Hallo Mieze,
ich glaube schon das es in vielen Fällen eine Ausweichdiagnose ist.
Man hat damit einen Grund geschaffen das die Patienten immer wieder kommen und evtl. dann später eine "richtige" Diagnose gestellt werden kann.
Manchmal war mir auch so als gäbe es für diese Diagnose mehr Mittel als für eine Rheumatische..
Ich habe Eltern kennengelernt die ein gut eingestelltes Kind in S. hatten (Enbrel u.MTX) und denen man erzählte, das ihr Kind ein Schmerzverstärkungssyndrom hätte weil, man achte auf die Logik, man bei dieser Medikamentösen Behandlung keine Schmerzen mehr hätte.
Das Kind klagte halt über Beschwerden zu bestimmten Zeiten, Wetterwechsel, körperliche Überlastung ect..
Ich habe da nur noch mit dem Kopf geschüttelt und geraten es nochmal woanders zu versuchen.
Bei meiner Tochter gab es auch widersprüchliche Meinungen.
Es gab ein positives MRT, leicht erhöhte Entzündungswerte und Ärzte die eine Rheumatologische Erkrankung für mehr als wahrscheinlich hielten.
Ein Psychologe hat dann die Diagnose gestellt, nämlich Schmerzverstärkungssyndrom.

Man sagte mir aber gleich das es sein kann, das aus dem Schmerzverstärkungssyndrom eine Rheumatologische Erkrankung werden könnte...
Ja nee, iss klar.
Ist ja auch beides das gleiche und hat die gleiche Ursache.
Mittlerweile wissen wir das es KEIN Schmerzverstärkungssyndrom war und ist, nur leider hat die Diagnose 4 Jahre gedauert und sie die volle Funktionsfähigkeit der Finger gekostet.
Ich würde jedem raten, so fern man sein Kind gut kennt, nochmal jemand anderen draufschauen zu lassen und vor allem dem Kind den Eindruck zu vermitteln das man ihm glaubt.
Liebe Grüße
Locin32