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Schlafsörungen durch Rheuma?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Francesco, 12. Juni 2007.

  1. Francesco

    Francesco Neues Mitglied

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    Hallo zusammen!
    Was ich euch fragen wollte:
    Seit ca. einem Jahr leide ich an anfänglich leichten, mittlerweile ziemlich starken Schlafstörungen. Ist da vielleicht ein Zusammenhang mit dem Rheuma? Ich bin es natürlich aufgrung meines MB´s gewohnt, öfters wegen der Schmerzen nachts aufzuwachen. Aber selbst an Tagen, an denen es mir körperlich besser geht, kann ich nicht richtig tief schlafen.
    Das Problem ist nicht das Einschlafen, das funktioniert meist problemlos, vielmehr das Durchschlafen. Nach 3 Stunden ist die Nacht praktisch vorbei, halbe Stunde wach, halbe Stunde Schlaf usw.
    Versucht hab ich schon vieles, z.B. alle Elektrogeräte aus dem Schlafzimmer, NSAR gewechselt, nicht zu spät essen usw....
    Ich hab nicht den Eindruck, als wäre das nur eine vorübergehende Sache, zumal es eigentlich immer schlimmer wird und mittlerweile dann doch sehr belastend ist.
    Habt ihr Erfahrungen damit und was könnt ich außer Schlafmittel vielleicht dagegen tun?
    Danke euch im voraus......

    Gruß Francesco
     
  2. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    hallo, francesco!

    seit ich das churg-strauss-syndrom habe, schlafe ich nicht mehr so gut wie früher. allerdings hatte ich früher auch einen SEHR guten schlaf. bei mir ist es nicht so schlimm wie bei dir, es gibt eher mal nächte, wo ich schlecht und wenig schlafe (sowohl schlecht einschlafe wie auch schlecht durchschlafe), aber dann ist es auch wieder besser. woran das nun liegt - keine ahnung. vielleicht an den medikamenten? ausserdem stört mich in den "schlechten" nächten wirklich jedes geräusch, bin da ganz empfindlich. mein HA hat mir das "übliche" empfohlen, was du ja auch kennst: abends einen spaziergang, nicht schwer essen, ein alkoholfreies bier trinken oder eine heisse schokolade.
    viele grüsse
    ruth
     
  3. anbar

    anbar Neues Mitglied

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    Hallo Francesco,

    dieses Problem habe ich nun seit ca. 4,5 Jahren ganz krass.
    War in dieser Zeit 2x zur Reha und haben da eigentlich alles ausprobiert was es so gibt.
    Es tut sich nichts. Ich bin müde wie ein Hund,auch tagsüber,kann kaum die Augen auf halten. Schlafe relativ problemlos ein, und siehste da, nach 2,5 max. 3 Std. ist die Nacht vorbei.Das geht an die Substanz. Ich werde nicht nur von den Schmerzen wach,sondern ich schwitze auch sehr stark.
    Tja was mache ich dann? ich robbe dann durch das ganze Bett und versuche noch einige Zeit so rumzudusseln.Das schlaucht ganz schön. Ich habe keine Ahnung,wann ich das letzte mal 5 oder 6 Std. am Stück geschlafen habe.
    Vor allem graust es mir dann vor dem langen Arbeitstag.
    Würde mich auch freuen,wenn ich mal was in der Richtung hilfreiches hören würde.

    Einen richtigen Tipp hab ich auch nicht.

    Gruß Anbar

     
  4. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Kann net schlafen ?

    Huhu,

    nun ja, dank cP, Dauerschmerz und Schübe, hat sich der Körper und das Gehirn an den Schmerz gewöhnt und trotz guter Medis wache ich nach 2-3 Std. auf - wieder einzuschlafen wird zum nächtlichen Hobby :(

    Ich bin mit Cortison und Voltaren zufrieden und weiss, wann ich sie nehmen muss, um einigermassen schlafen zu können...................

    Die meisten hier bei RO schlafen nie mehr wirklich gut :o

    Ob Schlafmittel sinnvoll sind ?? Keine Ahnung, ich habe nie genommen.

    Pumpkin
     
  5. Francesco

    Francesco Neues Mitglied

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    Danke erstmal!
    Wie es ausschaut, bin ich nun wirklich nicht alleine mit dem Problem.
    Ich denke, selbst wenn die Medikamente stimmen und die Schmerzen so wenig sind, dass man aufgrund derer nicht mehr aufwacht, passiert es trotzdem, da unser Schmerzgedächnis bereits zu stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Würde wohl auch einige Zeit dauern, bis dort alles wieder einigermaßen normal wäre. Hat bestimmt alles einen rein phsychischen Hintergrund. Ich werd jedenfalls weiter nach Alternativen für besseren Schlaf suchen und wenn ich was gefunden habe, geb ich euch bescheid....
    Homöopathie wäre mal eine Überlegung wert. Wenn es mir schon bei den Beschwerden nicht geholfen hat, vielleicht klappt ja zum Thema Schlaf etwas....

