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Schwanger unter MTX

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von Luzey, 8. Juli 2015.

  1. Luzey

    Luzey Neues Mitglied

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    Hallo liebe Leute,

    wie der Titel schon verrät ist etwas ganz blödes passiert. Ich habe im Januar die Pille abgesetzt und mit Kondom verhütet. Wir haben vor gehabt im nächsten Jahr zu versuchen schwanger zu werden.

    Nun ist es ganz anders gekommen.

    Ich habe viele Wochen kein MTX genommen, weil Hexal bekanntlich Lieferschwierigkeiten hatte. Ich meine es sind sogar 2 Monate gewesen, in denen ich kein MTX hatte. Dann hat ein Rheumatologe bei der Apotheke stress gemacht und ich habe welches bekommen. Ich habe dann für 3 Wochen 15 mg die Woche genommen und die Woche darauf nur 7,5 mg weil ich überlegt habe, doch schon mit dem MTX aufzuhören weil ich dachte je früher das raus ist um so besser.

    Dazu muss ich sagen, dass ich seit der Absetzung der Pille keinen ordentlichen Zyklus hatte nur 3 mal die Periode letztes mal 16.5 bis 23.5.

    Meine Schwester hat am 13.06. geheiratet und mein Mann und ich haben ordentlich gefeiert und in der Nacht zum 14. miteinander geschlafen. Irgendwas muss mit dem Kondom schief gegangen sein, ich weiß es nicht genau, nur das wir aufjedenfall eins benutzt haben.

    Ein paar Tage später so Donnerstag oder Freitag hatte ich ein Ziehen im Unterleib und hab schon gedacht, dass ich jetzt meine Periode bekommen würde. Am Sonntag dann nach dem GV leichte Blutung und fühlte mich bestätigt.

    Das Ziehen hörte nicht auf aber es kam auch keine Periode also hab ich einfach mal gegooled und da stand was mit Schwanger und ich bin panisch in die Drogerie und habe einen Test gekauft und der war positiv. Ich war total geschockt und wusste gar nicht wie mir geschieht. Das war am 24.06. (4ssw)

    Ich habe direkt bei Embryotox angerufen, dort wurde mir gesagt, dass das Risiko bei mir nicht so stark erhöht ist, weil ich MTX vor der Befruchtung zuletzt genommen habe und von mir aus danach weil es mir nicht gut ging abgesetzt hatte. Mir wurde ein Basisrisiko von 5% genannt und bei mir wäre es bei 6-7% also leicht erhöht.

    Nunja mein Frauenarzt kennt sich damit überhaupt nicht aus hat nur gegoogled und direkt gesagt hier steht dies und das sie sollten mal besser abtreiben. Das war am 25.06. und mal nebenbei, mein Geburtstag :(

    Ich war wie benebelt und dachte ich rufe mal meinen Rheumadoc an (UNI KLINIK!) der auch nur mit halben Ohr zugehört hat ich erzählte von dem Basisrisko das man mir gesagt hat von 5% und das meins wohl bei 6-7% liegt und das gar nicht so schlimm sei. Er sagt nur 5% ist aber nicht 0.... soviel zum Thema dem Patienten zuhören.

    Ich habe den Fraunarzt gewechselt in eine Praxis die auch darauf spezialisiert sind auf diese Untersuchungen komme nicht auf das komplizierte Wort der Früherkennung von Behinderungen und Fehlbildungen.

    Ich habe auch schon die Suchfunktion benutzt und weiß, dass es hier jemanden gibt, der auch unter MTX schwanger war und suche nun nach weiteren Frauen, denen es so ergangen ist. Leider hab ich in der Suchfunktion nichts genauers gefunden, wieviel MTX genommen wurde und wie lange die Schwangerschaft schon bestanden hat und hoffe nun auf Antworten.

    Ist die Situation wirklich so, dass ein Abbruch gerechtfertigt ist? Dazu muss ich sagen, dass ich kein behindertes Kind möchte und mein Mann auch nicht. Wir wollten dem Baby eine Chance geben und abwarten, ob es sich nicht doch normal und gesund entwickelt.

    Meine Gefühle spielen verrückt ich bin so durcheinander :confused: ich bin jetzt in der 6 ssw und habe nächste Woche einen weiteren Termin beim Frauenarzt mit Beratungsgespräch wegen Humangenetik und sowas.

