben geschlingert, und wenn ich nicht auch auf mich selbst gehört hätte, wäre ich schon längst tot. Das ist Fakt.
    Es haben sich schon Ärzte in der Univ.-Klinik gewundert, dass ich bei meinen vielen Verletzungen und OPs so gut alles überstanden habe...... Habe eine absolut positive Lebenseinstellung, das kommt natürlich auch hinzu.

    Habe gerade gesehen und gehört, was über Medikamenten-'Studien gebracht wird, Medikamente, die an Patienten "ausprobiert " werden, dann werden Statistiken darüber erstellt .....wohlwollend mit Blick auf die Pharmaindustrie...die hat einen ganz großen Einfluss.
    Bin froh, dass es wenigstens noch einige Ärzte gibt, die wirklich ehrlich und mit Einfühlungsvermögen ihre Patienten behandeln. Dazu gehört absolut mein Cardiologe und mein Orthopäde, die haben wirklich Ahnung.
    Was Medikamente schon angerichtet haben, wenn sie verkehrt eingesetzt werden, das kann man immer wieder hören und lesen.
    Ich informiere mich nach allen Seiten hin und musste feststellen, wie Patienten oft auch fehlbehandelt werden, manchmal sogar wider besseren Wissens.......das können wir nicht zuletzt auch hier in den einzelnen Foren immer wieder lesen.
    Wann immer es über gewisse Themen bezüglich Gesundheit Berichte gibt, ob Wissenswertes von der Charité Berlin oder Uni Magdeburg oder oder oder..... hat die Grit ihre Ohren auf Hab-Acht-Stellung und die Guggelscha sin hellwach...

    Trotzdem vielen Dank für Eure Beiträge. Bin ein alter Fuchs - grins - weiß ziemlich genau, was ich tue.
    Und..... habe lange genug auch selbst in der Uni gearbeitet....kenne mich ein klein wenig aus.....:vb_cool:
    Und ich habe zum 1. Mal in meinem Leben vor 3 Monaten den Satz von einem Facharzt gehört: " Ja,,,,alles weiß ich natürlich auch nicht ." Und genau diesem Arzt vertraue ich....der liest nämlich nach und informiert sich.
    Liebe Grüße
    Grit