anurju
anurju
Hallo zusammen,
ich hoffe, ich darf mich mal ein bißchen "ausschreiben" - habe aktuell das Gefühl von einer Lawine überrollt zu werden ...
Kurzfassung: Seit einem Jahr massivste Schmerzen (seit 4 Jahren Probleme) - ursprünglich wohl "angestupst" durch eine reaktive Arthritis - aktuelle Diagnose: Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung.
Nehme MTX, Cortison, Meloxicam, Tilidin, Magenschutz... Notfallmittel: Novalgin und Tilidin-Tropfen
Kontrolle nach knapp 4 Monaten MTX - keine nennenswerte Besserung - Befunde in etlichen Gelenken unverändert.
Am liebsten würde der Rheumatologe (dem ich sehr vertraue) einen TnFAlpha-Blocker geben - aus strategischen Gründen (Krankenkasse) nun aber erst einmal Sulfasalazin zusätzlich, wenn das nicht wirken sollte, dann in 3 Monaten TnFAlpha...
Die Medikamente lindern zwar die Schmerzhölle - defacto kann ich aber nur mühsam gehen, nicht lange sitzen, meine Hände funktionieren nicht wirklich gut, in Nacken, BWS, LWS und ISG tobt es - und ehrlich gesagt bin ich es manchmal (wie jetzt) einfach soooo leid.
Mein Vertrauen zu Ärzten hat definitiv gelitten - ich fühle mich vom Rheumatologen und von meinem Schmerzarzt wirklich gut beraten - aber es ist einfach so viel Mist in den letzten Jahren passiert (Fehldiagnosen, falsche Therapien, völlig verkorkste OP, die mein Knie ruiniert hat, z.T. auch Ignoranz und Arroganz vonseiten einiger Ärzte...).
Ich bin wirklich ein positiv denkender Mensch, aber schließlich ist man halt oft doch nur ein "Fall" und man muss mit den ganzen Nebenwirkungen (Müdigkeit, Kreislauf- und Magenprobleme...) alleine klar kommen
.
Psychologische Hilfe werde ich mir holen (Termin ist schon gemacht) - einfach, um mal mit jemandem sprechen zu können, der nicht mitleidet (wie Familie, Freunde). Ich habe Glück mit meinem sozialen Netz und darf mich insofern nicht beschweren...
Trotzdem ist es manchmal hart, dass sich mein ganzes privates Leben komplett verändert hat - soziale Kontakte, Hobbies, Unternehmungen liegen fast gänzlich auf Eis. Meine arme Tochter tut mir manchmal wirklich leid - mit ihren 10 Jahren hat sie zur Zeit nicht viel von ihrer Mama (obwohl ich mir wirklich sehr viel Mühe gebe und so viel mache wie ich kann).
Sie ist durch diese Erfahrung noch viel einfühlsamer und erwachsener geworden - aber schön ist es trotzdem nicht...
Ich weiß, dass so eine Krankheit auch eine Chance ist und das sehe ich auch oft so (siehe meine Beiträge in der Gruppe Kämpferherzen...) - aber aktuell geht es irgendwie nur bergab ...
Sorry, dass ich das alles so rauslasse... Ich musste es irgendwie aufschreiben und dann fange ich mich wieder. Normalerweise habe ich so eine Art "inneres Kraftwerk", das dann immer wieder anspringt, wenn ich in einem Loch stecke und so zieht man sich halt am eigenen Schopf wieder raus (manchmal mit Hilfe).
Ich weiß, ich muss Geduld haben und darf mich im Vergleich zu anderen nicht beschweren - aber ab und zu bekommt man doch Zweifel und Angst, ob es wirklich wieder besser wird... Ich hatte so gehofft, dass MTX wirkt und die Entzündungsprozesse aufhalten kann...
Vermutlich zieht es mich einfach auch runter, dass ich meinen Job nicht mehr schaffe - und den liebe ich sooo sehr.
Ich hoffe, ich habe euch mit meinem Seelenmüll jetzt nicht belästigt, hat einfach gut getan, das alles mal loszuwerden.
DANKE fürs Lesen - dieses Forum ist einfach ein wunderbar !