    Lg
     
  2. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Liebe Luzey!

    Ich habe gerade sehr bewegt deinen Beitrag gelesen. Nein, ich war nicht schwanger unter MTX. Diese Erfahrung kann ich Gott sei Dank nicht mit dir teilen.

    Aber ich möchte dir gerne etwas grundsätzliches sagen. Du schreibst: ich möchte kein behindertes Kind und mein Mann auch nicht.
    Ich denke, da sind sich alle einig. Das möchte wohl keiner. Und jede Schwangere hat immer wieder Momente, wo eine gewisse Unsicherheit oder sogar Angst aufkommt. Denn jede SS birgt bis zum Schluss das Risiko, trotz umfangreicher Kontrollen, dass ein Kind mit Behinderung oder Erkrankung zur Welt kommt. Mein Frauenarzt hat damals zu mir gesagt: das größte Risiko der SS ist die Geburt. Da kann soviel schiefgehen, dass das Kind trotz prächtiger Entwicklung am Ende doch behindert zur Welt kommt. Und was ist, wenn der Säugling durch eine Erkrankung eine Behinderung behält?
    Was ich damit sagen möchte: man kann nicht jedes Risiko ausschalten und ist in dieser Zeit einfach "guter Hoffnung", dass wohl alles gut wird. Ein Risiko von 6-7% bedeutet, dass eine 93-94% Chance auf ein gesundes Kind besteht. Oder habe ich das falsch verstanden?

    Und bei dir wird es sicherlich so sein, dass die SS noch engmaschiger kontrolliert wird als normal. Vielleicht macht man eine Fruchtwasseruntersuchung um gewisse Dinge auszuschließen. Eine Beratung in Sachen Humangenetik steht ja auch schon an. Auf jeden Fall würde ich mich vor einer eventuellen Abtreibung sehr gut beraten lassen und vor allen Dingen nicht in Panik verfallen. Am Ende muss auch die Psyche eine Abtreibung verkraften.

    Ich bin sicher, dass die Natur schon einiges regelt, wenn mit dem Embryo etwas nicht stimmt (25-30% aller SS enden vorzeitig oder sogar unbemerkt). Und ansonsten kann man heute im Ultraschall doch echt schon einiges an Fehlbildungen rechtzeitig erkennen, um dann immer noch eingreifen zu können. Aber man erkennt eben nicht alles. Das ist wohl wahr.

    Du schreibst: Wir wollten dem Baby eine Chance geben und abwarten...
    Ich finde, das hört sich vernünftig an. Aber natürlich stecke in nicht in eurer Haut und muss nicht diese schwere Entscheidung treffen. Deshalb kann ich nur schildern, was mir durch den Kopf geht.

    Ich wünsche dir sehr, dass du gut beraten wirst und mit deiner Entscheidung (wie sie auch immer ausfällt) gut leben kannst. Hoffentlich meldet sich noch jemand, der aus eigener Erfahrung berichten kann.
    Alles Liebe und Gute für dich/euch!

    Lg Clödi.
     
    #2 8. Juli 2015
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2015
  3. Luzey

    Luzey Neues Mitglied

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    Hallo Clödi

    Danke für deinen Beitrag auch wenn du jene Erfahrung mit Mtx und einer Schwangerschaft hast. Die Wahrscheinlichkeit das ich ein gesundes Kind bekomme liegt tatsächlich zwischen 93 und 94% was doch eigentlich ganz positiv klingt.

    Ich habe deshalb auch nicht die Reaktion von meinem Rheumatologen verstanden der mich dauernd fragt wie ich dazu stehe dabei habe ich längst gesagt das wir das Kind wollen und eben Untersuchungen wahrnehmen wollen um Risiken abzuschätzen.

    Die Situation ist unglaublich schwer ich kann auf keinen Fall einfach so abtreiben das würde ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können.

    Bei Embryotox wurde mir gesagt, dass bei einer niedrigen Dosis wie ich sie hatte die Fehlbildungen sogar nur auf ein paar Einzelfälle beschränkt sind und das Risiko von dem man ausgeht es beträgt im Mittel 7-8% auf höhere Dosen zurück geht. Das hat mir Hoffnung gemacht aber Angst habe ich trotzdem und ich fühle mich von meinem Rheumatologen allein gelassen.

