Schwimmen

Dieses Thema im Forum "Physiotherapie, Ergotherapie, Sport usw." wurde erstellt von Dittmarsche, 3. März 2019.

  1. Dittmarsche

    Dittmarsche Registrierter Benutzer

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    Ich möchte gerne mein Sportprogramm zum Sommer hin erweitern, weil es mir seelisch so gut tut und weil ich gerade in einer guten Phase bin, was die Belastbarkeit angeht.
    Neben dem Laufen, das ich gerne - aber SEHR vorsichtig - angehen möchte, würde ich noch lieber wieder Schwimmen können. Das verkneife ich mir seit locker 14 Jahren, seit 1. Schub also, weil die Muskulatur so empfindlich und unberechenbar reagiert, insbesondere auf Kälte und Zug.
    Letzteres spielt bei meiner Indoorgymnastik eben keine Rolle, aber draußen eben doch. Beim Radfahren habe ich da nun bekleidungstechnisch ganz gute Lösungen.
    Beim Schwimmen fehlte mir noch die Idee, außer, dass ich immer dachte, dass ich ein Hallenbad mit am liebsten 30°C Wassertemperatur hätte plus direkt nach dem Ausstieg aus dem Becken heißen "Trockenfön" :D = gibt's nicht.

    Nun aber dank meiner Bekanntschaften aus dem Triathlon kam mir die heiße Idee, mir so einen kurzen Neoprenanzug anzuschaffen (würde gerne in normalen Seen schwimmen, Hallenbad ist atmosphärisch nicht so meins. Auch Meer wäre so grandios mal wieder nach so langer Zeit.).

    Meine Frage: Hat wer Erfahrung damit gemacht und kann dazu etwas sagen?
    Wie gut halten die Dinger warm und gibt es da Qualitätsunterschiede diesbezüglich?
    Bringen die bei so schnell beleidigter Muskulatur den gewünschten Effekt?

    (Ich möchte dabei noch betonen, dass bei mir auch der Sicherheitsaspekt eine riesige Rolle spielt, weshalb ich es nicht mit dem Schwimmen versuchte. Aus Angst, es macht "knacks" und kann mich nicht mehr gescheit ans Ufer bewegen.)

    Oder habt Ihr eine ganz andere Art, das Thema zu handlen?

    (Ok, ich mache mich wahrscheinlich zur Witzfigur, wenn ich dann im Hochsommer mit Neoprenanzug in die Fluten werfe, aber vielleicht kann ich ja noch ein Alibisurfbrett mitnehmen oder besser: ein Alibigummitier oder so :D.)
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    Zum Ausprobieren kannst du doch den Warm Badetag nutzen oder ein Thermalbad probieren, die haben ja auch ein Aussengelände. Das ist besonders im Winter schön, kalte Luft aber warmes Wasser.

    Meer ist ja eher kühl, Neopren Anzug würde ich testen, ein Surfershop bietet sich ne Anprobe an.
     
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  3. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Brustschwimmen kann die Halswirbelsäule belasten, wenn der Kopf ständig aus dem Wasser ragt. Also einatmen über Wasser, ausatmen unter Wasser.

    Habe zum Schnorcheln einen halben Neo benutzt. Der gibt auch Auftrieb, schwimmen ist somit deutlich leichter. Je größer der Mesh Anteil ist, desto wärmer und höher der Auftrieb.
     
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  4. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Ich nutze ein Thermalbad mit Wassertemperaturen von 30 bis 38 Grad warm verteilt auf mehrere Becken. Die Raumtemperatur ist bei unserer Therme auch höher , als im normalen Hallenbad.
     
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  5. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Dittmarsche in meine Jugend war ich mind. 4 mal in der Woche zum Training im Schwimmbad. Habe vor dem Abi aufgehört.
    Für mich ist Schwimmen ein Stück Freiheit... auch wenn ich mit den Händen und Füssen ab einer gewissen Stärke der Belastung Probleme habe. Ich darf mich z.B. nicht wie "früher" abstossen, und muß darauf achten, die Hände weniger zu benutzen, als man es als Leistungsschwimmerin mal gelernt hat...