    Gruß Francesco
     
  6. Joh70

    Joh70 Registrierter Benutzer

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    abends und nachts arbeitet das immunsystem stärker als am morgen/tage. sinken die cortisolspiegel nachts zu weit ab, wird man möglicherweise von den schmerzen, entzündungsschübe, innerer unruhe und evt. schweißausbrüche, etc. wach.

    was hilft?

    das immunsystem zur ruhe bringen. eine immuntherapie wird wohl das einzige sein, was linderung bringt. ansonsten hormonhaushalt ins gleichgewicht bringen. bei corisol-mangel etwas cortison. aber das nehmen hier sowie die meisten schon mehr oder weniger.

    melatonin ist ein hormon, welches als natürliches schlafmittel betrachtet werden könnte. aber es hat den nachteil, daß es auch das immunsystem zusätzlich aktiviert und im fall autoimmunerkrankter nicht wirklich helfen wird, evt. die situation sogar verschlimmert.
     
  7. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    hallöle,
    ich hab das problem immer dann wenn es mir rheumatechnisch schlechter geht,wie jetzt zur zeit.
    dann bin ich noch weniger belastbar als sonst,und wenn ich tagsüber aktiv bin,kippe ich um spätestens 17/18 uhr auf die couch.
    schlafe dann bis zu 2 stunden und bin teilweise bis 4 uhr wieder wach,auch weil die beschwerden zum abend hin wieder schlimmer werden.
    wenn ich in solchen zeiten gegen abend mal nicht couche,schlafe ich wenigstens "schon" um zwei uhr nachts ein,so ungefähr :rolleyes: ......hab schon alles mögliche versucht mich wachzuhalten,aber die erschöpfung ist einfach zu groß zu dieser zeit......

    diese woche ärgert mich das besonders,da ich schon zwei versuche hatte bis 10 uhr zum rheumadoc zu kommen für's labor,eine stunde fahrzeit.das schaffe ich nach solchen nächten nicht....einmal ist die anlaufzeit noch länger als sonst,brauche "normal" schon 3 stunden ehe ich aus dem haus gehen kann..... und es dreht sich mir alles,der schlafmangel puscht die beschwerden noch,ich bin fix und alle :o ....nächste woche ist termin bei ihm,werde also morgen zum ha dackeln wegen der leberwerte,sonst gibts keine andere basis...

    leider hab ich auch keinen tipp,
    aber ich weiß nur zu gut wie das an die substanz geht :(

    liebe grüße,
    diana :))
     
  8. Bodo

    Bodo (Mittel)alter Hund

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    Hallo!
    Ich würde behaupten, daß schon ein Zusammenhang besteht. Als sich bei mir zur CP auch noch die Fibro dazugesellte, waren Schlafstörungen und Schweißausbrüche enorm. Erst durch Medikamente hat sich das gebessert.
    Viele Grüße
    Bodo
     
  9. nadia

    nadia Neues Mitglied

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    ich kenne diese problem sehr gut

    :confused: und hatte vor 5 jahren gedacht, es käme davon dass ich ÄLTER werde. ja bei uns zählen frauen , die über 40 sind und auf die 50 so langsam zugehen, zu den ÄLTEREN frauen. ich dachte , es käme auch von den vielen operationen , die ich hinter mir hatte. ichhatte bevor meine krankheit ganz mit dem sjögren syndrom ausgebrochen war, mit dem schlaf immer zu kämpfen, hatte aber gedacht, es käme vom stress , viel arbeit, schmerzen. ich war zwar immer sehr müde , konnte aber nicht einschalfen und wenn dann nur für 2 stunden , dann wurde ich hell wach bis zum nächsten oder übernächsten tag . es war SCHRECKLICH:eek: . jetzt kann ichmanchmal ohne mühe einschlafen aber erst so gegen 2 oder 3 uhr. aber auch bis 6-7 morgens bin ich wieder wach. ich habe mich daran gewöhnt.

    zwing dich nie mals zum schlafen ein, es wird nicht. versuche mal zulesen oder musik zu hören oder zu duschen oder in der badewanne zu liegen und vorallem so zu tun , als ob du nicht unbedingt schlafen willst. dann klappt es in ein paar stunden , was solls;) die hauptsache ein paar stunden schalf, man ist sowieso sehr müde , ob man viel , wenig oder garnicht geschlafen hat:D
    die nacht war frühe für mich zum schlafen da, was jetzt nicht mehr der fall ist. ich ärgere mich auch nicht mehr darüber, weil ich ´mich damit abgefunden habe. eigetlich ist es gar nicht so schlecht die stille der nacht allein zu geniessen. alle schlafen und ich habe die ganze wohnung für mich allein:D

    ich habe mir auch sagen lassen, das käme vom kortison, ob das stimmt:confused: ? das hat mir mal ein arzt gesagt.



    liebe grüsse
     
    #9 13. Juni 2007
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juni 2007
  10. sonnenliebe

    sonnenliebe Mitglied

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    ich kann auch schon lange nicht mehr richtig durchschlafen, wache oft nachts auf und bin hellwach.