    Vielleicht gibt es noch jemanden der mir ein paar Erfahrungen mitteilen kann.

    Lg
     
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Liebe Luzey,
    ich hab keine Erfahrungen mit dieser Angelegenheit (außer dass ich auch MTX nehme und 3 erwachsene Kinder habe), deshalb hab ich überlegt, ob ich überhaupt antworten soll. Und ich tue es nun doch, denn hier geht es um ein Menschenleben, nämlich um das deines Kindes.

    Du widersprichst dir selber: Einerseits wollt ihr kein behindertes Kind, andererseits wollt ihr dem Kind eine Chance geben. Aber welche Chance wollt ihr dem Kind geben? "Wenn du gesund bist, darfst du leben, wenn du nicht gesund bist, hast du deine Chance vertan?" Das Kind kann weder was dafür, dass du MTX nehmen musstest, noch dafür, dass es gezeugt wurde.
    Oder vielleicht missverstehe ich den Satz und ihr wollt, dass euer Kind lebt. Aber dann müsst ihr zu einer Abtreibung ein klares Nein sagen.

    Du könntest es mit deinem Gewissen nicht vereinbaren, das Kind so einfach abzutreiben, denn es hieße, es im geschützten Mutterleib töten zu lassen. Eben weil so viele Mütter nicht auf ihr Gewissen hören, weil sie keinen anderen Ausweg sehen, haben die meisten von ihnen nach einer Abtreibung schwere psychische Probleme, mit denen sie oft nicht fertig werden und in Depressionen verfallen usw. Es gibt auch immer noch welche, die nach einer Abtreibung gar nicht mehr schwanger werden können, auch wenn sie es später gerne möchten.

    Welche Risiken wollt ihr abschätzen?
    Es könnte sein, dass es behindert sind, aber zum Großteil ist abzusehen, dass es gesund zur Welt kommen wird. Das Einzige, was ihr machen könnt, sind engmaschige Untersuchungen wahrzunehmen, damit ihr gut vorbereitet seid auf den Fall einer Behinderung. Ich hab eine Kollegin, die nach langen Jahren des Wartens befürchten musste, dass ihr Kind schwerstbehindert sein könnte. Sie hatten sehr viele besondere Untersuchungen, und sie sind sehr erleichtert, dass das Kind gesund und munter ist.
    Im Übrigen gibt es viele Kinder, die z. B. nach einer Hirnhautentzündung oder einem Impfschaden, Unfall u. v. m. behindert werden. Man ist nie davor gefeit, auch wenn man es gesund zur Welt bringt.

    Natürlich ist es schwer, ein behindertes Kind großzuziehen, aber es gibt heutzutage die besten Therapien. Ich arbeite im Behindertenbereich und kann dies deshalb einschätzen. Auch sie haben ein Recht auf Leben, auf eine faire Chance. Die betroffenen Eltern sagen dann meistens, dass sie von diesem Kind besonders viel gelernt haben, dass es etwas Besonderes ist. Und: Man wird nicht allein gelassen, es gibt von allen Seiten viel Hilfestellung.

    Du siehst, ich plädiere für den Schutz des Lebens, denn die Ungeborenen sind die Schutzlosesten in unserer Gesellschaft. Auch sie sind Menschen mit unantastbarer Würde.
    Dies bitte ich dich zu bedenken in dieser schweren, für dich so angstvollen Zeit. Lass die Angst zu, lass ruhig alle Gefühle zu. Aber lass dich nicht zu sehr von ihnen leiten, sondern versuch, ganz sachlich alles abzuwägen.

    Ich wünsche euch beiden alles Gute und vor allem ein gesundes Baby! :)
     
  5. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Der Satz von Luzey,

    hat mir sehr zu schaffen gemacht.

    Ich danke Euch, Clödi und Nachtigall, für Eure Beiträge. Ich habe meinen nicht abgeschickt...

    Niemand möchte ein behindertes Kind... fast niemand. Manche nehme auch behinderte, schwerst behinderte Kinder auf... siehe "Tim lebt" bei youtube. Für mich hat jeder Mensch, egal wie behindert, ein Recht auf Leben. Und erstaunlicherweise sind es gerade schwer Behinderte, die uns manchmal erst klar machen, dass Leben mehr ist, als "gesund sein".

