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Schnee - Eine kleine, bezaubernde Wintergeschichte (:D)

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von schnullerdevil, 27. November 2004.

  1. schnullerdevil

    schnullerdevil Das Teufelchen vom Dienst

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    Schnee - Eine kleine, bezaubernde Wintergeschichte


    8. Dezember 18:00 Uhr

    Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr.
    Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang
    am Fenster gesessen und zugesehen wie riesige, weiße Flocken vom Himmel
    herunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch -
    wir fühlten uns wie frisch verheiratet.Ich liebe... Schnee.

    9. Dezember

    Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem
    Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer
    Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben?
    Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte.
    Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich
    wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig
    freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den
    Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel
    wieder raus. Was für ein tolles Leben!

    12. Dezember

    Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine
    Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll,
    wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten
    wäre schrecklich! Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben
    werden, daß ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das
    möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

    14. Dezember

    Schnee, wundervoller Schnee ! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20
    Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem,
    aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben!

    Der Schneepflug kam heute nachmittag zurück und hat wieder alles
    zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen,
    aber so komme ich wieder in Form. Wünschte ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.

    15. Dezember

    60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft.
    Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln.
    Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der
    Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.

    16. Dezember

    Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich
    Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht.
    Das finde ich ziemlich grausam.

    17. Dezember

    Immer noch weit unter Null. Die Strassen sind zu vereist, um irgendwohin zu
    kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht
    zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und
    zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen
    sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat!
    Ich hasse es, in meinen eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!

    20. Dezember

    Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht!
    Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene
    Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der Nachbarskinder zum
    Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie
    Hockey spielen müssen. Ich glaube, dass die lügen. Wollte eine Schneefräse
    im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder
    welche rein. Ich glaube, dass die lügen. Bob sagt, dass ich schaufeln muss
    oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.

    22. Dezember

    Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von
    dem weißen Scheisszeug gefallen ist und es ist so kalt, dass es bis August
    nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen
    war zum Schaufeln und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich
    ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln.
    Habe versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse
    an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat.
    Ich glaube, dass der Wichser lügt.

    23. Dezember

    Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte,
    daß ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine Zeit -
    ich muss SCHAUFELN!!! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt?
    Sie sagt, Sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.

    24. Dezember

    20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, daß
    ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall. Falls
    ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an
    seinen Eiern durch den Schnee. Ich weiss genau, dass er sich hinter der Ecke
    versteckt und wartet bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er
    mit 150 km/h die Strasse runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle,
    wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen
    und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug
    Ausschau halten.

    25. Dezember

    Frohe Weihnachten. 60 Zentimeter mehr von der !*?#@$. Eingeschneit. Der Gedanke an
    Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee! Dann kam der
    Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine
    Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe.
    Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist. Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry
    anhören muss, werde ich sie umbringen.

    26. Dezember

    Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen?
    Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

    27. Dezember

    Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.
    28. Dezember

    Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT!!!

    29. Dezember

    Noch mal 30 Zentimeter. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss,
    oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe.
    Für wie blöd hält der mich eigentlich?

    30. Dezember

    Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 DM Schmerzensgeld.
    Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter vorhergesagt.

    31. Dezember

    Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr Schaufeln.

    8. Januar

    Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben.
    Warum bin ich an das Bett gefesselt ?
     
  2. Annemarie

    Annemarie Neues Mitglied

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    Schnee

    Hi
    Habe lange schon nicht mehr so gelacht.Ich mag auch Schnee,aber ich glaube das sowas bei uns nicht passieren wird.Und wenn doch habe ich noch einen Mann und 4 Kinder die dann Schnee schaufeln müssen.Vielen Dank für diese schöne Geschichte.
    Einen wunderschönen ersten Advent an alle
    liebe Grüße
    Annemarie
     
  3. schnullerdevil

    schnullerdevil Das Teufelchen vom Dienst

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    Na dann hab ich noch diese hier:

    Weihnachtsfeier
    Liebe Mitarbeiter,

    wie schon in den Vorjahren wollen wir auch in diesem Jahr das anstrengende Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier im Besprechungsraum beenden. Da es im letzten Jahr einige etwas unerfreuliche Zwischenfälle gab, möchte die Geschäftsleitung im Vorfeld auf gewisse Spielregeln hinweisen, um die besinnliche Feier auch im rechten Rahmen ablaufen zu lassen.

    1.) Wenn möglich sollten die Mitarbeiter den besagten Raum noch aus eigener Kraft erreichen, und nicht im alkoholisierten Zustand von Kollegen hereingetragen werden. Eine Vorfeier ab den frühen Morgenstunden sollte möglichst vermieden werden.

    2.) Es wird nicht gern gesehen, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Stuhl direkt an das kalte Buffet setzen. Jeder sollte mit seinem gefüllten Teller einen Platz an den Tischen aufsuchen! Auch die Begründung "Sonst frißt mir der Meier die ganzen Melonenschiffchen weg" kann nicht akzeptiert werden.

    3.) Schnaps, Wein und Sekt sollte auch zu vorgerückter Stunde "nicht" direkt aus der Flasche getrunken werden. Besonders wenn man noch Reste der genossenen Mahlzeit im Mund hat. Der Hinweis "Alkohol desinfiziert" beseitigt nicht bei allen Mitarbeiten das Mißtrauen gegen Speisereste in den angetrunkenen Flaschen.