    Ganz wichtig für mich: langsam anfangen. D.h. ruhig nur eine halbe Bahn beim ersten Mal.
    Nicht im Wasser bleiben, sondern gleich raus, wenn man aufhört zu schwimmen.
    Stile wechseln (soweit Du kannst). Meine Physio rät mir immer genau welche Stilarten ich schwimmen soll, und wir sprechen das Training ab (ich kann nur im Sommer schwimmen gehen)... evtl. kannst Du fragen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir sehr gut tut nicht nur nach dem Schwimmen direkt warm zu duschen, sondern zu Hause auch noch mal, sehr entspannt und lange zu duschen. Das hilft, die Muskeln zu entlasten und die Kälte nach dem Schwimmen aufzufangen.

    EInen Anzug habe ich nie verwendet. Aber einige Patienten meiner Freundin benuzten einen solchen wegen Krankheiten - also Du bist nicht die einzige, die so etwas verwendet. Kälte ist ein guter Grund, einen solchen zu verwenden.

    Liebe Grüsse und viel Spass - besser als Joggen ist es für die Gelenke ganz sicher!
    Kati
     
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  6. Dittmarsche

    Dittmarsche Registrierter Benutzer

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    @all: ganz lieben Dank für all Eure Antworten. Sie helfen alle weiter!

    @kukana: super Tip mit der Anprobe! So ganz preiswert ist ja so eine Anschaffung auch nicht.
    @Heike68: extrem nützlich Deine Hinweise, war mir alles unbekannt. Liest sich ja super mit dem Auftrieb. Na, nu weiß ich, wie die ihre Kilometerchen im Wasser hinbekommen ;D.
    HWS: sehr wichtiges Thema (gesamte HWS Protrusionen!). Würde mir gern das Kraulen erklären lassen. Da wird die doch auch nicht so beansprucht, richtig? Ich habe deswegen immer gerne Rückenschwimmen gemacht, ist aber in Halle extrem doof.
    @Lagune: Therme ist hier leider recht weit entfernt, das hätte dann schon was von Triathlon (50km one way), wenn ich die Tour da hin mit dem Rad mache(n muss). Aber wer weiß, im Sommer vielleicht DIE Idee :). Allerdings sind mir 30 - 38°C dann fürs sportliche Schwimmen eher zu warm. Vor allem habe ich Schiss vor dem "Ausstieg" aus dem Wasser und dem Abkühleffekt hinterher. Jedenfalls war das in meinen Wassergymnastikzeiten der Grund fürs Aufhören damit. Das könnte bei solchen Badewannentemperaturen also unter Umständen sogar noch größer sein.
    Ich möcht' lieber im See schwimmen.
    @Kati: wow, Du bist ja quasi "Profi"! Bin selber noch nie große Schwimmerin gewesen, aber es hat mir dennoch immer Spaß gemacht. Der Tip mit zweimal Duschen ist super! Das könnte wirklich was bringen, um den Abkühleffekt wieder auszugleichen.


    Hast recht mit der Joggerei, aber ich habe sooooone Sehnsucht. Mich hat der erste Schub rausgehauen, als ich grad gut im Training auf Halbmarathon war :-(. Der Schock hat gut gesessen, ich habe mich dann nie wieder getraut zu Laufen. Abtrainieren konnte ich so auch nicht gescheit.
    Nun hatte ich grad (sehr) sportlichen Besuch hier, und ich bin neben dem (laufend) hergeradelt und war total frustriert, weil ich so gern selber mitgelaufen wäre (runners high ;D). Ich werde das gaaaanz vorsichtig antesten. Derzeit mache ich noch indoor "auf der Stelle laufen", minutenweise, um sicherzustellen, dass ich mind. mal 15 min. am Stück ohne Nach- und Nebenwirkungen durchhalte.
    Beim Radeln bin ich deutlich fitter und halte aktuell ca. 1,5 Std. durch. Dennoch bin ich traurig, weil ich viel mehr Kondition aufgebaut haben müsste längst bei meinem Streckenpensum, welches ich notwendigerwesie pro Jahr und ganzjährig abradle. Das ist bei mir das Leidthema, dass ich seltsamerweise Kondition kaum bis wenig aufbaue, Kraft geht leichter und besser. Ob es an der leichten Klappeninsuffizienz oder an Lunge oder Schilddrüse liegt, kann ich selber nicht einordnen. Andererseits, wenn ich lese, dass frisch operierte Herztransplantierte einen Marathon wegstemmen, bin ich schon bisserl frustriert. (< Jammern auf hohem Niveau, weiß ich! Bin auch schon auf allen Vieren monatelang zum Klo gekrochen und hab's bestenfalls zur nächsten Parkband geschafft...)
     
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