Hallo Sensa,
ein interessantes Thema, hatte auch gerade überlegt einen Beitrag zu eröffnen mit einem ähnlichen Thema. Ich habe seit ca. 20 Jahren eine Pollenflugallergie auf Birke/ Hasel. Wurde zunächst mit den klassischen frei verkäuflichen Mitteln aus der Apotheke behandelt. Einige Jahre später ( die Allergie entwickelte sich immer stärker ) kam es zu einem extrem starken Asthma. Therapie: zusätzlich Kortison- Tabletten. Während der Allergiezeit litt ich zusätzlich zu den bekannten Symptomen wie juckende Schleimhäute, Bindehautentzündung, etc. auch unter Fieber bis 38,5C und Schüttelfrost. Wurde unter Kortison natürlich besser, aber natürlich nur solange ich Kortison einnahm. Das Asthma war nur ein Jahr da, und dann nicht mehr.

Mein damaliger Hausarzt und auch HNO-Arzt rieten mir von einer Desensibilisierung ab.

Ich selbst war auch unentschlossen und wartete ersteinmal ab. Dann habe ich jahrelang Aerius eingenommen und kam sehr gut damit klar, mußte aber in Stoßzeiten des Pollenflugs auch immer mal wieder Kortison einnehmen. Mein Sohn entwickelte ebenfalls eine Allergie: Hasel, Birke, Gräser, Roggen. Der Pulmologe riet zu einer Desensibilisierung und sie wurde auch durchgeführt. Ich entschloß mich dann ebenfalls dazu und auch sie wurde drei Jahre lang durchgeführt und ist jetzt abgeschlossen. Im Verlauf des letzten Jahres trat eine Besserung ein und ich brauchte kein Kortison mehr zusätzlich, hatte aber immer noch Temperatur und Schüttelfrost. Mein Pulmologe sagte, daß diese Symptome wie erhöhte Temperatur und Schüttelfrost zwar relativ selten wären, und daß das Ergebnis des Rast-Testes auch eine relativ starke Allergie zeigen würde, aber die Gesamtsymptomatik doch erstaunlich hoch wäre. Zusätzlich entwickelte sich eine, wie ich glaubte weitere Pollenflugallergie gegen Gräser- und Roggenpollen (paßte genau in diese Zeit ) ,die in den letzten vier Jahren immer stärker wurde. Im letzten Jahr und in diesem Jahr wurde noch einmal ein Rast-Test durchgeführt, der keinerlei Hinweise auf eine diesbezügliche Allergie aufwies. Da sich ja im Laufe dieses Jahres der Vd. auf PsA ergab, berichtete ich meinem Pulmologen natürlich davon und auch er meinte, daß die Symptomatik Fieber, Schüttelfrost auch mit der PsA zusammenhängen könnte und somit gar nicht, wahrscheinlich nie!! mit der Pollenflugallergie in Zusammenhang stand.

Ich wußte ja im Frühjahr nach meiner OP auch nicht, ob ich Fieber und Schüttelfrost von der Allergie hatte, oder ob es irgendetwas mit der OP zu tun hatte und den merkwürdigen Hautbildern, die ich hatte. Mein Rheumatologe bestätigte mir heute den Zusammenhang zwischen den allergischen Symptomen die ich auch heute noch habe: wahnsinnig juckende Ohrtuben, ebenso das Gaumendach ist betroffen und oft auch der Kehlkopf.Ich hatte auch jedes Jahr im August eine Bindehautentzündung die nach einer entsprechenden Behandlung wieder verschwand. Im Frühjahr hatte ich dagegen schon lange keine Bindehautentzündung mehr. Er sagt, daß die Entzündung der serösen Schleimhäute, die sich ja nicht nur im HNO-Bereich befinden durch diese Autoimmunerkrankung kommt, und sich z.B. im HNO- Bereich durch diese allergische Symptomatik zeigt. So hatte bzw. habe ich eine nachgewiesene Allergie gegen Hasel und Birke mit Symptomen die dazugehören, aber auch mit Symptomen die nicht dazu gehören, aber auch dazu gepaßt haben könnten. Haben jedenfalls 20 Jahre lang alle Ärzte gedacht, und ich natürlich ebenfalls! Die vermeintliche Gräser/Roggen-Allergie ist nun keine und die allergische Symptomatik gehört zur Autoimmunerkrankung. Weiterhin nehme ich dagegen das Anti-Allergikum Aerius und komme gut damit zurecht. Ich hoffe, daß sich die Gesamtsymptomatik bessert, wenn ich eine geeignete Basis gefunden habe. Desensibilisiert wurde ich ja nun, weil ja niemand wußte, daß ich eine Autoimmunerkrankung habe. Ob der Pulmologe auch so entschieden hätte, wenn er es gewußt hätte, kann ich nicht sagen. Ich glaube, das ist ein sehr komplexes Thema, zu dem noch lange nicht alles gesagt ist. Bin gespannt auf weitere Erfahrungsberichte!
LG amber64