Viele liebe Grüße von
anurju
ich hoffe, ich darf mich mal ein bißchen "ausschreiben" - habe aktuell das Gefühl von einer Lawine überrollt zu werden ...
Kurzfassung: Seit einem Jahr massivste Schmerzen (seit 4 Jahren Probleme) - ursprünglich wohl "angestupst" durch eine reaktive Arthritis - aktuelle Diagnose: Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung.
Nehme MTX, Cortison, Meloxicam, Tilidin, Magenschutz... Notfallmittel: Novalgin und Tilidin-Tropfen
Kontrolle nach knapp 4 Monaten MTX - keine nennenswerte Besserung - Befunde in etlichen Gelenken unverändert.
Am liebsten würde der Rheumatologe (dem ich sehr vertraue) einen TnFAlpha-Blocker geben - aus strategischen Gründen (Krankenkasse) nun aber erst einmal Sulfasalazin zusätzlich, wenn das nicht wirken sollte, dann in 3 Monaten TnFAlpha...
Die Medikamente lindern zwar die Schmerzhölle - defacto kann ich aber nur mühsam gehen, nicht lange sitzen, meine Hände funktionieren nicht wirklich gut, in Nacken, BWS, LWS und ISG tobt es - und ehrlich gesagt bin ich es manchmal (wie jetzt) einfach soooo leid.
Mein Vertrauen zu Ärzten hat definitiv gelitten - ich fühle mich vom Rheumatologen und von meinem Schmerzarzt wirklich gut beraten - aber es ist einfach so viel Mist in den letzten Jahren passiert (Fehldiagnosen, falsche Therapien, völlig verkorkste OP, die mein Knie ruiniert hat, z.T. auch Ignoranz und Arroganz vonseiten einiger Ärzte...).
Ich bin wirklich ein positiv denkender Mensch, aber schließlich ist man halt oft doch nur ein "Fall" und man muss mit den ganzen Nebenwirkungen (Müdigkeit, Kreislauf- und Magenprobleme...) alleine klar kommen
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Psychologische Hilfe werde ich mir holen (Termin ist schon gemacht) - einfach, um mal mit jemandem sprechen zu können, der nicht mitleidet (wie Familie, Freunde). Ich habe Glück mit meinem sozialen Netz und darf mich insofern nicht beschweren...
Trotzdem ist es manchmal hart, dass sich mein ganzes privates Leben komplett verändert hat - soziale Kontakte, Hobbies, Unternehmungen liegen fast gänzlich auf Eis. Meine arme Tochter tut mir manchmal wirklich leid - mit ihren 10 Jahren hat sie zur Zeit nicht viel von ihrer Mama (obwohl ich mir wirklich sehr viel Mühe gebe und so viel mache wie ich kann).
Sie ist durch diese Erfahrung noch viel einfühlsamer und erwachsener geworden - aber schön ist es trotzdem nicht...
Ich weiß, dass so eine Krankheit auch eine Chance ist und das sehe ich auch oft so (siehe meine Beiträge in der Gruppe Kämpferherzen...) - aber aktuell geht es irgendwie nur bergab ...
Sorry, dass ich das alles so rauslasse... Ich musste es irgendwie aufschreiben und dann fange ich mich wieder. Normalerweise habe ich so eine Art "inneres Kraftwerk", das dann immer wieder anspringt, wenn ich in einem Loch stecke und so zieht man sich halt am eigenen Schopf wieder raus (manchmal mit Hilfe).
Ich weiß, ich muss Geduld haben und darf mich im Vergleich zu anderen nicht beschweren - aber ab und zu bekommt man doch Zweifel und Angst, ob es wirklich wieder besser wird... Ich hatte so gehofft, dass MTX wirkt und die Entzündungsprozesse aufhalten kann...
Vermutlich zieht es mich einfach auch runter, dass ich meinen Job nicht mehr schaffe - und den liebe ich sooo sehr.
Ich hoffe, ich habe euch mit meinem Seelenmüll jetzt nicht belästigt, hat einfach gut getan, das alles mal loszuwerden.
DANKE fürs Lesen - dieses Forum ist einfach ein wunderbar !
Viele liebe Grüße von
anurju
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