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Schwanger und Angst, dass das Kind an Rheuma erkrankt.

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von Nini8, 23. Oktober 2013.

  1. Nini8

    Nini8 Neues Mitglied

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    22. Oktober 2013
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    Hallo Zusammen,

    ich bin jetzt in der 12 Woche schwanger und habe wirklich schlimme Angst. Ich habe seit ich 10 Jahre alt bin sehr starkes Rheuma und ich will nicht dass mein Kind auch darunter leiden muss. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob Rheuma übertragen werden kann. Also von der Mutter zum Kind. Ich weiß, dass es möglich ist, aber wie wahrscheinlich ist das denn?
    Einen Termin deswegen habe ich bei meiner Frauenärztin gemacht, aber ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil ich so Angst hatte. Im Internet hab ich nicht wirklich was dazu gefunden, aber kann es sein, dass wenn ich während der Schwangerschaft einfach genug Vitamine usw. zu mir nehme, dass ich es irgendwie abwenden kann? Ich hab zum Beispiel gelesen, dass die Einnahme von viel Eisen dazu beiträgt, dass alles gut durchblutet wird und es zu einem guten Aufbau der inneren Organe des Babys beiträgt. (Quelle: Eisen in der Schwangerschaft) Könnt ihr mir jetzt sagen, ob ich es irgendwie abwenden kann, dass mein Baby auch krank wird? Ich weiß die Frage klingt komisch, aber ich habe schon richtige Angstzustände.

    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Nini
     
  2. Mag1983

    Mag1983 Neues Mitglied

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    Hallo Nini!

    Erst einmal, versuche dir nicht allzu viele Gedanken zu machen, versuche die Schwangerschaft zu genießen!

    Ich denke, keiner kann dir genau sagen, ob dein Kind auch Rheuma bekommen wird. Direkt vererbbar ist es, so wurde mir gesagt, nicht. Du vererbst die Veranlagung dazu... Meine Mutter z. B. hat eine sehr leichte Rheumaform, die einzige, von ihren 5 Geschwistern, die Rheuma hat. Ich selbst habe seit meinem 6. LJ. Rheuma, eine recht starke Form, meine Geschwister und Cousinen/Cousins haben alle nichts (wir sind zusammen 22). Die Tochter meiner Cousine hat im selben Alter wie ich auch eine sehr ähnliche Rheumaform bekommen wie ich, ansonsten hat bisher aus dieser Generation noch keiner Rheuma und das sind auch schon über 20 Kinder/Jugendliche...

    Was ich damit sagen will ist, klar tritt evtl. in einer Großfamilie, wenn einer Rheuma hat, vllt. häufiger Rheuma auf, aber genauso gibt es Erkrankte, wo keiner in der Familie sonst Rheuma hat. Es kann sein, muss aber nicht...

    Ich selbst habe einen Sohn (2) und bin im Moment in der 39. SSW. Meinem Sohn geht es bisher gut... Klar hat man immer mal im Hinterkopf, könnte er auch Rheuma haben/bekommen, z.B. wenn er mal "Aua Fuß" sagt, aber dann hat er sich z.B. nur gestoßen oder sonst was.... Ich denke mal, man darf sich da nicht verrückt machen..., es gibt auch noch so viel Schlimmeres, wenn man an alles denkt und sich fragt, könnte mein Kind das haben/ bekommen, dann kann man das Leben nicht genießen.

    Ob du es verhindern/beeinflussen kannst? Ich denke nicht..
    Sicherlich ist es trotzdem gut, ausreichend mit Vitaminen versorgt zu sein, da wir Rheumakranken ja oft einen Mangel haben. Da kann dein FA dich ja entsprechend beraten, was du nehmen sollst, oder du fragst mal in der Apotheke. Bei mir wurde zu Beginn der SS ein Vitamin/Mineralienstatus gemacht, so konnten wir gezielt sehen, was mir fehlt. Das schadet sicher nicht, aber ich denke es verhindert auch nichts...

    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen...
    Versuche nicht zu viel Angst zu haben und genieße das Schwanger-Sein! :)

    Liebe Grüße und alles Gute
    Mag
     
  3. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Nini8

    Ich möchte mich sehr gerne Mag anschließen; sie hat es - finde ich - sehr schön und warmherzig geschrieben, und ich wünsche dir sehr, dass du die Schwangerschaft doch noch ohne größere Belastungen genießen kannst.
    Dabei kann ich dich durchaus verstehen; es ist ja so, dass es jetzt kein Zurück mehr gibt und dann manchmal Ängste so unausweichlich sind - das ist ganz normal.
    Versuche es mit der Gewissheit, dass du es kannst (du bist seit deiner Kindheit stark gewesen!), dich mehr auf das Kommende, Schöne zu konzentrieren und Energie für das Leben zu dritt zu tanken und mach es dir nicht so schwer :)


    @Mag1983
    Danke dir für den wunderbaren Beitrag - ich finde, schöner kann es kaum jemand sagen :top:
    Dir wünsche ich für die bevorstehende Geburt deines 2. Juniors alles Liebe und drücke beide Daumen!

    Liebe Grüße, Frau Meier
     
  4. streetdog

    streetdog Neues Mitglied

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    Hallo Nini,

    erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und alles Liebe an dich und den Bauchzwerg.

    Ich habe seit meinem 4. Lebensjahr Rheuma (bin jetzt 27) und mein Sohn ist 8 Wochen alt.
    Auch ich habe mir im Vorfeld und in der Schwangerschaft Gedanken gemacht ob ich das Rheuma vererben könnte. Bei mir in der Familie hat niemand Rheuma, weder bei den Älteren, noch bei den Jüngeren. Warum es mich getroffen hat weiß niemand. Momentan beschäftige ich mich mit dem Thema Impfen und komme immer mehr zu der Vermutung, dass evtl. bei mir (und sicherlich auch bei einigen anderen mehr) Rheuma und andere Autoimmunerkrankungen (genauso wie Diabethes und Allergien) durch frühe Impfungen in der Kindheit ausgelöst werden können. Aufgrund diesen Verdachts werde ich meinen Sohn im ersten Lebensjahr erstmal nicht impfen lassen und danach individuell mit meinem Mann entscheiden was wir impfen lassen wollen (wir sehen uns nicht als Impfgegner, sondern als kritische Impfbefürworter!).
    Trotzdem sind die Sorgen natürlich da, dass unser Zwerg auch Rheuma einfach so haben/bekommen könnte. Auch ich werde wohl bei jedem Wachstumsschub, wenn er mal "mein Knie tut weh" sagen kann, beim Rheumatologen sitzen um dies abzuklären.
    Der Eisengehalt wird eigentlich bei jeder Schwangerschaft überwacht, auch ich habe vorsichtshalber Kräuterblut genommen um immer gut mit Eisen versorgt zu sein. In der Drogerie oder der Apotheke gibt es gute Vitaminpräparate, das kann nie schaden sie zu nehmen! Auch an Folsäure (in meinen Augen ganz wichtig) denken!
    Das beste ist allerdings, die Schwangerschaft zu genießen (so gut es geht, mir ging es blendend, hatte absolut keine Beschwerden mehr und konnte alle Medikamente absetzen!) und sich auf sein Kind zu freuen.
    Ich fand Schwangerenyoga total toll, das hat mir nicht nur ein sehr inniges Gefühl zu meinem Sohn gegeben, sondern mich auch total super auf die Geburt vorbereitet!
    Lass es dir gutgehen!
    Liebes Grüßle
    Street

    @Mag: Super Beitrag!