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Schmerzen/Flüssigkeit im Knie und Anti-phospolid Antikörper

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Ian Curtis, 7. August 2008.

  1. Ian Curtis

    Ian Curtis Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2008
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    Hallo,

    ich habe mich gerade registriert und möchte mal erzählen, was mich gerade bewegt. Ich werde versuchen mich kurz zu fassen und gegebenenfalls noch einmal editieren.

    Also, erst mal zu mir:

    Ich bin 26 Jahre alt, ich mache ziemlich viel Sport und ernähre mich auch ziemlich gesund, wenngleich natürlich nicht perfekt.

    Im Februar traten bei mir nach sportlicher Betätigung Schmerzen im Knie auf, die sich unter Belastung einstellten, d.h. vor allem beim Rennen/Laufen oder auch Schwimmen, komischerweise gingen Kniebeugen im Fitnessstudio fast problemlos. Da ich an Überlastung glaubte, unternahm ich nichts. Nach einigen Monaten Wartezeit und einer Fehldiagnose bin ich im Juli schließlich zu einem Spezialisten gegangen. Als Ursachenherd konnte beim MRT Flüssigkeit in meinem Knie festgestellt werden. Aufgrund der Menge der Flüssigkeit wollte mich der Arzt dann auf Rheuma oder Gicht untersuchen lassen. Also wurde ich zum Rheumtalogen und zum Internisten zwecks Blutabnahme geschickt. Der Rheumatologe überwies mich gleich an Radiologen zwecks eines Szintigramm (Termin am Montag). Die ERgebnisse der Blutabnahme habe ich heute erhalten und die Arzthelferin meinte, mein Anti-Phospholid-Antikörper Wert sei erhöht :(, Termin habe ich am Dienstag. Naja, ich habe mich dann natürlich erst mal eingelesen. Schaganfall, Herzinfarkt, Lungenembolie. Tja, da war man bis dato kerngesund und dann hört man so was........

    Dabei habe ich wirklich so gut wie keine Schmerzen, die Schmerzen im linken Knie treten wirklich nur unter akuter, starker Belastung auf. Gestern habe ich 8 Stunden im Stehen gearbeitet, war danach noch im Fitnessstudio und habe an meinem Knie NICHTS gemerkt. Würde ich keinen Sport machen, hätte ich das wohl bis heute nicht bemerkt....

    Eigentlich wollte ich vielleicht noch ein Studium zum Sportlehrer anfangen, das kann ich jetzt wohl vergessen.....
     
  2. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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    Hallo Ian Curtis!

    Herzlich Willkommen erstmal hier bei RO! :)

    Warte erstmal ab, was dein Rheumadoc für eine Diagnose stellt, ob und wie er dich therapieren will und was er dir beruflich rät.
    Wenn du zur Zeit keine Knieprobleme hast, bzw. die nur bei sehr starker Belastung auftreten, würde ich als Laie, erstmal an einen Meniskusschaden denken, der auch zu einer Entzündung führen kann.
    Vor allem nehme ich an, dass falls eine rheumatische Erkrankung vorliegt, sie noch sehr am Anfang steht und je früher man therapiert wird, desto besser sind die Aussichten die Erkrankung in den Griff zu bekommen.
    Es gibt heute sehr gut wirksame Medis, mit denen es sowas wie Schaganfall, Herzinfarkt oder Lungenembolie gar nicht erst kommen muss.

    Was genau "Anti-Phospholid-Antikörper" sind und was eine Erhöhung aussagt weiß ich leider nicht. Vielleicht kann dir jemand anders noch was dazu sagen.
    Allerdings weiß ich, dass generell im Blut nachgewiesene Antikörper keine erkennbaren Erkrankungen nach sich ziehen müssen.

    Versuch erstmal Ruhe zu bewahren und warte ab, zu welchem Schluss dein Arzt kommt.

    Liebe Grüße
    Sassi
     
  3. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Hallo Ian Curtis,

    Du schreibst, Du hast Flüssigkeit in einem Gelenk, dem Kniegelenk.
    Für Flüssigkeit im Kniegelenk (Kniegelenkserguss) gibt es viele Gründe. Unter anderem auch eine ältere Verletzung oder z.B. eine Borrelieninfektion (Lymearthritis).

