Hallo keine Eule,
Ich glaube kaum, dass Dir die Kieferchirurgen (sind die richtigen Ansprechpartner) Dir da sehr weiterhelfen können. Ich bin seit 1990 wg. ständiger Kiefergelenksprobleme in Behandlung gewesen. Auch bei mir kamen die Beschwerden (im Nachhinein ist mal halt immer schlauer) schubweise - an Rheuma hat nieee einer gedacht - bin ich auch nie gefragt worden und das, obwohl es zur gleichenzeit eine interdiziplinäre Sprechstunde der Kieferchirurgen und der Rheumatologen gab (das war damals Doc L.!!). Auch heute wird immer noch abgestritten, dass es einen Zusammenhang zwischen meinem Rheuma (MB wurde 2002 erstmalig diagnostiziert) und den Kiefergelenken gibt und das obwohl ich jeden beginnenden Schub als erstes im Kiefergelenk merke.
Auch denke ich, dass 3 Wochen für einen messbaren Erfolg einer Schienentherapie etwas gering bemessen ist. Zumal es auch wohl Deine erste Schiene zu sein scheint.
Der Körper muss sich auch erst an diesen Fremdkörper im Mund gewöhnen, was zu Anfang auch zu mehr Beschwerden führen kann. Hier ist dann zunächst der ZA gefragt, denn der muss schaun, dass die Schiene von Körper (Mund) tolleriert wird - das bedeutet zwingend, dass die Schiene zunächst in kürzeren Abständen (später größer werdend) kontrolliert werden muss. Mein ZA schaut dann jedesmal mit seiner Lupenbrille nach, wie sich das "Zahnmuster" auf der Schiene darstellt. Anhand dieser Abdrücke kann er erkennen ob die Schiene auf einer Seite ggf. zu hoch ist - dieses wird dann durch leichtest abschleifen korregiert.
Auch ist die Frage, was Du von einer Diagnostik erwartest - übrigens: wenn Du wirklich diesen Weg gehen möchtest wäre es sinnig vor dem Termin in der Kiefergelenksprechstunde (oder beim Kieferchirurgen - wobei der dann aber auch wirklich Ahnung von diesem Gelenk haben sollte, was leider meistens nicht so der Fall ist) ein MRT beider Kiefergelenke (möglichst mit Kontrastmittel zum Ausschluss von Arthritiden - die mit Sicherheit vorhanden sein dürften) anzufertigen. Zum einen kannst Du Dir dadurch Zeit ersparen, da diese Aufnahme in 85 % der Fälle gemacht wird - zum anderen kann der ZA/Rheumatologe sehen was ggf. die Ursachen für vermehrte Probleme sind. Wenn es "nur" die Arthritis (aufgrund der rheumatischen Erkrankung) ist, wird kaum jedmand etwas am Gelenk machen. Es gibt Ärzte die sind bereit Kortison ins Gelenk zu spritzen. Diese Behandlung hat aber auch seine großen Risiken - zum einen kann es durch das Cortison zu vermehrter Arthrose kommen - zum anderen kann es (bie bei jeder Spritze ins Gelenk) zu den bekannten Nebenwirkungen kommen und das Gehirn ist - leider - dann nicht weit entfernt. Außerdem sollte eine solche Injektion wirklich nur ein absoluter Fachmann setzen.
Die Kieferchirurgen können (wenn sie denn wollen) dann helfen, wenn die Ursache Deiner Probleme hauptsächlich durch eine Diskusverschiebung (mit und ohne Reprositionierung) liegt - in diesem Fall gibt es einige Behandlungsoptionen (OP).
Sinniger wäre es aber - bevor man sich wirklich zu einem Schritt entschließt erst einmal die konservativen Möglichkeiten ausschöpft. Hier würde ich es quasi fast zwingend zunächst mit Krankengymnastik versuchen (kann der ZA aufschreiben) - aber auch hier gilt: Es gibt leider nicht viele Fachleute (Physios) die sich wirklich mit Kiefergelenken auskennen und man sollte hier wirklich nur Fachleute dran lassen.
Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du Dich gern melden oder einen Blick auf hannileins und meine Homepage
www.kiefergelenkskochbuch.de werfen.