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Schwangerschaft mit Enbrel ??

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von Karina 0815, 10. Mai 2006.

  1. Karina 0815

    Karina 0815 Guest

    Hallo ihr da draußen,

    gibt es jemand von Euch, der während einer Therapie mit Enbrel schon mal
    schwanger geworden ist und ein Kind auf die Welt gebracht hat??

    Habe etwas Angst, weil ich (36 Jahre alt) es wenigstens einmal im Leben
    versuchen will ein Kind zu kriegen.

    Habe MTX schon vor 9 Monaten abgesetzt und wurde dann mit Sulfasazin
    behandelt. Habe dann den Versuch gemacht alle Medikamente abzusetzen,
    jedoch leider mit negativem Erfolg. Jetzt ist es so, daß eine neue Therapie mit
    Sulfasalazin nicht mehr angeschlagen hat und meine Entzündungswerte immer
    mehr ansteigen. Lt. meinem Arzt gibt meine PSA im Moment VOLLGAS !!

    Jetzt hat er mir Enbrel verschrieben (bekam gestern meine erste Spritze).
    Er meinte, daß mir keine Möglichkeit mehr bleibt, unter allen anderen
    Medi's darf ich nicht schwanger werden. Mit Enbrel eigentlich auch nicht,
    aber darüber gibts noch keine Studien, er kann nur sagen, daß von der
    Rheuma-Klinik Innsbruck bekannt ist, daß schon mehrere Frauen mit einer
    Therapie mit Enbrel schwanger wurden und die Kinder gesund auf die Welt kamen.

    Was meint ihr dazu??
     
  2. Eleyne

    Eleyne Neues Mitglied

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    8. Dezember 2003
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    364
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    Norddeutschland
    Hiho,

    auch wenn meine Meinung dazu jetzt sicher nicht nach Deinem Geschmack ist ... ich würde es nicht versuchen unter Enbrel schwanger zu werden. Mir wäre das Risiko für Missbildungen/Krankheiten des Kindes einfach zu hoch.

    Ich war gesund als ich schwanger war aber meine Tochter hat trotzdem eine angeborene Fructoseintoleranz ... wenn ich damals Medikamente genommen hätte, würde ich mir heute sicher Vorwürfe machen, weil man ja nicht wüsste, obs davon kommt oder nicht.

    Und nur weil es keine Studien dazu gibt, ist es ja nicht ungefährlich ... sondern man weiß einfach nicht, welche Komplikationen auftreten können, weils dazu keine schriftlichen Statistiken gibt.

    Dass Du gerne ein Kind haben möchtest, kann ich gut nachvollziehen... aber überleg Dir gut, ob es Dir wert wäre, wenn dem Kind gesundheitlich wirklich was fehlen sollte ... letztlich ist es ja Deine Entscheidung mit der aber dann Dein Kind leben muss ...

    Vielleicht kannst Du Dich ja mit dem Gedanken anfreunden (irgendwann) ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind in die Familie aufzunehmen ... das wäre sicher die weniger riskante Lösung ...

    Fühl Dich von mir mal gedrückt und ich drücke Dir ganz dolle die Daumen für eine für Dich gute Entscheidung ...
     
  3. Karina 0815

    Karina 0815 Guest

    Hallo Eleyne,

    das weiß ich ja auch, und deswegen hab ich ja auch soviel Angst,
    nochdazu hat meine Freundin ein stark behindertes Kind. die Kleine
    ist jetzt 2,5 Jahre alt, kann weder sprechen, laufen, krabbeln, greifen
    usw. (Rett-Syndrom - ganz selten).

    Hab's also direkt vor Augen was passieren kann.

    Aber trotzdem, na ja, mein Kinderwunsch wird halt immer größer. Wenn dann
    würde ich aber gerne selbst ein Kind zur Welt bringen.
    Also so ganz reinsteigern tu ich mich da net, bin eher so:
    Wenn's passiert, dann is es toll, wenn nicht, dann wollte es die Natur eben nicht.

    Sch.... is halt nur, daß ich gerade jetzt, so nen blöden Schub gekriegt habe,
    der nicht mehr aufhören will. Hätt ich letztes Jahr nur nicht den Fehler gemacht, alle Medi's abzusetzen (bin zum Homöopathen, weil ich eben ganz
    ohne Medi's sein wollte, wenn ich evtl. schwanger wrede).
    Vielleicht hätt ich des Sulfasalazin weiterhin gut vertragen, wenn ich's nicht
    abgesetzt hätte.
    Aber na ja, wenn das Wörtchen 'wenn' nicht wär, wär mein Vater Millionär !:o

    Wollte eigentlich nur wissen, ob es unter euch jemanden gibt, der Enbrel
    nimmt und schwanger wurde usw. Weiß nicht wo ich sonst fragen könnte...
     