    Ich wünsche Euch natürlich ein gesundes Kind, und die Kraft und den Mut jede Krankheit und jedes Problem, was im Leben auftritt, angehen zu können!
    Kati
     
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hallo Luzey,

    zunächst mal möchte ich eines klar stellen:
    Was ich hier sage, ist selbstredend ohne Gewähr und ersetzt keine medizinische Beratung.

    Vielleicht kann ich Dich aber trotzdem beruhigen: wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du VOR der Befruchtung das letzte Mal MTX genommen.
    MTX ist potenziell teratogen. ABER: in diesem Stadium einer möglich werdenden Schwangerschaft - also vor der Einnistung - gilt allermeistens das Alles-oder-nichts-Prinzip.
    Das bedeutet, dass eine geschädigte Zygote (also die mit dem väterlichen Spermium verschmolzene Eizelle) sich in der Regel nicht in der Gebärmutter einnistet, sondern abstirbt und unbemerkt mit der nächsten Regel abgeht - und im Gegenzug nur die intakte Einheit auch bis zur Einnistung überlebt und diese vollzieht. Daraus ergibt sich ein deutlich reduziertes Risiko; der Vorgang dokumentiert einen Selbstschutz der Natur ;)

    Lass Dich von einem kundigen Arzt (Gyn., Humangenetiker?) beraten und versuch, so lange ruhig zu bleiben.
    Es wird sich alles finden.
    Und für das nächste Mal empfehle ich Dir eine sichere Empfängnisverhütung :vb_cool:

    Liebe Grüße und alles Gute für euch drei!
    Frau Meier
     
  7. blauermatiz

    blauermatiz Neues Mitglied

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    Hallo Luzey,
    ich bin unter MTX und Arava 2011 schwanger geworden.
    Lies mal meinen Beitrag dazu auf der 2. Seite ganz oben.
    Ich kann Dein Gefühlschaos verstehen. Mir gings genauso. Aber ich kann schreiben dass Lina mittlerweile 3 Jahre alt und kerngesund ist.
    Geh zur genetischen Beratung. Wir waren hier:
    http://www.praenatal.de/frauenaerzte-praenatal-diagnostik-genetik-ultraschall-duesseldorf-koeln.html

    Und die haben uns suuuuper weitergeholfen. Die können Dir genaue Zahlen nennen und welche Missbildungen auftreten KÖNNEN.
    Nicht müssen. Auch wir wollten kein behindertes Kind und haben deshalb in der 16. SSW eine Fruchtwasseruntersuchung und in der 20. SSW ein Organultrschall machen lassen.

    Lass Dir eine Überweisung vom Frauenarzt geben, dann kostet es nichts.

    Falls Du Fragen hast, frag

    Drück Dich
     
  8. Luzey

    Luzey Neues Mitglied

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    Danke für die bisherigen Antworten, die letzten Tage musste ich mich erstmal zurückziehen und mir Gedanken machen.

    Zu meinem Satz, dass wir kein Kind mit Behinderung wollen: Wir können es uns gar nicht leisten ein Kind zu haben, dass mehr Pflege braucht als ein "normales" Kind. Wir bauen gerade ein Haus, das Kind ist ungeplant und dafür haben wir so schon keine Rücklagen. Es würde unser Leben kaputt machen und das möchte ich nicht. Nennt mich egoistisch aber es ist so. Ich möchte allerdings nicht von vorn herein das Kind abstempeln und einfach davon ausgehen, dass etwas nicht stimmt sondern abwarten, ob es sich nicht doch normal entwickelt. Aus diesem Grund kommt es für mich nicht in Betracht einfach so abzutreiben wenn die Chancen auf ein gesundes Kind sehr groß sind.

    Ich bin heute beim Frauenarzt gewesen zur zweiten Untersuchung und der Embryo entwickelt sich sehr gut ist sogar von der Größe eine Woche vordatiert worden. In der 5. Woche bei 4+2 war eine kleine Fruchthöhle zu sehen und das war auch normal. Heute bei 6+2 war der Embryo schon 10,3 mm groß und das Herz schlägt. Das Ultraschallgerät hat unser Kind auf 7 Wochen und 1 Tag vordatiert.

