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Schwerbehinderten-Ausweis Antrag: Hilfe in Lübeck?

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Sprotte79, 12. August 2007.

  1. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Rheumis,

    ich habe seit einem Jahr rheumatoide Arthritis. Da ich seit ein paar Wochen als Nebenwirkung einer Basis auch noch eine Polyneuropathie habe, überlege ich, einen Schwerbehindertenausweis zu stellen.

    Hat jemand von Euch Erfahrung mit dem Versorgungsamt in Lübeck? Oder mit anderen Versorgungs-Ämtern?
    Kennt jemand von Euch einen Sozialberater in Lübeck oder Umgebung, der einem beim Antrag hilft?
    Hat jemand von Euch ähnliche Diagnosen und kann mir etwas darüber sagen, wie hoch der GdB wohl sein könnte?

    Vielen Dank für Eure Antworten.
    Liebe Grüße,
    Sprotte79
     
  2. Elke Trapp

    Elke Trapp Neues Mitglied

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    hallo sprotte 79,
    zu lübeck kann ich dir nichts sagen, aber du läßt dir vom versorgungsamt den antrag zuschicken. dort gibst du dann alle deine beschwerden an, sowie die einschränkungen die du hast. also was kanst du wann nicht, wie äußert sich das u.s.w., außerdem muß dein doc. auch etwas dazu schreiben, das fordert aber das versorgungsamt an, schaue nur was er schreibt, meiner hatte nur müll geschrieben. wenn du noch weitere fragen hast, wird dir mit sicherheit geholfen. ich selbst habe 40, habe aber leider bisher keine gesicherte diagnose, außer die bandscheiben op. auch brauchts du einen sehr langen atem dafür, weil die wollen nicht unbedingt einen grad der behinderung geben.
    L. G. elke
     
  3. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Schwerbehinderung

    Hallo Sprotte,

    eine Prozentvergabe steht und fällt mit deinen Einschränkungen. Die Erkrankung an sich ist da völlig nebensächlich.

    Falls du vor kurzem in einem Krankenhaus oder einer Reha oder so warst oder in Kürze gehst kannst du dort den Sozialen Dienst bitten dir zu helfen, die sind mehr als firm drin.

    So ein Antrag ist aber auch durchaus selber machbar.

    Schau dir dazu auch mal die "Soziale Linksammlung" an, da steht mancher Tipp drin.

    Gruß
    Kira
     
  4. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Elke und Kira,

    danke Euch beiden für Eure Antworten.
    Wie lange hat es denn gedauert, bis Ihr einen Bescheid hattet?
    Musstet Ihr Widerspruch einlegen?
    Gibt es etwas, was ich auf jeden Fall beachten muss / sollte?

    Vielen Dank und guten Start ins Wochenende,
    Sprotte79
     
  5. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Hallo Sprotte,

    ich habe Widerspruch eingelegt, weil die Docs befanden, dass meine Bewertung in keinem Verhältnis stand. Also habe ich ausdrücklich um eine
    Untersuchung vor Ort gebenten um sich einen Überblick zu verschaffen, da das in der Theorie doch sehr schwer sei.

    Daraufhin habe ich innerhalb kurzer Zeit eine angemessene Bewertung bekommen.

    Der erste Bescheid kam nach ca. vier Monaten ( einer meiner Ärzte hatte sich soviel zeit mit seinem Bericht gelassen). Die Untersuchung erfolgte drei Wochen nach meinem Widerspruch und der Bescheid kam dann eine Woche später ins Haus.

    Worauf du achten sollst? Übertreib nicht - untertreib nicht - und verstell dich nicht. Die merken das eh.

    Bereite dich vor denen deine Einschränkungen so zu schildern, dass sie jeder einfach verstehen kann.

    Ansonsten viel Daumendrücken.

    Gruß
    Kira
     
  6. Elke Trapp

    Elke Trapp Neues Mitglied

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    Hallo Sprotte,
    mein Antrag auf Schwerbehinderung habe ich März 2004 gestellt, Bescheid mit 40 GdB kam im August 2004, also recht schnell, aber dann ging es los, Wiederspruch eingelegt mit Hilfe eines Anwaltes, Widerspruch wurde Juni 2005 abgelehnt, da das alles so richtig sei, nur wurden keinerlei Einschränkungen berücksichtigt. Also Klage eingereicht. Die Klage wurde allerdings jetzt auch abgewiesen, da der gutachter der Meinung ist, ich habe keine Einschränkungen, obwohl ich alle Einschränkungen angeben habe und die sind zeitweise reichlich. jetzt warten wir noch auf die schriftliche begründung. Habe allerdings zu meinen kollegen schon gesagt, sie möchte bitte jedesmal aufschreiben, wo sie mir helfen müssen. da würde eine menge zusammen kommen. ( natürlich im spass) , ich will dir nicht die hoffnung nehmen, aber es ist ein sehr hartnäckiger kampf. ich drücke dir jedenfalls ganz fest die daumen, das es bei dir besser klappt.:)
    L.G. Elke
     