  4. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Karina

    Hallo Karina,

    ich kann Dir leider nicht weiterhelfen, aber schau mal hier nach, vielleicht hilft Dir das weiter:

    http://www.rheuma-online.de/fua/74.html

    http://www.rheuma-online.de/archiv/rheuma-news/newsarchiv/2002-2005/ansicht/news/82.html?encryptionKey=k3j4h&cHash=e8f445ce3c

    http://www.tiz-info.de/tnf-blocker/fua/antwort/frage/332.html

    http://www.rheuma-online.de/news/artikel/kinderwunsch-bei-rheumatherapie-das-mussen-sie-beachten.html?encryptionKey=k3j4h&cHash=74c0824ff9

    Es gibt hier auf der RO-Seite noch mehr Artikel dazu. Gib mal oben links in das Suchfeld "Schwangerschaft" ein.

    Bis Herbst letzten Jahres gab es bei www.tiz-info.de eine Hotline, bei der Du diese Frage hättest stellten können. Leider wurde die Hotline eingestellt.

    Viele Grüße
    Sabinerin
     
  5. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Rheinbach
    Hallo Karina,

    ich stand vor 2 Jahren vor der gleichen Entscheidung (allerdings nehme ich Remicade) und mir war das Risiko zu groß. Ich telefonierte damals mit Essex (dem Hersteller) und dort war man sehr kooperativ. Es gab 156 Schwangerschaften unter Remicade und es waren keine außergewöhnlichen Komplikationen zu beobachten (im Gegensatz zur Gesunden). An Deiner Stelle würde ich bei dem Hersteller von Enbrel

    Wyeth Pharma GmbH
    Wienburgstraße 207
    48159 Münster
    T| 02 51 - 2 04 0
    F| 02 51 - 2 04 11 28

    anrufen und nachfragen, wieviele Fälle dort bekannt sind.

    Wünsche Dir viel Glück bei Deiner Entscheidung
    Jürgen
     
  6. Karina 0815

    Karina 0815 Guest

    Ihr seid alle suuuuuper, vielen dank für die Adressen, Ratschläge usw.

    Was würd ich nur ohne RO machen...
     
  7. sonnenliebe

    sonnenliebe Mitglied

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    Baden-Württemberg
    hallo karin

    in der Schweiz gibt es ein Beratungszentrum für rheumakranke Frauen. Dort geben sie grünes Licht für eine geplante Schwangerschaft und Enbrel. Sobald man schwanger ist, soll man das Mittel absetzen.
    Es gibt bisher 85 Schwangerschaften unter Enbrel und angeblich keine Missbildungen.

    LG, sonnenliebe
     
  8. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Schwangerschaft

    Liebe Karina,
    ich kann Dir das so sehr nachempfinden.
    Wir wünschen auch ein Kind und wissen dass ich dafür vom MTX runtermuss, nur ich hab ein kleines bissel mehr Zeit, bin 32.
    Wir haben über
    nachgedacht und uns erkundigt, aber mit einer kranken Frau als Mutter gibt es keine Chance, zu wenig Kinder für zuviele Anfragen.
    Ich habe gehört an der Uniklink Tübingen gäbe es eine Beratung für Rheumakranke Frauen. Dort soll so eine Medi-Studie geführt werden.
    Aber die Idee direkt den Hersteller anzusprechen find ich auch gut.
    Drück Euch ganz fest die Daumen
    Kira
     
  9. Katzenmami

    Katzenmami Neues Mitglied

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    Ort:
    München
    Hallo,

    ich denke keiner kann sich in eine Frau hineinfüllen die sich ein Kind wünscht!!

    Dein Rheumadoc hat Dir grünes Licht gegeben, drum versuch es einfach...
    sicher kann es sein das mit dem Kind was ist, nur zum teufel nochmal was machen denn die super tollen Muttis mit dicken Bauch und Zigarette in der guschen:eek:
    Nur diese machen das nicht weil sie Krank sind und es ohne nicht geht, neee das hat andere gründe.

    irgendwo habe ich mal gelesen das es doch immer noch mehr Kinder mit schäden auf die Welt kommen weil Mami ja Rauchen und Alkohol Trinken mußte--wohlgemerkt in der Schwangerschaft--:mad:

    Karina, ich denke das du sehr verantwortungsvoll handelst und denkst. Es sind nun schon doch einige frauen mit Enbrel Schwanger geworden und haben gesunde Kinder bekommen, da wird es doch bei Dir auch so sein.....

    Viel Glück
     
  10. Melmau

    Melmau Neues Mitglied

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    2. Juli 2003
    Beiträge:
    125
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    Frankfurt am Main
    HAllo,

    ich wurde damals schwanger als die CP gerade anfing und ich noch keine Basismedikamente bekam. In der Schwangerschaft gab es nur 5 mg Cortison. Mein Sohn ist gesund und jetzt 3,5 Jahre alt.

    Im Moment bekomme ich 15 mg MTX und z.Zt. 5 mg Decortin und stehe vor der Entscheidung, noch ein Kind oder nicht?