    Meine Ärztin ist spezialisiert auf Pränataldiagnostik und hat gesagt, dass bei MTX das Kind eher abgeht, als das es eine Behinderung hat. Die Behinderungen, die man so kennt sind durch fehlgeschlagene Abtreibung mit hochdosiertem MTX entstanden und bei meiner Dosis wäre es unwahrscheinlich.

    Ich bin daher erst einmal guter Dinge und habe schon in 2 Tagen meinen ersten MuFu Termin weil die Hebamme danach im Urlaub ist.

    Dazu möchte ich noch sagen: Ich kann verstehen, dass es hart ist, das ich sage ich will kein Kind das behindert ist und klar kann es auch später passieren. Aber wenn es schon vorher der Fall ist dann entscheide ich mich gegen das Kind und das tue ich ganz bewusst und es ist natürlich keine leichte Entscheidung und wird auch nicht leicht zu verarbeiten sein aber ich möchte kein Kind in die Welt setzen, das nur in Abhängigkeit von anderen leben kann. Das bedeutet, wenn schwere Störungen am Gehirn festgestellt werden, dann ist es keine Option für mich das Kind zu bekommen. Ich finde das persönlich nicht richtig, aber dazu hat jeder seine eigene Meinung.
     
  9. Luzey

    Luzey Neues Mitglied

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    Danke Frau Meier, das ist aufjedenfall hilfreich. Natürlich hab ich auch darüber im Internet gelesen, aber eine gewisse Unsicherheit gibt es natürlich trotzdem. Ich denke es ist normal, das man sich Sorgen macht auch ohne Medikamente.

    Ich bin nach der Untersuchung heute wesentlich ruhiger und kann das jetzt entspannter angehen. Meine Ärztin sagte, wenn erstmal das Herz schlägt ist schon mal eine weitere Hürde geschafft.

    LG Luzey
     
  10. Luzey

    Luzey Neues Mitglied

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    Danke für deinen Beitrag, ich werde das gleich mal nachlesen von dir.

    Ich werde mal dort anrufen, was du verlinkt hast. Meine Ärztin sagt ich kann in der 13. Woche schon zu einem Feinultraschall und jederzeit zur Humangenetik sie sieht allerdings nicht unbedingt Veranlassung dazu weil ich MTX vor der Befruchtung genommen habe und normalerweise dann nichts passiert. Es gibt bisher nur Fälle, wo MTX bis ca. zur 10. Woche genommen wurde und nicht genau vor Konzeption nicht mehr.

    Vielen Dank auch für dein Verständnis, das wir kein behindertes Kind bekommen wollen.

    LG
     
  11. merre

    merre Aktives Mitglied

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    MTX und schwanger

    Hallo Luzey
    Zu meinem letzten Seminar an der Charite´ Berlin hatten wir mit der kosultierenden Ärztin auch dieses Thema. Es waren hauptsächlich Studentinnen und wohl deswegen.
    Kurz , sie hatte in ihrer ganzen praktischen Tätigkeit keine negativen Erfahrungen bei ähnlichen Ausgangssituationen.
    Man muß aber darauf achten genügend Folsäurepräparate zu geben.

    Ich würde, wenn Du Informationen brauchst und konkrete Fragen hast diese Ärztin kontaktieren können.

    Als falsch würde ich auch sehen wollen Berichte, die zeitlich länger zurückliegen, als Beispiele zu sehen.
    Bei den bekannten Risiken einer "normalen Schwangerschaft" wurde früher Vieles auf Medikamente "geschoben".

    Alles Gute für Euch "merre"
     
  12. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Luzey


    Wie geht es Dir/Euch inzwischen und gibt es neue Erkenntnisse?

    Grüße!
    Frau Meier
     
  13. Luzey

    Luzey Neues Mitglied

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    Ich wollte mich mal nach der langen Zeit zurück melden. In der Schwangerschaft war mein Rheuma ohne Medikamente gut aushaltbar. Keine Schübe oder sonstiges.