    4.) Wer im letzten Jahr den bereitgestellten Glühwein gegen eine Mischung aus Hagebuttentee und Super-Bleifrei ausgetauscht hat, wird darum gebeten diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen. Sicherlich ist uns allen noch in Erinnerung was passierte als Kollege Moosbacher sich nach dem dritten Glas eine Zigarette anzündete.

    5.) Sollte jemand nach Genuß der angebotenen Speisen und Getränke von einer gewissen Unpäßlichkeit befallen werden, so wird darum gebeten die dafür vorgesehen Örtlichkeiten aufzusuchen. Der Chef war im letzten Jahr über den unerwarteten Inhalt seines Aktenkoffers nicht sehr begeistert.

    6.) Wenn Weihnachtslieder gesungen werden, sollten die Originaltexte gewählt werden. Einige unserer Auszubildenden sind noch minderjährig und könnten durch einige Textpassagen irritiert werden.

    In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals daran erinnern, das einige der männlichen Kollegen sich noch nicht zur Blutuntersuchung zwecks Feststellung der Vaterschaft gemeldet haben. Unsere im Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin Frl. Kluge meint, es bestände ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der letztjährigen Weihnachtsfeier und der Geburt ihrer Tochter Sylvia im September dieses Jahres.

    Wenn wir uns alle gemeinsam an diese wenigen Verhaltensmaßregeln halten, sollte unsere Weihnachtsfeier wieder ein großer Erfolg werden.

    MfG Die Geschäftsleitung
     
  4. schnullerdevil

    schnullerdevil Das Teufelchen vom Dienst

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    und noch eine:

    Weihnachtsgeschichte
    Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten."

    So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

    Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: "Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab' da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab' dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!"

    Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."

    Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!
     
  5. Valanessa

    Valanessa Guest

    Vielen dank

    habe lange nicht so gelacht und geschmunzelt!!!

    Mach weiter so!!

    Schönen ersten Advent

    viele Grüße
    Karin und GöGa
     
  6. schnullerdevil

    schnullerdevil Das Teufelchen vom Dienst

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    Hier noch was:

    Handschuhe

    Es war einmal ein junger Mann, der in die Stadt ging, um ein
    Weihnachtsgeschenk für seine neue Freundin zu erwerben. Da die beiden noch nicht sehr lange zusammen waren, beschloss er - nach reiflicher Überlegung - ihr ein paar Handschuhe zu kaufen. Ein romantisches, aber doch nicht zu persönliches Geschenk.

    In Begleitung der jüngeren Schwester seiner Freundin ging er zu C&A und
    erstand ein paar weisse Handschuhe. Die Schwester kaufte ein Unterhöschen für sich. Beim Einpacken vertauschte die Verkäuferin aus Versehen die Sachen. So bekam die Schwester die Handschuhe eingepackt und der junge Mann bekam unwissend das Paket mit dem Höschen,das er auf dem Rückweg zur Post brachte und mit einem kleinen Briefchen an seine Liebste verschickte:

    "Mein Schatz, ich habe mich für dieses Geschenk entschieden, da ich festgestellt habe, dass Du keine trägst, wenn wir abends zusammen ausgehen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich mich für die langen mit den Knöpfen entschieden, aber deine Schwester meinte, die kurzen wären besser. Sie trägt sie auch und man kriegt die leichter aus. Ich weiss, dass das eine empfindliche Farbe ist, aber die Dame, bei der ich sie gekauft habe, zeigte mir ihre, die sie nun seit drei Wochen trägt, und sie waren überhaupt nicht schmutzig. Ich bat sie, Deine für mich anzuprobieren
    und sie sah echt Klasse darin aus. Ich wünschte, ich könnte sie Dir beim ersten Mal anziehen, aber ich denke, bis wir uns wiedersehen werden sie einer Menge anderer Hände in Berührung gekommen sein. Wenn Du sie
    ausziehst, vergiss nicht, kurz hinein zu blasen bevor Du sie weglegst, da sie wahrscheinlich ein bisschen feucht vom Tragen werden. Denk immer daran, wie oft ich sie in Deinem kommenden Lebensjahr küssen werde. Ich hoffe, Du wirst sie Freitagabend für mich tragen.

    In Liebe
    PS: Der letzte Schrei ist, sie etwas hochgekrempelt zu tragen, so dass der
    Pelz rausguckt
     
  7. schnullerdevil

    schnullerdevil Das Teufelchen vom Dienst

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    Gibt es den Weihnachtsmann ?
    1. Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

    2. Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. ABER da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15% der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, daß in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

    3. Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem
    Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, daß jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Hauhalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen
    km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muß...
    Das bedeutet, daß der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro
    Sekunde fliegt, also der 3000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das
    schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space
    Probe, fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier
    schafft höchstens 24 km pro STUNDE.

    4. Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego - Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.
    Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, daß ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht des Schiffes QUEEN ELIZABETH.

    5. 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder ein die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muß dadurch 16 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben,
    und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.

    Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden
    vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muß) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.