1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

SchulterOp

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sooonnenschein, 6. Januar 2007.

  1. Sooonnenschein

    Sooonnenschein Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. Mai 2003
    Beiträge:
    247
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederbayern
    Hallo,

    ich habe z. Zt. mal wieder sehr arge Schulterschmerzen. Selbst die Cortisonspritze ins Gelenk hat, wie üblich, nicht geholfen. Meine Rheumatologen waren total entsetzt als sie meine Röntgenbilder gesehen haben, und mir dringend geraten, dass ich das mal von einem Orthopäden untersuchen lassen soll. Ich war zwar schon öfters bei welchen, und die haben mir alle das gleiche geraten: OP.

    Jetzt habe ich Anfang Februar einen Termin zur Beratung. Dort soll mir genau erklärt werden, welche Möglichkeit denn bei mir bestünde. Es gibt ja die Variante, in der nur der Kopf überzogen wird, und das restliche Gelenk erhalten bleibt. Mein Gelenkspalt ist übrigens schon fast weg. Deswegen kommt es immer wieder zu Entzündungen im Gelenk. Meine Muskeln und die Rotorenmanschette sollen aber noch in Ordnung sein.

    Ist jemand von Euch dabei, der schon mal operiert wurde? Falls ja: Wie ist die Erfahrung damit, und wielange hält sowas?

    LG
    Andrea
     
  2. Chipsy

    Chipsy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2004
    Beiträge:
    190
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Hallo,
    ich habe bereits 5 Prothesen. U.a. ein Schultergelenk. Ich kann dir nur raten, mit der SchulterOP nicht zu lange zu warten. Bei mir sagte man immer, warten sie noch, bis es für ein ordentliches Ergebnis zu spät war. Bei mir war die Rotatorenmanschette total zerstört und dementsprechend schlecht ist auch das Ergebnis der Prothesenversorgung. Die Schmerzen waren schlagartig weg und ich konnte auch wieder auf der operierten Seite liegen. Allerdings hat es sehr sehr lange gedauert bis ich den Arm einigermaßen wieder bewegen konnte aber wesentlich schlechter als vor der OP. Kannst dir vorstellen, wie depremierend das war und ist. Es wird sich auch nicht mehr bessern. Laut den behandelnden Ärzten liegt es an der zerstörten Manschette. Vielleicht bedenkst du das bei deiner Entscheidung.
    Angeblich soll diese Prothese lebenslang halten weil sie kaum einer Belastung ausgesetzt wird. Warten wir's ab ;).
    Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg.
    Chipsy:)
     
  3. Sooonnenschein

    Sooonnenschein Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. Mai 2003
    Beiträge:
    247
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederbayern
    Hallo Chipsy,

    ja das mit dem richtigen Zeitpunkt wenn ich wüsste. Ich werd den nächsten Ortho-Termin abwarten, und danach entscheiden. Man meint eben, es ginge schon noch, bis es dann zu spät ist. Solange will ich nicht warten.

    Hast Du die komplette Schulter ausgetauscht bekommen? Es gibt ja noch die Möglichkeit den Schulterkopf überziehen zu lassen. Worauf ich einerseits noch spekuliere. Hmm, wenn bei mir nicht der Knochen schon zu kaputt ist.

    Wielange dauert der Krankenhausaufenthalt, und die Reha? Wielange konntest Du nicht arbeiten? Ist es normal, dass die Beweglichkeit nach der OP nicht besser, als vorher ist? Das schreckt mich immer vor der OP ab. Ich habe das nämlich schon öfters gehört.

    Ich habe übrigens auch schon vier künstliche Gelenke (Kniee, und Hüften).