    Mein Sohn ist am 23.2 kerngesund zur Welt gekommen und ich bin sehr froh mich nicht vorschnell für eine Abtreibung entschieden zu haben. Mein Frauenarzt und mein Rheumatologe der Uni Klinik hatten dazu geraten, ganz anders Embryotox dort erhielt ich die Auskunft das es eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit gäbe das mein Baby einen Schaden erlitten hat. Bei der Dosis wäre es nicht einmal eine Risikoschwangerschaft. Ich habe trotzdem bei jeder Vorsorge einen Ultraschall machen lassen und war 2 mal zur Feindiagnostik. Nun hatten wir die U3 und weiterhin alles in Ordnung.

    Er wurde auf natürlichem Wege geboren ohne Komplikationen seinerseits. Nur ich hatte Genurtsverletzungen und brauchte letztendlich wegen Blutverlust 2 Blutkonserven. Ich stille ihn voll und es gibt dahingehend keine Probleme.

    Leider habe ich seit 2 Tagen einen Schub und meine Kniegelenke sind stark betroffen ebenso starke Rückenschmerzen. Termin beim doc erst in 3 Wochen möglich bis dahin muss ich die Zähne zusammen beißen
     
  14. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Da will ich dich doch mal ganz herzlich zu deinem Kind beglückwünschen :). Schön, dass alles gut geklappt hat und der Kleine gesund und munter ist.
     
    #14 9. April 2016
    Zuletzt bearbeitet: 9. April 2016
  15. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo Luzey,

    du glaubst gar nicht, wie sehr mich das freut, von dir zu lesen:).
    Meinen herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines gesunden Sohnes!
    Toll, dass ihr euch trotz der nicht ganz einfachen Umstände für das Kind entschieden habt und das alles gut verlaufen ist.

    Dass das Rheuma sich jetzt nach der Geburt wieder meldet, ist natürlich nicht so schön. Hoffentlich geht der Schub schnell wieder vorbei und die Zeit bis zum Arzttermin wird nicht allzu schlimm für dich.

    Lg Clödi.
     
    #15 9. April 2016
    Zuletzt bearbeitet: 9. April 2016
  16. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Luzey,
    herzlichen Glückwünsch zu eurem gesunden Kind! :):top:
     
  17. Flocke_79

    Flocke_79 Mitglied

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    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt eures Sohnes!
    Bist du denn wieder medikamentös eingestellt und darf man dabei stillen? Ich habe keine Ahnung davon falls es einevdoofe Frage ist... ;-)
     
  18. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Luzey,

    herzlichen Glückwünsch zur Geburt des Kindes. Es freut mich das es trotz der ungünstigen anfänglichen Ausgangs-Bedingungn (MTX) gesund geboren wurde und immer noch gesund ist. :top:

    @Flocke, nicht unter jedem Medikament sollte gestillt werden, aber es gibt einige wo das durchaus machbar ist und das Baby davon keinen Schaden bekommt.

    Mir ist eine SLE Betroffene bekannt, die hat drei Kinder unter Azathioprin ausgertragen und auf jeden Fall zwei davon unter Azathioprin voll und lange gestillt. Ich weiss das diese Kinder, jetzt schon im Kindergarten und Schulalter, alle gesund sind.
     
  19. Luzey

    Luzey Neues Mitglied

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    Vielen lieben Dank für die Glückwünsche, wir sind heilfroh, dass alles gut verlaufen ist, auch wenn ich sagen muss, dass ich vor lauter Angst die Schwangerschaft nicht so recht genießen konnte.

    Ich bin momentan noch ohne Medikamente, werde aber wohl nicht drum herum kommen. Heute ist es wieder so schlimm, dass ich kaum gehen kann.

    Mein Sohn ist auch nicht so erfreut, weil unser Spaziergang nun schon 2 mal ausfallen musste. Mein Arzt hatte mir im Vorfeld schon gesagt, dass es Medikamente gibt, mit denen ich weiter stillen kann. Das werde ich dann noch mal im Einzelnen genau besprechen, da ich auf keinen Fall ein Risiko eingehen möchte. Schlimm genug, dass mein Sohn eine Portion Mtx abbekommen hat, auch wenn das keine Folgen hatte.

    Ich hoffe ich kann anderen Frauen Mut machen, die vielleicht in der selben Situation sind.

    Ich bin gespannt wie ich mit dem neuen Medikament klar komme und hoffe, meinem Sohn dann wiEder gerecht werden zu können.

    Liebe Grüße