    Hat Dein Arzt, der Dich zum MRT geschickt hat, das MRT-Ergebnis mit Dir besprochen?

    Warst Du bei einem Orthopäden?


    Was die Anti-Phospholipid-Antikörper angeht gilt der Satz "Wer viel mißt, mißt viel Mist ...."

    Soll heißen:
    Du beschreibst in Deinem post keinerlei Gründe, warum man diesen Wert bestimmt hat.


    Zitat:
    Die Antiphospholipid-Antikörper (aPLA) sind eine heterogene Gruppe von Auto-Antikörpern, die gegen phospholipidbindende Proteine gerichtet sind. Man kann sie einteilen in solche, die phospholipidabhängige Gerinnungstests verlängern, wie das Lupus Antikoagulans (LA), und solche, die an Cardiolipin binden, wie die Anti-Cardiolipin-Antikörper (aCL).

    ..... Bei gesunden Blutspendern wurde ein LA bei ca. 8 Prozent gefunden, IgG-aCL bei 6,5 Prozent und IgM-aCL in 9,4 Prozent, persistente aPLA kommen jedoch sehr selten bei gesunden Individuen vor (< 2 Prozent).

    Persistierend heißt: wenn bei mehrfacher Kontrolle dieser Wert immer wieder erhöht ist.
    Für den Nachweis von Antiphospholipidantikörpern (APL-AK) gibt es viele Gründe, unter anderem Infekte oder die Einnahme von Medikamenten.
    APL-AK "zu haben" bedeutet nicht automatisch krank zu sein oder zu werden (Schlaganfall, Thrombose etc.)
    Das heißt: nur in Verbindung mit bestimmten Symptomen oder einer Vorgeschichte in der Familie (früh aufgetretene Herzinfarkte, Schlaganfälle etc.) oder bei eigener Vorgeschichte hat der Nachweis von APL-AK eine Aussagekraft.

    Ich hoffe, dass sich ein einfacher und gut behandelbarer Grund für Deinen Kniegelenkserguss findet.

    Gruß waschbär
     
    #3 8. August 2008
    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2008
  4. Erato

    Erato Guest

    Aps

    Hallo,
    nur zur Ergänzung, Waschbär hat ja schon das Nötigste zum Thema APS gesagt.

    Das Wichtigste nochmal ganz deutlich: Die ERHÖHTEN Titer müssen MEHRFACH nachgewiesen werden - UND! es müssen entsprechende "Ereignisse" nachgewiesen sein. Sonst macht daraus noch niemand eine Krankheit...

    In einem Vortrag über diese AK bei Kindern heißt es: "Niedriger Titer, Häufigkeit bei 2 - 82% bei GESUNDEN Kindern."
    und der "Nachweis nicht mit Klinik des APS verbunden", was heißt: Bloß, weil man sie nachweist, heißt das NICHT, dass man auch krank ist oder wird.

    Sie können weiterhin bei einigen Infektionserkrankungen auftreten, wie z.B. AIDS, Malaria, Borreliose, Lepra, Tuberkulose, Streptokokken, Mykoplasmen-, Salmonellen- und Coliinfektionen, Röteln, Mumps, Pfeiffersches Drüsenfieber und durch Impfungen.

    Sassi, das ist im Prinzip schon richtig. Leider gilt das aber für das APS, so man es denn hat, nur bedingt. Denn es gibt da recht kontroverse "Diskussionen" über Sinn und Nutzen/ Schaden einer Antikoagulation bei APS. Denn leider verstärken diese Medikamente die ohnehin bei APS schon erhöhte Blutungsneigung. Und so kann es leider dennoch oder gerade deswegen zu Schlaganfällen kommen. Auch unter Marcumar kann man Thrombosen bekommen - leider.
    (Ian Curtis, das bezieht sich jetzt nicht auf Dich!)

    Du kannst ja nochmal mit Deiner Ärztin sprechen, ob sie das nach ein paar Wochen nochmal checkt, ob sie dann immer noch da sind, die AK und in welchen Titerhöhen.

    Die Erscheinungen an Deinem Knie: Frag' Deine Ärztin, ob sie das jetzt irgendwie mit den AK in Verbindung bringt.

    Viele Grüße und gute Besserung für Dein Knie

    Erato