    Liebe Grüsse
    Andrea
     
  4. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje

    hallo, chipsy, was konntest du früher - vor der op - noch und was kannst du seit der op nicht mehr?
    kannst du noch einen pulli über den kopf ziehen? körperpflege selbständig durchführen, wie haare kämmen und gesicht waschen...?
    wie lange hat die ahb gedauert?
    welche prothese hast du erhalten?
    gruss
    bise
     
  5. Chipsy

    Chipsy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2004
    Beiträge:
    190
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Hallo,
    ich möchte euch nicht erschrecken, denn normalerweise erwartet man von einer OP, dass es nachher besser als vorher ist. Wie gesagt, die Schmerzen (und es waren höllische Schmerzen) waren wirklich weg. Aber das bisschen Beweglichkeit, was ich noch hatte, auch. Ich habe monatelang KG gehabt, damit ich einigermaßen wieder eine Gabel an den Mund führen konnte. Waschen, kämmen etc. geht wie vor der OP nur mit Hilfe.
    Ich habe eine sog. Vollprothese also mit Kugel, Schaft und Pfanne. Eingesetzt wurde sie in der Uniklinik Stuftung Friedrichsheim in Frankfurt-Niederrath.
    Ich habe zu lange mit der OP gewartet. Allerdings auch auf Seiten der Ärzte. Priorität hatte man immer auf die Beine gelegt und dabei die Arme/Schultern stiefmüttlerich vernachlässigt. Es war auch immer was anderes für mich selbst vorrangig. Nach einer BeinOP brauchte ich die Arme/Schultern für den Gehwagen/Krückstöcke usw. Ihr sieht, es ist nicht immer einfach, den geeigneten Zeitpunkt zu finden. Die linke Schulter lasse ich nicht mehr operieren. Ich habe Angst, dass da auch das gleiche Ergebnis herauskommt.
    Der Krankenhausaufenthalt hat nur 14 Tage gedauert. Die anschließende Reha 5 Wochen. Ich bin auf eigenen Wunsch nach insgesamt 8 Wochen wieder zur Arbeit, weil ich dort Unterstützung hatte und ich die Bewegung dort als zusätzliche KG angesehen habe. War aber ganz schön anstrengend. Im Nachhinein gesehen, würde ich es nicht mehr so machen. Aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer;) .
    Wenn also einem von euch eine Schulterprothese empfohlen wird und ihr euch damit gründlich auseinander gesetzt habe, wartet nicht zu lange. Denn dann ist alles was man für die Beweglichkeit braucht (Rotatorenmanschette, Muskeln, Sehnen) auch zerstört und dann wird's schwierig ein gutes Ergebnis zu bekommen. Und das soll doch das Ziel sein!!
    Ich wünsche euch alles Gute
    Chipsy:)
     
  6. Elke41

    Elke41 Guest

    Hab auch ne Schulter OP hinter mir, hat lange gedauert, bis es wieder ok war, aber auf jeden Fall besser wie zuvor.
    Bei mir wurde ein entzündeter Schleimbeutel enfernt, die Rotatorenmanschette genäht und irgendwo was abgefräst, oder so ähnlich. :rolleyes:
    Nach der OP dachte ich, den Arm kannst Du nie wieder bewegen, aber nach der Reha, wurde es immer besser.
    Inzwischen bin ich sehr zufrieden, wie es ist.:)
     
  7. Sooonnenschein

    Sooonnenschein Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. Mai 2003
    Beiträge:
    247
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederbayern
    Hi Elke, Hallo Chipsy,

    ich habe mich die letzten Tage etwas mit dem Gedanken OP auseinander gesetzt. Werde jetzt erstmal den Orthopädietermin abwarten. Werde mich genau aufklären lassen. Ausserdem muss ich mal sehen, wie weit meine zwei Schultern schon angegriffen sind. Ich hoffe, dass es die letzten Monate nicht schlimmer geworden ist. Aber soweit ich das sehe, werde ich 2007 mal wieder Urlaub über AOK buchen dürfen :D Egal was der Arbeitgeber sagt. Hmm, obwohl das derzeit das kleinere Übel ist. Habe ja nebenbei noch den Rentenantrag laufen. Es kann also nur besser werden.

    Ich danke Euch nochmal für die guten Tipps und Eure Erfahrungen. Auch wenn sie zumindest in Chipsy`s Seite nicht so gut sind. Drück Euch aber weiterhin die Daumen!!

