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Schub durch emotionalen Stress?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Tina28, 9. März 2015.

  1. Tina28

    Tina28 Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    ich freu mich so, dieses Forum gefunden zu haben, ich muss mal ein paar Zeilen los werden. Im Herbst letzten Jahres wurde eine Mischkollagenose festgestellt, genaue Diagnose gibt es nicht. Irgendwas zwischen Lupus und rheumatoide Athritis. Seit Oktober nehme ich 7,5 mg Cortison und seit 1.1. Quensyl. Meine Schmerzen in den Händen haben sehr nachgelassen, Morgensteifigkeit ist nicht mehr vorhanden und auch sonst alles gut.
    Letzten Dienstag ist meine Oma gestorben, was mich tief getroffen hat. Mittwoch Abend bekam ich einen unglaublichen Schüttelfrost - aber ohne sonstige Grippeanzeichen oder so. Dadurch hat sich alles so verkrampft, dass ich mich die Tage danach kaum bewegen konnte. Zusätzlich hatte ich Kreislaufprobleme, Appetitlosigkeit, riesen Durst, allgemeine Schwäche, empfindliche Haut wir dauerhafte Gänsehaut, eiskalte Füße und Hände bei glühendem Rest. Die letzten zwei Nächte habe ich extrem geschwitzt, die Sachen waren klitschnass und ich musste sie wechseln. Das hat mich etwas erschreckt.
    Kann es sein, dass das alles zusammen ein "Schub" ist, ausgelöst durch den Stress? Morgen ist die Beerdigung, ich denke danach wird alles wieder.
    ich danke euch für eure Meinungen.
    Liebe Grüße
    Tina
     
  2. albussy

    albussy Neues Mitglied

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    so oder ähnlich

    Liebe Tina,

    ich kann Dir bestätigen, dass ich solche Schübe nur zu gut kenne und seit gestern leider auch wieder ausgebremst bin.
    Ich habe tagelang in einer persönlichen Angelegenheit meiner Tochter unter Stress gestanden und jetzt kam am Wochenende noch die Sonneneinstrahlung hinzu. Die ganze Woche über hat es sich schon angedeutet, da ich dauerhaft verkrampft war und ich wegen Stress auf Arbeit auch noch meine Entspannungsübungen vernachlässigt habe. Ich habe SLE, ausgelöst vor 29 Jahren durch Schwangerschaft und Entbindung, derzeit ohne Medikamente, da ich eher ein Schmerzaushalter bin...:cool:.
    Ich kann aber bestädigen, dass der Schub definitiv immer ein paar Tage Vorlaufzeit hat, wenn dann eben alles zusammenkommt...:rolleyes:Ich weiß, es ist immer alles einfach gesagt, aber gelassen bleiben und die Situation annehmen ist für Dich die bessere Genesung..alles Gute:vb_redface:
     
  3. Tina28

    Tina28 Neues Mitglied

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    Ihr Lieben, vielen Dank schonmal!
    Am Freitag war ich auch wieder zum Blut abnehmen, dieses Mal wird vollumfänglich untersucht. Ich bin gespannt was dabei rauskommt, irgendwie "hoffe" ich, dass es einfach "nur" ein Schub war/ist bedingt durch das Erlebte. Dieses klitschnasse Aufwachen ist schon seeeehr befremdlich.
    Ich berichte mal und wünsche euch natürlich auch weiterhin gute Besserung und dass der Frühling bleibt :)
     
  4. Marly

    Marly Bekanntes Mitglied

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    Hey Tina,

    ich kann dir auch bestätigen, dass meine Beschwerden (ich habe Fibro) sich streßbedingt (vor allem emotional, aber auch der "stille" Streß) arg verschlechtern.
    Bei meiner Tochter, sie hat entz. Rheuma, werden die Schübe auch durch Streß ausgelöst. Sie hat immer wieder lange beschwerdefreie Phasen.

    Ich wünsche dir alles Gute für die Beerdigung. Der Tod eines nahestehenden Menschen geht nie ohne emotionalen Streß, wir sind halt Menschen. Wenn sich alles rundherum wieder beruhigt hat, wird es dir auch wieder besser gehen. Mit ging es auch immer so. Auch vor allem als meine Oma starb, weil sie mir sehr nah stand.

    Alles Gute für Dich!
     
  5. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Hallo Tina!

    Das tut mir leid mit deiner Oma!

    Ja, ich kann auch bestätigen, dass Stress Schübe auslöst - bei mir wurde die ganze Krankheit seinerzeit durch eine schlimme Stressphase ausgelöst. Und hierbei ist kein Terminstress oder so gemeint - sondern der emotionale (wie eben die Trauer um deine Oma!).

    Einen Tipp kann ich dir auch nicht wirklich geben.
    Du solltest natürlich einen Arzt aufsuchen, wenn es schlimmer wird - ansonsten helfen vielleicht Entspannungsmethoden wie autogenes Training o.ä. Und gönne dir viel Ruhe!

    Alles gute!
     