    Zurzeit kann ich nicht einschlafen, lege mich hin, bin eigentlich müde, und dann plötzlich hellwach..... sehr nervig, wenn man morgens früh aus dem Bett muss und vor allem fit sein muss...

    lg, sonnenliebe
     
  11. irina

    irina Neues Mitglied

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    Hallo Francesco!
    Die Idee mit dem Cortison, solltest Du im Kopf behalten. Meiner Erfahrung nach führen hohe Dosen zu Schlaflosigkeit und Schwitzen in der Nacht. Nur man kann sich ja leider nicht aussuchen, ob man es nehmen muss...
    Überhaupt solltest Du Deine Medikamente durchgehen und (wenn es geht) mal austauschen. Manchmal bringt es das.
    So richtig schlaue Tips wie man besser einschläft, habe ich sonst auch nicht. Das einzige, das mir noch einfällt ist, dass man Aufstehen soll und das Bett und das Zimmer verlassen soll, weil sonst das Gehirn lernt, dass Bett nicht schlafen bedeutet und man deshalb nicht schlafen kann. Aber ich denke, dass ist leichter gesagt als getan...

    Liebe Grüsse,
    Irina
     
  12. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    auch ich bin die schlaflosigkeit in person....seit wann das so ist habe ich schon fast aus den augen verloren. jedenfalls sind es jahre.
    ich denke auch das cortison eine große rolle spielt. auch die entzündungsaktivität des rheumas ... liegeschmerzen
    einschlafen kann ich meist ganz gut, stehe aber das erste mal nach etwa einer stunde wieder "auf der matte" ... schmerzen, toilette .... wieder rein ins bett (etwa 30min später) ... dann klappts noch einmal mit ca. 2stunden schlaf am stück, wenn es eine gute nacht ist.
    ich schlafe grundsätzlich traumlos, was ich eigenartig finde, wofür ich aber noch keine erklärung gefunden habe.
    den tag zu überstehen ist natürlich dann die große herausforderung. irgendwann kommt manchmal auch dort der schlaf .... ich lege mich für ne stunde auf das sofa .... meist kann ich diese stunde schlafen (der schlaf ist dann wie narkose) aber manchmal stehe ich nach 5 min schon wieder auf.
    schlafmittel puschen mich nur noch mehr auf, wurde mal in einer klinik ausprobiert, nachdem ich schon auf der lohnliste für die nachtschwester;):D
    stand

    von vorteil ist, das ich dauerberentet bin und mir somit den tag einteilen kann .... anders würde ich den tag nicht mehr bestehen können.
    ich brauche mindestens dreiviertel der zeit nur noch für mich ...
     
  13. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

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    hallo franseco,

    das thema schlafstörungen und müdigkeit ist extrem komplex und leider noch nicht wirkl. weit in der forschung der ursachen....

    es gibt auch die möglichkeit ein schlafstörung als einzelen krankheit und deren folgen zubesitzten die nicht unmittelbar mit rheuma zutun haben muß...diese kann bei bestimmten medikamenten oder rheuma schüben in form von mehr müdigkeit als sonst und schlafstörungen in form von einschlaf,durchschlafstörung usw. sich verschlimmern...es gibt etliche ursachen für müdigkeit und schlafprobleme....

    ich komme nicht in den tiefschlaf, während hoher cortison einnehmen, rheumaschüben und diversen medikamenten verschlimmert sich dieses problem und die folgen davon...wie z.b überall im sitzen einschlafen und nie erholt fühlen nach dem aufwachen....
    die erklärung nach 2 nächten im schlaflabor war sehr interessant...auf jedenfall kann mir jetzt keiner mehr mit irgendwelche gut gemeinten ratschläge und dumme sprüche kommen bzw. kann ich es wunderbar erklären und das thema ist vom tisch:)
    leider ist deutschland mit schlaflaboren dünnbesiedelt und es gibt selten rein neurologische schlaflabore (die meisten haben sich auf das schnarchproblem spezialisiert) und die wenigensten rheumatolgen oder hausärzte kenne sich ansatzweise mit diesem komplexem thema aus..die einfachste erklärung sind meist depressionen oder falsche schlafhygiene...:mad: :mad: .

    ich bin aktuell zwar auch noch nicht wirkl. ein stück näher an einer lösung , das ich nach über 15 jahren in den tiefschlaf komme bzw mich morgens halbwegs erholt fühle....auch konnte letztenendlich die ursache leider auch noch nicht geklärt werden...aber ich weiß das ich nicht schuld bin und mir niemand mehr was psychisches in die schuhe schieben kann..das steht 100 % fest;)

    den einzigen tip den ich geben kann:wenn es dich massiv im alltag einschränkt und du es abgeklärt haben möchtest: ab ins schlaflabor und niemals zum shclafen in irgendeiner form zwingen....die kk hat ohne voruntersuchungen die einweisung problemlos genehmigt.

    liebe grüße
    bine