    Ich müßte MTX mind. 3 Monate absetzen und dann anfangen "zu üben". Wenn alles gut ginge, wäre mein Sohn schon fast 5 Jahre alt, wenn das Baby kommt. Viel später dürfte es nicht sein, wegen des Altersunterschiedes.

    Andererseits frage ich mich, ob man das Schicksal so herausfordern muß. Ich bin jetzt einigermaßen fit, gehe einer geregtelten beruflichen Tätigkeit nach und habe ein gesundes, tolles Kind.
    Was ist, wenn das Baby krank ist? Wenn sich meine Schmerzen nicht mehr so gut auf MTX einstellen lassen?

    Fragen über Fragen.

    Dennoch hätte mir auch niemand meinen Kinderwunsch vor der ersten Schwangerschaft ausreden können und ich rate Dir, dich intensiv mit deinem Rheumatologen und Gynäkologen zu beraten.

    75 % aller Frauen sind in der Schwangerschaft komplett schmerzfrei (lt. meinem Arzt).

    Alles Gute

    Melanie
     
  11. Karina 0815

    Karina 0815 Guest

    Hallo Melanie, Kira, Heidi, Sonnenliebe und alle anderen

    ich danke euch wirklich von Herzen für die aufmunternden Worte.

    Das mit dem MTX hab ich gott sei dank schon hinter mir (hab's im August 05
    abgesetzt). Aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, daß ich mir meinen Kinderwunsch während dieser Zeit immer ausgeredet habe. MIr gings ja auch nicht gut, wie soll man da ein Baby hochheben oder wickeln können, wenn ich's nicht mal mehr schaffe meine Katze hochzuheben.

    Außerdem hatte ich zuviel Angst wegen dem MTX, daß es doch länger nachwirken könnte als 3 Monate.

    Aber ich hab mich, dank eurer Beiträge heute schon mal schlau gemacht. Es gibt ja doch einige Frauen, die unter Enbrel schwanger wurden (natürlich wurde es dann sofort abgesetzt) und gesunde Kinder auf die Welt brachten.

    Ich denke auch, daß genügend Mütter ungesund leben während der Schwangerschaft (Rauchen usw.) und trotzdem gesunde Kinder auf die Welt bringen. Ich will natürlich nicht verantwortungslos klingen, das bin ich ganz und gar nicht. Bin eher der Typ 'VIEL ZUVIELE SORGEN UM ALLES MACHEN TYP'.Denke aber, daß mein Arzt auch nicht verantwortungslos ist.

    Gibt es denn nichts schöneres als ein Baby, das dich anlächelt. Wenn ich da nur an meine Patenkinder denke (2 Mädels 5 und 2 Jahre alt, die mich verehren - sorry für die Arroganz, aber is so). Ich liebe es, wenn sie singen,
    spielen und streiten. Ich dachte immer, hab ja eh soviele Kinder von Freunden
    und Bruder um mich rum, da brauch ich ja keine eigenen. Is ja auch toll, wenn sie einem zuviel werden, kann man sich ja wieder in die eigenen vier Wände verdrücken.Aber jetzt will ich eben doch ein eigenes....

    P.S. Mein Hausarzt sagte übrigens auch, daß es gar nicht gut für das Baby ist, wenn der Körper voller Entzündungen steckt.Also wäre es genausoschlecht, wenn ich keine Medikamente mehr nehme, aber dafür
    meine Entzündungswerte schlecht für's Baby sind, vielleicht sogar noch schlechter.

    Mal sehen was passiert...
     
  12. nelque

    nelque Neues Mitglied

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    schwangerschaft mit enbrel

    Hallo Karina, ich bin neu in rheuma online und habe erst eben deinen beitrag gelesen. ich weiß gar nicht ob du jetzut noch meine antwort erhälst.
    Ich habe seit 4 Jahren cp und bin im mai schwanger geworden. ich habe vorher enbrel genommen. als ich wusste das ich schwanger bin habe ich es abgesetzt. ich hatte damals auch lange überlegt, ob ich das risiko eingehe. in 7 wochen ist der geburtstermin, und bisher hat sich das kind normal entwickelt, es sieht alles gut aus. ich habe mich mit 5mg cortison "durchgeschlagen" und in den ersten monaten Ibuprofen genommen. Nach absetzen des Enbrels hatte ich 2 wochen schreckliche Schmerzen, aber mit fortschreiten der schwangerschaft ging es mir besser, und jetzt im letzten drittel kam noch ein Besserungsschub.
    Allerdings weiss ich nicht, wielange und ob ich stillen kann und wann der rheumaschub wieder kommen wird nach der geburt. ich würde mich freuen, von Erfahrungen zu hören, die andere cp- kranke nach der geburt ihres kindes gemacht haben, und wann sie wieder mit med. angefangen haben-

    Liebe grüße von nelque