  7. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Ihr Beiden,

    danke für Eure ausführliche Antworten.:)

    Oje, das hört sich nach viel Arbeit und hartnäckigem Kämpfen an. Ich bin mir gar nicht sicher, ob meine Einschränkungen "ausreichen". Ich kann ja noch sehr viel alleine im Alltag. Nur so was wie Flaschen aufdrehen und schwere Dinge tragen und so ist halt ohne Hilfe nicht möglich. Ich frage mich jetzt, ob das neben den Nervenschmerzen durch die Polyneuropathie übernaupt ausreichend ist für eine Schwerbehinderung, oder ob ich mich mit so einem Antrag "lächerlich" mache.

    Danke für Eure Rückmeldungen.
    Liebe Grüße,
    Sprotte79
     
  8. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Versuch es

    Hallo Sprotte,

    Unsinn, niemand macht sich lächerlich! Versuche es einfach, schreibe auf, welche Diagnosen bereits gestellt wurden, welche Einschränkungen Du hast und bei welchen Ärzten Du in Behandlung bist (ist alles im Fragebogen auszufüllen). Falls aktuelle Befunde da sind, kannst Du sie gleich beifügen, falls nicht, werden sie vom zuständigen Amt sowieso bei den Ärzten angefordert. Natürlich brauchst Du einen langen Atem, da haben die anderen schon recht. Geh es aber trotzdem an.

    Weißt Du, ich hab schon oft bestätigt gefunden, dass, wer kämpft verlieren KANN. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren. Bei mir hat damals meine Familie auch gesagt, brauchste gar nicht erst versuchen, hat doch eh keinen Zweck. Und dann hab ich auf Anhieb gleich 50 % bekommen.

    Auch Dir viel Erfolg.
     
  9. Elke Trapp

    Elke Trapp Neues Mitglied

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    Hallo Sprotte,
    so wie susann es schon gesagt hat, du machst dich nicht lächerlich. ich schreibt dir gleich noch eine pn.
    L.G. Elke
     
  10. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Susanne und Elke,

    danke fürs Mutzusprechen. :) Das tut gut zu hören.

    Wie sieht es denn aus, wenn ich jetzt noch keinen Grad der Behinderung zugesprochen habe, wie viel Zeit muss verstrichen sein, damit ich einen erneuten Antrag stellen kann, z. B, wenn ich einen neuen Schub kriegen sollte?
    Ist es generell gut, so früh wie möglich, so einen Antrag zu stellen, oder sollte ich noch warten, bis es mir schlechter geht, z. B. nächster Schub oder so?
    :confused: Ach, ich bin echt unschlüssig, ob jetzt schon der richtige Zeitpunkt dafür ist.

    LG,
    Sprotte79
     
  11. kathyB

    kathyB Realistin

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    Vdk

    frage.....kennt denn niemand ausser mir den sozialverbund VDK?
    früher verband der kriegsversehrten.. heute ein behinderten sozialverbund.
    die 5€ monatsbetrag sind absetzbar.
    in bayern ist es so.... wenn man behindertenprozente beantragen möchte, bzw *erhöhung* und man macht das mit dem vdk *im rücken*..... hat man von haus aus bessere chancen, da der vdk auch notfalls einen anwalt einschaltet, den sich sonst nicht jeder leisten kann.

    http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=de1

    mein bruder hat mit hilfe des vdk ratzfatz von 30% erhöhung auf 70% bekommen!!!
    berechtigt....natürlich, aber ERST wurde natürlich alles abgelehnt.......

    gruss


    kathy



     
  12. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Kathy,

    danke für deinen Hinweis, darüber habe ich einen Link zum Bildungsministerium für Arbeit und Soziales gefunden und dort eine Broschüre zum Thema bestellt.

    Liebe Grüße,
    Sprotte79
     
  13. kathyB

    kathyB Realistin

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    dann...

    viel erfolg!!

    kathy
     
  14. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Danke, Kathy! :)

    Sprotte 79