1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Schmerzen trotz Basis und Prednison

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Motzi, 1. September 2016.

  1. Motzi

    Motzi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Oktober 2015
    Beiträge:
    47
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Hallo liebe Teilnehmer von rheuma-online,
    habe seit einem Jahr eine seronegative RA, vorwiegend Finger, Handgelenke und Zehen beider Füße und bin regelmäßig im Forum unterwegs.
    Nach Methotrexat wurde ich im Februar 16 auf Leflunomid 20 mg umgestellt. Dazu Prednison 7,5mg. Darunter ging es mir wirklich gut. Das Prednison habe ich dann langsam über Wochen auf 5 mg reduziert. Hatte dann etwas mehr Schmerzen, aber nicht weltbewegend. Nun habe ich langsam auf 2,5 mg reduziert. Immer mit Zustimmung meines Rheumatologen.
    Nun sind die Schmerzen doch quälender geworden, besonders abends und auch nachts. Schwellungen nur diskret. Da ich noch nie irgendwelche Entzündungszeichen im Blut hatte, frage ich mich, ob die Schmerzen nun entzündlich sind oder nicht. Soll ich nun Schmerzmittel nehmen oder das Prednison wieder erhöhen. Bei Erhöhung werden die Schmerzen ganz schnell wieder besser.
    Natürlich werde ich alles mit meinem Rheumatologen absprechen, hätte aber gern gewußt wie eure Erfahrungen diesbezüglich sind. Freue mich über jede Antwort.
    Liebe Grüße an alle
    Motzi
     
  2. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

    Registriert seit:
    15. Februar 2011
    Beiträge:
    7.357
    Zustimmungen:
    686
    Ort:
    Niedersachsen
    Ich komme eigentlich am besten mit 7,5 mg klar, bin aber mittlerweile auf 5 mg runter. Geht soweit auch, manchmal muss ich aber doch kurzfristig wieder etwas erhöhen.
    Lt. Rheumadoc sollte ich auf 2,5 mg runter, aber das geht gar nicht.
    Ich bin der Meinung, so wenig wie möglich, aber doch soviel, dass es auch was bringt.
    Ganz weg sind die Malessen mit Medikamenten auch nicht, aber sehr erträglich.
     
  3. Motzi

    Motzi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Oktober 2015
    Beiträge:
    47
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Hallo Maggy,
    herzlichen Dank für Deine Antwort. Auch ich fühlte mich am Besten mit 7,5 mg Prednison. Mal sehen was mein Rheumadoc Mitte September sagt. Wünsche Dir ein schönes und hoffentlich schmerzfreies Wochenende.
    LG Motzi
     
  4. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2009
    Beiträge:
    2.137
    Zustimmungen:
    139
    Motzi, hallo!

    Mir sagte meine Ärztin: wenn ich mehr als 3 Mal in der Woche Schmerzmittel brauche, dann stimmt was nicht, d.h. ich muß das Cortison erhöhen.
    Ich bin nicht ganz so drastisch. Ich erhöhe, wenn ich praktisch täglich Schmerzmittel brauche, und das für mehr als eine Woche, oder eben 8-10 mal in zwei Wochen. Damit meine ich aber "Schmerzen": also wenn ich mich nicht mehr auf anderes konzentrieren kann, weil der Schmerz im Vordergrund steht. Alles andere ist für mich kein Schmerzmittel wert.

    Manchmal kann es helfen, beim runterdosieren, ein bisschen "auf und ab" zu machen. D.h. z.B. einen Tag 7,5 einen 5, und das ein paar Wochen lang. Und da kann man noch mehr trixen... evtl. in der ersten Wochen nur einen Tag 5 nehmen, in der zweiten 2 mal nur 5 usw....
    Bei mir gibt es leicht einen Rebound-Effekt, d.h. ich habe verstärkt Schmerzen, über Wochen, wenn ich nur 1mg weniger nehme. Daher diese Weise runterzukommen. Kommt aber nicht von mir, sondern auch von meiner Ärztin.

    Alles Gute!
    Kati
     
  5. Adolina

    Adolina Mitglied

    Registriert seit:
    6. April 2006
    Beiträge:
    744
    Zustimmungen:
    10
    Ort:
    Erlenbach/ Main
    Hallo Motzi,:)

    bei mir geht es auch nicht mit einer Minidosis Cortison.
    Ich habe als Erhaltungsdosis 5mg.
    Schmerzmittel muß ich trotzdem nehmen, jeden Tag.

    Ich wünsche dir alles Gute.

    LG Adolina :)
     
  6. Motzi

    Motzi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Oktober 2015
    Beiträge:
    47
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Hallo Kati und Adolina,

    herzlichen Dank für eure Tips und Erfahrungen. Dann bin ich also nicht allein mit meinen Cortisonproblemen. Den Tipp von Kati nehme ich gerne auf und versuche es nächstes mal mit Deinem Schema.
    Irgendwie ist mir immer noch nicht klar, ob Schmerzen immer nur mit Entzündungen einhergehen oder auch ohne. Da ich seronegativ bin und auch BSG und Crp immer o.B. sind, weiß ich nicht, ob die Schmerzen entzündungsbedingt sind oder nicht. Wie sind eure Erfahrungen damit?