    Liebe Grüsse
    Andrea
     
  8. Elke41

    Elke41 Guest

    Wichtig ist, lange Zeit einplanen, in der man Schmerzen hat und viel bewegen, auch wenn es nicht so angenehm ist.
    Aber nur so, wie es Dir möglich ist.
    Falls Du es machen läßt. :)
     
  9. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    nach der op und ahb muss weiter physio gemacht werden.
    problem, was ist, wenn der ortho doc auf sein budget hinweist? gerade in der anfangsphase sollte nur durch physio bewegt werden...
    ach so, bei mir hält kk und ortho doc noch nicht einmal ne ahb nach der op für notwendig.
    gruss
     
  10. Trixi

    Trixi (vor)laut

    Registriert seit:
    25. Februar 2004
    Beiträge:
    642
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Wien
    Hallo,

    irgendwo hier in diesem Forum schrieb ich schon meine Erfahrungen mit einer Schulter-Prothese. Ich war anfangs frohen Mutes, nachdem ich bereits mehrere Prothesen an den unteren Extremitäten habe, wurde aber leider sehr enttäuscht.

    Die OP an sich ist gut zu verkraften und mit Hilfe des Schmerzkatheders sind die ersten post-OP-Tage nahezu schmerzfrei. Nach 10 Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Durch ambulante Reha sollte der Arm wieder beweglich gemacht werden, was aber eigentlich gar nicht funktioniert hat. Das Gelenk ist für meine Dafürhalten relativ unbeweglich, kann mich zwar selbst versorgen (essen, Haare waschen etc), aber zufrieden bin ich damit überhaupt nicht. Das einzige positive an der Sache ist, dass die typischen Arthrose-Schmerzen weg sind.

    Mittlerweile ist die OP mehr als 3 Jahre her und ich bin noch immer unzureichend beweglich. Meine in der Reha gelernten Übungen mache ich noch täglich in vollem Umfang, würde ich das nicht, würde die Schulter sofort wieder unbeweglich werden. Dieses Problem habe ich zB bei den Hüften oder Knien nicht.

    Trixi
     
  11. Sooonnenschein

    Sooonnenschein Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. Mai 2003
    Beiträge:
    247
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederbayern
    Hallo,

    ich hatte vor zwei Tagen nun endlich meinen Termin bei den Orthopäden. Wie das immer so ist, sind meine Schmerzen seit einer Woche fast vollständig weg. Die Bewegung ist aber immer noch eingeschränkt (wie schon seit längerem).

    Also, ich komm da zum Arzt rein. Der Oberarzt war auch sofort da. Nachdem er auf die Bilder gesehen hat, war für ihn sofort klar, dass das operiert werden muss. Naja, das wusste ich ja vorher auch schon. Deswegen war das kein allzu grosser Schock für mich. Der kam aber, als der OA meinte, dass bei mir nur noch eine Vollprothese in betracht käme, da die Rotatorenmanschette, Bänder usw. gerissen wären. Ich muss wohl ziemlich doof geguckt haben. Hab auch ehrlich gesagt nichts mehr verstande. Zum Glück hatte ich meinen Freund dabei.

    Der OA meinte, die Schulter könnte sich vom Gelenk her nicht mehr allzuviel verschlechtern. Nur die Bewegung. Er meinte auch, dass es sein kann, dass nach der OP die Bewegung schlechter, oder nicht viel besser ginge als vorher. Sie könnten mir zumindest den Schmerz nehmen. Das Gespräch war zwar schonungslos. Aber lieber so, als wenn sie nicht ehrlich sind.

    Der Arzt meinte, dass sie bei mir ein MVS Gelenk (??) einbauen würden. Bei diesem Gelenk (das wohl noch ziemlich neu ist), ist der Vorteil, dass es nicht so schlimm ist, dass die Bänder usw. nicht mehr da sind. Denn das Gelenk wird durch den seitlichen Muskelstrang bewegt. Die Bewegungen müssen dadurch auch anders als normal ausgeführt werden.

    Ohje, jetzt bin ich seit Tagen am überlegen, ob ich mich dafür oder dagegen entscheiden soll. Einerseits kann es nicht mehr viel schlimmer kommen. Andererseits wenn ich noch länger warte, und die Bewegung nach der OP nur soweit wie vohrer hergestellt werden kann, dann wäre es ja blöd noch länger zu warten, oder??

    Achja, der Arzt meinte auch noch, dass die Prothese rein manuell so gebaut ist, dass man 120 Grad erreichen kann.

    Weiss jetzt echt nicht, was ich tun soll... Auf einen Termin müsste ich auch ca. 2-3 Monate warten.

    LG
    Andrea