  6. Dittmarsche

    Dittmarsche Mitglied

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    Tina, meine "großen Schübe" kamen jeweils ein knappes Jahr nach dem Tod meiner Eltern.
    Jeweils zu dem Zeitpunkt, wo ich dachte, ich wäre nun "aus dem Gröbsten raus" (also Aktivitäten rund um das Sterben und danach und Trauer, also physischer und psychischer Stress).
    Tja, falsch gedacht und gerechnet.

    D.
     
  7. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Tina,
    erst mal herzlich willkommen hier!
    Ich kann es auch bestätigen. Vor 7 Jahren kam mein Mann mit einer Krebsdiagnose nach Hause. Ich hab das ziemlich gefasst aufgenommen, aber mein Rheuma verschlechterte sich von Woche zu Woche. Ich ging zu meinem Hausarzt und fragte ihn, ob ich das Cortison erhöhen solle. Aber das sollte ich nicht, sondern ich bekam ein paar Wochen lang irgendwelche Beruhigungsspritzen, und daraufhin vergingen meine Schmerzen nach und nach. (Mein Mann wurde - nebenbei gesagt - auch wieder gesund.)

    Alles Gute und viel Kraft in der Trauer!
     
  8. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Tina28,

    herzlich willkommen bei rheuma-online.

    ja Stress, ob emotionaler und/oder körperlicher kann bei Kollagenosen zu einem Schub führen bzw. zu mehr Krankheitsaktivität. Mein Rheumatologe hat mir das auch erklärt.

    Selber merke ich das bei meiner Mischkollagenose (MCTD, Sharp-Syndrom) https://www.rheuma-online.de/a-z/s/sharp-syndrom.html auch. In Stresszeiten ist es bei mir dann schon mal nötig meine Erhaltungsdosis 5 mg Prednisolon um einige mg zu erhöhen, um da was abzufangen.

    Zum Beispiel soll ich das Cortison auch bei Infekten oder zB. vor Operationen erhöhen. Ist aber mit meinen Ärzten abgesprochen. Ebenso hab ich schon bei emotionalem Stress auf diese Weise gegensteuern müssen. Ich nehme das Cortison aber schon seit 21 Jahren und mein Körper ist in Stresssituationen nun nicht mehr so ganz in der Lage da mit schneller Eigenproduktion von Cortisol zu reagieren, also so in der Art.

    Spreche doch bitte mit deinem Rheumatologen, ich finde er sollte schon Bescheid wissen das du großem emotionalen Stress ausgesetzt bist. Dann könnt ihr zusammen schauen, was man dagegen tun kann, ob vorübergehend die Medikation erweitert, erhöht usw. werden sollte.
     
    #8 11. März 2015
    Zuletzt bearbeitet: 11. März 2015
  9. Bertie

    Bertie Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich habe allerdings die Erfahrung auch schon andersrum gehabt. Bei der Todesnachricht eines guten Freundes (vor 2 Wochen) waren die Schmerzen für fast 2 Tage schlagartig weg, muss dazu sagen, dass ich immer irgendwo Probleme habe, nehme aber auch noch kein Cortison, nur Quensyl. Habe selbst ne undifferenzierte Kollagenose.

    Die letzte Woche hatte ich dagegen sehr starken Stress auf Arbeit, erst ein direkter Kollege krank, ab Donnerstag dann die Zweite noch, so dass der Aufgabenbereich allein von mir zu bewältigen war. Gut wenn man dann weiß, dass man auf sich aufpassen muss und es doch irgendwie schafft, sich runter zu regeln. Aber bis zu 10 h täglich + Samstag sind halt doch bissl viel, bin total hinüber.

    Aber so emotionalen Stress kann man leider nicht beeinflussen, der ist da, von jetzt auf gleich. Man kann ihn nicht unterdrücken, man kann nicht gegensteuern.

    Wünsch dir alles Gute
     
  10. Freitag

    Freitag Ich denke, also bin ich

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  11. Tina28

    Tina28 Neues Mitglied

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    Danke, danke, danke für die vielen Antworten.
    Ich hab am 30.3. einen Termin beim Rheumatologen und hab mir schon alle Symptome der schlimmen Zeit aufgeschrieben.
    Mir geht es wieder richtig gut, nach der Beerdigung und ein paar Seelentröstern (Massage, Friseur, Shoppen... ;-) ) ging es bergauf.
    Es ist wirklich erstaunlich, wie der Körper Opfer der Psyche ist.
    Ich wünsch euch alles Gute :-*
     
  12. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Freitag,

    danke für den noch ziemlich aktuellen Link und Bericht! Ich kenne auch ältere ähnliche Artikel dazu, leider hab ich mir das nicht abgespeichert, aber falls ich es wieder finde, dann setze ich es auch hier rein.
     
  13. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Bertie,
    das kann man nicht immer so spontan, aber man kann lernen besser damit umzugehen, ihn steuern, das geht sehr wohl, so das einen dieser Stress nicht zu sehr und vor allem zu lange stresst ! Für mich und meine Kollagenose ist jeglicher Stress wie Gift.