    LG Motzi
     
  7. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2009
    Beiträge:
    2.137
    Zustimmungen:
    139
    Hallo Motzi,

    ich habe eine gute Physiotherapeutin. Sie hat verschiedene Zusatzausbildungen. Wenn ich meine ich hätte keine Rheumaschmerzen, dann fühlt sie, drückt... immer sehr vorsichtig, weil sie mir erklärt hat, eine Entzündung z.B. zu massieren, wäre das Schlimmste (sie massiert nie bei mir, es immer drücken - ziehen usw.). Meist ist es eine Verspannung, die von den Rheumaschmerzen (und dem, was ich nicht machen kann, aber will... also von der Arbeit) herkommen: je mehr Schmerzen ich habe, desto verspannter bin ich auch.
    Ganz oft habe ich z.B. Schmerzen in den Hände (Rheuma). Aber wenn sie Nacken - Schultern behandelt, dann gehts komischerweise auch den Händen besser, obwohl da sichtbare Entzündungen sind, also das eine beeinflußt das andere. Ich habe höheren CRP und im Ultraschall sichtbare Entzündungen.... und entsprechende Wassereinlagerungen an entzündeten Stellen (vor allem Hände).

    Also ich würde Dir raten einen wirklichen guten Physiotherapeuten zu suchen und ihm/ihr die Frage stellen. Aus der Ferne ist es unmöglich Dir das zu sagen...

    Bezüglich Cortison: ich bin nach vielen Jahren von 5mg auf 4 und habe nur 3 Mal "hoch und runter" gemacht. Gestern wären 5mg and er Reihe gewesen, aber waren nicht nötig. Mir gehts recht gut... es zwickt und ich bin morgens ne Ecke steifer, aber ich möchte meinem Körper nun ein paar Wochen Zeit geben, selbst den einen mg auszugleichen*. Dafür nehme ich ein paar Tropfen Tramal wenns gar nicht geht.
    Es ist jedesmal unterschiedlich. Ich habe viele Monate gebraucht, um von 15mg auch 13mg zu kommen, und nun gings (bislang - auf Holz klopf) ganz problemlos.

    Liebe Grüsse!
    Kati
    *Denn bald wird er dann wieder einen mg ausgleichen müssen... ich würde gerne das Jahr 2017 ohne Cortison beginnen!
     
  8. Adolina

    Adolina Mitglied

    Registriert seit:
    6. April 2006
    Beiträge:
    744
    Zustimmungen:
    10
    Ort:
    Erlenbach/ Main
    Hallo Motzi,:)

    ich bin auch seronegativ, was mir in der Vergangenheit oft Probleme gemacht hat.
    Trotz großer Schmerzen habe ich so gut wie keinen Entzündungswert.
    Das könnte auch daran liegen, dass ich schon 10 Jahre lang Basismedikamente nehme?????

    Physiotherapie hilft mir auch sehr gut. Ich würde dir auch zu einer Physiotherapie raten.

    Bei mir ist auch noch das Problem, dass ich überall Arthtrose habe.
    Mein Orthopäde meinte einmal: bei ihnen hat sich das Rheuma und die Arthtrose vermischt.

    Ich wünsche dir von herzen, dass du ohne Cortison auskommst.
    Alles Gute für dich.

    LG Adolina :)
     
  9. Loui

    Loui Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    25. Juni 2012
    Beiträge:
    39
    Zustimmungen:
    0
    Schmerzen

    Hallo Motzi,

    spreche mal mit Deinem Arzt über "Lodotra" ein Nachtcortison, gibt es mit 2 mg. oder 5 mg.
    es hilft absolut super, gegen die Schmerzen in der Nacht u gegen Morgensteifigkeit. Man nimmt
    es abends immer um 22 Uhr ein.
    LG Leontina
     
  10. Maura

    Maura Neues Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juni 2016
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Motzi, es ist jetzt etwas offtopic, aber kannst du/ könnt ihr mir mal sagen, was seronegativ in diesem Zusammenhang heißt?

    Kann ich selber in meinen Blutwerten erkennen, ob ich eine negative oder positive RA habe?

    Meine Rheumatologin hat bei der Erstdiagnose nie explizit irgendwas dazu gesagt.
     
  11. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2011
    Beiträge:
    5.619
    Zustimmungen:
    98
    Das bedeutet es ist kein Rheumafaktor im Blut zu finden.
    https://www.rheuma-online.de/a-z/s/seronegativ/
     
  12. Maura

    Maura Neues Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juni 2016
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Lagune, Merci :)!

    Das war ja dann noch recht einfach :D - hätte ich auch selbst drauf kommen können 0:).
     
  13. Motzi

    Motzi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Oktober 2015
    Beiträge:
    47
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Ihr Lieben alle,
    noch einmal herzlichen Dank für eure vielen Tipps. Werde alles beherzigen und nächste Woche mit meinem Rheumadoc besprechen. Ich habe bisher keine Physiotherapie, gehe aber einmal die Woche schwimmen und einmal zur Gymnastik. Habe Gott sei Dank noch keine Folgeschäden (außer Schmerzen und Schwellungen).
    Wünsche euch allen eine gute und schmerzarme Woche!
    Gruß Motzi