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Schmerzhafte Morgensteifigkeit der Gelenke

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Liz, 26. Dezember 2006.

  1. Liz

    Liz Neues Mitglied

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    Guten Abend,

    erst einmal möchte ich allen nachträglich frohe Weihnachten wünschen.

    Nun zu meinem Problem:

    Mein Onkel klagt schon seit mehreren Wochen über eine schmerzhafte Morgensteifigkeit aller Gelenke. Es dauert allein 10 Minuten bis er aus dem Bett kommt und dann braucht es bis zu einer Stunde, bis er sich wieder relativ gut und schmerzfrei bewegen kann.
    Sein Hausarzt hat bei einer Blutuntersuchung und auf Röntgenbildern keinen Nachweis für Rheuma entdecken können. Er hat meinem Onkel dann Schmerzmittel gespritzt, deren Wirkung jedoch nach 2 Tagen nachließen.
    Laut meinem Onkel traten die Probleme erstmals nach einem Knacken in der Wirbelsäule bei der Gartenarbeit auf.

    Frage:
    1. Gibt es rheumatische Erkrankungen mit diesem Krankheitsbild?
    2. Kann ein Knacken in der Wirbelsäule solche Symptome auslösen?

    Für Antworten danke ich im Voraus

    Liz
     
  2. Waldwuffel

    Waldwuffel Neues Mitglied

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    das mit dem knacken kann ich dir nicht beantworten,

    aber auf jedenfall gibt es auch rheumatische erkrankungen die man nicht sofort im blut sieht, dein onkel sollte zu einem facharzt gehen.


    lg silke
     
  3. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Liz,

    dein Onkel soll sich flugs vom Hausarzt zu einem internistischen Rheumatologen überweisen lassen. Am besten soll der Hausdoc dort anrufen, damit dein Onkel bald einen Termin erhält. Schon HEUTE könnt ihr einen Rheumadoc suchen, anrufen und einen Termin vereinbaren! Viele Wochen - manchmal Monate - Wartezeit sind die Regel.

    Nur ein Rheumarzt kann anhand spezieller Untersuchungen (die ein Hausdoc nicht durchführen kann) und seiner Erfahrung feststellen, ob eine rheumatische Erkrankung vorliegt und wie sie behandelt werden kann.

    Auf Röntgenbildern ist zu Beginn nicht unbedingt was erkennbar und die Blutuntersuchungen, die der Hausarzt durchführen kann, sind nicht unbedingt geeignet eine rheumatische Erkrankung überhaupt festzustellen (Rheumafaktor). Ich zitiere:

    Kein Nachweis des Rheumafaktors im Blut (genauer im Serum) nennt man seronegativ. Der Rheumafaktor ist ein Eiweißstoff im Blut, dessen Name meinen läßt, er sei für die Ursache von "Rheuma" verantwortlich. Dies ist nicht der Fall; insofern ist der Begriff "Rheumafaktor" nicht sehr glücklich. Zum einen gibt es ca. 400 verschiedene rheumatische Erkrankungen, der Rheumafaktor ist aber nur für eine Erkrankung charakteristisch, nämlich für die chronische Polyarthritis. Und selbst bei dieser Erkrankung ist er nicht bei jedem Patienten nachweisbar, sondern nur bei etwa der Hälfte der Patienten. Deshalb wird auch zwischen einer seronegativen und einer seropositiven chronischen Polyarthritis unterschieden. Die seronegative chronische Polyarthritis unterscheidet sich von der sehr ähnlichen seropositiven chronischen Polyarthritis dadurch, da bei ihr der sogenannte Rheumafaktor im Blut ("Serum") nicht nachweisbar ist, die Untersuchung also negativ ist ("sero-negativ").

    Das Knacken bei der Gartenarbeit kann Auslöser - zum Beispiel für eine cP (= chronische Polyarthritis) gewesen sein - aber nicht Verursacher. Ich leide an cP und die Morgensteifigkeit aller Gelenke gehört zum Krankheitsbild.

    Wäre noch interessant, was der Doc in seine Spritze gepackt hat. Wenn Cortison drin war (in der Regel ist es ein Gemisch aus Entzündungshemmer + Cortison) und es ihm geholfen hat, ist das ein Hinweis auf eine entzündliche rheumatische Erkrankung. Bis zum Termin beim Rheumadoc hält evtl. eine Cortisontherapie - verordnet und überwacht vom Hausdoc - die Schmerzen und Schwellungen in Grenzen.

    Alles Gute für deinen Onkel - er soll wirklich nicht lange rumüberlegen, sondern gleich zum Facharzt gehen! Am Anfang gibt es gute Chancen "Rheuma" in den Griff zu bekommen - jeder Tag zählt!

    Rosarot
     
  4. Liz

    Liz Neues Mitglied

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    @ Rosarot
    Ich hatte auch sofort eine rheumatische Erkrankung in Verdacht. Das Knacken in der Wirbelsäule und die erst danach auftretenden Beschwerden haben mich allerdings stutzig gemacht. Da ich selbst Probleme mit der Wirbelsäule habe dachte ich auch an einen gereizten Nerv durch die Bandscheibe, aber das dann alle Gelenke nur morgens steif und schmerzhaft sind ist nicht typisch für einen Bandscheibenvorfall.

    Tja, dass mit dem zum Facharzt gehen ist bei einem "alten Haudegen" wie meinem Onkel so eine Sache: da braucht man ja einen Termin und vielleicht gehen die Beschwerden ja doch von alleine wieder weg.

    Ich danke auf jeden Fall für die sachdienlichen Hinweise und werde ihm schwer ins Gewissen reden.

    LG
    Liz

    PS: Musste gerade im www feststellen das internistische Rheumatologen rar gesäht sind. Kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben, ob es einen im Umkreis von Dortmund gibt?
     
    #4 27. Dezember 2006
    Zuletzt bearbeitet: 27. Dezember 2006
  5. Waldwuffel

    Waldwuffel Neues Mitglied

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  6. Liz

    Liz Neues Mitglied

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    Danke,
    da hab ich schon nachgeschaut. Aber ein internistischer Rheumatologe ist leider nicht in der Liste.
     
  7. sonnenschein24

    sonnenschein24 Neues Mitglied

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    hallo liz, es wäre interessant wie alt dein onkel ist, aber so wie du das beschreibst geht es den leuten die Morbus Bechterew haben- so wie ich ;) man kann das im blut feststellen, man ist dann HLA B 27 positiv. bei MB verkalken die wirbelkörper, was vielleicht das knacken erklären würde.
    liebe grüße und gute besserung andrea
     
  8. BlondesSternchen

    BlondesSternchen Neues Mitglied

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    hey!

    also bei mir hat die cP auch mit knacken in der wirbelsäule angefangen...

    bei seronegativer cp merkt man im blut nichts...

    die morgensteifigkeit ist bei mir auch stark ausgeprägt...

    auf jeden fall sollte er zu einem rheumadoc gehen!!!

    gegen die morgensteifigkeit in den fingern gibt es ein gutes hilfsmittel: kirschkernsäckchen aus der apotzeke! di emuss man nur kurz in der mikrowelle warm machen und dann mit den fingern kneten!

    die wärme ist gut und löst die steifigkeit auf!

    alles liebe!

    Blondes Sternchen
     
  9. Liz

    Liz Neues Mitglied

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    @ Andrea
    Mein Onkel ist 65 Jahre alt.

    Ich konnte in der letzten Woche noch nicht mit ihm darüber sprechen was sich arzttechnisch getan hat. Danke Euch trotzdem für die Infos.

    LG Liz